Skaterhelm vs. Fahrradhelm: Unterschiede und worauf Sie beim Kauf achten sollten

Kaum scheint die Sonne und der Schnee ist weggetaut, tummeln sich Skater und Inlineskater im Funpark, auf dem Parkplatz oder der Straße. Zusammen üben sie die neusten Tricks.

Warum ein Helm wichtig ist

Bei vielen Sportarten rückt die Sicherheit mehr und mehr in den Fokus. Gleiches ist auch bei den Skatern zu beobachten, obwohl es keine gesetzliche Helmpflicht gibt. Bei offiziellen Wettbewerben ist der Kopfschutz allerdings vorgeschrieben.

Ein Skaterhelm soll den Kopf vor Stürzen oder Zusammenstößen schützen. Betreiben Sie Downhill-Skaten, besteht ein herkömmlicher Skaterhelm den Test der Zeit meist nicht. Dann benötigen Sie einen Vollvisier-Helm.

Jeder Skaterhelm kann prinzipiell auch auf dem Fahrrad genutzt werden. Allerdings sind sie meist schwerer als Fahrradhelme und weisen eine geringere Aerodynamik auf, was Sie bei einem eigenen Skaterhelm-Test selbst überprüfen können.

Es gibt auch Skateboard-Modelle für Anfänger.

Unterschiede zwischen Skaterhelmen und Fahrradhelmen

Im Unterschied zu anderen Helmen umschließt ein Skaterhelm den ganzen Kopf. So ist auch der Hinterkopf geschützt.

Allerdings sind sie meist schwerer als Fahrradhelme und weisen eine geringere Aerodynamik auf.

Worauf Sie beim Kauf eines Skaterhelms achten sollten

Entscheiden Sie sich dazu, beim Skaten einen Helm zu tragen, sollten Sie als erstes überlegen, auf welchem Terrain Sie sich bewegen. Entsprechend ist der Helm zu wählen. Darüber hinaus muss der Helm eine optimale Passform haben.

Er sollte zwar bequem sitzen, aber auch nicht wackeln oder rutschen. Schütteln Sie den Kopf und beobachten Sie bei Ihrem Skaterhelm-Test, ob er sich bewegt. Achten Sie darauf, dass der Skaterhelm eine Belüftungsmöglichkeit hat. So wird Ihnen auch im Sommer nicht zu heiß.

Sicherheitsnormen und Prüfzeichen

Kaufen Sie einen Skaterhelm, sollte dieser der DIN EN 1078 entsprechen. Dies ist eine europaweite Sicherheitsnorm für Fahrrrad- und Skaterhelme. Zusätzlich prüft auch der TÜV die Helme. Achten Sie auf das entsprechende Logo.

Der Skaterhelm sollte der europäischen Sicherheitsnorm DIN EN 1078 entsprechen, durch den TÜV geprüft worden sein und das CE-Prüfzeichen aufweisen.

Suchen Sie einen Skaterhelm fürs Kind, ist ein Test im Voraus umso wichtiger. Verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, welchen Standard ein guter Helm haben sollte.

Ein Skaterhelm für das Kind sollte neben der DIN EN 1078 zusätzlich die DIN EN 1080 erfüllen. Dann weist der Kopfschutz einen Selbstöffnungsmechanismus auf.

Auch bei einem speziell für das Fahren auf dem Skateboard angefertigten Helm ist ein Test zu empfehlen, bevor Sie die ersten Runden drehen.

In jedem Fall gilt aber: Stürzen Sie mit dem Helm, sollten Sie einen neuen kaufen.

Wichtige Kriterien beim Kauf

Achten Sie beim Kauf eines Skaterhelms darauf, dass dieser die optimale Passform und eine Belüftungsmöglichkeit hat und nicht zu schwer ist.

Ein guter Skaterhelm bietet optimalen Tragekomfort und ein hohes Maß an Stabilität und Sicherheit.

Fahrradhelme: Arten und Kaufempfehlungen

Die richtige Passform

Beim Kauf eines Fahrradhelmes solltest du zuerst auf den richtigen Sitz achten. Der Helm kann noch so cool, bunt und windschnittig aussehen: Verrutscht er im Moment des Unfalls, kann er deinen Kopf nicht schützen und im schlimmsten Fall noch mehr Schaden anrichten.

