Shimano Schaltzug Befestigungsschraube Drehmoment: Eine umfassende Anleitung

Die richtige Wartung Ihres Fahrrads ist entscheidend für Ihre Sicherheit und die Leistung Ihres Fahrrads. Ein wichtiger Aspekt dabei ist das Anziehen der Schrauben mit dem richtigen Drehmoment. Hier finden Sie eine detaillierte Anleitung zu den Anzugsmomenten für Fahrradteile und Schrauben, insbesondere im Zusammenhang mit Shimano Schaltzugbefestigungsschrauben.

Jeder kennt den Spruch: „Nach fest kommt ab“. Die meisten Schrauben am Fahrrad benötigen ein Drehmoment zwischen 2 Nm und 20 Nm. Beim Antrieb, der höheren Belastungen ausgesetzt ist, werden oft auch mal 40 Nm benötigt. Die richtig dosierte Kraft schützt Zubehörteile, Schrauben und Gewinde vor Beschädigungen.

Die meisten händisch angezogenen Schrauben bzw. mit Gefühl angezogenen Schrauben, werden in der Regel zu schwach oder zu stark angezogen. Das kann bei manchen Rahmenmaterialien oder einem kleinen Gewinde schnell zu Beschädigungen führen. Sicherheitshalber einen Drehmomentschlüssel verwenden.

Tipp: Am besten vor einer längeren Tour alle Schrauben checken und gegebenenfalls nachziehen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Ein Universaltool im Gepäck hilft dabei, Schrauben auch unterwegs nachziehen zu können.

Allgemeine Informationen zum Drehmoment

Eine ungeschmierte Gewindeverbindung verliert etwa 50 % an Kopfreibung und 40 % an Gewindereibung. Dieser Prozentsatz kann durch die Verwendung eines reibungsarmen Schmiermittels erhöht werden. Der Reibungskoeffizient ist ebenfalls sehr variabel (normalerweise +/-20 %), was zu einer Prozessvariabilität führt.

Und auch wenn die Anzugswerkzeuge oft sehr genau sind (z. B. +/-1 % bei einem kalibrierten Handdrehmomentschlüssel), beträgt die Abweichung vom aufgebrachten Drehmoment +/-10 bis +/-50 %. Viele sind überrascht, wie sehr ihre Körperhaltung und die Handhabung des Werkzeugs das aufgebrachte Drehmoment beeinflussen.

Wir haben in folgender Tabelle alle Drehmomente ohne Schmiermittel angegeben.

Drehmomenttabelle für Fahrradteile

Die folgende Tabelle listet die empfohlenen Anzugsmomente für verschiedene Fahrradkomponenten auf. Bitte beachten Sie, dass dies Richtwerte sind und die Angaben des Herstellers Vorrang haben.

