Trekking E-Bikes unter 20 kg im Test: Die besten leichten Modelle

Dass es einen Trend hin zu leichten Pedelecs mit etwas reduzierter Motorkraft und kleineren Akkus gibt, beobachten wir seit Jahren. Vollgefederte, vollausgestattete Pedelecs mit großen Akkus sind beileibe nicht weg vom Fenster. Im Gegenteil: Sie bilden nach wie vor - und durchaus zu Recht - das Rückgrat der Branche. Trotzdem gibt es viele, die nach Jahren des Treppensteigens mit ihrem 30-Kilo-Boliden, des beschwerlichen Hebens auf den Heckträger oder in die Bahn erkannt haben, dass ihr Akku am Ende einer Tagestour noch 40 oder mehr Prozent Restkapazität hat.

Viele E-Bikes sind so schwer, dass man sie eigentlich nur unter Einsatz ihres elektrischen Antriebs gut benutzen kann. Allerdings gibt es inzwischen immer mehr Anbieter, die auf leichte E-Bikes setzen, die sich sowohl mit als auch ohne E-Motor angenehm fahren lassen. Wir stellen fünf spannende Modelle vor.

Warum leichte E-Bikes?

E-Bikes sind bequemer und erfordern weniger Anstrengung als herkömmliche Fahrräder. Das macht sie ideal für den Arbeitsweg, da man schneller und weniger verschwitzt ankommt. Allerdings sind viele Pedelecs mit einem Gewicht von 25 bis 30 Kilo relativ schwer. Dadurch sind sie nicht leicht zu transportieren, wenn sie zum Beispiel in den Keller gebracht werden müssen.

Schwere E-Bikes mit 25, 30 oder mehr Kilogramm (kg) Gewicht haben zweifellos ihre Berechtigung, wie die Verkaufszahlen zeigen. Vollfederung, robuste Rahmen, hohe Zuladung und große Akkus sind dank des E-Antriebs problemlos möglich. Allerdings verändert sich mit zunehmendem Gewicht auch das Fahrverhalten, das immer stärker an E-Roller erinnert. Die Industrie reagiert bereits mit technischen Lösungen wie E-Bike-ABS.

Doch es gibt mittlerweile einen Trend, der sich immer mehr durchsetzt: die Rückbesinnung auf „weniger ist mehr“. Bislang waren vollwertige E-Bikes unter 20 Kilogramm eher selten zu finden, da bereits Batterien und Antriebseinheiten recht schwer sind. Leistungsstarke Motoren und große Akkus wiegen oft sieben oder mehr Kilo, während aktuelle Leichtgewichte beim Antrieb etwa die Hälfte wiegen. Dazu kommen moderne Rahmenbauverfahren, die dank Carbon oder Aluminium ebenfalls das Gewicht reduzieren. Filigrane Räder sparen auch bei den Komponenten Gewicht ein, zum Beispiel bei den Bremsanlagen und Laufrädern. Kleine Bremsscheiben mit 160 Millimetern Durchmesser sind kein Sicherheitsproblem, sondern bieten bereits hervorragende Verzögerungswerte. Der Verzicht auf große Displays trägt ebenfalls zur Gewichtsreduktion bei. Zudem bedeuten leichte E-Bikes keineswegs weniger Spaß als ihre schwereren Geschwister.

Mit dem SX-Motor bietet Bosch, Platzhirsch unter den Antriebsherstellern, nun einen 55-Newtonmeter-Motor in kompakter Bauform, vollständig integriert in das Smart-System des Herstellers. Ein Bosch-Antrieb scheint für viele ­E-Biker weiterhin das wichtigste Kaufargument zu sein. Damit hat sich die Zahl leichter E-Bikes auf dem Markt vervielfacht. Die Gruppe der Pedelec-Fahrer, die schon eine gehörige Portion Erfahrung mitbringt, wächst stetig. Radfahrer, die ganz genau wissen, was sie wollen und brauchen.

Je leichter das E-Bike, desto geringer der Energiebedarf. Ein knapp 14 Kilo leichtes E-Bikes verbraucht weniger Energie als ein 30-Kilo-Bike mit einem durstigen Power-Motor.

Vorteile leichter E-Bikes

  • Einfaches Handling: Weniger Gewicht bedeutet einfacheres Wenden, Verstauen und Tragen.
  • Schnellere Beschleunigung: Geringere Masse sorgt für zügigere Beschleunigung und höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten.
  • Geringerer Stromverbrauch: Reduziert den Energiebedarf und maximiert die Reichweite.

