Shimano Tretlager Werkzeug Hollowtech II Anleitung

Viele Reparaturarbeiten oder auch der Austausch einzelner Komponenten am Fahrrad können mit ein wenig technischem Geschick von den meisten Radlern selbst durchgeführt werden. Auch bei den gelegentlich nötigen Säuberungsarbeiten kann von Zeit zu Zeit eine Demontage erforderlich werden.

Hier handelt es sich um ein millionenfach verbautes Shimano Hollowtech II Tretlager, dessen Lagerschalen in den Rahmen (in meinem Fall ein Stevens Citiflyer von 2005) geschraubt werden. Die Montageanleitung kann auch für FSA-Tretlager benutzt werden.

Tretlagertypen

Generell unterscheidet man zwei- und dreiteilige Tretlagertypen.

  • Bei dreiteiligen Tretlagern besteht der Satz aus zwei Kurbelarmen und einem einstellbaren Innen- oder Patronenlager.
  • Bei zweiteiligen Tretlagern ist die Achse bereits an einem Kurbelarm befestigt.

Bei Shimano Hollowtech II gibt es neben dem Typ „BSA“ oder „ITA“ aber auch Pressfit. Hierfür benötigt man ein Einpresswerkzeug. Im Gegensatz zu Pressfit gilt das BSA-Lager als relativ leicht austauschbar, da es ähnlich eines Ahead-Steuersatzes nur leicht geklemmt montiert wird.

Demontage des Tretlagers

  1. Zunächst wird die Kunststoff-Staubkappe mit einem Spezialwerkzeug entfernt, das oft mit dem Vielzahnschlüssel zur Lagerschraubung mitgeliefert wird. Die Kappe dient nicht nur dem Schutz vor Dreck, sondern auch dem Einstellen des Lagers - genauer gesagt nicht dem des Lagerspiels selbst, sondern dem des Achsspiels der gesamten Kurbelgarnitur. Ein leichtes, minimales Schleifen ist hier unvermeidbar.
  2. Danach wird der linke Kurbelarm mittels Innensechskantschlüssel demontiert. Es sind nur zwei Schrauben mit einer mittig sitzenden Schraubensicherung einem sogenannten „Stopp-Plättchen“. Bei der Montage ist es sinnvoll hier einen Drehmomentschlüssel zu benutzen und die gesäuberten und gefetteten Schrauben mit Gefühl Step by Step anzuziehen, anstatt gleich eine Schraube anzuballern. Das „Stopp-Plättchen“ muss genauso wieder eingebaut werden. Gereinigt versteht sich von selbst.
  3. Zunächst müssen Sie die zwei kleinen an der Kurbel befindlichen Schrauben lösen.
  4. Im folgenden Schritt wird die Kurbelkappe an der linken Kurbel gelöst. Hierfür verwenden Sie das Shimano Spezialwerkzeug TL-FC 16.
  5. Nun können Sie die Kurbel von der Welle nehmen.
  6. Im Anschluss ziehen Sie die rechte Kurbel mit den Kettenblättern aus der Lagerung.
  7. Jetzt ist der Weg zu den Lagerschalen frei.
  8. Zum Lösen verwenden Sie das Shimano Werkzeug TL-FC 32, es wird auf der rechten Seite im Uhrzeigersinn, auf der linken Seite gegenüber gegen Uhrzeiger-Sinn drehen.

Wenn dieser Schritt Probleme bereitet, könnte es sein, dass sich Schmutz und Rost mit der Zeit am Innenlager und im Gewinde abgelagert. In diesem Fall sprühen Sie das Lagergehäuse am besten mit einem Rostlöser, zum Beispiel WD40 ein und lassen dieses erst mal einen Tag einwirken. Die Lagerschalen dann lösen.

Shimano hat es SelbstschrauberInnen an dieser Stelle einfacher gemacht: Es reicht aus, die Welle durch klopfen oder ganz leichten Schlägen mit dem Gummihammer herauszuziehen. Der Kunststoffring wird einfach abgezogen und gründlich gereinigt, damit kein Dreck zwischen dem Kurbelarm und dem Schleifring rumschmiergelt. Die Welle samt Kettenrad kann nun heraus gezogen und ebenfalls gereinigt werden.