Bauteil Nm (Newtonmeter) Benötigtes Werkzeug
Abdeckkappe in Schaftrohrkralle 3-4
Ahead-Kralle 2,5-3
Bar Ends 15-17 Inbusschlüssel 8 mm
Bremshebel (Unterrohrmontage) 5-7 Inbusschlüssel 4 mm
Bremshebelschelle 2.5-3 Kreuzschlitzschraubendreher
Bremshebelschelle 6-8 Inbusschlüssel 4 mm
Bremszuggegenhalter 6-8 Inbusschlüssel 4 mm
Cantileverbremse - Belagfixierung 1-2 Kreuzschlitzschraubendreher
Cantileverbremse - Bremsschuh 8-9 Maulschlüssel 10
Cantileverbremse - Sockel 5 - 7 Inbusschlüssel 5mm
Cantileverbremse - Zugklemmung 6 - 9 Inbusschlüssel 5 mm
Cleats (SPD) 5 - 8 Inbusschlüssel 4 mm
Freilauf - Freilaufkörper 35 - 50
Freilauf - Kassette (Konterring HG) 30 - 50 Spezialwerkzeug
Innenlager Konus 60 - 70 Konusschlüssel 36 oder 40 mm
Innenlager Patrone 50 - 70 Spezialwerkzeug
Kettenblattschraube 6 - 11 Inbusschlüssel 6 mm
Kurbelschraube 35 - 50 Inbusschlüssel 8 mm und Kurbelschraubengegenhalter
Nabe - Achsmutter 20 - 40 Konusschlüssel 15
Nabe - Konus-Kontermutter 10 - 25 Konusschlüssel 13, 14
Nabe - Schnellspannhebel 9 - 12 Schnellspannhebel
Pedalachse 35 - 40 Inbusschlüssel 6 mm o. Pedalschlüssel 13
Sattelklemmung doppelt 8 - 14 Inbusschlüssel 4 mm
Sattelklemmung einfach 14 - 34 Inbusschlüssel 5 mm
Sattelstützeklemmung 8.5 - 11.5 Inbusschlüssel 5 mm oder Schnellspannhebel
Schaltbremshebel - Schelle 2.5 - 3 Kreuzschlitzschraubendreher
Schaltbremshebel - Schelle 6 - 8 Inbusschlüssel 5 mm
Schalthebel - Daumenschalter 2.5 Inbusschlüssel 3 mm
Schalthebel - Drehgriff 1.5 Inbusschlüssel 3 mm
Schaltwerk - Befestigungsbolzen 8 - 10 Inbusschlüssel 5 mm
Schaltwerk - Schaltröllchen 3 - 4 Inbusschlüssel 5 mm
Schaltwerk - Zugklemmung 4 - 7 Inbusschlüssel 5 mm
Scheibenbremse - Bremsklotz 5
Scheibenbremse - Bremssattel 5
Scheibenbremse - Nabe (6-Loch-Aufnahme) 5
Seitenzugbremse - Bremskörper 8 - 10 Inbusschlüssel 5 mm, Maulschlüssel 10, 12, 13
Seitenzugbremse - Bremsschuh 5 - 9 Maulschlüssel 10 mm
Seitenzugbremse - Zugklemmung 5 - 8 Inbusschlüssel 5 mm
Steuersatz - A-Head-Klemmung 17 - 20 Inbusschlüssel 5 mm
Steuersatz - Klemmschraube Konus 20 - 30 Inbusschlüssel 6 mm
Steuersatz - Kontermutter 34 Konusschlüssel 32, 36, 40 mm
Umwerfer - Befestigungsschelle 5 - 7 Inbusschlüssel 5 mm
Umwerfer - Lötsockel 7 Inbusschlüssel 5 mm
Umwerfer - Zugklemmung 5 - 7 Inbusschlüssel 5 mm
V-Brake - Sockel 5 - 7 Inbusschlüssel 5 mm
V-Brake - Bremsschuh 6 - 8 Inbusschlüssel 5 mm
V-Brake - Zugklemmung 6 - 8 Inbusschlüssel 5 mm
Vorbau - Lenkerklemmung 11 - 30 Inbusschlüssel 5 mm

Wichtig: Die genannten Anzugsmomente sind Richtwerte. Bitte beachte für jedes Bauteil die genannten Werte des Herstellers. Drehmomentschlüssel sollten nicht zum Öffnen hartnäckiger Schrauben verwendet werden. Ein Drehmomentschlüssel ist ein Messwerkzeug und sollte auch dementsprechend behandelt werden. Ein Drehmomentschlüssel sollte bei eingestellten 0 Nm gelagert werden.

Zusätzliche Hinweise

  • Carbonrahmen: Bei Carbonrahmen oder Anbauteilen unbedingt Montagepaste (kein Öl) verwenden, um das Anzugsdrehmoment zu verringern. Am besten auch immer die Angaben des Herstellers beachten.
  • Schraubensicherung: Mit einer Schraubensicherung (z. B. Loctite) können Schrauben z. B. an Lenker- und Vorbauklemmungen gesichert werden.
  • Schmierung: Carobon oder Titan-Bauteile dürfen nicht geschmiert oder gefettet werden. Erfahrungsgemäß lässt sich eine geschmierte Schraube fester anziehen als eine trockene. Deshalb werden Anzugsmomente für einen trockenen Zustand angegeben.

Einstellen der Schaltung

Ob Shimano- oder SRAM-Antrieb: Die Kettenschaltung am Mountainbike oder E-MTB sauber einzustellen, sollte zum Standard-Repertoire gehören. Die Schaltung eines Fahrrads ist ein etwas komplexeres System, in dem mehrere mechanische Bauteile zusammenwirken. Diese müssen optimal aufeinander eingestellt sein, um das Konzept Kettenschaltung reibungsarm und effizient werkeln zu lassen.

