Moderne Scheibenbremsen von Tektro ermöglichen es Ihnen, die Geschwindigkeit Ihres Fahrrads (Citybike, MTB, Trekkingrad) optimal und kraftvoll, aber dennoch dosiert zu reduzieren. Egal, wie die Wetterbedingungen sind - auch bei schlammigem Untergrund, Regen oder Schnee - die Tektro Fahrradbremsen packen hervorragend und zuverlässig zu. Sie können sich absolut auf dieses Markenprodukt verlassen.
Einbremsen der Bremsbeläge
Beim Neukauf von Tektro Scheibenbremsen ist es wichtig, daran zu denken, dass die Bremsbeläge von Tektro ab dem ersten Tag „ordnungsgemäß“ eingefahren bzw. eingebremst werden müssen. Das Einbremsen darf auf keinen Fall unterschätzt oder gar vergessen werden, da sich erst beim Einbremsprozess bzw. beim Einschleifen die Bremsscheibe (Disc Brake) und der Bremsbelag optimal aufeinander anpassen. Unter anderem werden bei diesem Vorgang mikroskopisch kleine Unebenheiten auf beiden Fahrrad-Bauteilen abgeschliffen; so liegt der Bremsbelag dann beim Bremsen plan auf der Tektro Bremsscheibe auf. Dies ist entscheidend wichtig - denn nur so finden später beim Bremsvorgang diese beiden Komponenten perfekt Kontakt und das Laufrad wird verlangsamt.
Außerdem findet beim kräftigen Einbremsen eines neuen Bremsbelages ein notwendiger chemischer Prozess statt. Da der Bremsbelag ab Werk eher weich ist, muss er ausgehärtet werden. Dies geschieht, wenn beim Bremsen der Bremsbelag stark erhitzt wird. Das Material gast dadurch aus, und der ehemals weiche Tektro Bremsbelag härtet aus, ist temperaturresistent und entfaltet so seine optimale Bremswirkung. Wenn Sie diesen Schritt ignorieren und daher kein Aushärten der Bremsbeläge stattfindet, ist dieser so weich, dass ein früherer Verschleiß nicht abzuwenden ist und diese aufgrund dessen früher gewechselt werden müssen. Es kann auch passieren, dass die Tektro Bremsbeläge sonst viel schneller überhitzen und dann verglasen. Nun wissen Sie, warum es so extrem wichtig ist, das Einbremsen der Tektro Scheibenbremsen-Beläge durchzuführen: Sonst ist ein erhöhter Kostenaufwand vorprogrammiert und die Sicherheit deutlich vermindert auf dem Bike.
Gemäß Herstellervorgaben von Tektro beschleunigen Sie beim Einbremsen Ihr Fahrrad optimalerweise auf 30 km/h und führen 30 (wenn nötig auch mehr) Vollbremsungen durch - pro Bremse. Also 30 x mit der vorderen Bremse eine Vollbremsung und 30 x mit der Hinterradbremse. Führen Sie diesen Prozess am besten auf einer recht wenig befahrenen Straße durch, damit kein unglücklicher Vorfall inmitten anderer Verkehrsteilnehmer geschieht, die nicht mit Ihren Bremsmanövern rechnen. Diesen Vorgang so pro Bremse 30 x wiederholen - für hinten und vorne. Nach etwa 10 Bremsungen werden Sie jeweils eine erhöhte Bremswirkung feststellen.
Bei organischen Bremsbelägen ist es wichtig, dass Sie nach dem Einbremsen die Bremsbeläge noch richtig heiß bremsen. So führen Sie dann das oben beschriebene Ausgasen (der Lösungsmittel im Material) herbei. Am einfachsten geht dies, wenn Sie dies auf einer steilen Abfahrt durchführen und dabei die Bremsen einzeln schleifen lassen, bis sie richtig heiß werden. Führen Sie den Einbremsprozess wirklich je Bremse 30 Mal durch - auch wenn es Ihnen recht zeitaufwändig und kräfteraubend vorkommt.
Wann Bremsbeläge wechseln?
