Shimano XT Schaltwerk RD-M786 im Test: Eine umfassende Analyse

Schaltwerke sind kleine technische Wunderwerke, die einer besonders hohen Beanspruchung gerecht werden müssen. Daher sind robuste und widerstandsfähige Materialien hier unerlässlich. Bei uns im Bikepark-Albstadt Onlineshop findest Du deshalb eine große Auswahl an hochwertigen Schaltungen von herausragenden Herstellern, die sicher auch mit Deinem MTB optimal harmonieren und ein Maximum an Leistung ermöglichen. Hier entscheidet sich in einem Bruchteil von Sekunden, ob das nächste Manöver gelingt und man schnell genug in den richtigen Tritt kommt. Das kann besonders bei Anstiegen an Bergen entscheidend sein, und im direkten Vergleich das entscheidende Quäntchen an Vorsprung sichern.

Welches 10x XT Schaltwerk ist das Richtige?

Wenn du dich bereits auf XT festgelegt hast, schau halt welche Mindestanforderungen systemischer wie technischer Art du benötigst. Zur Auswahl stehen wohl alle "RD" Schaltwerke von Shimano - also:

  • XT RD-M780
  • XT RD-M781
  • XT RD-M786

RD ist die Abkürzung "Rear Derailleur" und ist nicht exklusiv für die XT-Gruppe.

Unterschiede zwischen den Modellen

Gibt es hier große Unterschiede zwischen den Modellen - worauf sollte ich achten? Welches wäre eure Empfehlung?

Das Kürzel M steht für Mountainbike, das Kürzel T für Trekkingbike. Im Prinzip sind aber MTB- und Trekkingtechnik weitgehend austauschbar, wenn die Ritzelzahl gleich ist. Du brauchst unbedingt ein 10fach-Schaltwerk!

Beim Erscheinen der 10fach-Schaltwerke wurde aber das Übersetzungsverhältnis geändert. Damit sind ältere Schaltwerke nicht mehr kompatibel.

Das T780 ist ein klassisches Schaltwerk. Das hat eine lange(!) Schraube als Befestigung, die bei großer seitlicher Belastung das Schaltauge verbiegen kann. An Rennrädern ist das zwar nach wie vor Standard, aber sowas würde ich heute nicht mehr am Trekkingrad verbauen, wenn man nicht einen triftigen Grund dafür hat. Insbesondere wenn man auch mal in den Wald will.

Das M781 ist ein sogenanntes Shadow-Schaltwerk. Die Befestigungsschraube ist kurz und kann nicht so leicht irgendwo hängen bleiben. Das kommt aus dem MTB-Bereich und ist für Trekking sehr geeignet. Das wäre mein Tipp für dich.

Laut Internet ist das ein Shadow-Plus-Schaltwerk. Shadow plus sind sogenannte gedämpfte Schaltwerke, eigentlich für eher ruppiges Gelände, dämpft das Schlagen gegen die Kettenstrebe.

Kompatibilität

Entweder du nimmst den Microshift-Hebel. Dann muss es zwingend ein 10fach-Shimano-MTB-Schaltwerk sein. Die Gruppe sollte egal sein. Oder du nimmst einen 10fach-Lenkerendschalthebel von Shimano. Dann passen alle 8- und 9fach-Schaltwerke von Shimano oder auch 10fach-Schaltwerke aus dem selben Hause, solange sie aus einer Rennradgruppe kommen. Nur die oben genannten 10fach-MTB-Schaltwerke passen dezidiert nicht.

Wichtige Kenngrößen

MTB und Trecking unterscheidet sich kaum. Wichtig sind in der Praxis vor allem zwei Kenngrößen bei den Schaltwerken:

  • Wie groß das größte Ritzel sein darf. Das sollte möglichst groß sein, wenn du bergfreudige Kassetten montieren willst.
  • Die Kapazität, also grob den Kettenlängenunterschied den das Schaltwerk zwischen den extremen Gangkombinationen klein-klein und groß-groß ausgleichen kann.

Wenn deine Schaltung ein großes Spektrum bereit hält (großer Unterschied zwischen kleinstem und größtem Gang), dann bist du in aller Regel mit einem Schaltwerk mit langem Käfig (d.h. großer Kapazität) am besten bedient. Fährst du vorn zweifach, reicht hinten eventuell auch ein mittellanger oder gar kurzer Käfig. Ein langer Käfig schadet aber nicht.

Bei beiden Zahlen sind die absoluten Werte von Shimano in der Regel sehr konservativ angegeben und in der Praxis kann man beides oft etwas überreizen. Insbesondere bei der Kapazität ist es in aller Regel kein Problem, wenn die etwas zu gering ausfällt. Dann die Kette etwas länger lassen. Womöglich schleift die Kette bei klein-klein dann am Schaltwerkskäfig selbst. Aber diese Kombi braucht man ja nicht und es geht nix kaputt.

