Harley Davidson Sitze im Test und Vergleich

Bei einem Vergleich zwischen der Indian FTR Sport und der Harley-Davidson Sportster S fallen sofort einige Unterschiede auf.

Technische Daten im Vergleich

Der V2-Zylinder-Motor der Indian FTR Sport mit einem Hubraum von 1.203 Kubikzentimetern tritt gegen den 4-Takt V2-Zylinder-Motor der Harley-Davidson Sportster S mit 1.252 Kubikzentimetern an. Die Sportster S trumpft mit 125 Newtonmetern Drehmoment bei 6.000 Touren auf. Die Sportster S RH1250S setzt bei den Fahrwerkskomponenten auf eine verstellbare Upside-Down-Telegabel von Showa mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser. Am Heck sorgt ein verstellbares Monofederbein von Showa für die optimale Performance.

Bei der Bremsanlage setzt die Indian FTR Sport vorne auf eine Brembo Vierkolben-Zange in Kombination mit einer 320 Millimeter großen Doppelscheibe. Hinten kommt eine Zweikolben-Zange und eine 260 Millimeter Scheibe zum Einsatz.

Der Radstand der Indian FTR Sport beträgt mit 1.525 Millimeter, 5 mm mehr als der der Harley-Davidson Sportster S. Die Sitzhöhe misst bei der Harley 765 Millimeter, während der Indianpilot auf 780 Millimetern über dem Boden Platz nimmt. Mit einem fahrfertigen Gewicht von 237 Kilogramm ist die Indian etwas schwerer als die Harley-Davidson, die mit 228 Kilogramm auftrumpft.

Tatsächlich schlagen die beiden US-Bikes in vollkommen verschiedene Kerben.

Sitzposition und Ergonomie

Vorverlegte Fußrasten und ein breiter Lenker bestimmen die Sitzposition auf der Harley-Davidson Sportster S. Cruiserfeeling, das bei hohen Geschwindigkeiten seinen Tribut verlangt. Der Winddruck auf Brust und Kopf ist beachtlich. Lange Etappen auf der relativ unbequemen Sitzbank sind nur etwas für hartgesottene Piloten. Vollkommen anders präsentiert sich die Indian FTR Sport.

Aufrechtes Sitzen, eine entfernbare Abdeckung unter der sich ein Soziussitz befindet und mittig positionierte, leicht nach vorne geneigte Fußrasten ergeben eine agile Sitzposition. Der Lenker der Indian ist breit genug, um das Bike in engen Kehren drückend zu bewegen.

Fahrverhalten und Handling

Beim aktiven Fahren ist die Aufmerksamkeit auf den 160er Vorderreifen in der Harley gerichtet. Es bedarf einiger Eingewöhnung und Kraftaufwand, die Fuhre zum Einlenken zu bringen. Hat man den Dreh einmal heraußen, ist dank der relativ großen Schräglagenfreiheit mehr Kurvenspeed möglich. Im direkten Umstieg lässt sich die Indian FTR Sport unglaublich handlich bewegen.

Die Handlichkeit erklärt sich aus der aktiveren Sitzposition und der Bereifung in den Standard-Naked Bike-Dimensionen 120/70/17 vorne und 180/55/17 hinten. Die Doppelscheibenbremse vorne samt radial verschraubter Bremssättel aus dem Hause Brembo lassen die FTR rasant und präzise verzögern, an der Vorderradbremse erfolgte für 2023 eine Überarbeitung. Sportliches Bewegen ist kein Problem, auch die Schräglagenfreiheit ist für den Landstraßenritt ausreichend.

Die FTR in der Sport-Version verfügt über das komplette Elektronikpaket, das drei Fahrmodi, Wheelie-, Stabilitäts- und Traktionskontrolle sowie Kurven-ABS umfasst. Daher kann man beim kraftvollen Beschleunigen und Bremsen auf ein modernes Sicherheitssystem vertrauen. Für das Fahren auf der Landstraße ist der Modus Standard am besten geeignet.

