Das Innenlager, oft auch als Tretlager bezeichnet, ist eine zentrale Komponente an jedem Fahrrad. Es dient als Schnittstelle zwischen Kurbeln und Rahmen und sorgt dafür, dass die Kurbelwelle sich reibungsarm drehen kann. Dieses Bauteil wird zwischen den beiden Kurbelarmen eingebaut und dient als Lagerung für die Kurbelgarnitur.
Seine Aufgabe ist es, für einen widerstandsfreien und gleichmäßigen Antritt zu sorgen und eine möglichst verlustfreie Übertragung der Kraft von den Beinen auf den Antrieb zu gewährleisten. Beim Kauf sollte man beachten, welcher Tretlagertyp in den Rahmen und zur Kurbelgarnitur passt, da es hier Unterschiede gibt. Wer ein Lager selbst montieren möchte, benötigt zudem ein Spezialwerkzeug.
Welche Innenlager gibt es?
Obwohl sich die Hersteller bei vielen Bauteilen auf Standardmaße einigen konnten, wurden beim Tretlager leider keine einheitlichen Einbaumaße festgelegt. Deshalb finden sich viele unterschiedliche Bauarten auf dem Markt. Jedoch sind BSA- und Pressfit-Lager derzeit am weitesten verbreitet.
BSA-Innenlager haben eine Einbaubreite von 68 oder 73 Millimetern. Auf der rechten Seite ist ein Linksgewinde und auf der linken Seite ein Rechtsgewinde angebracht. Ein Rechtsgewinde wird festgeschraubt, indem man es im Uhrzeigersinn dreht. Das Linksgewinde muss gegen den Uhrzeigersinn eingeschraubt werden. Beim Einbau ist deshalb unbedingt darauf zu achten, dass die Lagerschalen auf der richtigen Seite eingeschraubt werden, da die Gewinde im Rahmen und am Lager andernfalls beschädigt werden. Ein Aufdruck auf dem Lager verrät Ihnen bei allen Versionen, wie es montiert werden muss. Die Angaben L für links und R für rechts gelten immer in Fahrtrichtung blickend.
Wenn Sie ein Innenlager austauschen möchten, weil es defekt ist, können Sie einfach auf dem ausgebauten Lager ablesen, welches Einbaumaß Sie benötigen. Oder Sie nehmen das alte Lager einfach mit in den Fachhandel. Beim Aufbau eines neuen Fahrrads können Sie das benötigte Maß bei den Hersteller-Angaben zum Tretlagergehäuse des Fahrradrahmens ablesen.
Spezialwerkzeuge für Kurbeln und Innenlager
Für den Einbau eines Vierkantlagers ist eine spezielle Innenlager-Nuss erforderlich. Nachdem das Lager eingeschraubt wurde, werden die Kurbelarme auf eine viereckige Aufnahme gesteckt und mit einer Schraube gesichert. Zur Demontage der Kurbelgarnitur wird ein so genannter Kurbelabzieher benötigt.
Übersicht der Spezialwerkzeuge:
| Abbildung | Bezeichnung | Einsatzzweck |
|---|---|---|
| Hollowtech-II-Innenlager-Schlüssel | Montage und Demontage von Hollowtech-II-Innenlagern. |
Demontage und Montage eines Vierkant Innenlagers
Die Montage und Demontage eines Innenlagers kann je nach Tretlager Typ unterschiedlich kompliziert sein. Als erstes solltet ihr feststellen ob ein integrierter Kurbelabzieher verbaut ist. Die meisten älteren Shimano, Tune und Race Face Vierkant Tretlager haben allerdings keinen integrierten Kurbelabzieher verbaut. In beiden Fällen müsst ihr sehr sorgsam vorgehen.
Wenn ihr einen separaten Kurbelabzieher verwendet, müsst ihr immer darauf achten das der Abzieher komplett eingedreht wird. Jetzt müsst ihr den Abzieher im Uhrzeigersinn drehen um die Kurbel vom Innenlager zu lösen. Wenn sich etwas komisch anhört oder knackt sofort stoppen und noch mal alles genau prüfen.
