Shimano ist ein weltweit führender Hersteller von Umwerfern für Gangschaltungen. Je nach Leistungskategorie und Schaltserie werden unterschiedliche Typen dieser Vorrichtungen hergestellt. Die Schaltung erfolgt in den Kategorien E-Bikes und City-Bikes überwiegend mit einer Nabenschaltung, sodass kein Umwerfer notwendig ist. Günstige Modelle für Trekkingräder bietet die Serie Tourney.
Einige Shimano-Umwerfer sind sowohl für Trekkingräder als auch für Mountainbikes geeignet. Für Mountainbiker im unteren Leistungsbereich finden sich die Serien Altus, Acera und Alivio. Ein Blick auf die Mittelkategorien Deore XT und SLX ist vor dem Kauf lohnenswert, da die Preise nur schwach von der niedrigeren Sparte abweichen. Gerade Deore XT zählt seit über 30 Jahren zu den robusten Klassikern des Herstellers. Die Reihe XTR bietet Top-Performern verlässliche Schalttechnologie.
Die Tourney-Serie ist auch im Rennradsegment eine Option in der niedrigsten Preiskategorie. Ergänzt wird sie durch die Ausführungen Tiagra, Sora, Claris. Für Retroradler bietet die Serie 105 klassische Umwerfer aus Stahl oder Aluminium. Ultegra ist ein verlässlicher Partner und sollte den Schaltfluss deutlich erhöhen, ohne das Budget zu sehr anzuheben.
Mit seiner Synchro-Shift-Serie ist Shimano auf dem aktuellsten Stand der elektronischen Schalttechnik. Die mechanische Zugschaltung wird hier durch ein Kabel ersetzt, welches das Schaltsignal vom Hebel zum Umwerfer leitet. Mittels der Nachtrimmfunktion kommuniziert der Umwerfer mit dem Schaltwerk. Auf diese Weise werden Schleifgeräusche und der damit einhergehende Materialverschleiß vermieden.
Wie bei anderen Umwerfen auch, ist die Kompatibilität des Umwerfers mit den restlichen Komponenten der Schaltgruppe entscheidend für eine geschmeidige Führung der Kette auf das nächstliegende Kettenblatt. Die Umwerfer von Shimano sind in der Regel 2-fach oder 3-fach kompatibel. Sie sind auf zwei, beziehungsweise drei Kettenblätter ausgerichtet. Damit der Umwerfer beim Schalten nicht strapaziert wird, stellt der Hersteller passende Modelle für 7- bis 11-fach Fahrradkassetten zur Auswahl.
Daraus ergibt sich beispielsweise eine 3x8- oder eine 3x10-Kombination. Fehlerfreies Schalten ist bei korrekter Einstellung mit allen Umwerfern von Shimano gewährleistet. Die mittleren Serien Deore DX und Ultegra haben ein besonders positives Preis-Leistungs-Verhältnis. Für leistungsfähige Trekkingräder können Modelle aus dem Rennrad- und Mountainbike-Bereich ausgewählt werden.
Shimano Rennrad Schaltgruppen im Überblick
Wer ein neues Rennrad kauft, muss neben dem Fahrrad selbst auch eine Schaltgruppe auswählen, die das gute Stück zieren darf. Und die Auswahl an verschiedenen Arten von Shimano Schaltgruppen für Rennräder ist riesig; die Shimano Tiagra-, Shimano 105- und Shimano Ultegra-Gruppe sind nur einige Beispiele. Aber wie gut sind all diese Shimano Schaltgruppen und was sind die Unterschiede zwischen den Shimano Gruppen? Zunächst ist es hilfreich zu wissen, welche Teile deines Rennrads eigentlich Teil einer Schaltgruppe sind. Das ist nicht so kompliziert.
Dies sind natürlich in erster Linie die Schalthebel und deine Umwerfer. Alles, was zum Antrieb deines Rennrads gehört, ist in der Schaltgruppe enthalten. Und schlussendlich gehören auch deine Bremsen zur Gruppe. Aber überraschenderweise gehören Scheibenbremsen an Disc-Rennrädern nicht zur Gruppe selbst. Bei den Herstellern der Gruppen werden glücklicherweise die gleichen Namen ziemlich konsequent für die eigenen Schaltgruppen verwendet. Dieses BMC Bike mit der Shimano Dura Ace Di2 12-fach-Schaltgruppe ist eines der echten Top-Modelle.
