Shimano XT Bremsscheibe 203 mm Ice Tech im Test: Ein umfassender Vergleich

Die Shimano XT Bremse ist ein echter Klassiker im umfangreichen Angebot des japanischen Herstellers. Shimano präsentiert sich seit vielen Jahren mit einem breiten, etwas unübersichtlichen Portfolio. Neben Bremsen spielen hier vor allem Schaltgruppen und auch Antriebe eine große Rolle. Im von uns getesteten Shimano-Line-up nimmt die XT-Reihe die mittlere Position der Performance-Bremse ein.

Bremsscheibe 203 mm Vergleich 2025

Hier ist ein Vergleich verschiedener 203 mm Bremsscheiben, einschließlich der Shimano XT Ice Tech:

Die besten Bremsscheiben 203 mm: Wählen Sie Ihren persönlichen Testsieger aus der Bestenliste.

  • Magura MDR-P
  • Shimano SM-RT76L XT
  • Ybeki K01

In diesem Artikel werden verschiedene 203-mm-Bremsscheiben verglichen, wobei besonderes Augenmerk auf die Shimano XT Ice Tech Bremsscheibe gelegt wird. Ziel ist es, eine fundierte Entscheidungshilfe für die Auswahl der optimalen Bremsscheibe zu bieten.

Unser 92 kg schwerer Testchef Felix hat die mittelpreisige Shimano XT M8100 Vierkolben Bremse - mit 203 mm Bremsscheiben vorne und hinten versteht sich - über 10 Monate in seinem abfahrtsorientierten NICOLAI G1 getestet. Die großen Highlights der neuen Bremsen-Generation von Shimano stecken im Bremshebel. Er ist nicht nur mit einer breiten Klemme am Lenker befestigt, sondern stützt sich auch beim Bremsen an einem zweiten Auflagepunkt an den Lenker. So soll der Hebel beim Betätigen noch steifer und das Fingergefühl noch direkter sein.

Typisch Shimano kommt die Servo-Wave-Technologie zum Einsatz, bei der zu Beginn die Beläge schnell an die Scheibe gedrückt werden. Im Verlauf des Hebelwegs verändert sich das Hebelverhältnis und die Bremse wird kräftiger. Genau dadurch erzeugt Shimano das typische Fingergefühl, bei dem die XT M8100 sehr schnell,aber dennoch gut dosierbar zupackt. Ebenso typisch ist die werkzeuglose Hebelweitenverstellung, die einen breiten Einstellbereich bietet.

Die neu designten Kühlrippen der ICE-TECH-Bremsbeläge sehen einfach klasse aus, klappern aber auf ruppigen Strecken laut und nervig. Oftmals reicht es, die Belagfeder etwas weiter zu spreizen und die Beläge neu einzusetzen. Wenn das nichts hilft, lässt sich das Problem mit etwas Klettband zwischen Sattel und Kühlrippen in den Griff bekommen. Trotz anfänglichen Klappern setzt Felix weiterhin auf die ICE-TECH-Beläge mit Kühlrippen.

Details zu den Top-Bremsscheiben

Magura MDR-P Vergleichssieger

Die Magura MDR-P Bremsscheibe hat unsere Erwartungen übertroffen. Mit ihrem robusten Design aus legiertem Stahl und einem Durchmesser von 203 mm ist sie perfekt auf die Anforderungen von Mountainbikes und E-Bikes abgestimmt. Das 6-Loch-Design gewährleistet eine sichere Befestigung und bietet eine verbesserte Bremsleistung, besonders in anspruchsvollem Gelände. Ihre ausgezeichnete Wärmeableitung und Langlebigkeit sorgen für eine konstant hohe Bremsleistung, ohne dass die Scheibe überhitzt. Im Vergleich zu ähnlichen Produkten bietet sie aufgrund der Floating-Technologie eine verzugsfreie Performance. Für Fahrradfahrer, die Wert auf Sicherheit, Kontrolle und Langlebigkeit legen, ist die Magura MDR-P Bremsscheibe eine empfehlenswerte Wahl.

Technische Details:

  • Modell: Magura MDR-P
  • Verwendung: Mountainbike
  • Material: Legierter Stahl
  • Vorteile: Universal für 6-Loch-Aufnahme, mit Montagematerial
  • Nachteile: Relativ hohes Eigengewicht

Shimano SM-RT76L XT Bestseller

Diese Bremsscheibe von Shimano kann vor allem mit einem geringen Gewicht von 150 g punkten. Einige Vergleichsprodukte erzielen hinsichtlich des Gewichts 1,5-fache Werte. Allerdings fehlt uns bei diesem Produkt das Montagematerial im Lieferumfang.

