Shimano Steps Ladegeräte im Test: Welches ist das Richtige für unterwegs?

Die meisten E-Bikes sind mit großen Netzladegeräten ausgestattet, die so konzipiert sind, dass sie zu Hause bleiben. Für Mehrtagestouren stellt sich jedoch die Frage nach einer kompakteren und leichteren Alternative. Kennt jemand ein Ladegerät zum Laden der Shimano BT-E8010 Li-ion 504 WH für unterwegs?

Das Problem: Gewicht und Größe

Das große Shimano Ladegerät EC-E6000 wiegt 950 Gramm und ist von der Größe her für den Rucksack eher nur schlecht geeignet. Das kleine Shimano EC-E6002 wäre zwar von Größe und Gewicht (580 gr) geeignet, lädt aber nur mit 1,8 A, eine 80% Ladung dauert 4 h. Das kleine Shimano EC-E6002 wäre für den Rucksack eigentlich völlig ok, lädt aber halt zu langsam.

Die Lösung: Shimano EC-E8004

Die gute Nachricht: Es gibt eine Alternative! Habe ein neues Ladegerät bestellt was tatsächlich nur die Hälfte wiegt und schneller lädt! Ist ein Originalteil weil einfach und bequem. Altes war ein Shimano EC-E6000 und das Neue ein EC-E8004. Werde es testen und wiegen aber laut Dabla deutlich leichter. Der EC-E8004 wiegt angeblich 450 g und misst 155 x 75 x 40 mm.

Kleiner, leichter, schneller - Shimanos neues Ladegrät strotzt vor Superlativen und ist ein perfekter Begleiter auf Mehrtagestouren. Mit 450 Gramm spart der Winzling ganze 498 Gramm gegenüber dem Standardladegerät EC-E6000 (948 Gramm). Die Ladegeschwindigkeit ist ebenfalls beein-druckend. Von Null auf 80 Prozent schafft es der Neuling in nur zweieinhalb Stunden. Nach viereinhalb Stunden zeigt das Display die volle Ladung an. Zum Vergleich: Das Steps EC-E6000 braucht fünf Stunden für eine Akku-Ladung. Das kompakte Gehäuse ist zudem stoß- und spritzwassergeschützt, was das Ladegerät zum perfekten Begleiter auf Mehrtages-Touren macht.

Vergleich der Shimano Ladegeräte

Modell Gewicht Ladestrom Ladezeit (0-80%) Ladezeit (0-100%)
EC-E6000 950g ? ? 5h
EC-E6002 580g 1,8A 4h ?
EC-E8004 450g 4A 2,5h 4,5h

Alternative Ladelösungen und Bedenken

Wäre es denkbar, dass man das EC-E6002 durch eine Bastellösung so umbaut, dass es auch mit 3 oder gar 4 A Ladestrom lädt? Dass das keine Lösung für den Dauergebraucht wäre, ist klar. Es wäre aber aus meiner Sicht vertretbar, wenn das Ladegerät dann halt nur für Mehrtagestouren im Gebirge verwendet wird und nach 100 Ladevorgängen kaputt ist.

Ich persönlich würde solch ein Vorhaben lieber bleiben lassen, außer es wäre mir super langweilig... Habe selbst über mehrere Jahre professionell Schaltnetzteile entwickelt und viel Lehrgeld bezahlen müssen. Dies ist wirklich keine Spielwiese zum ausprobieren. Solche Geräte sind zertifiziert und durch entsprechend wohldimensionierte Sicherheitsreserven für den rauhen Alltagsgebrauch konzipiert, in dem diese auch bei einer Mehrtagestour real eingesetzt werden und ich würde hier aus persönlicher Sicht wirklich kein Risiko eingehen.

Bitte einfach die 400g und das etwas größere Gehäuse in Kauf nehmen und die Tour genießen und evtl. Ggfs. einfach am Abend gut köstigen und bei der Tagestour auf ein paar Müsliriegel verzichten. Alles andere könnte problematisch und frustreich enden.

Die beiden kleinen Kontakte am Ladegerätestecker stellen einen Teil des digitalen Kommunikationsbusses dar, über den zwischen Ladegerät und der BMS (Battery Management System) - Platine vom Akku kommuniziert wird - dieser Bus wird auch an das Shimano - STEPS System überführt, damit auch dieses "Vitaldaten" über den Akku erhält. Zudem kann einfach zu viel bei einer solchen Aktion schief gehen und dadurch bspw.

Aber bitte bedenken dass sich ja eine Unmenge dieser Zellen an Bord eines E-Bikes befinden und auch dass der Ladezustand nach dem Ladevorgang bei allen geladenen Zellen ziemlich identisch sein sollte, ansonsten erkennt dies das BMS und quittiert seine Dienste, da der interne sog.

Powerbutler als universelle Ladelösung

Das Powerbutler 12V-Ladegerät, welches Akkus verschiedenster E-Bike-Hersteller unterwegs im Wohnmobil aufladen kann, ist nun noch universeller einsetzbar. Seit neuestem stehen nun Adapter für Akkus von Shimano, Fazua, Giant und Stromer zur Verfügung, was die Anschlussvielfalt um Einiges vergrößert.

Mit dem Powerbutler ist man nicht auf eine Akkuvariante beschränkt, sondern kann zum Beispiel nach dem Neukauf eines E-Bikes mit einem anderen Antriebssystem einfach den benötigten Adapter nachkaufen und das mobile 12V-Ladegerät weiter nutzen. So ist eine sehr flexible aber auch langfristige Nutzung des Ladegeräts möglich.

Shimano Steps und Di2 Integration

Mit der Vorstellung einer neuen Firmware ermöglicht Shimano künftig die Kombination von Di2-Komponenten und Shimano STEPS-Systemen am Rennrad. Shimanos neue Firmware sorgt dafür, dass die Untersützungs-Modi von Shimano STEPS-Antriebssystemen direkt über Shimano Di2-Schalthebel gewechselt werden können.

Der größte Vorteil für den Fahrer ergibt sich daraus, dass er bei einem Rennrad-typischen Cockpit zur Bedienung des E-Antriebssystems die Hände nicht von den Schalt- und Bremshebeln lösen muss, um zwischen den Unterstützungsmodi zu wechseln. Er kann dies künftig direkt an den Di2-Schalt-/Bremshebeln tun und damit stets die größtmögliche Bike-Kontrolle aufrecht erhalten. Besondere Bedeutung kommt diesem Umstand natürlich im Gravel-Bereich zu, wo Hindernisse oder Unebenheiten einen festen Griff am Lenker verlangen.

Diese neue Firmware wird Fahrradherstellern ab dem 8. Kompatibel seien Shimanos existierende Ultegra-Di2-Schalt- und Bremshebel, die damit geeignet sind für entsprechende E-Renner und E-Gravel-Bikes. Bereits im nächsten Modelljahr 2020 werde es solche Räder mit Shimano-Motoren geben, versichert der japanische Traditionshersteller.

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