Viele Leute denken, dass wirklich nur das allerbeste gut genug für sie ist. Wer jetzt mit der preiswertesten Gruppe von Shimano fährt, fährt sozusagen mit einer Qualität, die mit der der Profis vor 10 oder 15 Jahren vergleichbar ist. Es ist ein Missverständnis zu glauben, dass du mit der billigsten Schaltgruppe keine Qualität erhältst. Der Unterschied liegt hauptsächlich in der Qualität der verwendeten Materialien und dem Gewicht der Schaltgruppe.
Einsteiger-Schaltgruppen
Die Shimano Tourney-Gruppe ist eine ideale Schaltgruppe für die ersten Kilometer. Laut Shimano ist diese Schaltgruppe ideal für sportliche Fahrten oder den Einsatz in der Stadt. Shimano Claris ist die erste echte Schaltgruppe für Rennräder. Rennräder mit einer Shimano Claris-Schaltgruppe sind sehr gut für Einsteiger geeignet. Die Shimano Claris-Gruppe ist bei den Einsteigerrennrädern häufig zu sehen. Und das macht Sinn. Es ist eine relativ preiswerte Gruppe, die dennoch sehr langlebig und gut schaltbar ist.
Die Shimano Sora-Gruppe ist die letzte der Einsteiger-Schaltgruppen. Dank dem 9-Gang Dreifach- oder Zweifachschaltwerk kannst du dich für einen sehr großen Schaltbereich entscheiden.
Schaltgruppen für Erfahrene
Mit der Shimano Tiagra-Gruppe kommst du zu den Schaltgruppen für die erfahreneren Rennradfahrer. Du kannst hier eine größere Kassette mit bis zu 10 Kränzen montieren. Du siehst Shimano Tiagra viel auf den teureren Rennrädern des mittleren Segments. Dies ist auch die letzte Schaltgruppe, in der du noch die Auswahl zwischen einem Zweifach- oder Dreifachschaltwerk hast, sodass du entweder 20 oder 30 Gänge haben kannst.
Die Shimano 105-Gruppe ist die beliebteste Schaltgruppe von Shimano. Eine Shimano 105-Gruppe kann hinten 11 Kränze haben und vorne bekommt man zwei Kettenblätter. Also insgesamt 22 Gänge. Darüber hinaus wurde die Shimano 105-Gruppe 2018 umfassend überarbeitet. Jetzt kannst du dich auch für hydraulische Scheibenbremsen entscheiden.
Professionelle Schaltgruppen
Mit der Shimano Ultegra-Schaltgruppe erhältst du eine echt professionelle Schaltgruppe für dein Rennrad. Alles ist aus leichten und sehr langlebigen Materialien gefertigt. Das Schalten funktioniert wie es sich gehört, leise und praktisch reibungslos. Hier kannst du auch kein Dreifachschaltwerk mehr nehmen. Natürlich gibt es bei Shimano Ultegra auch eine Variante mit hydraulischen Scheibenbremsen.
Eine sehr schöne Option ist, dass du dich ab Ultegra für eine Gruppe mit elektronischer Schaltung entscheiden kannst. Dies hat den Vorteil, dass du dich nie wieder mit einer schleifenden Kette rumschlagen musst. Mit einer Ultegra Di2-Gruppe kannst du elektronisch schalten. Das elektronische Schalten mit einer Shimano Ultegra Di2 11-fach-Schaltgruppe ist nicht kabellos. Du musst also immer noch kleine elektronische Kabel durch deinen Fahrradrahmen verlegen. Natürlich benötigst du auch einen Ultegra-Akku, um die ganze Elektronik mit Strom zu versorgen.
Shimano Dura Ace ist die beste Schaltgruppe von Shimano. Hier bekommst du wirklich das Beste vom Besten. Die gesamte Dura Ace-Gruppe ist so optimiert, dass du wirklich jedes bisschen Kraft, das du in sie steckst, in Geschwindigkeit umwandelst. Und natürlich ist die Schaltung sehr präzise und super zuverlässig. Entscheidest du dich für die Version mit hydraulischen Scheibenbremsen? Hole dir dann auch sofort die Dura Ace-Bremsscheiben.
