Shimano XT Schaltröllchen: Wartung, Verschleiß und Austausch

Eine einwandfrei funktionierende Schaltung lässt das Herz jeden Fahrradfahrers höher schlagen, insbesondere wenn es in den sportlicheren Bereich geht. Eine Steigung ist in Sicht - kein Problem - schnell ein paar Gänge runtergeschaltet und das vermeintliche Hindernis kann spielend leicht bewältigt werden. Auf der langen Geraden höherschalten und ordentlich Speed aufnehmen - das macht jedem Spaß. Hakt aber die Schaltung und die Gänge wollen nicht so wie Sie, kann der Fahrspaß schnell getrübt werden.

Sie verlieren die Möglichkeit sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und sind in mit dem widerspenstigen Antrieb beschäftigt. Im schlimmsten Fall können beteiligte Bauteile einen irreparablen Schaden davontragen und müssen ausgetauscht werden. Mit der richtigen Pflege aber können Sie, vom natürlichen Verschleiß mal abgesehen, die Lebensdauer Ihrer Shimano Gangschaltung maximieren und so für lang andauernden und vor allem ungetrübten Fahrspaß sorgen. Hierfür benötigen Sie nur wenige Utensilien und so gut wie keine technischen Vorkenntnisse - lediglich ein paar Augenblicke Zeit sind vonnöten um Ihre Shimano Schaltung wieder instand zu setzen. Und die sind in jedem Fall gut investiert.

Wartung der Schaltröllchen

Körnige Verschmutzungen aber auch angetrockneter Staub und Ähnliches sind ein Albtraum für die Shimano Kettenschaltung. Sie wirken wie Schmirgelpapier und beschleunigen den Verschleiß aller involvierten Bauteile. Einige wenige Biker verzichten daher auf eine Schmierung der Fahrradkette. Diese sorgt zwar für eine wunderbar geschmeidige Laufleistung, zieht aber andererseits immer auch Staub und Schmutz an. Die Entscheidung muss jeder Fahrradfahrer selbst treffen. Wenn Sie allerdings sehr „putzfaul“ sind, sollten Sie sich überlegen, ob Sie die Fahrradkette (z.B. von Shimano) eventuell trocken fahren, denn überall wo Schmiermittel im Einsatz sind muss auch öfter mal eine Reinigung durchgeführt werden.

Wenn Sie sich aber in regelmäßigen Abständen an die Arbeit machen, fällt dieser Aufwand sicher gar nicht erst so extrem aus und ist in wenigen Minuten erledigt. Durch Staub, Öl und Feuchtigkeit können mit der Zeit hartnäckige Verkrustungen an der Schaltung von Shimano entstehen. Mitunter reicht dann einfaches Abwaschen zum Entfernen nicht mehr aus. In diesem Fall müssen Sie sich einen kleinen Kratzer zur Hand nehmen, um die lästigen Dreckränder zu entfernen. Das ist sicherlich etwas mühselig, kommt aber bei regelmäßiger Pflege auch nicht so schnell wieder vor.

Legen Sie den Untergrund mit alten Lappen aus und verwenden Sie anschließend das passende Reinigungsspray für alle betroffenen Shimano Fahrradteile. Achten Sie darauf, dass keine Reiniger in den Abfluss und somit in den Wasserkreislauf gelangen. Beachten Sie außerdem immer genau die Herstellerhinweise und -anleitungen auf der Verpackung. Nach einer gewissen Einwirkzeit können Sie nun mit einer kleinen Bürste oder einem festen Pinsel nachputzen. Ist die Reinigung der Shimano Schaltung abgeschlossen, sollten bedürftige Stellen mit einem Tropfen Öl verwöhnt werden. Dies gilt zum Beispiel für alle Gelenke der Shimano Schaltung.