Technische Details:

  • Modell: Shimano SM-RT76L XT
  • Verwendung: Für Deore-XT-Bremssystem
  • Material: Acryl, Edelstahl
  • Vorteile: Für Deore-XT-Bremsen, auch für Metall-Bremsbeläge geeignet, sehr leicht
  • Nachteile: Kein Montagematerial im Lieferumfang

Ybeki K01 Preis-Leistungs-Sieger

Die Bremsscheibe ist in den Größen 140 bis 203 mm verfügbar und punktet bei uns mit ihrem schlichten Design und einer stabilen Konstruktion aus Aluminium und Edelstahl. Besonders hervorzuheben sind für uns die präzise Fertigung und die Ebenheit von nur 0,08 mm. Der Kühlkörper aus Aluminium sorgt für eine effektive Wärmeableitung und konstante Bremskraft. Wir empfehlen das Produkt letztlich für anspruchsvolle Radfahrer.

Technische Details:

  • Modell: Ybeki K01
  • Verwendung: Rennrad
  • Material: Aluminium | Edelstahl
  • Vorteile: Universal für 6-Loch-Aufnahme, geringes Eigengewicht, schnelle Abkühlung, mit Montagematerial
  • Nachteile: Müssen erst eingebremst werden

Cool, aber Centerlock onlyDie schicken ICE-TECH-Bremsscheiben mit den überdimensionalen Kühlflächen kommen mit Dauerbremsen richtig gut zurecht, sind aber nur mit Centerlock-Naben kompatibel. Auf dem Trail überzeugt die Shimano XT M8100-Bremse vor allem mit ihrer Bremspower, die sie auch ohne viel Handkraft früh und vor allem konstant bereitstellt. Auch auf langen Abfahrten von 1.000 Höhenmetern und mehr konnte Felix trotz seiner 93 kg Gewicht die sehr hitzebeständige Bremse nicht überfordern. Dazu tragen sicherlich auch die leichten ICE-TECH-Bremsscheiben mit Aluminiumkern und großzügigen Kühlflächen ihren Teil bei.

Doch ein Problem konnte Shimano auch mit der neuesten Bremsen-Generation nicht in den Griff bekommen: Der Druckpunkt der Shimano XT M8100-Bremse wandert vor allem auf ruppigen Trails beachtlich. Bei einer Bremsung packt die Bremse genauso zu wie man es sich wünscht, während der Druckpunkt vor der nächsten Kurve viel weiter vom Hebel entfernt sitzt, nur um vor dem nächsten Steilstück fast am Griff zu liegen. Unser Tester Felix bekam das Druckpunktwandern mit regelmäßigem Entlüften und Überfüllen des Hebels - mit der Trichter-Methode wenigstens schnell und einfach - in den Griff, ganz weg war es allerdings nie.

Mit der neuesten Generation der XT-Vierkolbenbremse ist Shimano nicht nur optisch ein absolutes Highlight gelungen. Die XT M8100 zählt auch zu den kraftvollsten und standfestesten Bremsen auf dem Markt. Love it or hate it - ersteres gilt für das Shimano-typische Hebelgefühl, das nicht nur unser Tester Felix sehr schätzt.

Die XT Bremse ist wahrscheinlich die Bremse, die in den vergangenen Jahren am meisten an hochwertigen Bikes verbaut wurde. Für das neue Modelljahr wurde sie modifiziert und sie hat neben einer neuen Farbe eine neue Gebereinheit bekommen. Diese wirkt deutlich schlanker, hat eine schmalere Lenkerklemme und Shimano Shifter lassen sich über die I-Spec II Kombi-Klemme am Bremshebel montieren. Gleich geblieben sind die individuellen Einstellmöglichkeiten. Werkzeuglos kann man die Hebelweite und mit einem Schraubendreher den „Free Stroke“ bzw. Druckpunkt verändern.

Die hervorragende Hebelergonomie der neuen Shimano XT Bremse ist mit der ihres Vorgängers identisch. Die Hebelweite lässt sich einfach werkzeuglos einstellen. Bei der Druckpunkteinstellung hingegen konnten wir keinen nennenswerten Unterschied feststellen. Der Druckpunkt ist definiert, aber tendenziell weich und die Leistung lässt sich gut dosieren. Bei schnell aufeinanderfolgenden Bremsungen wandert der Druckpunkt deutlich. Mit den original verbauten Resin Belägen hat man mit der XT Bremse in den meisten Situationen genug Power, die sich mit einem Finger abrufen lässt.

Beim Dauerbremsen zeigte sich ein ähnliches Bild, die Leistung war konstant hoch und erst im steileren Stück der Teststrecke trat deutliches Fading auf. Bei den Metall-Beläge war es ähnlich. Während sie im kalten Zustand gefühlt stärker zupackten, ließ die Leistung mit zunehmender Temperatur nach.