Möchtest du noch ein bisschen besser schalten? Dann ist Shimano Dura Ace Di2 11-fach die elektronische Version, die du brauchst. Wenn die normale Dura Ace noch nicht gut genug ist, kannst du dich auch für Shimano Dura Ace Di2 entscheiden. Der Vorteil ist, dass beim Schalten keine Probleme mehr entstehen durch ein ausgeleiertes Kabel.
Willst du dich bei Shimano Schaltkomponenten wirklich für das Beste vom Besten entscheiden? Dann solltest du die neuesten und fortschrittlichsten Ergänzungen der Shimano-Gruppen wählen: Die Shimano 12-fach Ultegra R8100 Di2 und die Shimano 12-fach Dura Ace R9200 Di2! Abgesehen davon, dass es sich bei diesen Schaltgruppen um 12-fach-Gruppen handelt und nicht, wie bei ihren Vorgängern, um 11-fach-Gruppen, wurden die Schaltgeschwindigkeit und die Qualität der Ultegra und Dura Ace Di2 12-fach erheblich verbessert. Daher bieten diese Gruppen ein unvergleichliches Schalterlebnis bei jeder Belastung.
Kompatibilität von 3x10-Umwerfern mit 27-Gang-Schaltungen
Es ist möglich, einen 3x10-Umwerfer bei einer 27-Gang-Schaltung zu verwenden. Allerdings kann die Montage und Einstellung aufwändig sein. Der Raum für den Kettendurchlauf ist bei 10-fach-Systemen geringer als bei 9-fach-Systemen. Eine Anpassung der Kettenlinie kann erforderlich sein, beispielsweise durch die Platzierung von Reduzierstücken an der Schelle des Umwerfers.
Häufige Probleme und Lösungen
Ein schwergängiger Umwerfer kann verschiedene Ursachen haben. Mögliche Probleme und Lösungen sind:
- Schwergängigkeit des Bowdenzugsystems: Erneuern des Zugsystems, da altes Fett verharzen kann.
- Schwergängigkeit des Umwerfers selbst: Reinigen und Schmieren der Gelenke mit WD40.
- Zu große Kettenlinie: Anpassen der Kettenlinie durch Verschieben des Umwerfers.
- Schleifen der Kette am Umwerferkäfig: Anpassen der Umwerfereinstellung, da der Raum für den Kettendurchlauf bei 10-fach geringer ist.
Einige Nutzer haben positive Erfahrungen mit älteren Deore XT Umwerfern gemacht und diese sogar wieder eingebaut, da sie leicht, robust und zuverlässig sind.
Kann man ein 9-fach Schaltwerk durch ein 10-fach Schaltwerk ersetzen?
10-fach-MTB-Schaltwerke sind nicht kompatibel mit 7-9-fach-Systemen. Du kannst lediglich ein 10-fach-RR-Schaltwerk verwenden. Alternativ kannst Du aber nahezu alles an 8-9-fach-Schaltwerken aus dem Gebrauchtmarkt verwenden, was Dir in die Finger kommt. 7-fach mit Einschränkungen auch, die sind etwas schmaler gebaut und deswegen evtl.
Mechanische oder elektronische Schaltung?
Wie gerade erwähnt, sind derzeit drei Schaltsysteme auf dem Markt. Der grundlegende Unterschied zwischen diesen Systemen besteht in der Übertragung des Schaltimpulses an Schaltwerk und Umwerfer. Folgende drei Möglichkeiten bestehen:
- Mechanisch: über ein System von Schaltzügen
- Elektronisch: über Kabel oder Funk
- Hydraulisch: durch Hydraulikflüssigkeit in speziellen Hydraulikleitungen
Vor- und Nachteile mechanischer Rennradschaltungen:
- + Gewicht
- - Verschleiß der Züge
- + Leichte Reparatur unterwegs (z.B. bei gerissenen Zügen)
- - Schwergängig bei ungünstiger Verlegung der Züge
- + (relativ) preiswert
Die klassische Rennradschaltung wird mechanisch angesteuert. Durch einen Schalthebel wird der Schaltzug um eine definierte Strecke verkürzt und verlängert. Dies löst eine seitliche Bewegung von Schaltwerk oder Umwerfer aus, die Kette "wandert" entsprechend auf ein anderes Ritzel oder Kettenblatt.
