Sind Sie oft im Regen gefahren oder haben aus Zeitmangel die Wartung des Rades vernachlässigt, dann sind vielleicht die Bowdenzüge der Schaltung nicht mehr richtig gangbar. Der Bowdenzug harkt in der verschmutzten Zughülle oder ist nicht mehr richtig geschmiert, vielleicht ist auch die Teflonbeschichtung des Stahlzuges verschlissen oder es sind gar einzelne Litzen gerissen und klemmen innen in der Ummantelung.
Vorbereitung und wichtige Hinweise
Vorab schon einmal ein paar Hinweise dazu, was man auf keinen Fall probieren sollte, um einen Zugwechsel zu umgehen. Teflonbeschichtete Züge überhaupt nicht schmieren, grundsätzlich ist keine Schmierung von Nöten. Teflon, ob als Beschichtung oder Seele in der Zugummantelung wird durch Schmiermittel angelöst und würde aufquellen, was den Zug einklemmen könnte. Es ist auch davon abzuraten, gerissene Litzen sauber abzutrennen.
Daher die Ansage: „Alter Zug raus, Zugführung auf Beschädigungen überprüfen, Teflonseele gegebenenfalls mit Wasser und Stahlseelen mit Silikonspray oder Brunox spülen und einen neuen Zug einziehen!“ - PUNKT !!!
Vor der Demontage
Die Bowdenzüge entlasten heißt, dass man vorne auf das kleinste Kettenblatt und hinten auf das kleinste Ritzel schaltet. Die Einstellschrauben sollten nicht komplett heraus- oder hineingeschraubt werden, sondern ganz rein und nach zwei- bis drei Umdrehungen wieder heraus.
Demontage des alten Schaltzugs
Lösen Sie zuerst mit einem Inbusschlüssel (evtl. Nach Entfernen aller Schutzhülsen und des Gummischutzes lässt sich der Zug aus der Kombinationsarmatur herausschieben.
Häufige Probleme und Lösungen
Hilfe! Mir ist neulich auf Tour der vordere Schaltzug gerissen... dachte ich jedenfalls. Als ich diesen nämlich wechseln wollte, stellte ich fest, dass dieser unversehrt ist. Der linke Schalthebel ließ sich zwar noch bewegen, aber löste eben keinen Schaltvorgang mehr aus. Woran könnte das liegen.
Ich habe dann trotzdem mal den Zug gewechselt, bekomme ihn aber im Schalthebel partout nicht in die richtige Position. Wo genau muss das Teil "einrasten"? Ich bin absoluter Laie und die ganze Werkelei wird mir wohl nie Spaß machen.
Ich habe die Züge beim Umbau des Rades (neuer Rahmen) vor zwei Jahren zwar schon einmal selbst gewechselt, aber unter fachlicher Anleitung/Hilfe und da ist auch einiges schief gegangen und es hat mich viele Nerven gekostet, weil der Zug immer durchrutschte.
Ich hatte vor etwa 2 Jahren was ähnliches hinten. Da war etwas (was genau weiß ich nicht mehr) am Hebelmechanismus kaputt, gebrochen. Shimano Ultegra. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob 6700 oder 6600. Dann ist es die 6600. Eingeführt hab ich den Zug, aber er sitzt nicht richtig. Dann versuch ich es nochmal und schau mir das letzte Video mal an.
Ich war jetzt beim Radmann in Schwäbisch Hall. Der meint, dass ich den Schalthebel am besten austauschen sollte, irgendwas sei kaputt, denn der ganze Hebel wackle auch. Für mich hat aber seine Aussage, man könne so einen Schalthebel eigentlich nicht auseinandernehmen, einen bitteren Beigeschmack. Natürlich kann man das. Die Dinger sind ja auch zusammengebaut worden. Da will sich wohl jemand die Mühe sparen und durch den Verlauf eines neuen Hebels mehr verdienen.
So ein Schalthebel ist ja ganz schön teuer, zumal ich mir aufgrund der Geräusche nun ziemlich sicher bin, auch eine neue Kurbel zu brauchen. Evtl. mal nach 6600 Hebel online schauen (ebay o.ä.), aber ich traue mir nicht zu diesen selbstständig zu wechseln. Fahre jetzt erstmal mit kleinem Blatt und schleifender Kette auf dem 19 und 21er. Bin ich ja inzwischen schon gewöhnt.
Die Shimano Schalthebel lassen sich natürlich zerlegen. Das Innenleben gleicht aber mehr einem Uhrwerk und einzelne Ersatzteile gibt es keine. Probier doch als erstens mal die obige Videoanleitung aus, kaputt gehen kann ja nichts mehr. Der Hebel muß dafür zwar ab aber wenn es nichts hilft reicht es ja die Bremse wieder funktionsfähig zu machen.
Ich würde schauen, dass du selber den Ersatzhebel besorgst und den dann vom Mechaniker einbauen lässt. Wenn er nicht passt. würde ich mal schauen ob du alternativ nicht auch einen 105er verwenden kannst.
Zusätzliche Tipps zur Schaltungswartung
Eigentlich gehöhrt zu neuen Schalthebel auch ein neuer Zug mit Tülle und alle Umewrfer, sowie Schaltwerkteile, welche beweglich sind gereinigt und geölt. Danach die Züge montieren und einstellen. Alles andere ist bockmist. Gute Züge sollten sich, wenn überhaupt höchstens eine viertelumdrehung nachstellen lassen.
Vorne auf dem Kleinen und Hinten auf dem kleinen schleift eigentlich immer. Also bei meinere Dura Ace muss ich zum runterschalten eigentlich nur etwas antippen. Wenn du mich fragst ist das Schaltkabel irgendwo eingeklemmt oder unten am Umwerfer nicht richtig angezogen. Aber so grundsätzlich scheint die Einstellung des Umwerfers nicht richtig zu sein.
Schau mal von der Seite, ob der Umwerfer eventuell zu hoch oder zu niedrig montiert wurde. Dazu die Kette runterschalten aufs kleine Kettenbölatt und dann wieder raufschlten ohne die Kurbel zu betätigen. Zwischen den Zahnrädern und den Zähnen sollteein kleiner Abstand sein. Ich müsste mal auf der Shimanoseite nachschauen. . Ist der Abstand zu klein, dann brauchst du vieel Kraft beim schalten. Ist er zu gross wirst du den Tag verfluchen, an dem du geboren wurdest, weil die ständig die Ketten rausfleigt.
Zum Verstellen musst du leider auf das kleine Kettenblatt schalten, die Position merken, die Klemmung lösen, das teil rauf oder runter schieben, darauf achten, dass der Bügel oder das Blech absolut paralell mit dem kettenblatt läuft, festklemmen undausprobieren wie es ist. Unter Zug auf dem grosssen Blatt funktioniert das nicht.
Also eigentlich sind sie STI's mit einer Shiftfunktion ausgestattet. Wenn du den Hebel ganz durchdrückst, dann wird die Kette geschaltet. bei der halben Position soll der Umwerfer nur etwas verschoben werden, damit die Kette nicht streift. Und das sollte in beide richtungen funktionieren.
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