Am besten ist es, unterschiedliche Helme zu probieren und mit dem Drehrad oder der Ratsche - beides befindet sich an der Hinterseite der Innenschale - den Helm so zu justieren, dass er perfekt sitzt, aber nicht drückt.

Der Helm sollte nur an den Stellen aufliegen, die auch gepolstert sind. Die Ohren sollten frei sein.

Dieser liegt ein bis maximal zwei Fingerbreit unter dem Kinn. Auf keinen Fall sollte er dicht am Kinn anliegen oder gar einschneiden.

Verschiedene Helmtypen für unterschiedliche Einsatzzwecke

Bist du ein Vielfahrer, der in der Freizeit überwiegend mit einem Rennrad oder Mountainbike unterwegs ist, sollte dein Fahrradhelm zum Gelände passen.

Auch Kinderhelme unterscheiden sich in der Form - nicht nur der grellen Farbe - von Helmen für Jugendliche und Erwachsene. Bist du dir unsicher, welcher Helm zu dir passt, dann lass dich im Fachhandel beraten.

Helme für den Stadtverkehr und Touren

Gerade im Stadtverkehr oder bei der Fahrradtour am Wochenende ist das Tragen eines Fahrradhelms dringend empfohlen. Die Trekking- & Cityhelme, gerne auch Urban-Helme genannt, bieten Schutz bei einem schlichten und schicken Design.

Sie zeichnen sich durch gute Einstellmöglichkeiten und cleveren Features wie Reflektoren oder Lichter aus.

Helme für Mountainbiker

In kaum einem anderen Bereich ist die Sturzgefahr so hoch wie auf dem Mountainbike. Daher ist ein geeigneter Mountainbikehelm auch absolute Pflicht.

Für Trail und Allmountain-Touren haben sich Halbschalenhelme bewährt, die für einen guten Kompromiss zwischen hohem Schutz und guter Belüftung sorgen.

Diese sind gerade am Hinterkopf meist tiefer geschnitten um auch diesen zu schützen.

Helme für Downhiller

Für den Einsatz auf Downhill-Strecken oder im Bikepark ist ein vollumschließender Fullface-Helm gedacht. Sie bieten den meisten Schutz und durch den Kinnbügel ist zudem auch dein Gesicht und Kiefer geschützt.

Generell ist die Helmschale oft robuster und sie sind auch besser gepolstert als Halbschalen-MTB-Helme.

Helme für Rennradler

Auf dem Rennrad zählt natürlich Geschwindigkeit. So sind Rennrad-Helme besonders leicht und haben eine aerodynamische Form um besonders windschnittig zu sein.

Dabei sind sie mit einer optimalen Belüftung versehen, was dir hilft immer einen kühlen Kopf zu bewahren. Ihre Form sorgt bei der Kopfhaltung auf dem Rennrad für ein möglichst großes Sichtfeld.

Helme für Kinder

Im Wesentlichen unterscheidet sich ein Fahrradhelm für Kinder nicht großartig von Fahrradhelmen für Erwachsene. Bei beiden soll der Helm die gleiche Funktion erfüllen, nämlich den Kopf vor Stößen im Falle eines Sturzes zu schützen.

Kinder haben einen kleineren Kopf und benötigen dementsprechend einen Kinderhelm, der genau auf ihren Kopfumfang passt.

Während das Design bei Kindern oft verspielt und farbenfroh ist, kommen Helme für die Großen eher in schlichten Farben daher.

Prüfsiegel & DIN Norm für höchste Sicherheitsstandards

Ob Discounter-Helm oder High-End-Produkt - alle Fahrradhelme, die in der EU und in der Schweiz verkauft werden, müssen sich einem Testverfahren inklusive Crashtest unterziehen.

Wird dieser makellos bestanden, erhält der Fahrradhelm die Norm DIN EN1080 (CE). Zusätzlich sind viele Modelle mit dem Zeichen für "geprüfte" Sicherheit (GS) versehen.

In EU-weiten Testverfahren nach der DIN EN 1078 (CE) muss der Helm einen Test bestehen, bei dem er unter anderem mit einem Prüfkopf einmal auf einen flachen und einen schrägen Sockel fällt, der eine Bordsteinkante imitiert.