Mechanische Schaltungen haben einige nicht wegzudiskutierende Vorzüge. Es handelt sich um die leichteste Form der Rennradschaltung auf dem Markt. Aufgrund ihres verhältnismäßig einfachen und leicht verständlichen Aufbaus lassen sie sich im Fall eines Defektes recht leicht mit Teilen reparieren, die in jedem Radladen zu bekommen sind. Auch der verhältnismäßig geringe Preis sollte als Argument für eine mechanische Schaltung angeführt werden.
Der Nachteil des Systems liegt im Verschleiß der Züge. Durch die vielen Schaltvorgänge werden die Schaltzüge in die Länge gezogen, wodurch ein gelegentliches Nachstellen der Schaltung unumgänglich ist. Nach einer gewissen Nutzungsdauer müssen die Züge, wie auch die Außenhüllen, schließlich ausgetauscht werden. Ein weiterer Nachteil ist erst in den vergangenen Jahren aufgetaucht, in denen immer mehr Hersteller ihre Rennradrahmen für die Nutzung von elektronischen Schaltungen optimiert haben. Um jedoch optimal funktionieren zu können, müssen die Schaltzüge mit möglichst wenigen Biegungen verlegt werden. An einigen aktuellen Modellen sind die Züge jedoch in relativ engen Bögen verlegt, wodurch die Schaltung schwergängiger wird und an Präzision verliert.
Vor- und Nachteile elektronischer Rennradschaltungen:
- + Stets optimale Funktion
- - Abhängigkeit von Stromquelle
- + Relativ unempfindlich gegen Schmutz
- - Reparatur unterwegs kaum möglich
- - Meist höheres Gewicht als mechanische Schaltungen
Relativ neu auf dem Markt ist die elektronische Schaltung. Wie etwas weiter oben bereits erwähnt, sind solche Schaltungen seit ungefähr zehn Jahren auf dem Markt. Hier wird durch die Betätigung des Schalthebels ein elektronischer Impuls abgegeben. Dieser Impuls wird per Funk oder über eine Kabelverbindung an Schaltwerk oder Umwerfer weitergeleitet. Dort sorgt dann ein kleiner Elektromotor für die entsprechende seitliche Bewegung, welche die Kette auf ein anderes Zahnrad springen lässt.
Ist eine elektronische Schaltung einmal eingestellt, so funktioniert sie stets optimal. Es ist kein Nachstellen und auch kein Wechsel der Züge mehr nötig. Insbesondere ist im Cross-Bereich die größere Unempfindlichkeit gegen Schmutz interessant. Weiterhin ermöglichen elektronische Schaltungen eine sehr cleane Optik der Rennräder. Sofern überhaupt Kabel verlegt werden müssen, können diese beliebig im Innern des Rahmens untergebracht werden.
Der offensichtlichste Nachteil elektronischer Schaltungen liegt darin, dass der Akku - je nach Hersteller - geladen werden muss. Jedoch sind die Schaltungen recht sparsam und eine Akkuladung reicht für viele Tausend Schaltvorgänge. In den meisten Fällen sollte das regelmäßige Aufladen somit reichen um keine bösen Überraschungen zu erleben. Problematisch wird es hingegen, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Die Reparatur einer elektronischen Schaltung „on the road“ ist kaum möglich.
Vor- und Nachteile hydraulischer Rennradschaltungen:
- + Stets optimale Funktion
- - Reparatur unterwegs kaum möglich
- + Tausch oder Nachstellen von Zügen nicht nötig
- - Höheres Gewicht als mechanische Schaltungen
- + Weniger anfällig, schwergängiger in der Funktion als mechanische Schaltungen
Bislang nur an wenigen Rennrädern zu finden, ist die hydraulische Schaltgruppe des spanischen Herstellers Rotor. Hier wird der „Befehl“ zum Schaltvorgang durch Hydraulikflüssigkeit weitergeleitet.
Diese Schaltung vereint gewissermaßen die Vorteile mechanischer und elektronischer Schaltungen. Ist die Schaltung einmal eingestellt, ist die optimale Funktion auf Dauer garantiert. Dabei besteht keine Abhängigkeit von Stromquellen. Weiterhin wird die Funktionalität der Schaltung durch das Verlegen der Hydraulikleitungen in engen Biegungen nicht beeinträchtigt (natürlich muss darauf geachtet werden, die Leitung nicht abzuknicken).