Technische Aspekte und Komponenten

Um Gewicht einzusparen, greifen Konstrukteure in folgende Trickkiste:

  • Weglassen von Federsystemen wie Federgabel, gefederte Sattelstütze
  • Akku sitzt auf dem Rahmenrohr
  • Akkus mit geringerer Kapazität
  • leichte Motoren
  • Rahmen und Anbauteile Carbon statt Alu
  • Kettenschaltungen statt Nabenschaltungen
  • leichte Reifen, Weglassen von Gepäckträger, Schutzbleche usw.

Die Gewichtsreduktion ist bei den leichten Rädern in unserem Test unterschiedlich stark ausgeprägt. Das Stevens E-Strada unterscheidet sich mit seinen 13,8 Kilo beim Gewicht kein bisschen von Tourenrädern ohne Motor - bietet aber natürlich ohne Gepäckträger und Federgabel auch weniger Variabilität. Ähnlich sieht es beim 17,3 Kilo schweren KTM Macina Cross SX Elite aus, das sich sogar die Spritzschützer spart. Dafür greifen hier gerne diejenigen zu, die am Wochenende oder nach Feierabend sportlich rasant über Feld- und Waldwege zischen wollen. Am KTM zeigt sich, dass der leichte 55-Nm-Bosch-Motor eigentlich eine Lücke zwischen den Full-Power-Aggregaten und den Leichtmotoren à la Mahle und Bafang schließt. Die beiden vollausgestatteten Tourenräder im Test mit diesen Motoren unterschreiten die 20 Kilo ganz knapp (Simplon Silkcarbon TQ, 19,98 Kilo) oder liegen knapp darüber (Canyon ­Pathlite:ON SL 6, 21 Kilo).

Apropos Mahle und die bei deren Heckmotoren X35+ (Bergamont) sowie X20 (Stevens) angegebenen maximalen Drehmomente: Hier gilt es beim Lesen und vor allem dem Vergleichen mit Mittelmotoren zu beachten, dass die 23 Nm (X20) dann, laut Prüfstand-Messungen von Mahle selbst, etwa 55 Nm entsprechen würden, da keine Motorkraft durch Kette oder Riemen verloren geht. Wichtig dabei zu erwähnen ist aber, dass bei solchen Vergleichen diverse Faktoren, wie beispielsweise die gewählte Kettenübersetzung, eine Rolle spielen.

Gewichts- wie motortechnisch im Mittelfeld liegt das Excelsior. Die Eckdaten: 19,8 Kilo bei Vollausstattung und dezentem Bafang-Heckmotor - mit 1899 Euro aber mit Abstand das günstigste Rad im Test, trotz namhafter Komponenten, toller Verarbeitung und stimmigem Setup. Und wer optisch auf klassische Fahrräder steht, der wird sich ohnehin in das Urban-E verlieben.

Alltagstauglichkeit und Einsatzbereiche

Wie sieht es aus mit der Alltagstauglichkeit der leichten Bikes? Der Vorteil schwerer Pedelecs: In jeder Lebenslage gibt es Unterstützung satt. Nach einem anstrengenden Arbeitstag, wenn die Luft ohnehin schon raus ist, kann man sich nach Hause schieben lassen. War der Einkauf doch etwas üppiger als geplant, bereiten schwere Packtaschen auch auf steilen Straßen kein Kopfzerbrechen. Und auf Tour gleichen sie die am Ende fehlenden Körner aus, wenn man Entfernung und Höhenmeter unter-, seine eigene Leistungsfähigkeit überschätzt hat.

Wie immer ist es eine Frage der eigenen Ansprüche und Bedürfnisse, die letztlich den Ausschlag geben, ob ein Full-Power-Bike, ein absolutes Leichtgewicht oder eine Mischung aus beidem die beste Wahl ist. Erfahrene E-Biker finden für sich eine schnelle Antwort. Sie wissen genau, ob und wenn ja wie oft sie mit leerem Akku liegen geblieben sind, in welcher Unterstützungsstufe sie die meiste Zeit unterwegs sind und ob sie eher im Flachen, im welligen Gelände oder doch im Gebirge fahren. Im Zweifel gilt: Auch ein etwas schwächeres Aggregat schiebt im Power-Modus ermüdete Radler nach Hause.