Ganz zum Schluss sollten Sie die Mechanik der Schaltung im Allgemeinen überprüfen, eventuell müssen die Seilzüge einmal neu justiert werden. Hierfür befindet sich eine Stellschraube an der Hülse. Die Seilzüge sollten leicht zu bedienen sein. Zum Einstellen der Spiralfeder für die Kettenspannung finden Sie eine Stellschraube am Gelenk. Tipp: Wenn es darum geht fettige Rückstände zu entfernen, sollten Sie von einer Reinigung mit herkömmlichen Spülmitteln Abstand nehmen oder aber mit äußerster Sorgfalt vorgehen. Spüli löst Schmiermittel auch an den Stellen, wo es unerwünscht ist und kann somit im schlimmsten Fall mehr Schaden als Nutzen verursachen.

Zusätzliche Tipps zur Wartung

  • Komplett ausbauen, säubern, fetten und wieder einbauen (je nach Laufleistung 1 x jährlich).
  • Sollten die Schaltrollen zu viel seitliches Spiel bekommen, austauschen.
  • Um 40.000km zu schaffen, muss man die schon sehr sauber halten und öfter mal ausbauen um die Lager zu reinigen.
  • Verschleiss macht sich bemerkbar durch Schwergängigkeit.

Verschleiß und Austausch

Solange die Dinger sich einigermaßen gut drehen, gibt es eigentlich keinen Grund zum Tausch. So laufen alle Räder bei mir seit Jahren. Und Sauberhalten reicht eigentlich ein paar 10Tausend Kilometer. Kommt aber auch darauf an, ob es billige Rollen ohne echtes Lager sind oder aber teure mit richtigem Lager.

Die Schaltröllchen an meinem Bulls E45 hab ich schon 2mal tauschen müssen. Einmal hab ich sehr teure Exemplare probiert. Die haben aber weniger lang gehalten als die originalen Shimano XT.

Wenn man zu lange wartet und das Lager blockiert, muss man zum Ziel mit der Schiebehilfe kommen. Wenn man denn einen Nabenmotor hat. Der Kettenantrieb ist ausser Gefecht gesetzt.

Es handelt sich hier nicht um Kraft übertragende Ritzel, sondern um profilierte Rollen, die keinerlei Kettenzug übertragen müssen. Das ist offensichtlich eine gute plausible Erklärung dafür, dass die Ritzel wenig(er) verschleißen.

Nach dieser Empfehlung müssten bei fast sämtlichen Shimano Schaltwerken die Leitrolle (in der Nähe der Ritzel) bereits im Neuzustand gewechselt werden. Diese hat anders als die Spannrolle (unten) ein genau definiertes axiales Spiel.

Bei mir sterben die Röllchen aber üblicherweise den Verschleißtod, weil der Kunststoff abgenutzt ist. Die Kugellager würden sicher für 3 Röllchen halten.

Schmierung der Schaltröllchen

Gestern hab ich mal Kette und Schaltungskomponenten von Dreck und Matsch befreit und dabei festgestellt, das die Schaltröllchen (XT Schaltwerk ca 8 Jahre alt) extrem schwergängig sind. Hab die dann mal ausgebaut und geöffnet, war alles mit zäh gewordenem Öl verklebt. das obere Röllchen besteht aus einem Keramikgleitlager. Da gehört ordentliches Gleitlagerfett rein. Öl ist viel zu dünn. Das untere Röllchen ist bei den aktuellen XT-Schaltwerken mit einem gedichteten Kugellager versehen. Da kann man eh nicht viel schmieren. An sich mit Fett. Besser ist es allerdings, die Dinger zum Tempel rauszuwerfen und rollengelagerte einzubauen. Dann ist auf lange Zeit Ruhe. Scheinen ja Gleitlager zu sein.

Bei Kugellagern kann man eigentlich nichts schmieren, da sie Dichtscheiben und Dauerschmierung haben. Kettenschmiermittel (Oel) spuelt nur Dreck mit rein. Fett ist angesagt nach dem Reinigen. Auch bei den Kugelgelagerten kann man meist einfach die Dichtungen abnehmen und die Lager mit neuem Fett verpassen.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0