Da an den meisten Mountainbikes, E-Bikes eingeschlossen, mittlerweile ein Einfach-Antrieb montiert ist, bei dem nur noch hinten geschaltet wird, ist das Einstellen sogar weniger komplex als früher mit Schaltwerk und Umwerfer. Um die fehlende Bandbreite vorne zu kompensieren, müssen die Kassetten hinten allerdings größer sein und somit auch mehr Ritzel als früher haben, damit die Sprünge zwischen den Gängen nicht zu groß werden. Mittlerweile müssen sich 12 Ritzel den gleichen Bauraum teilen wie früher 9 oder 10 Stück. Sie rücken enger zusammen, daher muss auch die Kette schmaler sein. Dies alles zusammen bedingt eine etwas genauere Feineinstellung der Schaltkomponenten als es früher der Fall war.

Kompatibilität

Um Deine Schaltung bestmöglich einstellen zu können, gibt es ein paar Voraussetzungen. Alle Teile des Antriebs und der Schaltung müssen zueinander kompatibel sein. Schaltwerk und Schaltgriff müssen vom gleichen Hersteller und idealerweise aus der gleichen Serie stammen. Essenziell sind hier aber die Schaltstufen: ein 12-fach Schaltwerk kann nur von einem 12-fach-Schaltgriff gleichen Herstellers angesteuert werden; es kann ausschließlich eine 12-fach-Kassette und -Kette benutzt werden.

Shimano- und SRAM-Bauteile können NICHT gemixt werden. Dies führt unweigerlich zu Problemen bis hin zur kompletten Fehlfunktion. Auch wenn andere Hersteller kompatible Teile anbieten, schwöre ich persönlich auf Originalbauteile des jeweiligen Gruppen-Herstellers, um die beste Performance zu gewährleisten.

Für beste Performance ist ein markenreines, in sich kompatibles System obligatorisch. Hier: Shimano XT 12-fach.

Pflege und Schmierung

Grobe Verschmutzungen, insbesondere an Ritzeln, Kette und Schaltröllchen, können Probleme beim Schalten verursachen. Eine gründliche Reinigung ist daher obligatorisch. Für geschmeidige Schaltvorgänge muss die Kette sauber und gut geschmiert sein. Die Gelenke des Schaltwerks müssen leichtgängig sein. Sind sie verdreckt oder ist die Schmierung durch häufiges Waschen mit dem Hochdruckreiniger nicht mehr gegeben, darfst Du ihnen nach dem Säubern gern einen Tropfen Kettenöl spendieren. Dasselbe gilt für die Lager der Schalträdchen. Grundsätzlich sollen alle Komponenten, die mit im Spiel sind, vor dem Einstellen der Schaltung sauber und natürlich technisch einwandfrei sein.

Die Hauptursache für schlecht funktionierende Schaltungen ist zu viel Reibung. Weniger Dreck bedeutet weniger Reibung. Alle beweglichen Teile müssen sauber und geschmiert sein.

Bauteile prüfen

Nimm Dir zuerst die Kassette vor: Wenn Du das größte Ritzel im montierten Zustand an zwei gegenüberliegenden Stellen fasst und die Kassette dann zu kippen versuchst, darf nur wenig bis kein Spiel spürbar sein. Kontrolliere bitte das Anzugsmoment der Kassette am Freilauf (40Nm). Die Kassette sollte in puncto Verschleiß im grünen Bereich sein. Spitze Zähne, auch „Haifischzähne“ genannt, sind ein klares Indiz dafür, dass die Kassette getauscht werden muss. Kontrolliere die Kassette auch auf etwaige Beschädigungen wie beispielsweise krumme oder abgebrochene Zähne. Ist dies der Fall, muss sie ebenfalls getauscht werden.

Das Schaltwerk muss fest und mit vorgeschriebenem Drehmoment am Schaltauge verschraubt sein. Selbstverständlich darf es nicht verbogen oder verzogen sein, was beim ernsthaften Mountainbiken schon mal vorkommt. Auf bockigen Abfahrten kann das Schaltwerk schon mal anecken und beim Kontakt gewinnt in aller Regel der Felsen. Durch das Gerüttel auf den Trails schlägt es auch irgendwann in seinen Gelenken aus. Dies spürst Du, wenn Du den Käfig unten fasst und seitlich bewegst. Nur ein spielfreies Schaltwerk kann die Gänge sicher, schnell und präzise wechseln.

