Die Shimano Ultegra Di2 erfreut sich großer Beliebtheit und ist im Segment der elektronischen Schaltungen angesiedelt. Dieser Artikel beleuchtet die Shimano Ultegra Di2 Schaltgruppe im Detail. Hierbei werden wir aufzeigen, wie sich die Gruppe im Vergleich zu anderen Top-Gruppen Shimano Dura-Ace und Ultegra schlägt - aber auch im Vergleich zum Hauptkonkurrenten von SRAM.
Erster Eindruck und Ergonomie
Die Hebel liegen angenehm in der Hand, die Ergonomie ist identisch, ebenso die Größe der Schalttasten, die auch gut mit Winterhandschuhen zu bedienen sind. Die Ergonomie der Hebel ist noch etwas besser als bei der alten Dura-Ace, große Hände haben mehr Platz, die höheren Hörnchen bieten mehr Möglichkeiten zu greifen. Die größeren Schalttasten mit definierterem Feedback sind ebenfalls ein Schritt nach vorn.
Schaltverhalten
Die Gänge wechseln knackig und präzise, auch wenn der 105 Di2-Umwerfer für den Kettenblattwechsel einen Wimpernschlag länger benötigt als die Pendants von Dura-Ace und Ultegra. Gegenüber mechanischen Antrieben sind die elektronischen Gangwechsel eine Offenbarung - vor allem unter Vollast. Das Schaltverhalten ist Di2-typisch selbst unter Last eine Wucht. Kettenklemmer, Schleifen oder Rasseln lassen sich selbst mit wildesten Manövern nicht provozieren. Auch über die Ritzel am Hinterrad läuft die Kette gewohnt geschmeidig.
Bremsleistung
Auch die Bremsen überzeugen mit geringer Handkraft und guter Dosierbarkeit. Die Bremsen sind gewohnt bissig, nur bei hohen Bremskräften wirken die teureren Versionen etwas besser. Die Bremsen verzögern mit geringer Handkraft, sehr gut dosierbar und auf Wunsch kraftvoll - quietschen bei Nässe allerdings gerne empört.
Material und Gewicht
Die 105 setzt auf andere Materialien, was sich auch im Gewicht niederschlägt: mehr Alu und Stahl, weniger Carbon und Titan. Der Unterschied zur Shimano Ultegra Di2 ist erstaunlich gering. Weniger als 200 Gramm liegen zwischen unseren Testgruppen, das ist weniger Abstand als bei bisherigen Generationen. Zum Vergleich: Die Dura-Ace ist gut 300 Gramm leichter als die Ultegra. Und die Rival eTap AXS von SRAM muss mit gut 150 Gramm Mehrgewicht im Vergleich zur neuen 105 einen weiteren Punktabzug im Duell der günstigen Elektroschaltungen hinnehmen.
Details und Unterschiede zu anderen Gruppen
Die STIs der 105 Di2 verzichten auf die zusätzlichen Schalttasten auf den Höckern der Hebel, mit denen man bei Dura-Ace und Ultegra schalten, aber auch den Radcomputer bedienen kann. Die versteckten Knöpfe auf den Griffhöckern, die man bei Dura-Ace und Ultegra mit beliebigen Funktionen von Schaltbefehlen bis hin zur Bedienung des Radcomputers belegen kann, fehlen der 105.
Haltbarkeit und Verschleiß
Vom Umwerferdefekt abgesehen, gefiel Shimanos 105 Di2 mit guter Haltbarkeit: Nach 6000 Testkilometern war beispielsweise die Kette noch nicht verschlissen - das ROADBIKE-Werkstattpersonal prüfte mehrfach und konnte es selbst kaum glauben. Auch die Bremsbeläge sind noch in Ordnung, selbst wenn ein Tausch näher rückt. Ich habe den Antrieb nach jeder Regenfahrt gesäubert - der geringe Verschleiß überrascht mich trotzdem positiv.
Konfigurationsmöglichkeiten
Die Konfigurationsmöglichkeiten bei der neuen 105 sind radikal gestrafft: So gibt es nur noch ein Schaltwerk, das alle Übersetzungen bedient. Das macht die Sache deutlich übersichtlicher. Es gibt mit 50/34 und 52/36 noch zwei Kurbeloptionen sowie zwei Kassetten mit den Abstufungen 11-34 und 11-36.
Vergleich mit SRAM Rival eTap AXS
Im Vergleich hat die Shimano 105 Di2 in den meisten Disziplinen die Nase vorn. Gegenüber der Rival eTap AXS von SRAM punktet Shimano auch hier: Weil die Signale in der Di2-Umgebung schneller verarbeitet werden, reagiert das Schaltwerk gefühlt verzögerungsfrei auf den Knopfdruck. SRAMs Übertragungsprotokoll benötigt einen Sekundenbruchteil Bedenkzeit.
Preis-Leistungs-Verhältnis
Wer auf klangvollere Gruppennamen und einige technische Details verzichten kann, zudem das überschaubare Mehrgewicht verkraftet, schaltet und bremst sehr gut mit Shimanos 105 Di2. Und das zu einem vergleichsweise fairen Preis. Je nach Konfiguration soll die Gruppe rund 1500 Euro kosten, zirka 600 Euro weniger als die Ultegra. Die günstigsten Kompletträder mit der 105 liegen bei etwas mehr als 3000 Euro. Wettbewerber SRAM ist mit der Rival eTap AXS derzeit zwar minimal günstiger, doch die überzeugende Funktion der Shimano 105 Di2 erscheint uns den Aufpreis wert.
Shimano Dura-Ace Di2 9200 und Ultegra Di2 8100
Die Shimano Dura-Ace Di2 und Ultegra Di2 sind ebenfalls hervorzuheben. Die Dura-Ace ist das Top-Modell von Shimano und bietet kompromisslose Performance. Die Ultegra bietet viele der gleichen Technologien zu einem günstigeren Preis.
Tabelle: Gewicht der Shimano 105 Di2 im Vergleich
| Komponente | Gewicht (g) |
|---|---|
| Shimano 105 Di2 | [Gewicht] |
| Shimano Ultegra Di2 | [Gewicht] |
| SRAM Rival eTap AXS | [Gewicht] |
Tabelle: Schaltzeiten im Vergleich
| Schaltgruppe | Schaltzeit (Sekunden) |
|---|---|
| Shimano Dura-Ace Di2 | [Schaltzeit] |
| Shimano Ultegra Di2 | [Schaltzeit] |
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