Das schwerste Rad im Test, das Canyon Pathlite:ON 6, ist gleichzeitig das vielseitigste. Exemplarisch steht dafür der sehr variable Gepäckträger: Canyon setzt auf eine MIK-Trägerplattform mit seitlichen, abschraubbaren Ortlieb-­QuickLock-3.1-Pins und einer Zulassung für Kindersitze. 27 Kilogramm lassen sich aufladen. Komfort kommt durch einen verstellbaren Vorbau, eine gute Federgabel und eine gefederte sowie absenkbare Sattelstütze ins Rad. Für dieses Gesamtpaket sind 21 Kilo ein herausragender Wert.

Zum Vergleich bietet das ein Kilo leichtere Simplon ebenfalls einen robusten Gepäckträger (bis 25 Kilo), eine Top-Federgabel und viel Komfort, zudem ein sehr geländegängiges Setup. Das leichteste Rad im Test, das Stevens E-Strada 8.3.4 FEQ, wählt einen gänzlich anderen Ansatz. Die Hamburger setzen auf Performance. Carbon satt drückt das Gewicht ebenso wie der leichte Heckmotor und der mit 236 Wh kleinste Akku im Testfeld. Die Alltagsausstattung ist auf Schutzbleche und Lichtanlage reduziert, wer Gepäck mitnehmen will, kann an den zahlreichen Ösen am Rahmen gerne Bikepacking-Taschen befestigen.

Stevens setzt voll auf den klassischen Ansatz des „Pedal-Assist“, also der Unterstützung. Die eigene Muskelkraft steht im Vordergrund. Und damit kommen wir zu einem weiteren wichtigen Punkt der Gewichtsreduktion im E-Bike: Je leichter das Rad, desto geringer der Energiebedarf. Wer mit seinem knapp 14 Kilo schweren Stevens unterwegs ist, verbraucht weniger Energie als ein Radler auf dem 30-Kilo-Kaventsmann, dessen Power-Motor zudem „durstiger“ ist als Light-Aggregate. In der Ebene oder im leichten Gefälle lassen sich unsere Testräder allesamt locker über der 25-km/h-Schwelle bewegen, verbrauchen dort gar keinen Akku-Strom. Während schwere ­E-Bikes auch hier fast ausschließlich mit Motor-Unterstützung unterwegs sind.

Sind die Leichten also die besseren E-Bikes? Sicher nicht für jeden. Aber das sind die klobigen, kraftstrotzenden 30-Kilo-Bikes eben auch nicht. Am Ende ist es wie immer: Ihr Rad muss passen. Die ausführlichen Testberichte der leichten E-Bikes lesen Sie in der ElektroRad 4/2024. Erstveröffentlichung: 21. 16.

Ausgewählte Modelle unter der Lupe

Unsere Übersicht zeigt, dass sich leichte E-Bikes in Sachen Reichweite nicht hinter ihren schwereren Artgenossen mit größeren Akkus verstecken müssen. Dank des geringeren Gewichts ist ihr Verbrauch geringer. Dadurch kommen sie auch mit einer Ladung vergleichsweise weit. Natürlich lässt sich auch bei leichten E-Bikes keine Pauschale Aussage über die Leistung des Motors und die mögliche Reichweite treffen.

  • Simplon Silkcarbon TQ: Rahmen und Gabel aus Carbon, TQ HPR 50 Antriebssystem, 50 Nm, 360 Wh Akku, 16,5 bis 18,7 kg.
  • Canyon Pathlite SL 6: Bosch Performance Line SX Motor, 600 Watt Spitzenleistung, 400 Wh Akku, bis zu 85 km Reichweite, Aluminiumrahmen, bis zu 140 kg Belastbarkeit.
  • Sushi Maki 3.0: Minimalistisches Design, 24 V / 200 W Nabenmotor, 230,4 Wh Akku, bis zu 75 km Reichweite, 16 kg Gewicht.
  • Stevens E-Strada 8.3.4 FEQ: Carbonrahmen und -gabel, Mahle X20 Heckmotor, 55 Nm äquivalente Leistung, 236 Wh Akku, optionales Touring-Kit, 13,8 kg Gewicht.
  • KTM Macina Cross SX Elite: Bosch Performance Line SX Motor, Bosch CompactTube Akku, Carbonrahmen, bis zu 128 kg Tragelast, 16,8 kg Gewicht.