Um die beiden Lagerschalen samt Industrielager preiswert herauszudrehen, benötigt man auf jeden Fall einen solchen Vielzahnschlüssel, für ein paar Euro erhältlich bei vielen Online-Versendern. Unten noch gerade zu erkennen das beschriebene Kunststoffspezialwerkzeug, um die oben benannte Staubkappe herauszudrehen.

Reinigung und Vorbereitung

Es empfiehlt sich eine gründliche Reinigung der Komponenten vorzunehmen. Allein schon durch die Nähe zum Untergrund können sich am Innenlager, im Gewinde und an der Welle einige Schmutzpartikel ablagern und es kann zu Korrosion kommen. Die Welle und die Hohlwelle sollten sorgfältig gereinigt werden. Achten Sie auf das Gewinde, damit es sauber ist.

Vor der Montage sollten das Gewinde des Innenlagers mit Fett einschmieren und die Lagerschalen mit Fett versehen werden. Das verhindert ein FESTBACKEN der Lagerschalen im Gehäuse.

Prüfen Sie, ob sich noch Lack auf der Anlagefläche des Kurbelgehäuses befindet. Diese müssen fluchten. Hier muss dann nachgefräst werden (Fachhändler).

Montage des Tretlagers

  1. Die Lagerschalen sind mit dem Hinweis „rechts“ beziehungsweise „links“ versehen. Die rechte Lagerschale ist aber auch an dem längeren Gewinde zu erkennen.
  2. Die Anzahl der einzubauenden Spacer ist abhängig von der verwendeten Kurbel und der Gehäusebreite. Beachten Sie hierfür die Herstellerangaben Ihres jeweiligen Produktes. Für gewöhnlich befindet sich auf der rechten Seite ein Spacer mehr als auf der linken Seite.
  3. Bei einer Gehäusebreite von 68 mm werden zumeist 2 Spacer rechts und ein Spacer links verwendet, bei einer Breite von 73 mm oftmals 1 Spacer rechts und kein Spacer links. Die Rennrad-Innenlager werden keine Spacer benötigt.
  4. Als erstes muss nun die Kunstoffbuchse in die rechte Lagerschale eingesetzt werden.
  5. Dann werden, falls erforderlich, die Spacer auf die Lagerschale schieben und das Lager von Hand einschrauben. Hand einschrauben. / Gegenüber ist im Uhrzeigersinn.
  6. Sind beide Schalen eingesetzt, müssen diese mit dem Shimano Werkzeug festziehen siehe oberes Bild 5. Das Drehmoment richtet sich nach den jeweiligen Herstellerangaben, liegt aber zumeist bei ca. 35 bis 50 Nm.
  7. Zum Einsetzen der Kurbel muss die Fahrradkette auf das Kurbelgehäuse aufgelegt und die Welle durch beide vormontierte Lagerschalen (Bild 3) geschoben werden. Die Welle muss jetzt leicht durch beide Lager rutschen.
  8. Jetzt die linke Kurbel auf die Feinverzahnung der Welle stecken. Achten Sie darauf, dass beide Kurbeln sich in einer Ebene befinden.
  9. Mit der Kurbelkappe wird das ganze System spielfrei ist. Zunächst wird diese locker mit der Hand in die linke Kurbel (Bild 2).
  10. Jetzt das Shimano-Originalwerkzeug TL-FC 16 anziehen. Die Kurbeln wandern nun die letzten Millimeter zueinander.
  11. Im letzten Schritt werden die beiden kleinen Schrauben, die zu Beginn der Demontage gelöst wurden, abwechselnd stückchenweise wieder festgezogen. Die beiden Schrauben müssen auf das vorgeschriebene Drehmoment angezogen werden.