Nach einer Radtour über 50 km Berg- und Talfahrt mit dem Rad musste ich meine Scheibenbremsbeläge vorn selbst wechseln. Eine spürbar schlechtere Bremswirkung der Scheibenbremse machte ohne Vorwarnung deutlich auf sich aufmerksam. Hier also meine bebilderte Anleitung für den Austausch von mechanischen Scheibenbremsbelägen an Fahrrädern, bei hydraulischen Bremsen erfolgt der Austausch ähnlich, es sind aber ein paar Besonderheiten zu beachten, auf die ich hier nicht näher eingehen werde, weil ich damit keine Erfahrung habe.
Bitte bedenken: Arbeiten an Fahrradbremsen erfordern eine gewisse handwerkliche Erfahrung und einen klaren Kopf. Mit zwei linken Händen geht man besser zum Fahrradhändler, da bei unsachgemäßer Montage auch am Fahrrad Lebensgefahr bestehen kann.
Werkzeug und Vorbereitung
- Fettfreies Säuberungsmittel
- Arbeitszeit: Bremsbelagwechsel ca. 20 Min.
- Scheibenbremse einstellen ca. 5-10 Min.
Für die ersten Handgriffe kann das jeweilige Rad noch eingebaut bleiben, dann muss man nicht sofort auf dem Boden arbeiten. Am besten funktionieren Wartungsarbeiten an den Bremsen natürlich an einem Fahrrad-Montageständer. Bei den üblichen Januar-Temperaturen bevorzuge ich als Werkstatt lieber die Wohnung. Die Bremsscheibe sollte man nie mit der Hand berühren, da oft schon kleine Fettspuren die Bremsleistung spürbar mindern. Dreckige Fahrräder und Bremsen bitte vor der Reparatur z.B. mit Spülmittel und Wasser reinigen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Wechseln der Bremsbeläge
- Nachdem der Sicherungs-Splint mit der Spitzzange herausgezogen wurde, kann man den Haltebolzen mit einem Schraubendreher herausschrauben. Dazu musste ich auch die schwarze Imbusschraube der Bowdenzugklemmung (unten im Bild) lösen. Manche Scheibenbremssysteme haben einen Wegwerf-Sicherungs-Splint, den man nur 1 x verwenden kann.
- Spätestens jetzt muss das Rad ausgebaut werden. Die Bremsscheibe sollte auf Riefen und Verschleiß geprüft werden.
- Die Bremszange kann man innen gut mit Alkohol und Wattestäbchen reinigen, nachdem die Bremsbeläge herausgezogen wurden. Wer möchte, kann die Bremsscheibe jetzt auch zusätzlich noch entfetten - ganz wichtig bei neu montierten Bremscheiben! Reinigen kann man die Bremsscheibe sehr z.B. sehr gut mit Spiritus. Auch ein Bremsreiniger aus dem Autobedarf ist bei starker Verschmutzung nur der Bremsscheibe geeignet, allerdings greift dieser Chemiecocktail gern den Lack, Gummi und alle Kunststoffteile an.
- Mit Bremsreiniger sollte man möglichst nicht die Beläge reinigen, sie können durch das Aufsaugen von acetonhaltiger Flüssigkeit evtl. unbrauchbar werden. Sollen die alten Beläge wieder eingebaut werden, muss man zwingend wieder die ursprüngliche Einbaulage einhalten, da jeder Belag ein unterschiedliches Tragbild hat. Die Scheibenbremse zieht sonst nicht mehr richtig. Deshalb dürfen gebrauchte Beläge niemals getauscht werden.
- Auch meine Bremsbeläge waren leicht schief abgefahren. Sind die Beläge auch nur mit kleinsten Mengen Öl oder (Ketten-)Fett oder Siliconspray in Berührung gekommen, muss man sie fast immer entsorgen.
- Einige schleifen die Belagflächen ganz leicht mit feinem Sandpapier an, andere legen neue Bremsbeläge zum „ausgasen“ kurz auf eine 150 Grad heiße Herdplatte. Das soll - statt einmal richtig heiß Einbremsen - gegen Fading bei Bergabfahrten helfen und einen exakten Druckpunkt ermöglichen. Ich kann dazu nichts sagen und rate davon ausdrücklich ab.
- Rechts im Bild sieht man deutlich, wie die Feder und die neuen Beläge dann im Bremssattel sitzen müssen. Ich habe alles auf Augenmaß ungefähr symmetrisch ausgerichtet. Der Haltebolzen wird wieder eingeschraubt und mit dem Splint gesichert.