Elektronische Ausstattung

Überraschenderweise steht die Harley Davidson ihrer US-Kollegin von der elektronischen Ausstattung quasi um nichts nach. Ab Werk stehen fünf Fahrmodi zur Verfügung - die vorprogrammierten Sport, Road und Rain und zwei zusätzliche frei programmierbare Fahrmodi. Die Einstellung all dieser elektronischen Features erfolgt über das am Lenker zentral montierte 4 Zoll große Rund-Farb-TFT-Display. Dieses bietet die Anzeige von Geschwindigkeit, Drehzahl, Fahrmodi, Turn-by-Turn Navigation, die von der Harley-Davidson App übertragen wird.

Motorleistung im Vergleich

Beide Hersteller sind berühmt für ihren luftgekühlten V2-Giganten, müssen aber hinsichtlich der zu erfüllenden Euro-Normen immer weiter Zugeständnisse machen. So ist es wenig verwunderlich, dass insbesondere auf die Entwicklung wassergekühlter V2 besonderes Augenmerk sowohl bei Harley als auch bei Indian gelegt wird.

Die Aggregate im Test haben sich als kraftvolle und charakterstarke Antriebe gezeigt. Der Revolution Max kann sein leichtes Hubraumplus subjektiv vor allem in tieferen Drehzahlregionen ausspielen und bietet einen massiven Antritt von unten. Der Indian V2 bietet etwas mehr Drehfreude als sein Pendant aus Milwaukee und punktet mit einer starken Mitte.

Weitere Sitzoptionen und Komfort

Viele Fahrer suchen nach dem bequemsten Sitz für ihre Harley Davidson, insbesondere für lange Strecken. Einige Optionen, die in Betracht gezogen werden können, sind:

  • HD Sundowner
  • Mustang Vintage
  • Le Pera mit Biker Gel

Es gibt auch Empfehlungen, die Arschmuskeln zu trainieren oder den Seriensattel anpassen zu lassen, um den Komfort zu erhöhen.

Einige Fahrer haben positive Erfahrungen mit dem Mustang Wide Touring Vintage Solo Seat gemacht, der auch nach langen Fahrten Komfort bietet.

Harley-Davidson Sportster S vs. Forty-Eight

Die Harley-Davidson Sportster S kann der Forty-Eight trotz doppelter Leistung nicht davonfahren. Die Sportster S unterscheidet sich radikal vom Vorgänger: Wasser- statt Luftkühlung, 60 statt 45 Grad Zylinderwinkel und kettengetriebene DOHC-Vierventilköpfe statt Zweiventil-Stoßstangensteuerung. Gemeinsamkeiten: V2-Motor und Riemenantrieb.

Zwischen 2.000 und 3.500/min klingt die Maschine keinesfalls nach mächtigem Motorrad, sondern wie ein Kleinwagen mit Dreizylinder-Sparmotor. Der Sound der Sportster S wird ab 4.000/min fülliger, aber akustisch kann sie mit der Forty-Eight nicht mithalten.

Die Sitzposition ist ähnlich, aber der Tank der Sportster S erscheint mächtiger, obwohl er nur 11,8 Liter fasst. Das TFT-Cockpit bietet diverse Ansichten, die von den Befindlichkeiten des Bikes über notwendige bzw. interessante Informationen bis hin zur Navigation, Telefonie und musikalischer Unterhaltung über alles Auskunft geben.

Im Regenmodus raubt die Maschine dem Twin alle Vitalität. Auf Road geswitcht, hängt er sauber und gleichmäßig am Gas, kann gemütlich mit 2.000/min im Sechsten rollen. Ab 4.000/min fletscht er die Zähne, und ab 6.000/min kennt er keine Freunde mehr. Der Sport-Modus schärft den Charakter nochmals nach, generiert nochmals eine Schippe mehr Leistung und hängt am Gas wie ein ausgehungerter Kettenhund.