Werkzeug

Das nötige Werkzeug:

  • Innensechskante (links) oder Torx-Schlüssel: um die Bauteile zu demontieren und an die Lager zu kommen; auch die Einstellung des Lagerspiels erfolgt meist mit Inbusschlüsseln.
  • Shimano-Kurbelwerkzeug: um Shimano-Kurbeln zu montieren. Hier die Profi-Version aus Metall, für gelegentliche Schrauber tut’s auch die preiswerte Version aus Kunststoff.
  • Einpresswerkzeug: Gut sind universelle Varianten, die sich für verschiedene Lager eignen (linkes Werkzeug). Auch die Schalen klassischer, nicht integrierter Steuersätze können damit eingepresst werden. Für die gelegentliche Montage von gepressten Tretlagern, etwa Pressfit-Lagern, reichen einfachere Varianten (rechts).
  • Ausschlagwerkzeug: je nach Lagergröße wichtig für die Demontage von gepressten Tretlagern. Die Werkzeuge schiebt man innen durch das Lager, das anschließend von der Gegenseite mit gezielten Hammerschlägen ausgetrieben wird.
  • Nuss für geschraubte Tretlager: Gewindelager brauchen unbedingt das passende Werkzeug, es gibt hier viele Varianten. Wichtig: Das Werkzeug muss satt sitzen, sonst rutscht es ab.
  • Hammer (links) und Schonhammer (rechts): Besonders die Kurbeln können bisweilen festsitzen, auch beim Ausbau von gepressten Lagern wird ein Hammer benötigt. Direkt auf den Bauteilen nur mit dem Schonhammer arbeiten!

Besonderheiten der Kurbelhersteller

  • Shimano: Die Abdeckschraube in der linken Kurbel sichert lediglich die Position der Kurbel auf der Achse. Ziehen Sie die Schraube daher nur leicht mit 1 bis 2 Newtonmetern fest. Anschließend fixieren Sie die Kurbel mit den Inbusschrauben. Ziehen Sie diese abwechselnd und gleichmäßig an, damit sich die Kurbel nicht verkantet.
  • SRAM: SRAM-Kurbeln werden mit einem integrierten Abzieher demontiert. Die Kurbel kann extrem festsitzen und die Demontage viel Kraft erfordern! Bei vielen SRAM-Lagern muss außerdem das Lagerspiel eingestellt werden. Das geschieht mit einem geschraubten Ring auf der linken Seite, der in der richtigen Einstellung mit einer kleinen Inbusschraube fixiert wird.
  • Campagnolo: Bei hochwertigen Campagnolo-Kurbeln sind die beiden Achshälften mittig verschraubt, die Schraube erreichen Sie mit einem langen Inbusschlüssel. Achtung bei Super-Record-Kurbeln mit Titanachse: Hier hat die Schraube ein Linksgewinde! Diese Version erkennen Sie am aufgedruckten roten Ring um die Achse. Die Lager sind auf die Achshälften gepresst, für den Tausch werden spezielle Werkzeuge benötigt. Hier empfiehlt sich der Gang zum Händler.

Verschleiß am Tretlager erkennen

Weil Tretlager viel Last aufnehmen müssen und bei Regenfahrten Schmutz und Wasser ausgesetzt sind, sind Defekte nicht selten. Der Verschleiß kündigt sich oft mit unregelmäßigen Knackgeräuschen an. Hat die Kurbel bereits Spiel, dreht sich schwergängig, ruckelig oder erzeugt mahlende Geräusche, ist es höchste Zeit für einen Lagertausch.

Knackende Geräusche können auch von verschlissenen Lagersitzen rühren, das Geräusch tritt im Betrieb dann meist am Punkt der höchsten Belastung auf (Kurbel waagerecht): Auch einwandfreie Lager oder Lagerschalen sitzen dann nicht mehr fest im Rahmen. Besonders Carbongehäuse sind dafür anfällig. Sie können versuchen, die Lager mit etwas Montagepaste einzuschmieren, meist ist das jedoch nur eine Übergangslösung. Bei schwierigen Fällen können spezielle Carbon-Reparaturbetriebe helfen.

Wenn ein Tretlager knackt, schleift, rumpelt, quietscht, leicht wackelt oder rau läuft ist das ein eindeutiges Alarmsignal, das man wirklich ernst nehmen sollte, denn die Reparatur ist ohne Austausch quasi unmöglich. Die Prüfung dazu: Einmal die Kette abnehmen und mit der Hand durchdrehen fördert meist sofort den vermuteten Zustand zutage. Reparieren oder Nachstellen kann man das Lager nicht, ein kompletter Austausch ist sinnvoller.