Shimano XT RD-M786 im Detail

Das M786 hat im Gegensatz zum M781 noch einen kleinen Hebel, mit welchem sich die Kettenspannung erhöht (sogenannte Shadow Plus / Shadow+-Technik). Besonders wenn du oft durch recht ruppiges Gelände fährst ist die Wahrscheinlichkeit dass damit die Kette runterspringt recht gering. An meinem MTB fahre ich seit März mit dem M786 und XT-10fach Schalthebeln und bin sehr zufrieden sowohl was den Schaltkomfort als auch die Präzision und Leichtigkeit angeht. Preislich kostet das M786 meist ca. 10 Euro mehr.

Kettenblätter vorne

Noch als Ergänzung: Ich bin von zweifach wieder auf dreifach bei den Kettenblättern vorne zurückgeschwenkt. Allerdings weiss ich noch nicht, welche Kettenblätter ich da vorne fahre. Hinten würde vlt. ein 11-32 ausreichen, weil ich auch viel in der Stadt unterwegs bin. Würde also nach eurer bisherigen Empfehlungen zu einem M781 Schaltwerk tendieren und einer 11-32 10fach Kassette.

Klassisch ist glaub ich 42/32/24 - zumindest bei Shimano. Surly selbst verbaut ein 26/36/48.

Ganz klar 42/32/24! Es fehlt eigentlich immer an einer kleinen Übersetzung und nie an einer großen. Noch besser wäre 42/32/22 oder 42/32/20, aber das kann man vermutlich problemlos nachrüsten.

Vergleich verschiedener Shimano Schaltwerke

Im Folgenden eine Übersicht verschiedener Shimano Schaltwerke im Vergleich:

Modell Anzahl der Gänge Käfiglänge Vorteile Nachteile
Shimano Deore RD-M592 9-fach Langer Käfig Leichtes Schaltwerk, besonders wertig, leichtes Schalten durch stärkere Rückstellfeder, flaches Design Vergleichsweise geringe Anzahl der Gänge
Shimano Deore 9V 9-fach Langer Käfig Leichter Schaltaufwand, präzise Kettenbewegung Hohes Gewicht
Shimano Acera RD-M360 7- bis 8-fach Langer Käfig Breitere Gliederkonstruktion, verzinkte Käfigbleche Vergleichsweise geringe Anzahl der Gänge
Shimano Deore XT RD-M781 10-fach Langer Käfig Mehr Freiraum, einfaches und sauberes Aussehen Hohes Gewicht
Shimano Deore XT RD-M8000 11-fach Langer Käfig Leichtes Schaltwerk, Schaltrollen mit hochwertigem Kugellager Nur für MTB geeignet
Shimano Deore XT Trekking RD-T8000 10-fach Langer Käfig Besonders leichtes Schaltwerk, flaches Design Nur für Trekkingbikes geeignet
Shimano Deore 12s RD-M6100-SGS 12-fach Langer Käfig Schnelles und präzises Schalten, geräuscharmer Antriebsstrang Nur für MTB geeignet
Shimano Altus RD-T4000 7- bis 8-fach Langer Käfig Leichtes und präzises Schalten, leichtes Schaltwerk Vergleichsweise geringe Anzahl der Gänge

Technibike Trekking Edition im Test

Das von uns getestete Technibike Trekking Edition ist unter anderem mit dem brandneuen 48 V Continental Motor ausgestattet und verspricht reichlich Leistung. Wie bei sämtlichen anderen Modellen von Technibike wird an der Trekking Edition der Motor und Akku voll in den Rahmen integriert. Neben des von uns getesteten Diamantrahmens wird übrigens auch ein Tiefeinsteiger angeboten.

Leitungen für die Hinterradbremse und Schaltung verschwinden oberhalb des Akkus innerhalb des Rahmens und tauchen erst wieder unterhalb des Motors auf. Eine gleichermaßen optisch ansprechende wie praktische Lösung. Nicht fehlen dürfen an einem Trekkingrad natürlich Ösen für Gepäckträger und Seitenständer.

Die Geometrie des Technibike Trekking ist komfortabel und sportlich zugleich, man fühlt sich sofort wohl und möchte direkt losstarten. Der Akkuladezustand lässt sich seitlich am Akku oder am Display ablesen.

An oberster Stelle der Prioritätenliste steht das Preis-/Leistungsverhältnis - so auch beim Trekkinbike. Für 3.499 Euro erhält man bei Technibike ein E-Bike mit einer sehr guten und durchdachten Ausstattung. Geschaltet wird mit einer Shimano XT Deore Komplettgruppe.

Die Shimano Deore XT 10-fach Schaltgruppe bietet ausreichend Übersetzungsbandbreite um auch steile Anstiege zu meistern. Außerdem schaltet die Deore XT sehr zuverlässig und ist sehr wartungsarm.

Der Rahmen des Technibike Trekking wirkte sehr steif auch bei schnellen Richtungswechsel konnte ich kein starkes verwinden des Rahmens spüren. Auch die Richtungswechsel konnten sehr zügig gefahren werden.

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