Shimano ist unbestritten einer der führenden Anbieter auf dem Fahrradmarkt. Kaum ein Bike kommt ohne Bauteile von Shimano aus. Selbstverständlich hat Shimano daher auch einiges zum Thema „E-Mobilität“ zu sagen. Schon in den Anfangstagen der E-Bikes wollte Shimano mit auf den Zug aufsteigen.
Shimano legte 2014 mit dem ersten STEPS-Antrieb nach, einem E-Bike-Antriebssystem, das aus Mittelmotor, Akku und Bordcomputer besteht. Die neuen STEPS Antriebe, die für Ende 2018 angekündigt wurden, waren Grund genug, die E-Bike Systeme von Shimano genauer unter die Lupe zu nehmen.
Vier Shimano E-Bike-Systeme für jeden Anspruch
Shimano-Antriebssysteme sind besonders benutzerfreundlich, da sie sich nicht in verschiedene Motoren, Akkus und Displays unterteilen, die beliebig miteinander kombiniert werden müssen. Shimano teilt seine Antriebe in zwei Kategorien ein. Du musst dir lediglich überlegen, was du mit deinem E-Bike vorhast. Die restliche Gedankenarbeit macht sich Shimano für dich.
Shimano STEPS E6000: Entspannt, effizient und elektrisch durch die City
Der erste Shimano-E-Bike-Antrieb, der vorgestellt wird, ist für die Stadt gemacht. Der Akku des Shimano STEPS E6000 E-Bike-Antriebs hat laut Hersteller bis zu 150 km Reichweite. Der Motor des STEPS E6000 ist ebenso wie der Akku haargenau an die Anforderungen des Großstadtlebens angepasst. Er ist besonders leicht.
Um dir das Anfahren zu erleichtern, schaltet der Shimano STEPS E6000 automatisch einen Gang runter. Eigentlich kannst du dir die komplette Schalterei sparen, wenn du dich für einen Shimano STEPS E6000 Di2 mit automatischer Schaltung entscheidest. Hier schaltet der Antrieb für dich, die Gänge werden basierend auf deiner Trittkraft ausgewählt. Mit einem Shimano STEPS Di2 Antrieb fährst du also gewissermassen ein E-Bike mit Automatik.
Die Schubkraft, die der Motor beisteuert, dosierst du selbst über einen Schalter am Lenker. Es gibt verschiedene Unterstützungsstufen, du kannst dir daher aussuchen, ob du selbst viel Kraft aufwenden möchtest. Grundsätzlich gilt folgende Faustregel: je mehr Arbeit der Motor übernimmt, desto weniger Reichweite hat der Akku. Ganz besonders praktisch ist in der Stadt der Walk-Modus. Der Walk-Modus lässt dein E-Bike schön brav im Schritttempo neben dir herrollen.
Die Assistenzlevel de Motors haben übrigens nichts zu tun mit den Gängen des Fahrrads. Du kannst dein Fahrrad ganz wie gewohnt über eine Gangschaltung an das Gelände, die Steigung oder deine Tagesform anpassen, außer du gönnst dir die oben erwähnte Shimano Di2 Schaltung. Natürlich aht auch der Shimano STEPS E-Bike Antrieb ein Display am Lenker, das dir wichtige Informationen zu deinem E-Bike und deiner aktuellen Fahrt liefert.
Nicht nur City
Nicht ganz City, aber auch nicht ganz off-road: Fahrradtrekking ist eine ganz eigene Disziplin. Was ganz prima passt, ist der Shimano STEPS E6000 City Antrieb, sofern er sich nicht an einem City-E-Bike befindet, sondern an einem E-Trekking-Fahrrad. Effizienz und große Reichweite bringt der Antrieb mit, er wird für Touren allerdings kombiniert mit einer breitgefächerten Auswahl an Gängen und Touren-tauglichen Komponenten.
Die Zukunft: Der STEPS E6100
Gerade rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft im Winter 2018 hat Shimano eine neue Generation der STEPS-Antriebe angekündigt. Es wird eine komplett überarbeitete Version der Shimano STEPS-Antriebe für City-E-Bikes und Trekkingräder geben. Die Akkus werden kleiner und leistungsstärker und bieten nicht nur mehr Reichweite, sondern haben laut Shimano auch eine längere Lebensdauer. Die Motoren werden leistungsfähiger, dabei aber kleiner, unauffälliger und leichter. Auch bei der Bedienung wurde noch einmal nachgebessert: Noch intuitiver und deutlich benutzerfreundlicher soll die Bedienung in der Neuauflage werden.
Wenn du gerade auf der Suche nach einem E-Bike bist, hat eine neue Generation Antriebe für dich riesige Vorteile, und da ist es völlig egal, ob es das erste E-Bike oder das nächste werden soll. Wenn du ein aktuelles Modell mit dem neuen Antrieb aussuchst, kannst du sicher sein, dass dein E-Bike technisch auf dem allerneusten Stand ist. Effizient, robust, leistungsstark.
Aber auch für Interessenten mit einem begrenzten Budget ist das Erscheinen eines neuen Antriebs eine gute Nachricht.
