Viele Radfahrer, die mit MTBs und Reiserädern unterwegs sind, kennen das bewährte Shimano Kombipedal PD-M324. Mit der Zeit kam jedoch der Wunsch nach einem SPD-Kombipedal, das zusätzlich eine große, griffige Plattformseite bietet. So rückte das Shimano XT PD-T8000-Kombipedal in den Fokus. Laut Shimano handelt es sich um ein Trekkingpedal.
Vielseitigkeit und Einsatzbereich
Ob man überhaupt mit Klickpedalen und Radschuhen fahren oder reine Plattformpedale bevorzugt, hängt natürlich vom Einsatzbereich ab und das muss jeder für sich selbst entscheiden. Während einer Bikepacking-Tour verwenden manche Fahrer gerne die Plattformseite, wenn sie steile Anstiege hochschieben oder unbefestigte Wege benutzen wollen, ansonsten wird eingeklickt gefahren. Im Alltag beim Pendeln verwenden viele hingegen meist Plattformpedale, um mit ihren Alltagsschuhen fahren zu können. Das Shimano XT PD-T8000-Kombipedal ist für MTBs sowohl im ganzjährigen Einsatz im Alltag als auch auf Bikepacking-Touren geeignet.
Design und Funktionalität
Die Klickseite des Pedals basiert auf dem bewährten Shimano PD-M324-Kombipedal. Als 2018 das Shimano XT PD-T8000-Kombipedal auf den Markt kam, waren viele gespannt. Das SPD-System wurde bei dem Shimano XT PD-T8000 - Pedalen verbessert. Der Klickmechanismus hat deutlich mehr Luft als bei dem älteren Shimano PD-M324 Pedal, so dass Dreck und Schmutz leichter herausfallen kann. Die Handhabung ist also einfacher. Es werden Shimano SPD-SH56-Cleats mitgeliefert.
Vor- und Nachteile
Das Shimano XT PD-T8000 bietet eine gute Kraftübertragung. Im Alltag verwenden viele Radfahrer fast nur die Plattformseite und sind von dem Grip selbst bei schlechtem Wetter mit Regen oder Schnee überzeugt. Das Gewicht ist angesichts der Ausstattung in Ordnung. Allerdings gibt es auch ein paar Nachteile. Der Pedalkörper ist aus Aluminium und daher kratzempfindlich.
Haltbarkeit und Lager
Die Haltbarkeit der Lager scheint geringer zu sein als bei dem älteren Shimano PD-M324 Pedalen. Bei einem der Shimano XT PD-T8000 - Pedale lockerte sich nach 15.500 km im Einsatz während der Fahrt die Verbindung zwischen der Achse und dem Pedalkörper. Das Lager war komplett verschlissen und der Pedalkörper löste sich von der Achse. Beim zweiten Pedal, das am gleichen Rad montiert war, zeigte die Achse ebenfalls etwas Spiel. Laut Shimano-Gebrauchsanweisung kann man hier als Kunde nichts einstellen oder warten. Es sind gedichtete Konuslager. Es stellte sich jedoch heraus, dass man die Pedale doch zerlegen kann, um das Lagerspiel nachzustellen und zu fetten.Mittlerweile ist auch bei einem zweiten Pedalpaar ein Defekt aufgetreten. Bei einem Pedal ist die rechte Pedalachse abgebrochen, was ein Totalschaden darstellt. Kurz zuvor beim Check und Nachfetten der Lager hatte dieses Pedal etwas Lagerspiel gezeigt.
Alternativen und Komfort
Im Vergleich zu anderen Pedalen gibt es auch Alternativen. SQ Lab beschreitet einen unauffälligeren Sonderweg für mehr Tret-Komfort mit einem Pedal, das in verschiedenen Achslängen produziert wird. Die Idee dahinter: Wer mit den Zehen nach außen rotiert tritt, könnte mit den Fersen gegen den Rahmen stoßen, wenn der Fußballen korrekt über der Achse steht. Die weiter außen stehende Trittfläche soll eine entspannte Fuß- und Knieposition erleichtern. Auch Unebenheiten der Trittfläche bewirken einen Komfort-Unterschied, weshalb das hochklassige, aber etwas zerklüftete Shimano-Tourenpedal eher für stabilere Schuhe empfohlen wird.
Kombipedale im Vergleich
Die Ausreißer im Test sind zwei Paar Kombipedale mit einer Klickpedal-Bindung und einer normalen Trittfläche. Sie werden vor allem für den sportlichen Touren- und Reiseeinsatz empfohlen, denn im Stop and Go des Stadtverkehrs ist immer ein wenig Aufmerksamkeit nötig, um auf der richtigen Seite zu landen. Beide Modelle sind mit den verbreiteten Stahl-Schuhplatten von Shimano kompatibel und durch die Bindung etwas schwerer als reine City-Pedale.
MYBIKE-Schraubertipp
Das rechte und linke Pedal haben unterschiedliche Gewinde. In Fahrtrichtung rechts ist es ein Rechtsgewinde, links ein Linksgewinde. Um Pedale zu lösen, dreht man auf beiden Seiten rückwärts, also gegen die Fahrtrichtung. Um neue Pedale einzuschrauben, dreht sich der Schraubenschlüssel vorwärts. Das Pedalgewinde gut fetten!
Fazit
Für den Einsatzbereich sind viele Radfahrer mit dem Shimano XT PD-T8000-Kombipedal insgesamt sehr zufrieden. Man kann schnell die Pedalseite wechseln. Das wird vor allem beim MTB-Einsatz genutzt. Als geringfügiges Manko wird bislang nur die Haltbarkeit der Pedalachsen/Lager gesehen. Es bleibt abzuwarten, ob weitere unerwartete Probleme auftreten.
| Pedal | Gewicht (Paar) | Standfläche (Länge x Breite, max.) | Extras | Preis |
|---|
| Contec Spurt | 252 Gramm | 9,5 x 7,5 cm | Vier Alu- und zwei Stahlpins pro Seite, maximal 4 mm hoch | 90,00 Euro |
| Ergotec EP 2 | 432 Gramm | 12 x 10,5 cm | Gripmaterial der Oberfläche als Ersatzteil erhältlich, Reflektoren | 54,90 Euro |
| Look Trail Grip | 550 Gramm | 11 x 10 cm | Gummi-Trittflächen austauschbar, Achseinheit als Ersatzteil erhältlich | 60,00 Euro |
| Moto Urban Reflex | 344 Gramm | 8,5 x 10 cm | Trittflächen und Reflexstreifen als Ersatzteile, breiter Fußriemen als Zubehör. Mehrere Reflex-Farben. | 55,00 Euro |
| M-Wave Drag T1 Kombi | 354 Gramm | 9,5 x 7,5 cm | Shimano-kompatible Schuhplatten inklusive | 50,00 Euro |
| Procraft Safety Grip Pro | 360 Gramm | 7,5 x 9,5 cm | Reflektoren | 34,90 Euro |
| Shimano Deore XT (PD-T8000) | 425 Gramm | 8 x 9 cm | Schuhplatten (SM-SH55) inklusive; Pins, Achs- und Bindungsteile als Ersatzteile erhältlich | 115,00 Euro |
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