Shimano-Pedale mit ihrem Shimano Pedalling Dynamics (SPD)-System sind die mit Abstand am weitesten verbreiteten Pedale an Gravel-Bikes und Mountainbikes. Wenn Leute an ein Klickpedal denken, ist das Shimano SPD-System meist das erste, was ihnen in den Sinn kommt. Kein Wunder, es ist erprobt und funktionell. Der Mechanismus ist sogar so weit verbreitet, dass andere Hersteller - wie LOOK oder Acros in unserem Test - es für ihre Pedale übernehmen, statt ein eigenes zu entwickeln.
Shimano XT PD-M8100 XC und PD-M8020 Trail: Zwei Varianten im Vergleich
Die Shimano Deore XT PD-M8100 XC sind eine gelungene Alternative zu unserem Testsieger unter den Klickpedalen und fühlen sich eher auf Cross-Country-Bikes wohl, machen aber auch auf klassischen Allmountain-Touren Spaß. Der Gehanteil sollte hier jedoch nicht sonderlich hoch sein. Das XT Trail-Pedal zählt zu den beliebtesten Modellen am Markt, so gilt das PD-M8020 heute als Gradmesser für das gesamte Segment.
Das XT-Trail-Pedal ist der Inbegriff für Zuverlässigkeit, die Cleats halten ewig und sind weltweit erhältlich. Die Auslösehärte lässt sich leicht einstellen und ermöglicht dem Fahrer die Pedal-Verbindung auf die eigenen Vorlieben anzupassen. Für Einsteiger bietet Shimano mit den SM-SH56 besondere Cleats an, die nicht nur beim Drehen auslösen, sondern auch auf Zug - für sportliche Fahrer sind sie jedoch eher ungeeignet. Wir bevorzugen bei diesem Pedal einen relativ hohen Auslösewiderstand, da die Standfläche relativ klein ausfällt und man daher etwas wackelig auf den Pedalen steht.
Einklicken gelingt intuitiv von hinten und oben und der Mechanismus gibt stets mit einem definierten Klick Rückmeldung. Das SPD-System bietet kaum Float, wer in Kurven gerne den Fuß eindreht, klickt öfter mal ungewollt aus. Dafür kommt man in brenzligen Situationen sehr leicht aus dem Pedal. Tipp für Sparfüchse: Mit dem PD-M530 bietet Shimano auch noch ein deutlich günstigeres Pedal mit ähnlicher Bauform an, das uns in der Vergangenheit nie enttäuscht hat. Das Shimano XT PD-M8020 kann durch seine Zuverlässigkeit und das definierte Klick-Gefühl viele Pluspunkte sammeln und ist immer noch Benchmark für Tourenfahrer.
Details der Shimano XT PD-M8100 XC
- Pedalkörper aus anodisiertem Aluminium
- Gedichtete CrMo-Stahlachse
- SPD-Klickmechanismus (vermutlich Edelstahl)
- Einstellbare Federhärte
Shimano XT PD-T8000 Kombipedal: Für Trekking und Alltag
Viele Jahre und in Summe mehrere zehntausend Kilometer fuhren wir an unseren MTBs und Reiserädern das bewährte Shimano Kombipedal PD-M324. Als 2018 das Shimano XT PD-T8000-Kombipedal auf den Markt kam, waren wir gespannt. Laut Shimano handelt es sich um ein Trekkingpedal. Das SPD-System wurde bei dem Shimano XT PD-T8000 - Pedalen verbessert. Klickmechanismus deutlich mehr Luft als bei dem älteren Shimano PD-M324 Pedal, so dass Dreck und Schmutz leichter herausfallen kann. so einfacher. Es werden Shimano SPD-SH56-Cleats mitgeliefert.
Im Alltag verwenden wir fast nur die Plattformseite und sind von dem Grip selbst bei schlechtem Wetter mit Regen oder Schnee überzeugt. schnell die Pedalseite wechseln kann. Das nutzen wir vor allem beim MTB-Einsatz. Im Alltag beim Pendeln verwenden wir hingegen meist Plattformpedale, um mit unseren Alltagsschuhen fahren zu können. Während einer Bikepacking- bzw. verwenden wollen, ansonsten aber eingeklickt fahren. Für unseren Einsatzbereich sind wir mit dem Shimano XT PD-T8000-Kombipedal insgesamt sehr zufrieden.