- Bordcomputer: vier verschiedene Optionen
- Display - Ladestand, eingestelltes Unterstützungslevel, restliche Reichweite, Geschwindigkeit, u.a.
- drahtlose Koppelung mit einem Smartphone
- Koppelung über die Junction-Box mit einem Display von Garmin oder SIGMA, oder nur mit der Junction-Box, die über ein grünes oder rotes LED den Ladestand und den Unterstützungsmodus anzeigt
Off-Road mit dem Shimano STEPS E8000
Vor allem in seine Mountainbike-Antriebe STEPS E8000 steckt Shimano daher alles an Power, was derzeit auf dem Markt zu haben ist. Die Akkus sind nicht nur auf Langlebigkeit ausgelegt und bieten jede Menge Reichweite, sie müssen außerdem mit groben Stößen und dauerhaftem Schütteln klarkommen. Wasser, Hitze und Kälte? Kein Thema.
Die Motoren sind auf pure Kraft ausgelegt. Das Geheimnis ist aber, dass du nicht merken sollst, dass du auf einem E-Bike sitzt. Daher wurde die Motor für kürzere Kettenstreben konzipiert, eine lineare Unterstützungsleistung war ebenso Pflicht genauso wie der Platz für breite Reifen und die Kompatibilität mit Federungen aller Art.
Der komplette Antrieb verschanzt sich hinter einer Abdeckung. Das hat nicht nur ästhetische Gründe, sondern so ist er gleichzeitig geschützt vor Wetterkapriolen, Spritzwasser aus Bachläufen, fliegendem Split oder Schlamm. Selbstverständlich entkoppelt der Motor vollständig, wenn du es den Berg hinunter schneller krachen lässt.
Zum Shimano STEPS E8000 gehört daher ein kompaktes Display, es sitzt nicht oben auf dem Lenker, sondern dahinter, direkt neben dem Vorbau, so dass es bei Stürzen besser geschützt ist. Eine klare Anzeige ohne viel Schnickschnack zeigt dir auf einen Blick alles, was du wissen musst - so kannst du dich ganz und gar dem Trail widmen.
Wie ernst Shimano es damit meint, dich auf einem E-Bike ins Gebirge zu locken, zeigen auch die Angaben der möglichen Reichweiten. Je weniger Unterstützung der Akku liefern muss, desto weiter kommst du mit einer Ladung. Bei den STEPS Mountainbike-Antrieben sind aber eben nicht nur die Kilometer angegeben, sondern auch die Höhenmeter. So kommst du mit dem Boost-Modus etwa 50km weit oder 400 Höhenmeter den Berg hinauf. Im Trail-Level werden es dann schon 75km oder 600 Höhenmeter.
- Bordcomputer: Ladestand, eingestelltes Unterstützunglevel und Geschwindigkeit
Shimano legt nach: Der E7000
Mit dem STEPS E7000 will Shimano neue E-MTB-Bereiche erschließen und vor allem die Tourenbiker ansprechen. Daher wurde der neue E7000 eher für freizeitorientierte E-Mountainbikes entwickelt und hat entsprechend anpassbare Unterstützungsstufen und eine einfachen Bedienung im Gepäck. Außerdem neu: 60Nm statt 70Nm Drehmoment, neue Schalter, eine neue Antriebseinheit und vielfältige Displayoptionen.
Ebenso wie der „Größere“ wiegt er 2,9 kg und bietet je nach Bodenfreiheit Kurbeln mit 165mm, 170mm oder 175mm an. Selbstverständlich bekam der Motor ein besonders robustes Gehäuse verpasst, schließlich soll er jede Action schadlos mitmachen können. Als Mittelmotor beeinflusst er das Fahrverhalten eines Mountainbikes kaum - du wirst dich also ganz wie auf einem unmotorisierten MTB fühlen.
Dabei kann die Antriebscharakteristik ganz individuell an deine Vorlieben angepasst werden - und zwar mithilfe der neuen Smartphone App. „Explorer“, „Dynamic“ oder „Custom“ heißen die Voreinstellungen und passen das Fahrverhalten deinen Vorstellungen an - je nachdem, ob du eher auf Reichweite aus bist, eine dynamische Beschleunigung oder eine angepasste Mischung aus beidem. Zusammen mit den Unterstützungsstufen Eco, Trail und Boost werden dem Fahrer so zahlreiche Abstimmungsmöglichkeiten geboten.
Der Schalter lässt sich aufgrund seiner kleinen Maße perfekt ins Cockpit integrieren und dank überarbeiteter Haptik auch mit dicken Handschuhen bequem bedienen. Auch das Display folgt den Designvorgaben kompakt und funktional. Das System-Display SC-E7000 ist extrem übersichtlich und zeigt die wichtigsten Infos - von Unterstützungsmodus über Geschwindigkeit bis hin zum Akku-Ladezustand oder - bei Di2-Schaltsystemen - der gewählte Gang. Externe Geräte können mit einem neuen Wireless Modul via BTLE oder ANT angebunden werden, sodass du auch auf kompatiblen GPS-Geräten oder dem Smartphone die Informationen anzeigen kannst.
Ladezeit: 80% in 2,5 Stunden; 100% in 5.
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