Um der Steifigkeit der HOLLOWTECH II Kurbelgarnitur Rechnung zu tragen, gibt es keine bessere Option als die leichten PD-R8000-Pedale. Deren Körper aus Carbon-Verbundmaterial und extrabreite Plattform ermöglichen Ihnen die Übertragung der erforderlichen Kraft. Alles, was Sie brauchen, um Ihr Fahrrad perfekt auf Sie abzustimmen: Shimano Ultegra Pedale SPD-SL PD-R8000.
SPD-SL Technologie
Ursprünglich entwickelt für die Anforderungen des Pro-Tour-Bereiches in Sachen Kraft und Ausdauer wurde die SPD-SL-Technologie bei sehr vielen Anwendern beliebt - von Wettkampffahrern jedes Niveaus bis zu Sport-, Vereins- und Freizeitfahrern. SPD-SL ist ein Pedal-/Schuhsystem für Rennräder, das von Shimano konsequent unter dem Gesichtspunkt optimaler Kraftumsetzung entwickelt worden ist.
Der Markt für Rennradpedale
Der Markt für Rennradpedale ist überschaubar. Marktführer ist Look. Eine Kunststoffplatte mit Drei-Loch-Bohrung kommt unter den Schuh. Zum Einstieg wird die Platte mit der Spitze ins Pedal eingefädelt, durch Absenken der Ferse wird die Platte mit einer schwenkbaren Klappe am Pedal verriegelt. Über die meist einstellbare Federspannung dieser Klappe wird die Kraft bestimmt, die zum Ausstieg notwendig ist (Angabe in Newtonmeter in der Tabelle). Es gibt starre Platten und solche, die der Ferse etwas seitliche Bewegungsfreiheit geben. Etliche Firmen bauen Pedale, die mit den Pedalplatten von Look kompatibel sind.
Shimano vs. Look
Shimano verwendet eine ähnlich aussehende Kunststoffplatte, die auf den drei identischen Löchern befestigt wird, ansonsten aber nicht mit Look kompatibel ist. Mit der Platte der Japaner lässt es sich besser gehen, sie ist in einem weiteren Bereich verstellbar, die Schrauben sind besser und sie hält länger. Und der Stand auf dem Pedal ist weniger kippelig als bei Look. Dafür drehen sich die Shimano-Platten zäher auf dem Pedal.
Speedplay Pedale
Perfekte, im Winkel einstellbare Drehfreiheit ist die Domäne der Speedplay-Pedale aus den USA. Aus biomechanischer Sicht ist das top, und das sind auch alle weiteren Details. Der Verschlussmechanismus ist in die Pedalplatte integriert, der Fuß steht sehr dicht über der Pedalachse - bei Schuhen, die serienmäßig die spezielle Vier-Loch-Bohrung für Speedplay-Platten aufweisen, sind es nur neun Millimeter. Allerdings sind solche Schuhe rar, es gibt sie zum Beispiel von Bont; Northwave verwendet eine 0,5 Millimeter dünne Adapterplatte. Der Adapter zur Anpassung an die gekrümmten Sohlen nach Look-Standard trägt drei Millimeter auf. Auch damit steht der Fuß immer noch dichter über der Pedalachse als bei Look & Co. (15-18 Millimeter). Speedplay-Pedale gibt’s mit verschieden langen Achsen aus Stahl, Edelstahl oder Titan, und mit Ausgleichsplatten für den Fall, dass linkes und rechtes Bein unterschiedlich lang sind. Bike-Fitter lieben daher Speedplay.
Weitere Testmuster
Unter unseren zwölf Testmustern fällt das billige Contec Roadster negativ auf, die Achse dreht sich schwer, rastet und eiert. Das veranlasste uns herauszufinden, wie viel Tretleistung solch ein Pedal eigentlich „schluckt“. Im Labor ermitteln wir Verluste in Höhe von 0,15 Prozent der Tretleistung. Das ist mehr als zehnmal so viel wie bei den Klassenbesten, aber weniger als befürchtet. Auch das günstige Btwin 500 reibt mehr als nötig, weil das Hauptlager nur ein Gleitlager ist; ein winziges Kugellager nimmt hauptsächlich axiale Kräfte auf. Davon abgesehen, funktionieren die günstigen Pedale nicht schlechter als sechsmal teurere.
Testsieger
Den Testsieg holt sich Speedplay mit dem minimalistischen, aber sündhaft teuren Modell Pavé (ca. 500 Euro) mit Titanachse; letztlich ist die Funktion bei allen Speedplay-Zero-Modellen aber identisch. Nur Einsteigern würden wir nicht unbedingt dazu raten, mit Speedplay zu beginnen. Das System braucht etwas Hinwendung und ist nicht ideal für erste Klick-Erfahrungen. Bei den Dreiloch-Platten-Systemen liegt Shimano aufgrund der Verfeinerungen rund um die Platte in der Funktion vorne. Look hält vor allem mit günstigen Preisen, tollem Finish und feinen Lagern dagegen.