Kontrolliere auch das seitliche Spiel der Schalträdchen (idealerweise bei abmontierter Kette), indem Du daran wackelst. Sind die Lager verschlissen, kippen die Rädchen hin und her. Das Schaltwerk ist dann nicht mehr in der Lage, die Kette sauber unter dem gewünschten Ritzel in Position zu bringen und sie in der Flucht zu den Ritzeln zu halten.

Schaltauge

Schlägt das Schaltwerk gegen einen festen Gegenstand, verbiegt das Schaltauge auch gerne mal, obwohl das Schaltwerk selbst vielleicht gar nicht viel abbekommen hat. Dafür ist es schließlich auch da: Als „Sollbruchstelle“ zwischen Rahmen und Schaltwerk. Wenn etwas kaputt geht, dann besser so ein günstiges Teil als das Schaltwerk oder gar der Rahmen. Ein sichtbar verzogenes Schaltauge lässt eine saubere Einstellung der Schaltung per se nicht mehr zu. Je nachdem kannst Du es mit einem Richtwerkzeug korrigieren, allerdings ist es bei modernen Rahmen mit Steckachse meist massiver, aus CNC-gefrästem Alu, daher schwer zu richten. Wir empfehlen, bei Beschädigung direkt ein neues Schaltauge zu verbauen.

Schaltzug und Außenhülle

Damit der Schaltgriff exakte „Befehle“ an das Schaltwerk weiterleiten kann, muss der Schaltzug und die schützende Außenhülle akkurat angeschlossen sein. Wenn Du einen neuen Schaltzug installierst, solltest Du auch immer gleich prüfen, ob er reibungsarm durch die komplette Hülle gleitet. Falls nicht, musst Du besser auch die Hülle tauschen. Beim Kürzen einer neuen Außenhülle ist wichtig, dass sie sauber und im 90°-Winkel abgeschnitten wird. Nimm hierzu auf keinen Fall einen Seitenschneider oder die Kombizange, da die Hülle hierbei gequetscht wird. Ein Bowdenzugschneider schert die Außenhülle sauber und quetschfrei ab.

Mit einem speziell beschichteten Schaltzug verringerst Du die Reibung nochmals spürbar. Tip: mit einer Nadel kannst du in die innere Führung der Außenhülle gehen und das abgeschnittene Ende aufweiten, denn dort entsteht teils zusätzliche Reibung. Prüfe die Reibung des Schaltzugs in der Außenhülle. Präzises Schalten geht nur mit wenig Reibung!

Zu enge Radien bei der Verlegung der Außenhülle erhöhen die Reibung unnötig und sollten daher vermieden werden. Die Endkappe muss kräftig auf die Hülle gedrückt werden, damit sie später nicht noch weiter nachgibt, was die Schaltzug-Spannung wiederum verändern würde. Manche Fahrer:innen schmieren die Schaltzüge beim Einbau, doch wenn, dann sei sparsam und verwende ein dünnflüssiges Schmiermittel wie Gabelöl oder Nähmaschinenöl.

Überblick der Einstellschrauben

Bevor es an das Einstellen geht, hier noch ein kurzer Überblick der 3 Einstellschrauben eines modernen Schaltwerks. Als Anschauungsobjekt dient hier ein SRAM Eagle 12-fach-Schaltwerk. Die Schrauben und deren Funktion sind bei SRAM und Shimano aber gleich, auch deren Anordnung ist sehr ähnlich.

  • B-Schraube (B-Screw): Diese Schraube ist für den Grad der Umschlingung der Kette auf der Kassette und für den Abstand des oberen Schalträdchens zum jeweiligen Ritzel zuständig.
  • L-Schraube (Low Limit Screw): Diese Schraube stellt die obere Begrenzung des Schaltwerk-Schwenkbereichs ein, am größten Ritzel der Kassette.
  • H-Schraube (High Limit Screw): Diese Schraube stellt die untere Begrenzung des Schaltwerk-Schwenkbereichs ein, am kleinsten Ritzel der Kassette.