Werkstatt-Tipps

  • Gewinde von geschraubten Lagern müssen gut gefettet werden.
  • Vergewissern Sie sich, welcher Typ Tretlager in Ihrem Rahmen verbaut ist, und arbeiten Sie ausschließlich mit passendem Werkzeug: Klassische, in den Rahmen geschraubte Lager erkennen Sie an der außen liegenden Werkzeugaufnahme. Achten Sie auf die richtige Drehrichtung des Gewindes, sie ist häufig auf der Lagerschale vermerkt. Bei der Montage muss sich das Lager die ersten Gewindegänge leicht und von Hand einschrauben lassen. Den Lagerschlüssel nur zum Festziehen nutzen! Die Gefahr, dass die Gewinde (und damit der Rahmen) beschädigt werden, ist ansonsten groß.
  • Für in den Rahmen eingepresste Lager (Pressfit) nutzen Sie einen speziellen Ausschläger, damit sich die Lagerschalen nicht verkanten und die Sitze im Rahmen beschädigen. Das neue Lager sollte mit passendem Einpresswerkzeug montiert werden.
  • Direkt in den Rahmen gepresste Lager ohne Lagerschalen (z.B. BB30) lassen sich kaum demontieren, ohne sie zu zerstören. Ein passendes Ausschlagwerkzeug ist dennoch wichtig, damit die Sitze im Rahmen nicht beschädigt werden.
  • Wichtig bei allen Lagertypen: Säubern Sie das Lagergehäuse gründlich! Schmutz kann die empfindlichen Gewindegänge beschädigen, bei gepressten Modellen können die Lager verkanten oder fluchten nicht perfekt. Geben Sie auf Gewinde oder Lagersitze etwas Fett, das erleichtert die Montage. Eine dünne Fettschicht auf dem äußeren Dichtring verhindert, dass Feuchtigkeit eindringt.
  • Kurbel und Innenlager zu demontieren, erfordert oft sehr viel Kraft. Um Rahmen und Teile zu schonen, sollten Sie solche Arbeiten nicht im Montageständer erledigen. Stellen Sie das Rad besser auf den Boden und bitten Sie, wenn möglich, jemanden, den Rahmen oder das Werkzeug während der Demontage festzuhalten.
  • Legen Sie vor der Demontage die Kette auf das große Kettenblatt, so verletzen Sie sich nicht so leicht an den scharfen Zähnen.
  • Wurden Kurbeln länger nicht demontiert, können sie sehr fest auf der Welle sitzen. Sprühen Sie etwas Öl in den Bereich der Verschraubung und in den Spalt zwischen Kurbel und Rahmen. Das löst Korrosion und erleichtert das Aufschrauben.

Tretlager säubern und schmieren

Jetzt hast du freien Zugang zu beiden Lagerschalen und kannst manuell die Gängigkeit der Kugellager prüfen. Entweder du schraubst die Lagerschalen per Shimano-Werkzeug TL-FC32 bzw. Greife bei der Abdeckung von außen vorsichtig mit einer Messerspitze oder ähnlichem hinter die Kunststoffscheibe und hebe sie leicht an. Wandere nun in kleinen Schritten mit diesem Hebeln um das gesamte Lager herum und achte darauf, dass die Abdeckung nicht zu stark verkantet und erst recht nicht beschädigt wird beim Demontieren.

Sicherer als die beschriebene Methode per Messerspitze von außen ist natürlich das Austreiben mit einem passenden Austreiber von der anderen Lagerseite aus. Greife nun bei der Dichtscheibe von innen vorsichtig dahinter und hebe sie leicht an. Jetzt hast du freien Zugang zu den Kugellagern und kannst mit der Reinigung beginnen. Weil die Kugellager nicht zerlegt werden können, bleibt dir an dieser Stelle lediglich eine Behandlung mit einem sauberen Putzlappen von außen bei gleichzeitiger Drehung der inneren Kugellager-Schale.

Verwende hierbei (wenn überhaupt) ausschließlich Reinigungsmittel, die sich vollständig verflüchtigen (z. B. Sollte das Kugellager allerdings schon festsitzen (durch starke Korrosion), dann lohnt sich der Versuch, es mit einem Rostlöser (Caramba) wieder gängig zu bekommen. Ist das Kugellager am Ende wieder gängig, hast du natürlich einen größeren Aufwand beim Reinigen vor dem Fetten.