Ein Tipp am Rande: Wer öfter mit Radschuhen laufen will, sollte sich bei Mountainbike-Pedalen umsehen. In Verbindung mit einem Cross-Country-Schuh mit steifer Sohle ist das gehfreundlich und dennoch einwandfrei rennradtauglich.
Die Pedale im Test
- Speedplay Aero Stainless: Wettkampf-Pedal mit Golfball-Design. Nur einseitig betretbar
- Speedplay Zero Pavé Titan Testsieger: Einstellbare Drehfreiheit, minimale Bauhöhe, leicht
- Speedplay Zero CrMo: Klassiker. Hier mit CrMo-Achse.
- Shimano Dura-Ace PD-R 9100: Bestes Pedal mit Drei-Loch-Platte, ausgewogen, weiter Einstellbereich
- Shimano Ultegra PD-R 8000: Gut in der Funktion, die Lagerung ist schlechter als beim Top-Modell
- Shimano PD-R540: Günstig und gut, brauchbare Lager, weiter Einstellbereich
- Kéo Blade Carbon: Blattfeder-Verschluss. Rastet sehr knackig ein. Sehr gute Lagerung
- Kéo 2max: Guter Einstellbereich, gute Lagerung. Verschleißzone aus Edelstahl
- Kéo Classic 3 (Preis-Leistungs-Tipp): Gut und günstig. Top-Lager, weich einstellbar. Ideal für Einsteiger
- Ritchey Echelon Carbon: Leicht und flach, aber Platte höher als Kéo. Hoher Auslösewiderstand
- BTWIN Road Auto 500: Unter Last stark reibendes Gleitlager; funktioniert ansonsten tadellos
- Contec Roadster: Sehr minderwertige und eiernde Lagerung.
Klick - ein Geräusch, das dazugehört
Klick - ein Geräusch, das zum Rennradfahren dazugehört wie der Fahrtwind und der eigene Atem. Vor Pausen, an Ampeln und Kreuzungen - klick. Der Fuß wird aus dem Pedalsystem herausbewegt, er ist „frei“ - und beim Losfahren bewegt er sich wieder zurück in das System. Die Auswahl an Rennrad-Pedalen ist groß - je nach Hersteller und jeweiligem System unterscheiden sie sich hinsichtlich ihrer Auflagefläche, ihrer Auslösehärte und dem „Float“, der Bewegungsfreiheit, die sie trotz einer festen Verbindung ermöglichen - dies kann etwa bei Knieproblemen dabei helfen, eine „natürlichere“ Bewegung zu ermöglichen. Auch wer an seinem Rennrad Gewicht einsparen möchte, kann dies unter anderem mit der richtigen Pedalwahl tun.
Für Offroad-Pedale gelten ähnliche, aber auch einige andere Parameter als für die klassischen Straßenmodelle. Im Alltag ist das ein Vorteil: an der Ampel, in einer überraschenden Situation im Stadtverkehr. Und im Gelände, wenn man das Gleichgewicht bei niedrigem Tempo verliert und den Stand mit einem Fuß auf dem Boden stabilisieren muss. Viele Rennrad-Neulinge beginnen auch auf der Straße oftmals mit Offroad-„Klickies“.
Denn gerade auf Einsteiger können die oftmals sehr starre Verbindung, die teils hohe Auslösehärte und der damit verbundene Kraft- und Technikaufwand beim Ausklicken aus Rennrad-Klicksystemen abschreckend wirken. Viele wechseln erst nach einer Eingewöhnungsphase zum klassischem Rennrad-Drei-Loch-Klicksystem, das in der Regel eine festere Verbindung, weniger Bewegungsspielraum, eine größere Auflagefläche und damit meist eine effizientere Kraftübertragung bietet.
Q-Faktor und Pedale
Der Q-Faktor beschreibt den Abstand zwischen den beiden Montagepunkten der Pedale. Weil die Hersteller unterschiedlich breite Tretlager und gekröpfte Kurbeln produzieren, gibt es unterschiedliche Abstände. Nicht alle Fahrer kommen mit allen Abständen gleich gut zurecht. Ist er zu groß, kann dies bei manchen zu Knieproblemen führen. Pedal-Fabrikate mit kurzen Achsen sollen diese Unterschiede ausgleichen können. Daher ist der Q-Faktor auch bei den Pedalen relevant. Meist liegen die Unterschiede bei nur wenigen Millimetern.
Denn da auch die Schuhe selbst eine gewisse Breite haben, muss die Pedalachse zudem, natürlich, immer breit genug sein, um ein Schleifen des Schuhs an der Kurbel zu vermeiden. Aber auch durch eine andere Montage der Pedalplatten, auch „Cleats“ genannt, lässt sich der Q-Faktor anpassen. Lösen kann man das Problem über zwei verschiedene Wege. Manche Pedalplatten wie etwa jene von Wahoo, Look oder Shimano kann man auch einfach seitlich verschieben.
