Endlich mobil, endlich frei, endlich auf 2 Rädern - davon träumen viele. Hier findest du eine umfassende Übersicht über die besten Einsteiger-Motorräder, von Nakedbikes bis hin zu A2-Modellen, die Leistung und Preis ideal verbinden.
Was sind Einsteiger-Nakedbikes?
Zugängliche, einfach zu bewegende Motorräder, die dennoch Emotion und Leidenschaft versprühen können und obendrein noch wenig kosten. Man soll zwar keine Angst vorm Gas haben, doch auch nicht am Hebel einschlafen. Zuerst sei angemerkt, dass es zugängliche Nakedbikes in sehr vielen Formen, Farben und Preissegmenten gibt. Die Klasse der Nakedbikes an sich zeichnet sich ja durch Kompromissbereitschaft und Vielseitigkeit aus.
Wichtige Kriterien
- Zugänglichkeit: Einfache Handhabung und niedrige Sitzhöhe.
- Emotion: Motorräder, die Fahrspaß vermitteln.
- Preis: Günstige Anschaffungskosten.
Top Einsteiger-Nakedbikes
In dieser Liste variieren technische Ausstattung und Kostenpunkt teilweise stark. Auch der Jahrgang spielt eine wichtige Rolle. Hier vorgeschlagen werden eher nur allgemeine Modelle. Jeder Jahrgang näher an die Gegenwart bringt in der Regel kleine Veränderungen und Anpassungen mit sich, die grundlegenden Eigenschaften des Modells bleiben aber gleich oder werden sogar noch verbessert. Es gilt also: Umso jünger, umso besser. Sollte das bei Modellen mal doch anders sein, dann wird das selbstverständlich angesprochen. Letzte Anmerkung bevor es endlich losgeht: Große Piloten haben es schwer. Bei Einsteiger-Modellen zieht sich leider das Merkmal von extrem niedrigen Sitzhöhen durch.
Yamaha MT-07
Mit der MT-07 hat Yamaha ein sagenhaftes Motorrad mit einem der besten Preis-Leistungsverhältnisse am Motorradmarkt geschaffen. Neben leiwander Optik und dem Preis besticht aber vor allem die grenzgeniale Motorabstimmung. Untenrum läuft der CP2-Motor absolut sanft, kultiviert und einsteigerfreundlich. Doch dreht man den Gashahn etwas auf und lässt das Drehzahlband ins obere Drittel wandern, wird der Motor richtig geil rotzig, räudig und schäuffelt dieses Extra an Adrenalin und Action nach, die die MT-07 zur Nummer 1 auf dieser Liste machen. Rundum leicht zu beherrschen, aber großer Spaßfaktor mit dabei. Der niedrige Preis ist zwar für das Gesamtpaket top, doch an manchen Ecken und Enden merkt man doch, dass bei bestimmten Komponenten gespart wurde. Das Fahrwerk ist für 80 Prozent der Fahrer und vermutlich 99 Prozent der Einsteiger mehr als ausreichend. Richtige Anraucher und Kurvenhatzer könnten aber schon an die Grenzen des unverstellbaren Fahrwerks stoßen.
Kawasaki ER-6N
Die ER-6N war für die breite Masse gebaut. Doch wer will schon Massenware? Diesen Vorsatz hat Kawasaki mit einem emotionalen Motor und super Handling geschickt ausgehebelt. Der Motor gehört sicher nicht in die Liga der blutlosen Vierzylinder aus Japan sondern versprüht Freude und Leidenschaft während er hochdreht. Optisch ist die ER-6N nicht jedermanns Sache. Gestandene Männer mit Wohlstands-orientiertem Gewicht oder Fahrer mit Sozius müssen allerdings aufpassen. Das verbaute, horizontal liegende Federbein hat es nicht so mit schwerer Beladung. 2012 gab es ein größeres Update für die ER-6N, welches sie auf den modernen Stand der Technik gebracht hat. Die hohen Verkaufszahlen sorgen für reichlich Auswahl und Ersatzteile am markt. Nicht, dass die allzu oft notwendig wären, schließlich handelt es sich hier um japanische Qualität. Auch typisch japanisch sind die Maße des Motorrads. Vor allem der kleine Lenker kann großen Piloten das Leben schwer machen.
