Shimano XT Bremsbeläge: Resin vs. Metall – Ein umfassender Vergleich

Die Shimano XT Bremse hat sich über Jahre hinweg als eine der besten Bremsen etabliert und ist an vielen hochwertigen Fahrrädern zu finden. Für das neue Modelljahr wurde sie modifiziert und erhielt neben einer neuen Farbe auch eine neue Gebereinheit. Die hervorragende Hebelergonomie der neuen Shimano XT Bremse ist mit der ihres Vorgängers identisch.

Resin-Bremsbeläge

Resin-Bremsbeläge zeichnen sich durch eine flexible Belagsmischung aus, die folgende Eigenschaften mit sich bringt:

  • Geräuschärmer
  • Schwerpunkt auf guter Dosierbarkeit
  • Spezielles Design für Trockenheit und Nässe

Das Material des Belages ist optimiert auf Geräuscharmut und hohe Standzeit. Im Vergleich zu Metall-Bremsbelägen bieten Resin-Beläge ein sanfteres Bremsgefühl. Resin Beläge quietschen normal nicht (außer man lässt die Bremse zu lang schleifen, da kriegt man jeden Belag mit verglast), sind auch bei Nässe leise, verschleißen schneller, dafür hält die Scheibe etwas länger, und bieten eine leicht bessere Dosierbarkeit der Bremskraft, sprich man muss nochmal minimal weniger stark den Hebel drücken, was bei hydraulischen ja eh recht leicht geht.

Kunstharz hat einen etwas höheren Belagsverschleiß als Sinter, bremst bei kalten Bremsen jedoch besser. Wer keine ellenlangen Abfahrten macht ist mit KH besser bedient. Dir sollte KH reichen, Sinter magst du vielleicht einmal probieren.

Ein Beispiel für einen Resin-Bremsbelag ist der Shimano SLX Scheibenbremsbelag G05A, der als Nachfolger für den G03S für XTR, DEORE XT, SLX und ALFINE dient. Der G05A bietet ca. 50 % bessere Verschleissfestigkeit gegenüber G03A.

Metall-Bremsbeläge

Metallbremsbacken dagegen quietschen, wenn die heiß werden, haben aber mehr Bremskraft und halten länger. Während sie im kalten Zustand gefühlt stärker zupackten, ließ die Leistung mit zunehmender Temperatur nach. Bei den Metall-Beläge war es ähnlich.

Performance im Test

Mit den original verbauten Resin Belägen hat man mit der XT Bremse in den meisten Situationen genug Power, die sich mit einem Finger abrufen lässt. Bei Vollbremsungen ab 60 aufwärts trat starkes Fading auf und die Scheibe schleifte im Anschluss, was sich aber nach wenigen Minuten wieder legte. Beim Dauerbremsen zeigte sich ein ähnliches Bild, die Leistung war konstant hoch und erst im steileren Stück der Teststrecke trat deutliches Fading auf.

Weitere Aspekte und Empfehlungen

Bei Nässe quietschen sie alle, mehr oder weniger.

Die im Detail ziemlicher Blödsinn sind. Das war natürlich scherzhaft gemeint.

B haben die „billigeren“ Bremsen.

Nomenklatur

G steht für die schmale und längere Bauform der Bremsbeläge.

A heißt Aluminium, S heißt Stahl. C Compound, also Stahl/Alumix. Aber da geht es nicht um das Belagmaterial, sondern nur um das Material der Trägerplatte. Ist also im Kern bei der winzigen Trägerplatte von G-Belägen egal, was du da wählst.

Tabelle: Vergleich von Resin- und Metall-Bremsbelägen

Eigenschaft Resin-Bremsbeläge Metall-Bremsbeläge
Geräuschentwicklung Geräuschärmer Können quietschen (besonders bei Hitze)
Bremskraft Etwas weniger Höher
Verschleiß Schneller Langsamer
Dosierbarkeit Bessere Dosierbarkeit Direkter
Bremsleistung bei Nässe Leise -

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