- Danach habe ich das Vorderrad wieder eingesetzt, um wieder bequemer arbeiten zu können. Nun kann man den Bowdenzug wieder festschrauben - am besten exakt an der alten Klemmstelle, dann stimmt die Grundeinstellung gleich und man quetscht den Bowdenzug nicht unnötig an einer zweiten Stelle.
- Beim Betätigen des Bremshebels sollte die Scheibenbremse so schon funktionieren. Zur Funktionskontrolle muss unbedingt VORHER das Rad mit der Bremsscheibe eingebaut sein. Niemals die Bremse ohne Bremsscheibe betätigen. Das gilt vor allem für Hydraulikbremsen, da man die Kolben dann kaum mehr zerstörungsfrei auseinander bekommt.
- Das Fahrrad nie auf den Kopf stellen und die Bremsen betätigen, da sonst Luftblasen in die Leitungen gelangen können. Die Kolben haben die Eigenschaft ohne Bremsscheibe von allein heraus zu kommen und die Beläge zusammen zu drücken. Passiert das, keinesfalls versuchen die Beläge mit einem Schraubendreher wieder auseinander zu drücken. Man zerstört die porösen Bremsbeläge dabei mit hoher Sicherheit. Statt dessen z.B. lieber eine weiche Plastikkarte benutzen.
- Nun müssen die mechanischen Scheibenbremsen nach dem Bremsbelagwechsel am Rad noch sauber eingestellt werden.
Von keinem Teil hängt die Sicherheit beim Biken so enorm ab wie von Bremsbelägen. Deshalb sollte man sie regelmäßig checken und rechtzeitig austauschen. So klappt der Wechsel schnell und sicher. Ein wirklicher Notfall an der Scheibenbremse beim Mountainbike lässt sich meist schon im Vorfeld einer Tour verhindern. Denn anders als beim platten Reifen oder beim abgerissenen Schaltwerk, treten Probleme bei der Bremse in der Regel nicht plötzlich während einer Tour auf. In den allermeisten Fällen kündigt sich ein Bremsversagen in einem schleichenden Prozess an und kann so frühzeitig behoben werden. Wer regelmäßig seine Bremsbeläge auf ihren Verschleiß hin überprüft, sie rechtzeitig erneuert oder einen schwammigen Druckpunkt nicht wochenlang ignoriert, kann die häufigsten Fehlerquellen im System Bremse entweder in der heimischen Werkstatt selbst oder vom Fachmann beheben lassen.
Video-Anleitung zum Bremsbelagwechsel (Shimano XT-Bremse)
Ein wichtige Info vorab: Eine Scheibenbremse ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil. Wer daran selbst rumschraubt, sollte wissen, was er tut und vor allem gründlich arbeiten. Ohne ausreichende Schraubererfahrung schadet es nicht, eine Fahrradwerkstatt aufzusuchen und sich Rat bei Experten zu holen.
Arbeitsschritte im Überblick
- Laufrad ausbauen: Um an der Bremse vernünftig arbeiten zu können, muss man als erstes das Laufrad ausbauen.
- Belagsicherung entfernen: Entnehmen Sie den Sicherungssplint und lösen Sie die Belaghalteschraube. Bei den meisten Modellen klappt das nach oben, manche Beläge muss man allerdings nach unten aus dem Sattel entnehmen. Heben Sie sich die Feder auf, denn manchmal ist bei neuen Bremsbeläge keine neue Feder dabei.
- Neue Beläge einbauen: Die Beläge formschlüssig in die Feder einsetzen und als Paket zusammengedrückt in den Bremssattel schieben.
- Beläge sichern: Sichern Sie die Beläge mit Sicherungsschraube und Splint bzw. dem Sicherungssplint.
Wichtig ist, dass man die neuen Bremsbeläge nicht einzeln in den Bremssattel fummelt, sondern als Paket samt Feder einsetzt. Hat man Bremsbeläge und Laufrad wieder eingebaut muss man die Bremse nun wieder neu einbremsen. Dazu die Bremse in kontrolliertem Umfeld mehrmals richtig heiß bremsen, damit sie ihre volle Bremsleistung entfalten kann.
