Die Ducati ist eine Marke, die Produkte mit Persönlichkeit entwickelt und der Inbegriff für italienische Innovation, Technologie und Leidenschaft ist. Die Ducati sichert sich bei Ihren Fans und Fahrern einen Platz in ihren Herzen, was auch dazu führt dass man über die ein oder anderen Zicken der Diva hinwegsieht. Sie bringt alles was, man sich von einer rassischen, temperamentvollen und leidenschaftlichen Liebe erwartet, mit.
Die Geschichte von Ducati begann kurz nach dem Weltkrieg mit einem Rasierer und setzte sich mit einem Fahrrad mit Hilfsmotor fort - die Ducati Cucciolo war geboren. Sie entwickelte sich immer weiter in Richtung Motorrad und wurde zum vollen Erfolg, mit dem man auch erste Rennerfolge einfahren konnte. Es folgte die 125 cc Gran Sport, mit der Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 145 km/h erreicht wurden. Immer wieder flitzten Ducatis als erste durchs Ziel und stellten dutzende von Rekorden auf.
Die Ducati Hypermotard Familie
Das Hypermotard gibt es in drei unterschiedlichen Modellen: Hypermotard 950, Hypermotard 950 RVE sowie Hypermotard 950 SP. Alle Modelle sind richtige Allrounder, denn sie eignen sich, um Kurvenfahrten auf die absolute Spitze zu treiben und gleichzeitig mit höchster Agilität den Straßenverkehr zu meistern. Der jugendliche Charakter wird unterstrichen durch das neue Farbschema, welches direkt auch an die Welt des Rennsports erinnert.
Die gesamte Hypermotard 950 Familie ist mit den Zweizylinder Ducati Testastretta 11° ausgestattet. Das neue Getriebe wurde dahingehend optimiert dass das Einlegen des Leerlaufs im Stand erleichtert wird und bei der Gangwahl die maximale Präzision gewährleistet werden kann. Auch die neue hydraulische Steuerung wurde überarbeitet, so dass nun weniger Kraftaufwand im Hebel benötigt wird.
Ducati überarbeitet die Motoren und hievt damit alle drei Modelle über die Euro-5-Hürde. Von der Euro-4-Variante sind die neuen Hypermotards durch eine frische Lackierung zu unterscheiden. Der 937-ccm-Ducati-Testastretta-11°-Zweizylindermotor leistet nach wie vor 114 PS bei 9.000 U/min. Das maximale Drehmoment beträgt 96 Nm bei 7.250 U/min. Eine A2-Version mit 35 kW ist ebenfalls erhältlich.
Dieselben Änderungen am Getriebe, die schon der Ducati Monster und der SuperSport 950 zu präziseren Gangwechseln verhelfen, sollen auch im Sattel der Hypermotard die Leerlaufsuche erleichtern.
Design und Ergonomie
Vom Look der Supermotos leiten sich das Design und die Ergonomie der Hypermotard 950 ab. Der Doppelrohrauspuff unter dem Heck ist für diese Ducatis genauso charakteristisch wie der freie Blick auf die Technik. Der breite Lenker sorgt für eine aufrechte Sitzposition, während die flache Sitzbank die nötige Bewegungsfreiheit sicherstellt.
Die technisch identische RVE hebt sich von der Hypermotard 950 durch ihre spezielle Graffiti-Lackierung ab.
Hypermotard 950 SP
Das Lackdesign der SP-Variante in den Farben des MotoGP-Teams ist grafisch an den Freestyle-Sport angelehnt und betont den spaßigen Charakter des Motorrads. Mit ihrem Öhlins-Fahrwerk, längeren Federwegen, Marchesini-Schmiedefelgen und Quickshifter ist die SP das Topmodell der Baureihe.