Nach der Reinigung fettest du das Kugellager mit einem guten Wälzlagerfett (z. B. Castrol LMX). Auch hierbei ist das Prozedere etwas mühsam und zeitraubend: benetze das Kugellager stirnseitig mit Fett und drücke es mit der Fingerkuppe zwischen die Kugeln, während du an der inneren Lagerschale drehst. Nach und nach verteilt sich das Fett dabei zwischen den Kugeln und am Ende erhältst du ein gut gefettetes Kugellager.

Tipp 1: Erfahrungsgemäß leidet das linke Kugellager (Tretlager links) deutlich stärker unter Bewitterung und Wassereintritt, als das rechte Lager. Denn das rechte Lager ist durch Kettenblätter und Kettenschutzblech vergleichsweise gut abgeschirmt.

Tipp 2: In dem Wissen um diese ungleiche Belastung (Tipp 1) und den relativ einfachen Arbeitsablauf für eine Wartung solltest du in regelmäßigen Abständen nach dem linken Lager schauen. Lassen sich die Kugellager nicht mehr durch Reinigen und Fetten instandsetzen, musst du nicht gleich die gesamte Lagerschale samt Kugellager austauschen.

Um ein Verkanten beim Herausziehen des Lagers zu vermeiden, solltest du spätestens jetzt die Lagerschale aus dem Tretlagergehäuse herausschrauben, damit du einen freien Zugang von hinten hast (siehe nächster Abschnitt). Auf größeren Radreisen und insbesondere fernab jeglicher Zivilisation solltest du die passenden Kugellager und das erwähnte Tretlager-Werkzeug mit im Gepäck haben. Die Ersatzlager wiegen nicht viel und nehmen in deinen Packtaschen kaum Platz ein.

Ist es unumgänglich, die Lagerschalen samt Kugellager auszubauen (Anlässe siehe oben), benötigst du das Shimano-Werkzeug TL-FC32 bzw. TL-FC36. Achte bei der Demontage auf die Spacer, also die Distanzringe, die zwischen Lagerschale und Tretlagergehäuse auf beiden Tretlager-Seiten verbaut sind. Sie unterscheiden sich in Anzahl und Breite (siehe oben) und sorgen für die korrekte maßliche Positionierung der Lagerschale zu Rahmen und Kettenlinie.

Sind die Lagerschalen ausgebaut, hast du den freien Blick auf die Stirnflächen am Tretlagergehäuse in deinem Fahrradrahmen. Sind sie das nicht, kann das die Ursache für einen vorzeitigen Tretlagerschaden sein. Für die Demontage dieser inneren Abdeckung (zu welchem Zweck auch immer) ist es vorher erforderlich, die Befestigungsschraube der Schaltzug-Führung unter dem Tretlagergehäuse um einige Umdrehungen zu lösen. Achte auch später bei der Montage der Abdeckung auf die Beleuchtungskabel (wenn diese Kabel bei deinem Fahrrad im Rahmen verlegt sind).

Weil es sich bei der Fügestelle Kugellager/Lagerschale (leider) um eine Presspassung handelt, erfordert die Montage des Kugellagers einen höheren Einpressdruck. Gleichzeitig darf das neue Lager durch den Einpressvorgang nicht beschädigt werden und muss am Ende axial exakt fluchten.

Im Idealfall hast du also ein maßlich passendes Werkzeug mit exakter Führung zum Einpressen des neuen Kugellagers zur Hand (käuflich erworben oder eigenhändig hergestellt). Lagerschalen einschrauben: Achte auf die korrekte Zuordnung der Lagerschalen bei BSA-Gewinde (linke Seite = Rechtsgewinde, rechte Seite = Linksgewinde). Reinige Dichtscheibe und Abdeckung behutsam und benetze die Dichtlippe auf der Dichtscheibe (Foto) vor der Montage mit einem Teflon-verträglichen Fett, damit die Reibung zwischen Abdeckung (drehend) und Dichtscheibe (feststehend) im Fahrbetrieb keinen Verschleiß erzeugt.

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