Für die Demontage des Innenlagers benötigt ihr je nach Lagerart einen bestimmtes Innenlagerwerkzeug. Es gib Innenlagerwerkzeuge für Vierkant, ISIS, Campagnolo und andere Lagerarten. Hierbei solltet ihr auf hochwertiges Werkzeug achten. Bei der Demontage besteht absolute Verletzungsgefahr. Gerade wenn die Lager schon Jahre im Rahmen sitzen, können diese nur mit großem Kraftaufwand gelöst werden. Ein Abrutschen kann zum einen den Fahrrad Rahmen beschädigen, zum anderen aber auch euch selbst verletzen. Deswegen immer mit der nötigen Vorsicht ans Werk gehen.
Zum Lösen der Innenlager gilt dasselbe Prinzip wie bei den Pedalen: In Fahrrichtung wird das Innenlager gelöst und entgegen der Fahrtrichtung wird es angezogen. Wenn das Innenlager nun demontiert ist, reinigt ihr alle Bauteile von Fett und Schmutz. Jetzt kommt eine dicke Fettpackung oder Montagepaste auf Innenseite des Lagergehäuses und das Gewinde der Lagerschalen. Jetzt könnt ihr alle Bauteile in umgekehrter Reihenfolge wieder montieren. Hierbei auch auf die Drehmomentangaben der Hersteller achten. Meistens müssen die Lagerschalen mit großer Kraft festgezogen werden. Wichtiger Tipp für Vierkantlager: Bei Vierkantlagern und Vielzahnlagern darf die Verzahnung nicht gefettet werden.
Austausch des Innenlagers
Moderne und hochwertige Innenlager (alter Begriff: Tretlager) halten oft viele Jahre und verrichten klaglos ihre Arbeit. Dennoch kann es irgendwann nötig sein, diese zu tauschen. Die notwendige Reparatur bzw. der Austausch ist auch für den Laien/Anfänger in weniger als einer Stunde zu bewerkstelligen. So sparen Sie sich den Weg zur Fahrradwerkstatt und damit bares Geld. Hierzu wird, neben ein wenig handwerklichem Geschick, ein passendes Werkzeug benötigt, um das Innenlager zu entfernen.
Aber Achtung: Die Verzahnung des Innenlagers hat jeder Hersteller für sich genormt. Es gibt hier also keinen weltweiten Standard. Somit wird für die unterschiedlichen Innenlager, z.B. von Shimano auch immer ein Innenlagerwerkzeug benötigt, welches mit den Shimano-Innenlagern kompatibel ist. Die Kosten hierfür (ca. 10 EUR) dürften sich aber schon nach der ersten Reparatur gelohnt haben.
- Zunächst nehmen Sie die Kurbeln samt der Kettenblätter (Zahnkränze) ab. Die Anleitung dafür können Sie bei uns unter Kurbel und Zahnkranz-Kassette abnehmen einsehen.
- Der Blick auf das Innenlager liegt nun frei. Bei fast allen Innenlagern ist die Größe in Millimetern aufgedruckt. Fehlt diese Angabe und wissen Sie auch nicht wie lang das neue Innenlager sein muss, können Sie das ausgebaute Lager vermessen. Am besten nutzen Sie hierfür ein ganz normales Lineal oder Maßband. Hierbei entspricht die Länge des Lagers der Strecke vom äußeren Rand bis zum Rand der Vierkantaufnahme. Messen Sie hier unbedingt ganz exakt. Es gibt zum Beispiel Innenlager mit 68 mm, aber auch mit 70 mm.
- Danach setzen Sie das neue Innenlager, gemäß dieser Anleitung in umgekehrter Reihenfolge wieder ein.
Um herauszufinden, welches Innenlager für Ihr Fahrrad geeignet ist, müssen Sie zunächst einige Maße bestimmen. Wenn an Ihrem Fahrrad „komische“ Geräusche zu hören sind, sollten Sie der Herkunft dieser unbedingt auf den Grund gehen!
Egal, ob Du ein verschlissenes Lager ersetzen willst oder ein neues Bike zusammenstellst: Unser Ratgeber hilft Dir dabei, in wenigen Schritten das passende Innenlager für Dein Bike zu finden. Los geht´s!
Der Weg zum passenden Innenlager
Mit Hilfe der Filter in unserem Onlineshop kannst Du die Auswahl passender Innenlager schrittweise eingrenzen. Ob Du dabei mit der Gehäusebreite und dem Einbautyp am Rahmen oder mit der Art der Kurbelwelle (Filter: Achstyp) startest, bleibt Dir überlassen. Unabhängig von der Reihenfolge, in der Du die Filter setzt, sollten am Ende immer die passenden Tretlager angezeigt werden.
