Sie nannten ihn Dreirad: Heinz Strunks musikalischer Geniestreich

Heinz Strunk, einer der bedeutendsten Kunst- und Kulturschaffenden Deutschlands, kehrt mit seinem Album "Sie nannten ihn Dreirad" zu seiner Kernkompetenz, der Musik, zurück. AUDIOLITH präsentiert dieses brandneue Musikalbum des multitalentierten Hamburger Allroundkünstlers.

Ein Album zwischen FRAKTUS und Irrsinn

Die zwölf neuen, vom Meister persönlich mundgeblasenen und handgerüttelten Premium-Pop-Perlen bewegen sich in einer Range großen Umfangs. Die electro-poppigen Songs erinnern an eine Mischung aus FRAKTUS und Irrsinn. Heinz Strunk eilt in einem weiteren Riesenschritt auf Siebenmeilenstiefeln Richtung Spätwerk, zeigt sich aber einmal mehr als Vertreter der Altersradikalität.

Konsequent verweigert sich Strunk jeglicher kommerzieller Verwertung, Breitenwirkung und Osmose in den Mainstream kommt weniger denn je infrage. Trotzdem ist die Musik keineswegs angestrengtes Gefrickel, peinlich ausgestelltes "Anderssein" oder unhörbarer Experimentalschrott - Nein, die "fruchtigen Zwölf" (O-Ton STRUNK) sind konsequent und in erster Linie pop-driven. Allein die Texte weisen das Album als singuläres Meisterwerk aus. So wurden in deutscher Sprache bislang noch keine Lyrics verfasst.

Gesellschaftskritik und Humor

"Aufstand der dünnen Hipsterärmchen" ist dennoch mehr als nur einfache, geile Bumsmusik, es zeichnet ein fein ziseliertes, tiefenscharfes Portrait unserer modernen Häppchengesellschaft und spart auch nicht mit gesellschaftskritischer Kritik. Ob dünndreiste Hipster, Serienmörder, Latte-Machiato-Wahnsinn, greise, geile Männer oder schlecht gebaute Schiffe - der preisgekrönte Großkünstler lässt kein noch so abseitiges Tabuthema aus.

Die Texte heben das Album als singuläres Meisterwerk hervor. Die Wortakrobatik von Strunk ist immer wieder eine unangenehme Grenzüberschreitung in den Formulierungen eigen. Er ist der unangenehme Mahner, der Text-Punk der Hamburger Szene, der für einen Punk nur ein wenig seltsam gekleidet ist.

In „Geht ja gar nicht“ holt er zum Rundumschlag aus. In „Analdämpfer“ werden exzessive Furzgeräusche in einen Song integriert - und damit ein neues Genre begründet. Hört man genau hin, legt Strunk den Finger in die Wunde, die sonst keiner sieht.

Die Botschaft des Albums

Es geht, worum es Strunk immer schon ging: Aus den richtigen Gründen die richtigen Sachen für die richtigen Leute machen. Alles andere ist uninteressant. Heinz Strunk: »Den Rest kannst du Dir gepflegt am Arsch abfingern.«

Das Album trägt den programmatischen Titel „Sie nannten ihn Dreirad“. Mein damaliger Spitzname, weil ich ganz krumme und schiefe und streichholzdünne X und O Beine hatte, und dauernd gestolpert bin. Da war vielleicht was los!

Details zum Album

  • Limitiertes Picture-Vinyl (500 Stück)
  • Inkl. Downloadcode und Booklet
  • Zwölf electro-poppige Songs

Heinz Strunk live erleben

Ab dem 4. Februar geht Heinz Strunk auf Riesentour mit allem Schnickschnack. Keine langweilige Lesung, sondern PERFORMANCE. State of the Art.

Fazit

Wer „Sie nannten ihn Dreirad“ nicht checkt, kann im Grunde genommen einpacken. Hieran wird sich mal wieder die Spreu vom Weizen trennen, denn wem das nicht gefällt, der hat leider ein riesengroßes Problem. Ein uneinholbares Coolness-, Verständnis-, Humor- und Sprach-Defizit.

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