Technische Daten im Überblick
Hier ist eine Zusammenfassung der technischen Daten der verschiedenen Hypermotard 950 Modelle:
| Merkmal | Hypermotard 950 | Hypermotard 950 RVE | Hypermotard 950 SP |
|---|---|---|---|
| Motor | Zweizylinder, flüssigkeitsgekühlt, 4 Ventile pro Zylinder | Zweizylinder, flüssigkeitsgekühlt, 4 Ventile pro Zylinder | Zweizylinder, flüssigkeitsgekühlt, 4 Ventile pro Zylinder |
| Hubraum | 937 ccm | 937 ccm | 937 ccm |
| Leistung | 114 PS (84 kW) bei 9.000 U/min | 114 PS (84 kW) bei 9.000 U/min | 114 PS (84 kW) bei 9.000 U/min |
| Drehmoment | 96 Nm bei 7.250 U/min | 96 Nm bei 7.250 U/min | 96 Nm bei 7.250 U/min |
| Gewicht | 200 kg | 200 kg | 198 kg (fahrfertiges Gewicht) |
| Tankinhalt | 14 Liter | 14 Liter | 14 Liter |
| Fahrassistenzsysteme | Kurven-ABS, Wheelie-Kontrolle, Traktionskontrolle | Kurven-ABS, Wheelie-Kontrolle, Traktionskontrolle | Kurven-ABS, Wheelie-Kontrolle, Traktionskontrolle, Schaltassistent/Quickshifter |
| Preis (ab) | 12.690 € | 13.540 € | 16.790 € |
Fahrerlebnisse mit der Hypermotard
Die Hypermotard giert nach Kurven, dafür wurde sie in Bologna konstruiert. Nur noch ganz wenige Motorräder schaffen es derart überzeugend, die Intention einer Supermoto umzusetzen: Kurve anvisieren, auf der flachen Sitzbank ganz nach vorn rutschen, Fuß raus, das Bike mittels des breiten Lenkers unter sich in die Kurve drücken und im Idealfall geht es im lustigen Drift durch die Biegung.
Die Hypermotard 950 wiegt mit vollem Tank nur 202 Kilogramm und legt im Handling eine außerordentliche Leichtigkeit an den Tag. Sie speckte im Vergleich zur Vorgängerin insgesamt vier Kilogramm ab, davon wurden allein am Motor 1,5 Kilogramm gespart, unter anderem durch Magnesiumdeckel. Der Motor erstaunt durch die fast völlige Abwesenheit von Vibrationen.
Im Vergleich zu vielen Vorgänger-Motoren legt der 950er feinste Manieren an den Tag. Der elektronische Gasgriff setzt Befehle exakt um: im Touring-Modus schön geschmeidig, im Sport-Modus ultradirekt.
Unser Test-Exemplar hatte sogar einen optionalen Quickshifter verbaut, bei dem die Gänge ohne Kupplungseinsatz hochgeschaltet werden können.
Die neue Ducati Hypermotard 698 Mono
Die neue Ducati Hypermotard 698 Mono ist eine Supermoto mit Einzylinder und 77,5 PS. Damit schnappt die KTM den Titel "stärkster Einzylinder" weg, was gerade bei der Zielgruppe der jüngeren Motorradfahrer ein schlagendes Argument sein könnte.
Die neue Hypermotard sieht aus, wie eine Supermoto aussehen muss: Hochbeinig, schmal, radikal. Man sieht dem Bike quasi schon im Stand an, dass sie vor allem gerne auf dem Hinterrad fährt.
Es gibt zwei Varianten: Die Standard 698 Mono gibt es in nur in rot, sie kostet 12.390 Euro. Die von uns getestete RVE gibt es nur in schwarzrot, sie kostet 13.390 Euro. Neben der anderen Lackierung hat sie in Serie einen QuickShifter und schick lackierte Felgen und einen roten Rahmen.
Die Maschine ist 2,11 m lang und hat eine ausgesprochen schlanke Silhouette. Das Schutzblech am Vorderrad ist weit oben angebracht, so dass das Rad gar nicht nach einer 17 Zoll Felge aussieht, sondern viel kleiner. Wunderschon finden wir die Zweiarmschwinge aus Aluminium und die Underseat Doppelauspuff Anlage.