Dabei darf der Prüfkopf beim Aufprall nicht das 250-fache der Erdbeschleunigung überschreiten.

Sehr gute Rad-Helme weisen eine so gute Dämpfung auf, dass sie auch bei einem Aufprall mit „nur“ rund 20km/h den Wert von 82G (82-fache Erdbeschleunigung) nicht überschreiten.

So sicher sind Fahrradhelme

Über 70 Prozent der meisten schwer verletzten Radfahrer tragen Kopfverletzungen davon. Vier von fünf hätten durch das Tragen eines Helms verhindert werden können.

Auch wer stets langsam und nur kurze Strecken fährt, profitiert von der erhöhten Sicherheit am Kopf. Denn oftmals resultieren Fahrradunfälle durch Zusammenstöße, Eigenverschulden sowie das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer.

Ein ewiges Leben hat jedoch bei allen noch sicheren Prüfverfahren kein Fahrradhelm. Du solltest ihn nach circa fünf bis sechs Jahren austauschen.

Beobachtest du Verschleißerscheinungen, Risse oder hattest du sogar einen Sturz mit deinem Helm, ist er sofort gegen einen neuen zu ersetzen.

Einige Hersteller bieten sogar einen Rabatt nach einem Unfall sowie ein Crash Replacement an. So kann ein neuer Helm der gleichen Marke teilweise bis zu 50 Prozent günstiger erworben werden.

Neue Fahrradhelme mit MIPS

Ganz neu auf dem Markt sind Fahrradhelme mit MIPS (Multi-directional impact protection system). Diese verfügen über eine schwimmend verarbeitete Innenschale, die sich mit der Rotationsbewegung deines Kopfes bei einem schrägen Aufprall etwa 15 mm verschiebt und so einen Teil der Beschleunigungsenergie abbauen kann.

Ob dieses System wirklich noch mehr Sicherheit bieten kann, wird derzeit in der Fachwelt noch diskutiert. Wichtiger ist es, sich an Testergebnissen und den eigenen Bedürfnissen an einen Helm zu orientieren.

Weitere Tipps für den Helmkauf

  • Ein Helm muss gefallen, aber auch passen. Daher sollte unbedingt vor dem Kauf der Helm anprobiert werden.
  • Hierbei muss der Helm gleichmäßig straff und angenehm sitzen, darf aber nicht drücken oder einschneiden. Im Fachhandel können dazu Hilfestellungen eingeholt werden.
  • Wichtig: Tauschen Sie den Helm nach einem Sturz unbedingt aus, auch wenn keine äußeren Schäden sichtbar sind. Entstandene innere Schäden können eine Schutzwirkung bei einem nachfolgenden Sturz deutlich verringern
  • Wählen Sie möglichst helle und auffällige Farben des Helmdekors. Bestenfalls ist der Helm auch mit einem LED-Licht ausgestattet

Testergebnisse Fahrradhelme (ADAC 2020)

Der ADAC hat zehn BMX-, Skate- oder Inline-Helme für Jugendliche und Junggebliebene auf Sicherheit, Komfort, Handhabung und Schadstoffgehalt getestet. Das Ergebnis: Coole und sichere Helme müssen nicht teuer sein.

Hersteller/Modell Preis in Euro ADAC Urteil Handhabung/Komfort Unfallschutz Hitzebeständigkeit Schadstoffe
Uvex hlmt 4 cc 59,99 2,3 1,8 2,8 1,5 1,0
Prophete Artikel Nr. 0424 24,49 2,4 2,6 2,5 1,5 1,0
Giro Quarter FS 41,24 2,5 2,5 2,7 1,5 1,0
Nutcase Street Gen3 76,82 2,6 2,4 3,0 1,5 1,0
Alpina Airtime 59,96 2,7 2,2 3,2 2,0 1,0
Abus Scraper 3.0 49,10 2,8 2,8 2,9 2,1 1,0
Btwin Teen 520 19,99 2,8 2,6 3,1 2,5 1,0
KED 5forty 46,48 2,8 2,6 3,1 2,5 1,0
Bell Local 45,45 2,9 2,6 3,2 2,2 1,0
Fischer Modell-Nr.

Hinweis: Die Tabelle enthält nicht alle Informationen aus dem Originaltext, sondern nur die Testergebnisse der genannten Helme.

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