Kaufentscheidung: Was ist wichtig?

Bei Ihrer Kaufentscheidung wird neben dem Budget, das Sie in die Hand nehmen möchten, auch das jeweilige Nutzungsszenario eine große Rolle spielen. Wenn Sie das Fahrrad innerhalb der Stadt zum Pendeln nutzen, wird die mögliche Reichweite insgesamt eine kleinere Rolle spielen. Auch die Gegebenheiten bei Ihnen zu Hause dürften eine Rolle bei der Kaufentscheidung spielen. Wer sein Fahrrad im Keller oder vielleicht sogar in der eigenen Wohnung in einem höher gelegenen Stockwerk lagert, ist mit einem leichten E-Bike gut beraten.

Diese Modelle haben auch beim Fahren ohne Motorunterstützung die Nase vorn, weil sie in der Regel weniger Kraftanstrengung erfordern.

Leichte E-Bikes bis 20 Kilo: Gewichtige Fakten

Unsere Testräder sind 15 bis 20 Kilogramm schwer. Auch das ist nicht wenig, aber für viele Menschen noch wortwörtlich tragbar, sofern das Gewicht nicht mehrmals täglich gestemmt werden muss.

Wichtig sind aber auch die zulässigen Gesamtgewichte: Sie geben an, wie viel aufs Rad darf: E-Bike, Fahrer inkl. Bekleidung und ggfs. Rucksack und/oder Gepäck müssen unter diesem Richtwert liegen, will man das Rad nicht überlasten. Beispiel: Sie wiegen mit Bekleidung 80 Kilogramm, nehmen 15 Kilo Gepäck mit, und das Rad selbst wiegt 20 Kilogramm. Dann muss das Rad mindestens diese Summe, also ein zulässiges Gesamtgewicht von 115 Kilo, aufweisen.

Sie sehen schon: Bereits eine Gewichtsgrenze von 120 Kilo kann für viele Nutzer knapp werden. Mit den 140 Kilo von Bzen, Tenways und Stevens sind jedenfalls wohl die meisten auf der sicheren Seite. Doch natürlich sind es nicht nur die Kilos: Wichtig ist auch die Frage: Gibt es eine Stelle am Rahmen, an der das Rad gut zu tragen und gleichzeitig ausbalanciert ist, sodass ich es gut tragen kann? Für wen die Kellertreppe wichtig ist, der sollte durchaus bei der Probefahrt auch einen Tragetest machen.

E-Tourenräder: Weniger Gewicht kostet

Einsparen von Gewicht bei gleicher Funktion kostet Geld. Das lässt sich bei Carbonrahmen bestens sehen: Carbon ist aufwendiger herzustellen und zu verarbeiten als Aluminium. Rahmen können hiermit ein bis zwei Kilogramm leichter gemacht werden (je nach Rad-Typ). Wer wie unser Canyon Grizl nicht auf hochwertige und vollwertige Ausstattung verzichtet, muss, um leicht zu bleiben, auf Carbon setzen. Auch für die Komponenten gilt das. So lenkt man das BZEN als einziges mit einer Vollcarbon-Gabel - und bringt damit insgesamt nur 15,4 Kilogramm auf die Waage.

Allerdings resultiert dieser Wert auch aus dem weitgehenden Fehlen der Straßenausstattung. Doch wie macht das Tenways das? Zunächst fehlen hier Schaltung und Gepäckträger, dann wurde auf nicht zu teure, aber dabei noch leichte Komponenten geachtet. Der günstige Preis ist ein komplexes Konglomerat aus vielen Faktoren. Eine Montage in Deutschland wie etwa bei Riese und Müller schlägt deutlich höher zu Buche als in Fernost. Unterschiede gibt es aber immer auch in der Lackierung oder der Kabelverlegung - auch die Materialausführung und die Arbeitszeit, die man in so etwas investiert, ist ein ernstzunehmender Kostenfaktor.

Neue E-Bike-Motoren bauen kleiner

Der Bosch Performance Line SX ist recht neu im Angebot, wurde allerdings sehr schnell von den Fahrradherstellern angenommen. Unser Canyon Grzl:ON ist ein gutes Beispiel für diese Ausstattung. Dabei ist der SX-Motor eigentlich eine “Zwischengröße”: Er baut äußerlich sichtbar etwas größer als etwa der Fazua, hat aber in etwa das gleiche Drehmoment (55 zu 60 Nm) und Systemgewicht (etwa 5,2 Kilogramm zu 4,6 Kilogramm mit jeweils “kleinem” Akku). Mit den Heckmotoren lassen sich diese Systeme ohnehin schlecht vergleichen.