In den folgenden Absätzen erklären wir Dir, was die einzelnen Filtermöglichkeiten bedeuten und wie Du herausfindest, welche Dich zum richtigen Ergebnis führen. Dabei ist es von Vorteil, wenn Du einen Messschieber oder ein Lineal zur Hand hast, um das Tretlagergehäuse an Deinem Rahmen zu vermessen. Um alle wichtigen Schnittstellen messen zu können, darf kein Lager im Rahmen montiert sein. Wenn Du vom Rahmenhersteller ein Datenblatt vorliegen hast, ist das schon die halbe Miete. Bei der Suche nach einem passenden Innenlager in unserem Shop helfen Dir die umfangreichen Filtermöglichkeiten.
Gehäusebreite messen
Sie ist einfach zu messen - auch, wenn ein Lager montiert ist. Dabei misst Du nur am Rahmen die Gesamtbreite des Gehäuses, also OHNE Lagerschalen und eventuelle Spacer. Wenn die Gehäusebreite bekannt ist, kannst Du per Filterfunktion schon anfangen, einzugrenzen. Mit Hilfe eines Messschiebers lässt sich die Tretlager-Gehäusebreite schnell bestimmen.
Da die Hersteller über die Jahre immer neue Einbaumaße mit klangvollen Namen auf den Markt gebracht haben, gibt es leider keine einheitliche Linie in den Bezeichnungen. Die Buchstaben sind meist Abkürzungen. Die Zahlen beziehen sich in einigen Fällen auf den Innendurchmesser des Rahmens, in anderen auf den Außendurchmesser der Kurbelwelle und in wieder anderen auf die Tretlagergehäusebreite. Um aber treffsicher den Rahmen mit der Kurbel zu verheiraten, müssen alle Parameter stimmen.
Einbautypen: Innenlager mit Gewinde
Ein Gewinde-Innenlager erkennst Du im montierten Zustand daran, dass die Lagerschalen außen eine Werkzeugaufnahme haben, meist eine Verzahnung, die die Lagerschale außen umläuft. Es gibt derzeit folgende Varianten, die Du bei demontierten Lagern relativ leicht am Innendurchmesser des Tretlagergehäuses und der Richtung der Gewinde unterscheiden kannst:
| Einbautyp | Innendurchmesser | Gewinderichtung |
|---|---|---|
| BSA | etwa 34 mm | Linksgewinde auf der AntriebsseiteRechtsgewinde auf der Nichtantriebsseite |
| ITA | etwa 35 mm | Rechtsgewinde auf beiden Seiten (seltener als BSA) |
| T45, auch Colnago ThreadFit 82,5 genannt | etwa 44 mm | Linksgewinde auf der AntriebsseiteRechtsgewinde auf der Nichtantriebsseite |
| T47 | etwa 46 mm | Linksgewinde auf der AntriebsseiteRechtsgewinde auf der Nichtantriebsseite |
| T47A (Asymmetrical) | gleiche Gewinde und Durchmesser wie T47 | Tretlagergehäuse aber seitlich versetzt |
BSA- und ITA-Lager sehen sich sehr ähnlich, daher ist die Unterscheidung per Sichtkontrolle schwierig. Es ist aber so, dass die allermeisten Rahmen dem BSA-Standard folgen. Der ITA-Standard war, wie der Name schon erkennen lässt, ein italienischer Standard, der mittlerweile fast irrelevant geworden ist. BSA hat sich flächendeckend durchgesetzt.
Einbautypen: Innenlager ohne Gewinde (meist Press-Fit genannt)
Bei Tretlagergehäusen ohne Gewinde werden die Kugellager direkt oder mit Lagerschalen aus Aluminium oder Kunststoff in den Rahmen gepresst. Das Prinzip ähnelt dem von Steuersätzen. In dem Kontext taucht oft der Begriff „Pressfit“ oder das entsprechende Kürzel „PF“ auf.