KTM 690 Duke
Eines der wenigen Einzylinder-Motorrädern, welches man Einsteigern empfehlen kann. Aber aufgepasst: die Charakteristik der 690er Duke hat sich im Laufe ihrer Modellhistorie ziemlich gewandelt. Vor 2011 war sie ein radikales, hochbeiniges und recht Supermoto-lastiges Eisen. Dieses wirklich sportliche Bike wurde aufgrund des hohen Preises nicht oft verkauft und wird auch heute noch sehr hochpreisig gehandelt. Vorteile dieser Jahrgänge ist die hohe Sitzposition für große Menschen und das sehr hochwertige Fahrwerk. Ab 2012 wurde die 690 Duke niedriger, softer und noch besser für Einsteiger. Größter Pluspunkt aller Baujahre: das niedrige Gewicht. Nur ca. 160 Kilogramm wiegt die 690 Duke vollgetankt und fahrbereit. Das sind 20-40 kg weniger, als andere Motorräder dieser Liste. Bei so einem Fliegengewicht reißen sogar 70 PS mächtig an. Die KTM 690 Duke ist also Einsteiger zu empfehlen, die doch ein Mindestmaß an Gefühl in der Gashand haben.
Honda CB 600 F Hornet
Hier ein eingeschobener Tipp für Sparfüchse: Die Honda CB 600 F Hornet wurde in riesiger Stückzahl verkauft. Das sorgt für extrem niedrige Preise für Angebote auf der Motorrad-Gebrauchtbörse. Schon unter 2000 € bekommt man wirklich anständige Bikes mit japanischer Qualität. Zuschlagen sollte man aber eher erst ab dem Baujahr 2000 und aufwärts. Zwar nicht weil die davor schlecht waren, sondern weil sich inzwischen die Standards für Reifenmaße geändert haben. Für die vor 2000 verwendeten 16 Zoll Räder ist es heutzutage schwer anständige Reifen zu finden. Auch die Motorleistung der Hornet veränderte sich über die Jahre. 2000 hatte sie noch 95 PS, 2006 97 PS und ab 2007 sogar 102 PS, womit sie nicht mehr legal für den A2-Führerschein drosselbar ist. Echte Japan-Fetischisten schwören auf die Jahrgänge 2000-2001, denn da wurde die Hornet auch wirklich in Japan produziert. Danach übersiedelte die Herstellung nach Italien. auch da passt die Qualität noch, doch laut manchen Kreisen von Hornet-Fans sind nur die ersten beiden Jahre das Wahre. Die Honda CB 600 F Hornet schaut gut aus, ist günstig und hält einfach ewig.
Suzuki SV 650
Suzuki blickt mit ihrem V2-Motor auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Mit geilem V2-Klang, Emotion, ordentlich Drehmoment von unten und japanischer Qualität macht man mit keiner V2-Suzuki was falsch. Die erste Suzuki SV 650 war schon ein Kassenschlager und super Eisen, ist aber inzwischen etwas in die Jahre gekommen. Ab 2009 kam die Suzuki SFV 650 Gladius als Nachfolgermodell. Innerlich noch immer mit den gleichen Grund-Qualitäten wie die SV ausgestattet, schaffte sie wegen ihrem umstrittenen Äußeren nicht ganz den Schritt zum Verkaufs-Hit. Seit 2016 gibt es jetzt wieder die SV 650. Oldschool Look und moderne Innereien sind das Rezept zum Erfolg. Der V2 dröhnt und macht Spaß wie eh und je. Natürlich sind die neuen SV-Modelle entsprechend ihrer modernen Austattung entsprechend teurer. Wer allerdings auf ABS und Co.
Ducati Monster 696
Auch als Einsteiger kann man echten Italoflair haben. Die Ducati Monster 696 ist mit fahrfertigen 180 Kilogramm Gewicht relativ leicht und trotz exotischen Touchs leicht zu fahren. Sie ist eine Mischung aus italienischer Diva und zugänglichem Einsteigermotorrad. Die drei Hauptkriterien: Bremse, Fahrwerk und Motor sind schwer in Ordnung. Vor allem die Bremse und das Fahrwerk stechen in ihrer Güte und Qualität so manchen Japaner aus. Nur der Motor kann in seiner Abstimmung nicht mit den sanft schnurrenden Vierzylindern mithalten. Doch das dürfte dem Einen oder Anderen sogar gefallen. Einziges echtes Manko ist die Sitzhöhe der Monster. Schon serienmäßig sehr niedrig, wurde sie auch noch teilweise mit niedrigerer Sitzbank verkauft.