Generell gilt: Je mehr sich der Druckpunkt der Pedalachse annähert, desto besser, ergo effizienter ist die Kraftübertragung. Eine geringe Bauhöhe des Pedals gilt demnach als vorteilhaft, ebenso wie eine möglichst dünne Sohle. Allerdings: Es handelt sich hier um einen Spielraum von wenigen Millimetern. Um genügend Druck auf das Pedal zu bringen, empfiehlt sich eine große Auflagefläche. Hier ist das Zusammenspiel von Pedal und Schuhplatte von Bedeutung.
Für die Wahoo-Speedplay-Pedale gilt: Die Auftrittsfläche ist deutlich größer, als es das Pedal vermuten lässt. Pedal und Schuh werden bei allen Systemen über ein mechanisches System zusammengehalten. Eine Ausnahme bilden hier die Pedale von Magped. Statt eines Feder-Haken-Systems fungieren hier ein Magnet im Pedal und eine Metallplatte im Cleat als verbindende Elemente. Im günstigsten Fall schnappen Pedal und Schuh einfach zusammen. Zum Ausklicken ist kein Drehen des Fußes erforderlich. Man zieht ihn einfach nach oben. Das kann gerade für Einsteiger sehr beruhigend sein.
Magped kategorisiert seine Pedale selbst in den Bereich Tourenfahren ohne zu harte Antritte. Dies deckt sich mit dem Eindruck unserer Tester, denn bei zu starkem Beschleunigen - bei Sprints oder teils im Wiegetritt - löst das Pedal oftmals von selbst aus.
Historischer Kontext
Bereits im 19. Jahrhundert wurde mit Systemverbindungen experimentiert. Die ersten kommerziellen Versuche machte dann Cinelli Anfang der 1970er-Jahre mit dem Systempedal M71. Das noch in der heutigen Form bekannte Look-Pedal kam 1984 auf den Markt. Neben der klassischen Spiralfeder kommen heutzutage auch gespannte Carbon-Platten zum Einsatz. Das vor wenigen Jahren von Wahoo übernommene Speedplay-System integriert seinen Mechanismus ins Cleat. Auch die deutschen Sportartikelhersteller Adidas und Puma entwickelten einst eigene Pedalsysteme.
Doch unser Test zeigt: Auch andere Hersteller bieten in allen Preisklassen sehr überzeugendes Material. Die ausführlichen Testberichte der Rennrad- und Gravel-Pedale lesen Sie in der RennRad 8/2023.
Dieser Artikel wurde am 19. Juli 2023 veröffentlicht.
Shimano-Pedale im Vergleich (2025)
Die besten Shimano-Pedale: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.
Die besten Shimano-Pedale: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.
Tabelle: Shimano-Pedale im Vergleich
| Position | Modell | Preis | Farbe | Standard-Gewinde | Lieferzeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Platz 1 | Shimano DEORE XT PD-T8000 | ca. 78 € | Schwarz | Ja | Lieferbar in wenigen Tagen |
| Platz 2 | Shimano XT PD-M8120 | ca. 84 € | Schwarz | Ja | Sofort lieferbar |
| Platz 3 | Shimano PD-R550 Road | ca. 62 € | Schwarz | Ja | Lieferzeit prüfen |
| Platz 4 | Shimano PD-EH500 | ca. 45 € | Silber | Ja | Sofort lieferbar |
| Platz 5 | Shimano E-PDM540L | ca. 54 € | Schwarz | Ja | Lieferzeit prüfen |
| Platz 6 | Shimano PD-GR500 | ca. 52 € | Schwarz | Ja | Sofort lieferbar |
| Platz 7 | Shimano PD-R8000 | ca. 112 € | Schwarz | Ja | Lieferbar in wenigen Tagen |
| Platz 9 | Shimano PD-RS500 | ca. 42 € | Schwarz | Ja | Lieferzeit prüfen |
| Platz 11 | Shimano PD-GR400 | ca. 49 € | Schwarz | Ja | Sofort lieferbar |
Shimano-Pedale-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt aus dem obigen Shimano-Pedale Test oder Vergleich
Zusammenfassung: Die besten Shimano-Pedale in aller Kürze.
Unsere Produktvergleiche sind:
- Immer aktuell: Spätestens nach 120 Tagen aktualisieren wir jede Rubrik mit neuen Produkten und recherchieren Entwicklungen in den Bestenlisten. Dadurch sind unsere Empfehlungen jederzeit aktuell.
- Neutral und unabhängig: Unsere Tests und Vergleiche sind objektiv und faktenbasiert. Hersteller haben keinen Einfluss auf die Bewertung. Wir sorgen für mehr Transparenz auf dem Markt und fördern so die Produktqualität.
- Anspruchsvoll: In unseren Tests & Vergleichstabellen nehmen wir nur Produkte auf, die unsere Mindeststandards erfüllen können. So stellen wir sicher, dass Sie aus einer großen Auswahl genau das richtige Produkt für Ihre Anforderungen finden.
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