Nach wie vor gilt der Mittelmotor als die Königslösung unter den Antrieben. Wer etwa einen Fazua Ride in einem sportlich ausgerichteten Rad fährt, erkennt, warum: Diese Motoren harmonieren besonders angenehm mit dem Fahrer. Durch eine grundsätzlich andere Ansteuerung als etwa Motoren für die City oder Lastenräder haben diese Antriebe den Vorteil, in Trittfrequenzen über 65, also dann, wann es für den sportlichen Fahrer angenehm wird - und übrigens grundsätzlich auch noch gesünder - gefühlt sehr natürliche Unterstützung anzubieten.

Trotz dieser Fakten überwiegen in diesem Test die Heckmotoren: Sie haben von der Funktion her aufgeholt - wie man gut am neuen Mahle-X30-Antrieb feststellen kann. Er arbeitet mit drei Sensoren und kommt in mancher Hinsicht Mittelmotor-Feeling nah und ist leiser. Geringe Größe und Gewicht sowie die optische Ähnlichkeit zur Nabenschaltung sind weitere Vorteile.

Die Passende Reichweite Für E-Bikes Bis 20 Kilo

Natürlich ist auch bei unseren Low Power Assist-Rädern die Reichweite von vielen Faktoren wie dem Terrain, der Unterstützungsstufe, der Temperatur und nicht zuletzt den Vorlieben des Fahrers beim Pedalieren abhängig. Doch kleine Motoren haben tendenziell nicht nur weniger Leistung, sie verbrauchen dabei auch weniger. So sind also etwa mit dem neuen Bosch-Motor SX 70 auch 70-Kilometer-Strecken möglich, wenn ein Fahrer im smarten Modus fährt und etwa eine Trittfrequenz von 75 einhält. Etwa Gleiches gilt für den ebenfalls effizienten Fazua-Antrieb (430 Wattstunden-Akku).

Die Heckmotoren sind meist nicht deutlich weniger effizient; hier wirken sich allerdings Steigungen häufig negativer aus, da Getriebe-Heckmotoren wie in unserem Test sich am Berg schwerer tun. Die unten angegebenen Entfernungen für die einzelnen Räder sind daher wie immer nur als Richtwerte anzusehen. Wichtig ist allgemein für den Nutzer zu klären: Wie wichtig ist mir Gewichtsersparnis? Kann ich auf ein paar Kilometer Reichweite verzichten, wenn ich dafür ein E-Bike bekomme, das sich annähernd wie ein Bio-Bike händeln lässt, aber eben ein E-Bike ist? Laden ist bei vielen Low Power Assist-Rädern wie auch dem Ampler, Canyon, Bzen und Stevens übrigens Keller-Sache: Nur beim Tenways und beim Riese und Müller lässt sich der Akku entnehmen.

Leichte E-Bikes: Eine Übersicht

Die folgende Tabelle zeigt eine Auswahl leichter E-Bikes und ihre wichtigsten Eigenschaften:

Modell Gewicht Motor Akku-Kapazität Besonderheiten
Simplon Silkcarbon TQ 16,5 - 18,7 kg TQ HPR 50 360 Wh Carbonrahmen, leises Antriebssystem
Canyon Pathlite SL 6 ca. 21 kg Bosch Performance Line SX 400 Wh Aluminiumrahmen, hohe Belastbarkeit
Sushi Maki 3.0 16 kg 24 V / 200 W Nabenmotor 230,4 Wh Minimalistisches Design, ideal für die Stadt
Stevens E-Strada 8.3.4 FEQ 13,8 kg Mahle X20 Heckmotor 236 Wh Carbonrahmen und -gabel, Performance-orientiert
KTM Macina Cross SX Elite 16,8 kg Bosch Performance Line SX k.A. Carbonrahmen, sportlich ambitioniert
Fiido Air 14 kg Mivice M070 Motor 208 Wh Carbon-Rahmen, Riemenantrieb
Engwe Mapfour N1 Air ST 16,4 kg 40 Nm Motor k.A. Carbonrahmen, GPS-Tracking
Fiido C21 18 kg Heckmotor k.A. Minimalistische Optik

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