Die Gehäusetypen kannst Du am Innendurchmesser und der Breite unterscheiden. Den Durchmesser misst Du am besten mit einem Messschieber direkt am Rahmen bei demontiertem Innenlager. Folgende Innendurchmesser kannst Du dann den Einbautypen zuordnen:
| Innendurchmesser | Einbautyp |
|---|---|
| 37 mm | BB90 , BB95 |
| 41 mm | Pressfit BB86, BB92, BB104,5, BB107, BB121 |
| 42 mm | BB30 , BB30A |
| 46 mm | Pressfit PF30, BB386 Evo, BBright |
Der Achstyp oder auch die Kurbelwelle
Mit dem Filter "Achstyp" kannst Du die Auswahl der Innenlager nach Kompatibilität zu Deiner Kurbel eingrenzen. Eigentlich ist "Achse" bei einer Kurbel das falsche Wort, denn sich drehende Achsen sind Wellen, also sollte es "Kurbelwelle" heißen. Im Sprachgebrauch hat sich aber die "Achse" etabliert, daher benennen wir es so.
Du hast die Möglichkeit, Deine Kurbelachse (oder auch -Welle) selbst zu vermessen oder die entscheidenden Parameter aus dem Datenblatt oder der Beschreibung zu beziehen. Dabei können wir die Achstypen in zwei Gruppen einteilen: Systeme, bei denen sie Teil der Kurbel ist, also fest an den Kurbelarmen angebracht, und Systeme, bei denen die Kurbelwelle zum Innenlager gehört.
Es gibt nicht für jede Kombination aus Kurbel und Rahmen ein passendes Lager, so ist Auswahl an Kurbelmodellen je nach Rahmenmodell eingeschränkt.
Die Kurbelwelle zweiteiliger Kurbeln
Bei den meisten Kurbeln an hochwertigen Bikes ist die Kurbelwelle fest mit einem Kurbelarm verbunden. Die Maße der Shop-Filter und im Datenblatt entsprechen in der Regel dem Außendurchmesser der Kurbelwelle, den Du mit einem Messschieber an der Stelle messen kannst, wo sie im Lager sitzen würde. Alternativ kannst Du auch den Innendurchmesser des Lagers messen - also das Loch, durch das die Kurbelwelle gesteckt wird.
Folgende Systeme gibt es derzeit:
| Innendurchmesser | System |
|---|---|
| 19 mm | FSA MegaExo |
| 24 mm | Shimano Hollowtech II und kompatible Produkte anderer Hersteller |
| 24 / 22 mm | die Kurbelwelle an GXP-Kurbeln von SRAM misst auf der Antriebsseite 24 mm und auf der Nichtantriebsseite 22 mm |
| 25 mm | Campagnolo Ultra-Torque und Power-Torque |
| 28,99 mm | SRAM DUB, auch Truvativ |
| 30 mm | diverse Hersteller |
| 30 / 28 mm | Praxis Works M30, die Kurbelwelle misst auf Antriebsseite 30 mm und auf Nichtantriebsseite 28 mm |
Die Länge der Kurbelwelle kann ebenfalls variieren. Die tatsächliche Länge ist aber irrelevant - die Kurbel orientiert sich mit ihrer Bezeichnung meist an der Innenlagergehäuse-Breite. Wenn Du nur das Innenlager wechseln willst und Kurbel und Rahmen schon erfolgreich miteinander funktioniert haben, dann brauchst Du Dir darüber keine Gedanken zu machen. Wenn Du eine neue Kurbel verbauen willst, dann wird es wichtig, dass die Kurbelwelle auf die jeweilige Gehäusebreite am Rahmen abgestimmt ist. Diese Information findest Du immer in den Details der Kurbeln auf unseren Produktseiten.
Bei der Auswahl des Lagers muss der Innendurchmesser des Lagers auf den Kurbelwellen-Durchmesser abgestimmt sein. Meist handelt es sich dabei um sogenannte Patronenlager, also in sich geschlossene Einheiten, die fast komplett im Rahmen verschwinden. Links und rechts schaut die Kurbelwelle heraus. Die beiden Kurbelarme werden einzeln auf der Welle verschraubt.