Die Hypermotard 698 Mono hat eine Sitzhöhe von üppigen 904 Millimetern. Das hört sich nahezu unbezwingbar an, ist aber gar nicht schlimm, denn aufgrund der ebenso üppigen Federwege federt sie bereits beim Aufsitzen tief ein. Man sitzt aufrecht und zum Vorderrad hin orientiert. Die Sitzbank ist schmal und lang, man kann die Sitzposition also seinem Fahrstil anpassen. Sie wiegt trocken federleichte 150 kg und kann daher im Stand wie ein Fahrrad manövriert werden.
Technik der 698 Mono
Im Tec-Bereich spielt die neue Duc ihre Stärken gegenüber der Konkurrenz aus. Sie hat ein inverses und 3,8 Zoll großes LCD-Cockpit, welches zwar nicht besonders groß ist, aber dennoch über die wichtigsten Dinge informiert: Speed, Gang, Temperatur des Kühlwassers, Tagfahrlicht, Fahrmodus und: DREHZAHL! Und zwar so, man die Drehzahl auch wirklich ablesen kann.
Es gibt Kurven-ABS, Ride by Wire, vier Fahrmodi, drei Power-Modi, Wheelie & Launch-Control, eine 6 Achsen IMU von Bosch, eine Motorschlepp-Regelung, eine Traktionskontrolle sowie einen QuickShifter in Serie (nur RVE). Vor allem die Schräglagensensorik bzw. deren Eingriff in die Traktions- und Wheelie-Kontrolle sind spürbar. Die Fahrmodi sind einfach und schnell konfigurierbar, das ABS ist natürlich auch abschaltbar. Das Licht kommt komplett in LED und ist optisch sehr gelungen.
Fahrbericht zur 698 Mono
Der Sound der Duc ist etwas zwiespältig. Im Stand ist sie für unseren Geschmack zu zahm, bei etwas mehr Drehzahl fängt sie dann aber an, nach Ducati zu klingen - aber eben auch erst dann. Geschenkt, dafür sehen die beiden Underseat-Töpfe natürlich richtig cool aus. Und wahrscheinlich gibt es im Zubehör auch Termi's, die dann sicherlich noch mehr Sound bringen.
Die Hypermotard 698 Mono bringt einen Heidenspaß! Sie lenkt typisch für eine Supermoto spielend leicht ein und lässt sich hin- und herwerfen wie ein Fahrrad. Leicht geht auch das Vorderrad nach oben, vor allem dann, wenn Wheelie- und Traktionskontrolle auf zahm gestellt wurden.
Allerdings kann die Hypermotard untenrum nicht ganz mit der KTM SMC-R mithalten. Das tut dem Spaß aber keinen Abbruch, wir drehen einfach stets ein bisschen höher und ab geht der Fuchs! Unter 3.000 Umin ist der Motor sowieso unwillig und teilt dies dem Fahrer / der Fahrerin auch durch grobes Schütteln unzweifelhaft mit.
Das Fahrwerk der Hypermotard ist komplett einstellbar, die Dämpfung per Drehschalter an den Gabelholmen. Das Sachs-Monofederbein ist ebenfalls einstellbar, hier gibt es nichts zu meckern. Als Reifen kommt der Pirelli Diablo Rosso IV zum Einsatz.
Besonderes Lob verdient sich auch diese Ducati beim Thema QuickShifter und Bremsen. Die Kupplungshilfe funktioniert in beide Richtungen absolut klaglos und butterweich und die M4.32 4-Kolben Festsattelzange von Brembo geht giftig, aber trotzdem wohldosierbar ans Werk.
Die Hypermotard 698 Mono hat vorne zwar nur eine Einzelscheibe, die misst aber stattliche 330 Millimeter und wird von einer radialen Bremspumpe (ebenfalls von Brembo) bedient. Wenn wir schon bei den Hebeln sind: Diese sind wunderschön designt, einstellbar und wirken sehr wertig. Überhaupt macht die Maschine insgesamt einen wertigen Eindruck, was man bei diesem Preis allerdings auch erwarten darf.
Fazit
Die Ducati Hypermotard bleibt trotz Namensänderung in allen Belangen ihrer Linie treu. Eine absolute Spaßmaschine, die vor allem auf kurvigen Straßen ihre Stärken ausspielt.
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