Wer Mountainbike-Klickpedal sagt, hat dabei in den meisten Fällen ein Shimano-Pedal vor Augen. Mit ihrem SPD-Bindungssystem (Shimano Pedaling Dynamics) haben die Japaner eine in der Radwelt einzigartige Marktdurchdringung. Eingeführt wurde SPD an einem Pedal namens PD-M737 als erste MTB-Bindung überhaupt im Jahr 1990, etwas später folgte die Rennradversion namens SPD-SL.
Shimano SPD: Ein bewährtes System
Wenn Leute an ein Klickpedal denken, ist das Shimano SPD-System meist das erste, was ihnen in den Sinn kommt. Kein Wunder, es ist erprobt und funktionell. Der Mechanismus ist sogar so weit verbreitet, dass andere Hersteller - wie LOOK oder Acros in unserem Test - es für ihre Pedale übernehmen, statt ein eigenes zu entwickeln.
Traditionell hat Shimano zwei Cleats im Angebot. Die Standard-Bindungsplatte nennt sich SH-SM51 und besitzt 4° Float sowie 13° Auslösewinkel. Dazu gibt es das berühmt-berüchtigte SH-SM56, das mit Multi-Release-Technik auch (gewollt wie ungewollt) nach oben auslösen kann, was Klick-Novizen eher schätzen als Fortgeschrittene und Pros. Typisch für Shimano gibt es fast unzählige Pedale in diversen Güteklassen vom sehr preiswerten, gruppenlosen "Klicker" bis hin zu den Edelmodellen der XTR-Familie. Wobei auch diese in Relation gut bezahlbar sind.
Shimano PD-M540 im Detail
Die Fahrradpedale Shimano PD-M 540 peppt das liebste Fahrzeug leidenschaftlicher Radler auf und erleichtert das Fahren. So lautet das Fazit von fast 80 Prozent der bisherigen Amazon-Rezensionen. Einige Käufer haben die Pedale sogar am Rennrad montiert oder nutzen sie beim Cyclocross. Gelobt werden dabei insbesondere die robuste Ausführung, die einfache Montage und der bequeme Einstieg. Das bewährte PD-M540 ist das schwerste in diesem Vergleich. Es überzeugt mit sehr guter Standsicherheit, perfekter Einstellbarkeit und komfortablem Ein-/Ausstieg. Trotz der vielen positiven Rezensionen erreicht das Produkt allerdings nicht ganz die Höchstbewertung, etwa aufgrund von Problemen mit der Kontermutter am Lager.
Shimano XTR Enduro PD-M9120 im Test
Das von uns in den Test georderte Pedal Shimano XTR Enduro (als Kürzel PD-M9120) hat einen Listenpreis von 150 Euro, ist in Onlineshops aber erheblich günstiger zu haben. Wie schlägt sich das Shimano XTR Enduro (PD-M9120) Klickpedal im großen MOUNTAINBIKE-Pedaltest? Sehr gut! So viel können wir schon jetzt verraten. Besonders die Langlebigkeit punktet. „Nicht ganz so wertig wie der XTR-Bruder, funktional auf annähernd gleichem Niveau.
Das von uns gewählte XTR Enduro ist im Vergleich zur Enduro-Konkurrenz zierlich und mit 394 g Paargewicht auch sehr leicht. Dafür besitzt es unter anderem keine Pins/Madenschrauben. Der Aluminium-Body ist mit 98 mm Länge, 72 mm Breite und 17 mm Höhe zudem klein geraten und erweitert die Kontaktfläche zwischen Schuh und Bindung kaum, sodass das Shimano XTR Enduro in Sachen Standsicherheit weit von den besten der Kategorie entfernt ist. Hier wäre wiederum das Klickpedal Shimano Saint (PD-M821) voll konkurrenzfähig, dieses wiegt jedoch über 550 g im Paar!
Bar jeder Kritik ist hingegen die bewährte SPD-Bindung, deren hinterer Backen federgelagert und in der Härte perfekt einstellbar ist. So ist der Ein- wie Ausstieg top definiert, aber dabei leichtgängig - prima! Der knapp bemessene 4°-Float fühlt sich manchmal aber etwas "eckig" an, da bewegt man sich in den Klickpdealen Hope Union TC oder Look X-Track EN-Rage Plus Ti geschmeidiger.
