Shimano Steps Ladegerät EC: Ein umfassender Test

Die E-Bike-Welt entwickelt sich ständig weiter, und Shimano ist ein wichtiger Akteur in diesem Bereich. Mit der Vorstellung einer neuen Firmware ermöglicht Shimano künftig die Kombination von Di2-Komponenten und Shimano STEPS-Systemen am Rennrad. Hier erfahren Sie alles über das Shimano Steps Ladegerät EC, seine Funktionen, Kompatibilität und Vorteile für E-Bike-Fahrer.

Die neue Firmware von Shimano

Shimanos neue Firmware sorgt dafür, dass die Untersützungs-Modi von Shimano STEPS-Antriebssystemen direkt über Shimano Di2-Schalthebel gewechselt werden können. Mit diesem Update erweitert das japanische Unternehmen den Anwendungsbereich des hauseigenen Shimano STEPS-Systems konsequent weiter: Eine ganzheitliche Integration des Systems ist nun auch an Bikes mit Rennlenker möglich. Zudem bietet das Update Fahrradherstellern die vergrößerte Freiheit, zwischen den unterschiedlichen Antriebseinheiten zu wählen und so Fahrradmodelle mit noch vielfältigeren Charakteristika zu entwickeln.

Vorteile für den Fahrer

Der größte Vorteil für den Fahrer ergibt sich daraus, dass er bei einem Rennrad-typischen Cockpit zur Bedienung des E-Antriebssystems die Hände nicht von den Schalt- und Bremshebeln lösen muss, um zwischen den Unterstützungsmodi zu wechseln. Er kann dies künftig direkt an den Di2-Schalt-/Bremshebeln tun und damit stets die größtmögliche Bike-Kontrolle aufrecht erhalten. Besondere Bedeutung kommt diesem Umstand natürlich im Gravel-Bereich zu, wo Hindernisse oder Unebenheiten einen festen Griff am Lenker verlangen.

All das wird durch die neue E-TUBE PROJECT-Firmware möglich, die eine Verbindung zwischen den elektronischen Schalt-Tasten der Di2-Schalt-/Bremshebel und der Antriebseinheit des Shimano STEPS-Systems herstellt. Diese neue Firmware wird Fahrradherstellern ab dem 8. April 2019 zur Verfügung stehen.

Pieter Vincent, Shimano STEPS Brandmanager, erklärt: „Wir sehen, dass E-Bikes sowohl bei Mountainbikern als auch bei City- und Trekking-Fahrern zunehmend beliebter werden. Der nächste logische Schritt ist daher, den Einsatzbereich von E-Bikes auch auf Räder mit Rennradlenkern auszuweiten.

Die Rennrad-Lenker-Funktionalität von Shimano STEPS ist für die Antriebseinheiten der E8000-, E7000-, E6100- und E5000-Serie gegeben und kompatibel mit Unterrohr-Akkus oder integrierten Akkus sowie den Systemdisplays der E6100- und E7000-Serie.

Die ULTEGRA Di2 Schalt-/Bremshebel in Kombination mit Shimano STEPS-Antriebseinheiten können Schaltwerke folgender Serien steuern: ULTEGRA (RD- R8050) und ULTEGRA RX (RD-RX805) sowie der DEORE XT (RD-M8050) und XTR (RD- M9050). Die Schaltfunktion lässt sich dabei via E-TUBE PROJECT-Software individuell einstellen.

„Die neu geschaffene Kompatibilität zwischen unseren leistungsfähigen Antriebseinheiten und den ULTEGRA Di2 Schalt-/Bremshebeln ermöglicht Fahrern, die häufig über kilometerlange, kräftezehrende Strecken unterwegs sind, zweierlei: Sie können zum einen die Unterstützung des E-Bike-Motors in Anspruch nehmen, zum anderen können sie auf ein überlegenes Bedienkonzept zurückgreifen, bei dem zum Wechsel der Unterstützungsstufen die Hände nicht vom Lenker genommen werden müssen.