1. Endanschlag unten (H-Schraube)

Schaltest Du das Schaltwerk in den leichtesten oder schwersten Gang, besteht bei schlechter Justierung die Gefahr, dass sich die Kette unten zwischen dem kleinsten Ritzel und dem Rahmen oder oben zwischen dem größten Ritzel und den Speichen verklemmt, sollte sie über das jeweilige Ritzel springen. Hierzu lässt sich der Schwenkbereich des Schaltwerks in beide Richtungen mit sogenannten Endanschlägen begrenzen. Dies sind kleine Haken am Schaltwerkskörper, die bei Bewegung des Schaltwerk-Parallelogramms als Endanschlag fungieren und jeweils gegen eine Schraube fahren, die man individuell justieren kann. So wird das Schaltwerk daran gehindert, zu weit auszulenken und die Kette über die Kassette hinaus zu werfen.

Schau Dir an, wann und wo das Schaltwerk mit seinem rückseitigen „Häkchen“ gegen die Endanschlags-Schraube fährt. Zuerst wird der „untere“ Endanschlag eingestellt, also für die Begrenzung auf dem kleinsten Ritzel. Dies machst Du mit der H-Schraube (High Limit Screw oder H-Screw). Hierbei steht das „high“ sinnbildlich für den schwersten Gang. Wenn Du auf das kleinste Ritzel schaltest, muss das obere Schaltröllchen in einer Flucht unter dem kleinsten Ritzel der Kassette stehen und darf nicht weiter Richtung Rahmen verfahren. Am besten geht diese erste Einstellung vonstatten, wenn noch kein Bowdenzug und keine Kette montiert sind. Wichtig: der Schaltgriff muss auf den schwersten Gang geschaltet sein. Willst Du die Begrenzung nur kontrollieren oder nachjustieren, dann geht das aber auch mit Kette und Zug.

Drehst Du die Endanschlags-Schraube im Uhrzeigersinn, wird der Anschlag nach links, also Richtung Speichen, verschoben. Durch Drehen der Schraube gegen den Uhrzeigersinn stellst Du den Anschlag weiter nach rechts, Richtung Rahmen. Drehst du die H-Schraube im Uhrzeigersinn, verstellst du den Anschlag nach innen, in Richtung Laufrad.

2. Schaltzug klemmen und Zugspannung einstellen

Von hier aus wird nun die Zugspannung eingestellt. Als Faustregel gilt: Befindet sich das Schaltwerk mit dem Röllchen unter dem kleinsten Ritzel, soll der Schaltzug minimal vorgespannt sein. Am Schaltgriff befindet sich am Ausgang für den Schaltzug-Außenhülle eine kleine Rändelschraube, die werkzeuglos verstellt werden kann. Sie sollte komplett im Uhrzeigersinn hereingedreht werden und dann ca. 1-2 Umdrehung gegen den Uhrzeigersinn wieder heraus. So hast Du in beide Richtungen Spielraum beim Einstellen.

Ist der Schaltzug in dieser Einstellung am Schaltwerk zu stark gespannt, zu sehr entspannt oder befindet sich das Schalträdchen nicht exakt unter dem kleinsten Ritzel, muss die Klemmung des Zuges am Schaltwerk nachgestellt werden. Wurde ein Schaltzug schon mehrfach an- und wieder abgeklemmt, sollte er getauscht werden, da dann einzelne Drähte oft zertrennt sind und der Zug zu reißen droht. Ist der Schaltzug korrekt angeklemmt, kann der überschüssige Teil mit einem Bowdenzugschneider abgeschnitten werden. Zum Schutz des abgeschnittenen Endes wird eine Endtülle auf den Zug gequetscht.

3. Endanschlag oben (L-Schraube)

Nun stellen wir den "oberen" Endanschlag ein, also am größten Ritzel der Kassette. Hierzu schalte in den leichtesten Gang. Der Endanschlag wird mit der L-Schraube (Low Limit Screw oder L-Screw) justiert. Sitzt die Kette auf dem größten Ritzel, versuche, das Schaltwerk durch Drücken des Schalthebels noch etwas weiter in Richtung Speichen fahren zu lassen. Wenn es sich no...

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