Um die Kraft zu übertragen, ist die Schnittstelle zwischen Kurbelarm und -welle entweder ein konisch zulaufendes Vierkantprofil oder ein Vielzahn. Die üblichen Systeme sind:
- Vierkant (JIS) - vorwiegend bei asiatischen Herstellern (z. B. Shimano)
- Vierkant (ISO) - vorwiegend bei europäischen Herstellern
- Octalink MTB - Vielzahn mit acht Zähnen, Verzahnung länger als bei Octalink Road
- Octalink Road - Vielzahn mit acht Zähnen, Verzahnung kürzer als bei Octalink MTB
- ISIS - Vielzahn mit zehn Zähnen
- Power Spline - Vielzahn mit zwölf Zähnen
Die beiden Vierkant-Varianten sind nicht miteinander kompatibel. Mit dem falschen Innenlager kannst Du Deine Kurbel beschädigen. Da sie nur schwer zu unterscheiden sind, solltest Du Dich beim Hersteller Deiner Kurbel informieren, welcher Vierkant passt.
Außerdem gilt es bei Innenlagern mit integrierter Welle, neben der Einbaubreite des Innenlagers auch die Gesamtlänge der Welle passend zur Kurbel auszuwählen. Sie entscheidet über die Kettenlinie, den Q-Faktor und darüber, dass Deine Kurbel nicht mit den Kettenstreben kollidiert. Welche Wellenlänge für Deine Kurbel benötigt wird, kannst Du in der Dokumentation des Herstellers herauslesen. Hast Du bereits ein solches Innenlager verbaut, miss einfach die Länge der Welle "über alles", also die Gesamtlänge zwischen den beiden Stirnflächen.
Arten und Qualität der Lager
Die verschiedenen Preisklassen bei Typ-gleichen Innenlagern unterscheiden sich meist in der Fertigungsqualität und der Art der Lager. Heutzutage kommen meist gekapselte Kugellager zum Einsatz - oft als Industrielager bezeichnet. Sie bestehen entweder aus klassischem Stahl, Edelstahl oder Keramik. Während normaler Lagerstahl bei guter Pflege sehr langlebig ist, hat Edelstahl den Vorteil, dass er korrosionsbeständig (also rostfrei) ist.
Wenn Du viel im Regen unterwegs bist oder Dein Rad oft wäschst und keine Zeit hast, die Lager regelmäßig zu inspizieren und bei Bedarf neu zu fetten, dann ist Edelstahl eine gute Wahl. Keramiklager sind ebenfalls korrosionsbeständig und durch das sehr harte Material sehr langlebig.
Montage und Werkzeug
Je nach Innenlager benötigst Du zur Montage und Demontage verschiedene Spezialwerkzeuge. Um weder Rahmen noch Innenlager zu beschädigen, solltest Du stets auf das vom Hersteller vorgegebene Drehmoment achten.
Für Innenlager mit Gewinde gibt es verschiedene Schlüssel, je nach System. Für Lager ohne Gewinde benötigst Du ein Einpresswerkzeug. Zur Demontage eingepresster Lager wird ein Ausschlagwerkzeug (auch Austreiber genannt) benötigt.
Ein Sonderfall sind Innenlager für gewindelose Tretlagergehäuse, bei denen die beiden Hälften miteinander verschraubt werden. Für sie brauchst Du kein Einpresswerkzeug, sondern einen Schlüssel wie für Gewinde-Lager. Das Lager zieht sich durch die Verschraubung im Rahmen zusammen.
Wir empfehlen in jedem Fall, Dich vorm Bestellen zu informieren, welche Art von Werkzeug zu Deinem neuen Innenlager passt. Bei der Montage solltest Du die Drehmomente beachten und auf jeden Fall Montagefett verwenden. Bei einem neuen Rahmen solltest Du prüfen, ob die Lagersitze sauber vorbereitet sind. Eventuell ist es nötig, die Stirnfläche planzufräsen oder die Gewinde nachzuschneiden.
Verwandte Beiträge:
- Shimano GRX Schaltwerk 11-fach: Test & Kaufberatung
- Shimano Dura Ace Kassette 11-fach: Test, Vergleich & Kaufberatung
- Shimano XT Übersetzung: Die optimale Übersetzung finden
- Shimano EP8 App Einstellungen: Optimale Einstellungen für Deine E-Bike Tour
- Ultimative Shimano Altus C10 Schalthebel Reparaturanleitung – Schritt für Schritt zum perfekten Gangwechsel!
- Unbedingt wissen: Die wichtigsten Regeln für Mopedfahren in Italien!
Kommentar schreiben