Weitere Neuerungen von Shimano

  • 160-mm-Kurbelarme, die das bisherige Lineup mit 175, 170 und 165 mm nach unten abrunden. Die 160-mm-Version ermöglicht mehr Bodenfreiheit und dadurch eine geringere Gefahr, mit dem Pedal an Hindernissen anzustoßen. Zudem ist sie speziell für kleinere Fahrerinnen und Fahrer gut geeignet (verfügbar ab April 2019).
  • Neues, kompaktes und transportables Shimano STEPS-Ladegerät mit 4 Ampere und IPX5-Wasserfestigkeit. Mit seinem geringen Gewicht und den kleinen Abmessungen ist es der ideale Begleiter für unterwegs, sodass eine Zwischenladung beim Kaffee-Stop oder im Biergarten möglich wird (verfügbar ab September 2019).

Shimano macht mit der aktualisierten Firmware einen wichtigen Schritt nach vorne und gibt ein eindeutiges Signal: Beim Rennen um die Vorherrschaft im E-Road-Markt will das japanische Unternehmen oben mitmischen.

Shimano STEPS Ladegerät: Klein, leicht, schnell

Kleiner, leichter, schneller - Shimanos neues Ladegrät strotzt vor Superlativen und ist ein perfekter Begleiter auf Mehrtagestouren. Mit 450 Gramm spart der Winzling ganze 498 Gramm gegenüber dem Standardladegerät EC-E6000 (948 Gramm). Die Ladegeschwindigkeit ist ebenfalls beein-druckend.

Von Null auf 80 Prozent schafft es der Neuling in nur zweieinhalb Stunden. Nach viereinhalb Stunden zeigt das Display die volle Ladung an. Zum Vergleich: Das Steps EC-E6000 braucht fünf Stunden für eine Akku-Ladung.

Das kompakte Gehäuse ist zudem stoß- und spritzwassergeschützt, was das Ladegerät zum perfekten Begleiter auf Mehrtages-Touren macht.

Alternative Ladegeräte und Akku-Konzepte

Für E-Biker, die lange Touren planen, stellt sich die Frage nach der optimalen Stromversorgung. Hier sind einige Überlegungen und Alternativen:

  • Schnellladegeräte: Optimal zum Laden im Trailcenter, Bikepark oder auf langen Touren. Sie sind jedoch größer und schwerer als reguläre Ladegeräte.
  • Dual-Battery-Systeme: Ideal für schwere Fahrer und alle, die häufig sehr lange Touren unternehmen.
  • Range Extender: Das passende Akku-Konzept für alle, die mit nur einem E-Bike sowohl schnelle Feierabendrunden drehen als auch gelegentlich längere Touren mit mehr Höhenmetern bewältigen wollen.

Probleme mit dem Shimano Ladegerät EC-E6000-1

Einige Nutzer haben Probleme mit dem Shimano Ladegerät vom Typ EC-E6000-1 gemeldet. Dazu gehören:

  • Defekte Netzteile
  • Abgebrannte Widerstände
  • Spannungsverluste im Primärkreis

Ohne Schaltplan und Kenntnisse der erwarteten Spannungen an den Testpunkten (TP) ist die Fehlersuche schwierig. Es gibt jedoch Diskussionen in Foren, die sich mit der Reparatur solcher Geräte befassen.

Reiseerfahrungen mit E-Bikes

Erfahrungsberichte von E-Bike-Reisenden zeigen, dass die Akku-Kapazität und das Ladegerät eine entscheidende Rolle spielen. Einige Fahrer bevorzugen es, einen zweiten Akku mitzunehmen, während andere auf Schnellladegeräte und Lademöglichkeiten unterwegs setzen.

Tipps für lange E-Bike-Touren

  • Planen Sie Ihre Strecke sorgfältig und berücksichtigen Sie die Höhenmeter.
  • Nutzen Sie Ladestationen entlang der Strecke.
  • Packen Sie ein leichtes und kompaktes Ladegerät ein.
  • Überlegen Sie, ob ein zweiter Akku sinnvoll ist.

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