Auf der Verbrauchsfahrt verbraucht die Forty-Eight 4,7 Liter, die Sportster S 5,4 Liter. Die Forty-Eight schafft mit einer Tankfüllung 168 Kilometer, die "S" immerhin 218.

Wenn das Umfeld passt, kann man die "S" fliegen lassen. 34 Grad offizielle Schräglagenfreiheit sind zwar nicht die Welt, aber damit geht mehr, als man denkt. Es bedarf zwar eines klaren Impulses, aber einmal eingelenkt, folgt die "S" willig und stur dem gewünschten Kurs. Solange man die Finger von der Bremse lässt.

Das Fahrwerk verkraftet flotte Fahrweise locker, aber die Federwege sind mickrig und lassen keinen Raum für Komfort, und besonders hinten kommen harte Stöße gerne ungebremst durch.

Harley Davidson Low Rider S vs. Indian Sport Chief

Die Harley Davidson Low Rider S und die Indian Sport Chief sind beliebte Cruiser. Die Harley Davidson Low Rider S besticht durch ihr klassisches und aggressives Design. Mit ihrer tiefen Sitzbank und dem breiten Lenker bietet sie eine entspannte Sitzposition, die ideal für lange Touren ist.

Im Gegensatz dazu hat die Indian Sport Chief ein sportlicheres Design. Die Ergonomie ist ebenfalls gut durchdacht. Der Motor der Harley Davidson Low Rider S ist bekannt für seine kraftvolle Leistung und den charakteristischen V2-Sound. Die Indian Sport Chief hingegen hat einen modernen Motor, der ebenfalls viel Leistung bietet.

In Sachen Fahrverhalten bietet die Harley Davidson Low Rider S ein stabiles und komfortables Fahrverhalten. Die Indian Sport Chief hingegen punktet mit ihrem agilen Handling. Beide Motorräder sind mit modernen Technologien ausgestattet.

Die Low Rider S ist ideal für alle, die ein klassisches Cruiserlebnis mit viel Komfort und einem starken Motor suchen. Die Indian Sport Chief hingegen richtet sich an Fahrerinnen und Fahrer, die ein sportlicheres Fahrgefühl und ein agiles Handling bevorzugen.

Sitzanpassung für individuelle Bedürfnisse

Serienmotorräder werden perfekt auf Menschen mit durchschnittlicher Bein- und Armlänge konzipiert. Wenn Du nicht der Norm entsprichst und lange oder kurze Beine Dein Eigen nennst, dann bietet Harley-Davidson eine Fülle von Möglichkeiten an. Hier geht es um die richtige Sitzbank für die perfekte Sitzposition. Die Reach Sitze sind so geformt und gestaltet, dass Du den Boden leicht erreichen kannst. Du sitzt im Vergleich zu Seriensitzen näher an den Bedienelementen.

Die richtige Sitzhaltung kann großen Fahrern zu deutlich mehr Komfort auf dem Bike verhelfen und übermäßige Belastung des Rückens vermeiden. Die Form und Schaumstoffdichte der Sundowner Sitze wurde im Straßentest mit Hunderten von Stunden und anhand von ergonomischen Prüfungen entwickelt.

Weitere Tipps zur Sitzwahl

Ein größerer Sitz-/Pedalabstand wird u.a. durch einen anderen Sitz erreicht.

Tabelle: Vergleich der Indian FTR Sport und Harley-Davidson Sportster S

Merkmal Indian FTR Sport Harley-Davidson Sportster S
Hubraum 1.203 Kubikzentimeter 1.252 Kubikzentimeter
Drehmoment Nicht angegeben 125 Newtonmeter bei 6.000 Touren
Radstand 1.525 Millimeter 1.520 Millimeter
Sitzhöhe 780 Millimeter 765 Millimeter
Gewicht 237 Kilogramm 228 Kilogramm
Fahrmodi 3 5
Vorderreifen 120/70/17 160

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