Die Shimano XT hat über mehrere Jahre bewiesen, dass sie zu den besten Bremsen gehört. Die Konkurrenz hat jedoch nicht geschlafen. Während es in der Vergangenheit nur wenige Alternativen gab, haben andere auf das Niveau aufgeschlossen.

Mit 588 Gramm ohne Scheiben entspricht die Vierkolbenbremse Shimano XT um 1 g fast exakt dem Durchschnittsgewicht. Häufig an Serien-Bikes verbaut, präsentiert sich die XT als Allround-Lösung mit hochwertiger Haptik. Die optische Gestaltung entspricht dem klassischen Shimano-Design, mit breiter, abgestützter Geber-Einheit. Die Bremse bietet eine durchdachte, einteilige Klemmung und freie Kombinationsmöglichkeiten mit I-SPEC. So kann ein Cockpit-Chaos verhindert werden, indem Dropper- und Schaltungshebel an der Bremsschelle befestigt werden.

Die Klemmung kann leicht gelöst werden und dank einteiliger Ausführung geht nichts verloren - wir sind Fans! Einfache Anpassungen sind dank werkzeugloser Hebelweitenverstellung und der „free Stroke“-Schraube möglich, wobei Letztere eher eine Placebo-Wirkung hat.

Die Shimano XT-Bremse funktioniert wie die Marken-Geschwister mit Mineralöl und ist dadurch relativ unproblematisch bei Haut- oder Lackkontakt. Solange das Öl nicht auf die Bremsbeläge gelangt, seid ihr safe. Was das Entlüften angeht, sind die Shimano-Bremsen eine der einfachsten im gesamten Testfeld. Das von Shimano entwickelte „One-Way-Bleeding“ soll verhindern, dass sich Luftblasen im System festsetzen. So genügt es in der Regel, den Trichter mit Mineralöl auf die Gebereinheit zu schrauben und einige Male den Bremshebel zu betätigen.

Im Trail-Test zeigt die Shimano XT eine sehr gute Bremspower. Das Bremsgefühl kann man dabei als „digital“ beschreiben: Der Druckpunkt ist sehr knackig und sehr definiert in einem schmalen Bereich verglichen zu Hope, Trickstuff oder Hayes. Die Power setzt direkt zu Beginn des Druckpunkts ein und ist dann mit Fingerspitzengefühl gut dosierbar. Der Leerweg ist leichtgängig und ähnelt - wie das ganze Bremsgefühl - stark der Leichtbau-Bremse Shimano XTR. Auf dem Trail sind die XT und XTR ziemlich gleich, erst im Labortest werden die Unterschiede deutlich: Hier erreicht die XT eine gute Verzögerung im Mittelfeld, vor der Shimano SLX und hinter Hayes Dominion T4, dicht gefolgt von der Shimano XTR.

Durch die ICE-TECH-Bremsscheiben und -Beläge mit Kühllamellen entwickelt die Bremse viel weniger Hitze: In unseren Laborversuchen zeigt das Thermometer 25° C weniger als als bei der SLX im direkten Vergleich. Das führt zu Fading auf langen Abfahrten. In Summe lässt die Shimano XT keine Wünsche offen, hebt sich aber auch in keine Richtung besonders ab.

Die Shimano XT überzeugt mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, starker Power und gutem Feeling. Auf dem Trail zeigt sie keinen spürbaren Unterschied zum teureren XTR-Topmodell, bietet jedoch Sparpotenzial von über 200 €.

Tabelle: Vergleich von 203 mm Bremsscheiben

Modell Material Gewicht Verwendung Besonderheiten
Magura MDR-P Legierter Stahl ca. 286 g Mountainbike, E-Bike Universal für 6-Loch-Aufnahme
Shimano SM-RT76L XT Acryl, Edelstahl 150 g Deore-XT-Bremssystem Leicht, für Metall-Bremsbeläge
Ybeki K01 Aluminium, Edelstahl 180 g Rennrad Schnelle Abkühlung
Jane Eyre je1007 Aluminium, Edelstahl 240 g Rennrad Verschleißfest
Sram Uni Rotor Centerline Stahl 258,5 g Mountainbike, Rennrad Rostfreies Material
Ybeki Y99 Aluminium, Edelstahl 180 g Mountainbike Schutz gegen Überhitzung
Shimano RT-EM810 Ice-Tech Aluminium, Edelstahl 182 g Mountainbike, E-Bike Centerlock, Schutz gegen Überhitzung
Shimano E-SM-RT64LEC Aluminium, Edelstahl 210 g Mountainbike Centerlock

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