Die Nachteile sind ähnlich wie bei der elektronischen Schaltung. So ist die hydraulische Schaltung etwas schwerer als vergleichbare mechanische Ausführungen. Eine Reparatur, wenn etwa eine Hydraulikleitung beschädigt ist, lässt sich, aufgrund der geringen Verbreitung der Schaltung, kaum auf die Schnelle organisieren.
Felgenbremse oder Disc?
Auch in Sachen Bremsen hat es in den letzten Jahren interessante Entwicklungen am Rennrad gegeben. Lange Zeit war die (mechanische) Felgenbremse am Rennrad alternativlos. Seit ungefähr fünf Jahren werden immer mehr Rennräder mit (hydraulischen) Scheibenbremsen angeboten, sodass nun zwischen zwei Systemen mit ihren Vor- und Nachteilen gewählt werden kann:
- Felgenbremse
- Scheibenbremsen
Vor- und Nachteile von Felgenbremsen:
- + geringes Gewicht
- - Geringe Bremskraft bei nassen Verhältnissen
- + leichte Wartung
- - Verschleiß von Felgen
Vor- und Nachteile Scheibenbremsen:
- + hohe, zuverlässige Bremskraft bei allen Wetterverhältnissen
- - Schwerer als mechanische Felgenbremsen
- + kein Verschleiß der Felgen
- - Neigen unter nassen Bediengungen gelegentlich zum quietschen
- - Unterwegs kaum zu reparieren
Shimano, SRAM oder Campagnolo? Was ist mit anderen Herstellern?
Nachdem du nun über die grundlegenden Unterschiede zwischen den Schaltsystemen Bescheid weißt, soll es nun um die Hersteller von Rennrad-Gruppen gehen. Komplette Rennrad-Gruppen werden von fünf Herstellern angeboten:
- Shimano
- SRAM
- Campagnolo
- FSA
- Rotor
Shimano und Campagnolo sind die Hersteller, die schon am längsten im Geschäft sind. SRAM, vormals Sachs, ist noch nicht ganz so lange dabei. Relativ neu auf dem Rennradmarkt sind Rotor und FSA. Diese Hersteller sind als Komponentenhersteller bekannt. Im Jahr 2016 stellten beide eine komplette Rennrad-Gruppe vor. Während FSA - dem Zeitgeist folgend - eine elektronische Schaltgruppe anbietet, hat Rotor mit seiner hydraulischen Schaltgruppe einen neuen Weg eingeschlagen.
Übersicht der Gruppen
Die drei großen Hersteller Shimano, SRAM und Campagnolo bieten jeweils mehrere Schaltgruppen unterschiedlicher Qualitäts- und damit auch Preisklassen an. Diese sind hier von der hochwertigsten zur preiswertesten Gruppe aufgeführt:
| Shimano | Sram | Campagnolo |
|---|---|---|
| Dura Ace (Di2) ; Disc ; 2x11 | Red (eTap) ; Disc ; 2x11 | Super Record (EPS) ; Disc ; 2x12 |
| Ultegra (Di2) ; Disc ; 2x11 | Force ; Disc ; 2x11 ; 1x11 | Record (EPS) ; Disc ; 2x12 |
| 105 ; Disc ; 2x11 | Rival ; Disc ; 2x11 ; 1x11 | Chorus (EPS) ; Disc ; 2x11 |
| Tiagra ; Disc ; 3x10 ; 2x10 | Apex ; Disc ; 2x11 ; 1x11 | Potenza ; Disc ; 2x11 |
| Sora ; 3x9 ; 2x9 | Centauer ; 2x11 | |
| Claris ; 3x8 ; 2x8 | ||
| Tourney ; 3x7 ; 2x7 |
Shimano Schaltungen
Shimano ist der größte Hersteller von Schaltkomponenten. Die japanische Firma bietet Schaltgruppen jeder Preisklasse an. Bei den hochwertigen Schaltgruppen, Ultegra und Dura Ace, gibt es neben der mechanischen auch eine elektronische Ausführung. Außerdem bieten sie mechanische und hydraulische Bremsen an. Die elektronischen Schaltungen sind mit „Di2“ bezeichnet.