Schnellanleitung zum Wechseln von Bremsbelägen
Der Austausch von Bremsbelägen ist ein relativ einfacher Vorgang und gleichzeitig ein Garant deiner Sicherheit. Wenn du ein Fahrrad mit mechanischen oder hydraulischen Scheibenbremsen fährst, ist das Austauschen von Bremsbelägen unerlässlich.
- Dauer: Ca. 10 Min.
- Schwierigkeitsgrad: 2 von 5
- Benötigtes Werkzeug: Flachzange
- Anzubringende Teile: neue Bremsbeläge für Scheibenbremsen
Vorbereitung
Zunächst einmal solltest du das betreffende Laufrad ausbauen.
Schritte
- Die alten Bremsbeläge ausbauen: Mit einer Flachzange entfernst du zunächst den Arretierstift. Anschließend kannst du die alten Bremsbeläge entfernen.
- Die Scheibenbremsen säubern: Wir empfehlen sehr, die Bremsscheiben mithilfe eines Tuchs vor dem Einbauen neuer Bremsbeläge zu säubern. So schaffst du eine saubere Grundlage. Wische zunächst die Scheiben und anschließend den Bremsmechanismus ab.
- Die neuen Bremsbeläge einbauen: Vermeide möglichst jeglichen Kontakt mit der Innenseite der Bremsbeläge (um eine Kontamination zu vermeiden). Jetzt setzt du die beiden Bremsbeläge auf die “Bremsfeder” genannte Klammer und schiebst das Set dann an den Ort der alten Beläge (ohne mit Gewalt auf den Mechanismus einzuwirken). Abschließend setzt du den Arretierstift wieder ein und schließt ihn mit einer Klammer.
- Die Funktionsfähigkeit prüfen: Zum Prüfen der Funktionsfähigkeit baust du zunächst das Laufrad wieder ein und drehst es. Falls die Scheibe an den Belägen schleift, musst du die beiden Schrauben im hinteren Bereich der Bremse lösen.
- Die Bremsen entlüften: Das Entlüften der Bremsen ist ein Vorgang, der sehr sorgfältiges Arbeiten erfordert.
Zusätzliche Informationen und Tipps
Fast jedes MTB und sogar einige Trekking-Räder vertrauen heute auf moderne Scheibenbremsen. Sie bieten viele Vorteile, gerade bei schlechter Witterung und halten auch dauerhaft hohen Belastungen stand, ohne weitere Bauteile am Rad (wie bei der Felgenbremse) abzunutzen. Die vielen Vorteile der Scheibenbremse stehen nur wenigen Nachteilen gegenüber. In erster Linie ist der Bremsbelagwechsel etwas umständlicher als bei Felgenbremsen. Es wird zumindest etwas Werkzeug und eine trockene Umgebung benötigt. Mit etwas Geschick ist der Wechsel der Bremsbacken bei einer Fahrradscheibenbremse aber auch für den Anfänger eine gut zu bewältigende Aufgabe.
Sind Sie sich allerdings unsicher, dann lassen Sie die Wartung und den Wechsel der Bremsbeläge besser von einem Fachmann (Fahrradwerkstatt etc.) durchführen.
Das Problem der automatischen Belagsnachstellung
Neue Bremsbeläge sind dicker als gebrauchte, das ist klar. Wenn Du sie nun einfach tauschst, stehen sie oft so nah zusammen, dass die Bremsscheibe nicht mehr dazwischen passt oder zumindest sehr stark schleift. Das liegt an der automatischen Belagsnachstellung, die jede moderne hydraulische Scheibenbremse mitbringt. Ohne sie würde der Abstand zwischen der Scheibe und den Belägen mit zunehmendem Verschleiß immer größer werden. Die Folge: Der Druckpunkt am Bremshebel würde immer weiter nach hinten wandern.
Die automatische Belagsnachstellung hebt diesen Effekt auf, indem Bremsflüssigkeit aus dem Ausgleichsbehälter in das Bremssystem nachläuft, sobald die Beläge dünner werden und die Kolben daher weiter ausfahren müssen. Diese nachgelaufene Flüssigkeit muss vor dem Belagswechsel in den meisten Fällen wieder in den Ausgleichsbehälter zurück gedrückt werden, um den zusätzlich benötigten Platz für die neuen, dickeren Bremsbeläge freizugeben. Um Dir den Belagswechsel zu erleichtern, stellen wir hier eine Anleitung zur Verfügung.
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