Shimano XT PD-T8000 Kombipedal
Viele Jahre und in Summe mehrere zehntausend Kilometer fuhren wir an unseren MTBs und Reiserädern das bewährte Shimano Kombipedal PD-M324. Als 2018 das Shimano XT PD-T8000-Kombipedal auf den Markt kam, waren wir gespannt. SPD-Kombipedal, das zudem eine große, griffige Plattformseite bietet - und fanden das Shimano XT PD-T8000-Kombipedal. Laut Shimano handelt es sich um ein Trekkingpedal.
Das SPD-System wurde bei dem Shimano XT PD-T8000 - Pedalen verbessert. Klickmechanismus deutlich mehr Luft als bei dem älteren Shimano PD-M324 Pedal, so dass Dreck und Schmutz leichter herausfallen kann. Es werden Shimano SPD-SH56-Cleats mitgeliefert. Im Alltag verwenden wir fast nur die Plattformseite und sind von dem Grip selbst bei schlechtem Wetter mit Regen oder Schnee überzeugt. Das Gewicht ist für uns angesichts der Ausstattung in Ordnung.
Bei einem der Shimano XT PD-T8000 - Pedale lockerte sich nach 15.500 km im Einsatz während der Fahrt die Verbindung zwischen der Achse und dem Pedalkörper. Lager komplett verschlissen und der Pedalkörper löste sich von der Achse. Beim zweiten Pedal, das am gleichen Rad montiert war, zeigte die Achse ebenfalls etwas Spiel. heraus, dass man die Pedale doch zerlegen kann, um das Lagerspiel nachzustellen und zu fetten.
Update 2025: Mittlerweile ist auch bei einem zweiten Pedalpaar ein Defekt aufgetreten. Kurz zuvor beim Check und Nachfetten der Lager hatte dieses Pedal etwas Lagerspiel gezeigt. Der Pedalkörper ist aus Aluminium und daher kratzempfindlich. Für unseren Einsatzbereich sind wir mit dem Shimano XT PD-T8000-Kombipedal insgesamt sehr zufrieden.
Als geringfügiges Manko sehen wir bislang nur die Haltbarkeit der Pedalachsen/Lager. Seitdem - wir sprechen hier von rund 8000 km - läuft es tadellos weiter.
Weitere Klickpedal-Systeme im Überblick
Abseits von Shimano gibt es eine Vielzahl anderer Klickpedal-Systeme, die jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile haben:
- Crankbrothers: Bekannt für Eggbeater-Pedale mit vierseitigem Einstieg und guter Selbstreinigung.
- Time ATAC: Bietet funktionales und haltbares System mit guter Schmutzresistenz.
- HT: Ähnlich wie SPD und ATAC, mit anpassbarer Bewegungsfreiheit.
- Magped: Ein Magnetpedal, das eine flexible Verbindung zwischen Schuh und Pedal ermöglicht.
- Hope Union: Bietet viel Freiheit bei der Einstellung und Anpassung an die Fußstellung.
- Look Kéo: Ein Rennradpedalsystem mit großer Kontaktfläche und guter Kraftübertragung.
- Speedplay: Verlagert den Klickmechanismus an den Schuh und bietet viele Einstellungsmöglichkeiten.
Materialien und Bauweisen
Die üblichen Materialien für Pedalkörper sind Aluminium, Carbon, Kunststoff und Titan. Aluminium bietet ein gutes Preisleistungsverhältnis und sehr gute Haltbarkeit - besonders am Mountainbike, bei dem Felskontakt vorkommen kann. Willst Du Gewicht sparen und bist bereit, etwas mehr zu investieren, dann kannst Du für Dein Rennrad Carbon-Pedale wählen.
Fazit
Shimano-Pedale mit ihrem Shimano Pedalling Dynamics (SPD)-System sind die mit Abstand am weitesten verbreiteten Pedale an Gravel-Bikes. Das System ist also sehr gut erprobt und hat sich bewährt. „Mehr Pedal fürs Geld gibt's nicht. Solide Qualität, top Funktion. Wir arbeiten unabhängig und neutral. Wenn Sie auf ein verlinktes Shop-Angebot klicken, unterstützen Sie uns dabei. Wir erhalten dann ggf. eine Vergütung.
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