Ob man überhaupt mit Klickpedalen und Radschuhen fahren, oder reine Plattformpedale bevorzugt, das hängt natürlich vom Einsatzbereich ab und das muss jeder für sich selbst entscheiden. Im Alltag ist das ein Vorteil: an der Ampel, in einer überraschenden Situation im Stadtverkehr. Und im Gelände, wenn man das Gleichgewicht bei niedrigem Tempo verliert und den Stand mit einem Fuß auf dem Boden stabilisieren muss.
Haltbarkeit und mögliche Probleme
Das Gewicht ist für uns angesichts der Ausstattung in Ordnung. Die Haltbarkeit der Lager scheint uns geringer zu sein als bei bei dem älteren Shimano PD-M324 Pedalen. Bei einem der Shimano XT PD-T8000 - Pedale lockerte sich nach 15.500 km im Einsatz während der Fahrt die Verbindung zwischen der Achse und dem Pedalkörper. Lager komplett verschlissen und der Pedalkörper löste sich von der Achse. Beim zweiten Pedal, das am gleichen Rad montiert war, zeigte die Achse ebenfalls etwas Spiel. Shimano-Gebrauchsanweisung muss bzw. kann man hier als Kunde nichts einstellen oder warten. Es sind gedichtete Konuslager. heraus, dass man die Pedale doch zerlegen kann, um das Lagerspiel nachzustellen und zu fetten.
Update 2025: Mittlerweile ist auch bei einem zweiten Pedalpaar ein Defekt aufgetreten. der rechten Pedalachse abgebrochen, was ein Totalschaden darstellt. Kurz zuvor beim Check und Nachfetten der Lager hatte dieses Pedal etwas Lagerspiel gezeigt. Als geringfügiges Manko sehen wir bislang nur die Haltbarkeit der Pedalachsen/Lager. leichtes Spiel. Wir haben es zerlegt, gereinigt und großzügig nachgefettet. Seitdem - wir sprechen hier von rund 8000 km - läuft es tadellos weiter. unerwartete Probleme auftauchen, so werden wir diesen Artikel entsprechend ergänzen.
Alternativen und weitere Klickpedal-Optionen
Neben den Shimano XT Pedalen gibt es natürlich auch viele andere gute Optionen auf dem Markt. Hier sind einige Alternativen:
- Hope Union TC Trail: Herausragend verarbeitet, satt und knackig beim Ein- und Ausklicken, viele Einstellmöglichkeiten.
- Crankbrothers Stamp 7: Plattformpedale mit sensationellem Grip, einfacher Wartung und guter Qualität.
- Acros Flatpedals: Hervorragender Grip, gute Selbstreinigung, einfacher Service.
- Shimano XTR PD-M9100: Kompakte Bauform, sportliche Performance, breiter Einsatzbereich.
Klick- vs. Plattformpedale: Was ist das Richtige für mich?
Ob man sich für Klickpedale oder Flatpedals entscheidet, hängt am Ende hauptsächlich von der eigenen Vorliebe und dem Können ab. Auch die Mountainbike-Disziplin sollte nicht außer Acht gelassen werden, diese ist jedoch kein ausschlaggebender Punkt. Jede Variante hat ihre eigenen Vor- und Nachteile.
Wer gerade mit dem Mountainbiken begonnen hat oder mit dem Gedanken spielt, damit zu beginnen, dem raten wir eher zu Plattformpedalen. Bei diesem Pedaltyp überwiegt ein Punkt deutlich, nämlich das schnelle und vor allem einfache Absetzen des Fußes. Da der Fuß nur auf dem Pedal steht und nichts über einen Klickmechanismus verbunden ist, kann der Fuß in einer brenzlichen Situation einfach vom Pedal genommen werden. Erfahrungsgemäß tut man sich als Anfänger deutlich schwerer damit, den Fuß aus dem Klickpedal zu drehen, als Mountainbiker, die schon den ein oder anderen Trail gefahren sind und dadurch ein Verständnis für das Bike entwickelt haben.
Erfahrene Biker greifen wiederum gerne zu Klickpedalen, da diese gerade auf verblockten Trails etwas mehr Kontrolle über das Bike geben und der Fuß nicht vom Pedal rutschen kann. Wie bereits erwähnt, spielt der Einsatzzweck ebenfalls eine Rolle. Cross-Country Mountainbiker greifen tendenziell eher zu Klickpedalen, da sich so effizienter pedalieren lässt. Im Gravity-Bereich sind hauptsächlich Plattformpedale an die Kurbeln geschraubt, da hier auch gerne mal in einer brenzligen Situation der Fuß vom Pedal genommen wird.
Fazit
Ob das Pedal sein Geld wert ist, muss am Ende jeder für sich beantworten. Diese Beschreibung spiegelt wie immer nur unseren persönlichen Eindruck wieder.
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