Die 5 besten A2-Motorräder laut MOTORRAD
Die Klasse der Einsteiger-Bikes bis 48 PS zählt in der Bestenliste aktuell 31 Modelle. Kaum eine andere Klasse entwickelt sich derzeit so schnell weiter. Die Klasse der Einsteiger-Bikes für den A2-Führerschein (maximal 48 PS) wandelt sich seit gut 3 Jahren weg von der Budget- hin zur Premium-Klasse. Interessanterweise ohne wirklich teurer zu werden. Die neuen Modelle sind piekfein konstruiert und produziert. Gerade die Kategorien 'Kosten' und 'Alltag' sammeln bei den Einsteigern viele Punkte. Überraschung: Selbst in der Fahrwerkswertung sind die besten Einsteiger besser als die schwächsten Supersportler. Spannend!
- Honda CB 500 X: Die CB 500 X ist so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau unter den Einsteiger-Bikes.
- Kawasaki Ninja 400: Interessant: Die Motorwertung entscheidet die kleine Ninja mit starken 131 Punkten für sich im Vergleich zur 500er-Honda mit 117 Punkten.
- Kawasaki Ninja 500 SE: Den aktuell besten Einsteiger-Motor bietet Kawasaki in der Ninja 500.
- Honda CB 500 Hornet: Interessant: Der Twin mit 471 Kubik erfährt in der Hornet satte 7 Punkte mehr als in der motorisch baugleichen CB 500 X.
- KTM 390 Adventure: Tatsächlich steht erst auf Platz 5 die erste Enduro in der Bestenlisten der Einsteiger.
Top 16 Einsteiger-Bikes mit Bestnoten im Preis-Leistungs-Verhältnis
In der Bestenliste von MOTORRAD stehen diese 16 Einsteiger-Bikes mit der Note 1 vor dem Komma für das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir zählen euch die einzelnen Modelle auf. Willkommen in der Streberklasse. Von aktuell 28 Motorrädern der Einsteiger-Klasse in der Bestenliste von MOTORRAD haben 16 im Fach Preis-Leistung die Note 1 vor dem Komma.
MOTORRAD benotet Preis-Leistung
Teil eines jeden MOTORRAD-Tests ist eine objektive Bewertung über das Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei fließen die Punkte der 1.000-Punkte-Wertung und der reale Preis des Testfahrzeugs in eine Schulnote ein. Die 1.000 Punkte verteilen sich auf die Kategorien Motor (250 P.), Fahrwerk (250 P.), Alltag (250 P.), Sicherheit (150 P.) und Kosten (100 P.).
| Platz | Modell | Preis-Leistungs-Note |
|---|---|---|
| 1 | Honda CB 500 X | 1,0 |
| 2 | Voge 500 DSX | 1,1 |
| 3 | Triumph Speed 400 | 1,2 |
| 4 | Kawasaki Ninja 400 | 1,3 |
| 4 | Voge 500 R | 1,3 |
| 4 | Voge 500 DS | 1,3 |
| 5 | Honda CB 500 F | 1,4 |
| 6 | Kawasaki Z 400 | 1,5 |
| 6 | KTM 390 Adventure | 1,5 |
| 7 | Honda CBR 500 R | 1,6 |
| 7 | KTM RC 390 | 1,6 |
| 7 | Triumph Scrambler 400 X | 1,6 |
| 7 | Yamaha R3 | 1,6 |
| 8 | CFMoto 450 SR | 1,7 |
| 9 | KTM 390 Duke | 1,9 |
| 9 | QJMotor SRV 550 | 1,9 |
Worauf du beim Kauf achten solltest
Viele Modelle werden von den Herstellern schon beim Neukauf gegen geringen Aufpreis auch auf 35 kW gedrosselt angeboten. Doch auch hier gilt eine Einschränkung, denn die Motorräder dürfen offen höchstens die doppelte Leistung, also maximal 70 kW (95 PS) haben. Früher war es möglich, selbst mehr als 150 PS starke Superbikes auf 48 PS zu drosseln, auch wenn die sich dann fürchterlich fuhren.
Besondere Empfehlungen
- Benelli TRK 502: Die Reiseenduro ist das meistverkaufte Motorrad in Italien.
- BMW G 310 R: Nach einer Überarbeitung des Designs im vergangenen Jahr wirkt die kleine BMW moderner und cooler.
- Brixton Crossfire 500: Optisch kommt die Crossfire 500 im Retro-Look mit hübschen Drahtspeichenrädern.
- Fantic Caballero 500 Scrambler: Wer ein schickes Motorrad im Retro-Stil sucht, mit der er sich auch abseits befestigter Pfade austoben kann, sollte die Fantic Caballero 500 Scrambler (Test) in Betracht ziehen.
- Honda CRF 300 L Rally: Dabei bringt die Honda nur 157 kg mit vollem 13-Liter-Tank auf die Waage, was ihr im Gelände zusätzliche Vorteile verschafft.
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