Das Schalten funktioniert bei den mechanischen Gruppen von Shimano durch das Nach-innen-drücken des Bremshebels und einen weiteren, etwas kleineren Hebel, der hinter diesem angebracht ist. Drückst du den Bremshebel nach innen, wird der Schaltzug gespannt. Die Kette "wandert" dadurch auf das nächstgrößere Ritzel bzw. das große Kettenblatt. Der rechte Bremshebel verfügt über mehrere Rasterungen, sodass du hinten gleich mehrere Gänge auf einmal nach unten, also auf größere Ritzel, schalten kannst. Das Betätigen des kleinen Schalthebels gibt den Zug frei, entsprechend wandert die Kette auf das kleine Kettenblatt bzw. das nächstkleinere Ritzel.
Shimano bietet seine beiden hochwertigsten Schaltungen, die Ultegra und die Dura Ace, in der elektronischen DI2 Variante an. Diese Gruppen werden über einen zentralen Akku, der versteckt in der Sattelstütze untergebracht ist, mit Strom versorgt. Dies hat den Vorteil, dass du nur einen Akku laden musst. Zugleich müssen alle Bauteile der Schaltung durch Kabel verbunden werden. Um die Gänge mit der elektronischen Schaltung zu wechseln, sind hinter jedem Bremshebel zwei Tasten angebracht. So wie du zum Schalten auf ein größeres Zahnrad in der mechanischen Version den Bremshebel nutzt, geschieht dies in der elektronischen Version durch das Drücken der vorderen Taste. Mit der hinteren Taste schaltest du entsprechend auf ein kleineres Zahnrad.
Die Di2 Schaltungen von Shimano verfügen über weitere Schaltprogramme. Diese müssen jedoch extra „freigeschaltet“ werden.
Shimano Dura Ace
Die Dura Ace ist seit vielen Jahren die Top-Gruppe von Shimano. Der Name steht für ein geringes Gewicht bei maximaler Präzision und butterweichen Schaltvorgängen. Die Dura Ace ist in einer elektronischen und einer mechanischen Version auf dem Markt. Bei den Bremsen besteht die Wahl zwischen Felgen- und Scheibenbremsen. Die Gruppe gibt es mit 11 Ritzeln hinten und einer Kurbel mit zwei Kettenblättern.
Shimano Ultegra
Die Ultegra ist der kleine Bruder der Dura Ace mit einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis. Sie übernimmt zentrale Vorzüge der Spitzengruppe und bietet diese zu einem deutlich geringeren Preis. Wer bereit ist, ein geringfügig höheres Gewicht in Kauf zu nehmen, ist hier richtig. Ebenso wie die Dura Ace schaltet die Ultegra 2x11 Gänge, wahlweise elektronisch oder mechanisch. Auch diese Gruppe wird sowohl mit Scheiben- als auch mit Felgenbremsen angeboten.
Shimano 105
Shimano 105 steht seit mehreren Generationen für den preiswerten Einstieg in den Rennsport. Zwar ist keine elektronische Variante auf dem Markt, doch die mechanische Schaltung bietet die gleichen äußeren Merkmale wie die höherpreisigen Gruppen: 2x11 Gänge und die Wahl zwischen hydraulischen Scheibenbremsen und mechanischen Felgenbremsen. Abstriche sind hier wiederum im Gewicht zu machen.
Shimano Tiagra
Die Tiagra Schaltung von Shimano richtet sich an Rennrad-Einsteiger, die Wert auf eine gute Funktionalität legen. Im Gegensatz zu den teureren Gruppen schaltet die Tiagra, die optisch stark an die Ultegra-Schaltung der vorletzten Generation erinnert, „nur“ 10 Ritzel hinten. Dafür besteht die Möglichkeit, die Übersetzungsbandbreite durch eine Kurbel mit 3 Kettenblättern auszuweiten. Ebenfalls werden Brems- und Schalthebel für flache Lenker angeboten, wodurch die Gruppe auch an Fitness- und Citybikes verbaut werden kann. Bei der Tiagra hast du ebenfalls die Wahl zwischen mechanischer Felgen- und hydraulischer Scheibenbremse.
Shimano Sora
Ein Ritzel weniger als die Tiagra Schaltung und etwas preiswerter in der Anschaffung. Dies beschreibt die Sora-Gruppe...
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