Bei Schutzblechen am MTB scheiden sich die Geister. Für die eine Gruppe sind Fenders ein Must-have für Rides bei Regen, für die andere Gruppe hingegen ein optisches No-Go. Doch müssen Schutzbleche wirklich langweilig sein? Diese Frage kann zumindest beim SKS Blade Set verneint werden.
Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die getesteten SKS Schutzblech-Sets:
SKS Blade Set: Schutzbleche mit Stil
Wir müssen zugeben, dass wir nicht die größten Fans von MTB Schutzblechen sind. Die meist in grau oder schwarz gehaltenen Fenders wirken auf uns am Bike wie Fremdkörper. Allerdings macht ein komplettes Einsauen auf Touren inklusive Beeinträchtigung der Sicht nicht wirklich Sinn, zumal die Witterung in den kommenden Monaten ja doch eher feuchter als trockener wird. Mit dem Blade Set in grün oder blau bietet SKS eine Lösung an, die nur wenig Kompromisse erfordert.Material und Flexibilität
Gefertigt sind die Schutzbleche aus einem 2-Komponenten Kunststoff. Auffallend ist die hohe Flexibilität des Materials. Obwohl die Schutzbleche sehr formbeständig sind, geben diese bei einwirkenden Kräften von außen nach und nehmen danach sofort wieder ihre ursprüngliche Form an. Das Ganze geschieht ohne bleibende Schäden. Für den MTB Bereich natürlich optimal, da ein Sturz nie ausgeschlossen werden kann.Kompatibilität und Gewicht
Ausgelegt ist das Set für 29″ Laufräder, passt aber auch hervorragend für 27,5″ Bikes. Die empfohlene Reifenbreite beträgt zwischen 2.0″ und 3.0″, das von uns nachgemessene Gewicht liegt bei 108 Gramm (vorne) bzw. 228 Gramm (hinten).Montage
Überzeugend ist auch die Montage der Schutzbleche am Bike oder E-Bike. Für die Befestigung des Shockblades muss vor der ersten Fahrt ein Quick-Release-Adapter von unten im Gabelschaft montiert werden. Für unterschiedliche Durchmesser liegen verschiedene Konus-Adapter bei - sogar an den dafür benötigten Innensechskantschlüssel wurde gedacht. Danach wird das Shockblade einfach nur noch aufgeschoben oder - für die Demontage - runtergezogen. Eine geniale Lösung!Das hintere X-Blade wird lediglich mittels eines Spanngurts und Spannbügels an der Sattelstütze befestigt. Der Spanngurt lässt sich mit wenigen Handgriffen den Anforderungen entsprechend anpassen, danach muss nur noch der Spannbügel ein- und umgelegt werden. Das geht echt schnell von der Hand und ermöglicht so eine unglaublich schnelle Montage bzw. Demontage des hinteren Schutzblechs. Abschließend kann im letzten Schritt noch der Winkel und Abstand zum Hinterrad eingestellt werden.Schutzwirkung
Das Set begeistert durch einen sehr guten Schutz. Besonders das äußerst unangenehme Durchnässen der Hose im Po-Bereich gehört mit dem X-Blade der Vergangenheit an. Gleiches gilt für den Rückenbereich, wodurch ein schnelles Auskühlen verhindert wird. Der auf der Innenseite gummierte Spanngurt gewährleistet selbst auf schlechteren Wegstrecken einen sicheren Halt. Da verrutscht nichts. Einen ebenso souveränen Eindruck hinterlässt das vordere Shockblade. Der Fender sitzt perfekt und bietet einen guten Schutz vor hochspritzendem Wasser und Dreck. Lediglich bei den Schuhen muss für zusätzlichen Schutz in Form von wasserdichten Socken etc. gesorgt werden.Fazit zum SKS Blade Set
Das SKS Blade Set lässt sich mit wenigen Handgriffen schnell am Bike oder E-Bike montieren und bietet einen sehr guten Schutz.SKS Mudrocker Front: Detaillierter Test
Wenn ihr den Mudguard von SKS an eurem Rad montieren wollt, habt ihr die Wahl zwischen Klett, Kabelbindern und Schrauben. Die Firma SKS ist ein riesiger Bike-Zubehör-Hersteller, die von Pumpen über Gepäckträger und Flaschenhalter bis hin zu Schutzblechen sowie Mudguards alles im Angebot hat, was das Bikerherz begehrt. SKS fertigt den MUDROCKER FRONT in Deutschland. Für 29,99 € bekommt ihr einen 490 mm langen Mudguard und all das benötigte Zubehör, um den Mudguard entweder mit Kabelbindern, Klett oder Schrauben zu befestigen. Damit eure Lower Legs nicht unnötig verkratzen, liegen zwei kleine Stück Gabelschutzfolie im Lieferumfang sowie zwei kleine Moosgummis bei. Dank der unterschiedlichen Befestigungsarten schwankt das Gewicht zwischen 120 und 147 g, was den Mudguard in unserem Vergleichstest zu einem der schwereren Modelle macht.Kompatibilität
Durch den universellen Fit des SKS MUDROCKER gibt es nur sehr wenige Federgabeln, zu denen er nicht passt. Nur besondere Gabel, wie zum Beispiel die Upside-Down-Gabeln von Intend und Bright oder die Manitou Mezzer mit ihrer Gabelbrücke auf der Rückseite der Standrohre, passen nicht.Montagemöglichkeiten
Der MUDROCKER bietet drei verschiedene Montagemöglichkeiten. Die schnellste und von uns bevorzugte Montagearten ist die Klettmontage mit den drei mitgelieferten Straps. Für einen besseren Halt sind diese gummiert und mit einer Schlaufe ausgestattet, damit sie gut festgezogen werden können. An den Lower Legs funktioniert das problemlos, nur an der Gabelkrone ist das Klettband etwas lang und steht deshalb komisch ab. Auch der Bereich, in dem der Klettverschluss greift, ist etwas kurz, was aber bei unserem Testing nie zu Problemen geführt hat. Solltet ihr eine Lösung für eine längere Zeit suchen, könnt ihr die Straps auch einfach durch Kabelbindern ersetzen. Es gibt zudem noch eine weitere Möglichkeit: Ihr könnt den Mudguard auch an eure Gabelbrücke schrauben. Dafür braucht ihr eine Federgabel von RockShox, FOX oder Öhlins mit zwei Gewinden. Eine RockShox ZEB und Lyrik funktioniert leider nicht, da sie drei Gewinde in ihren Gabelbrücken haben. Wir konnten den Adapter erfolgreich an einer aktuellen FOX 36/38 und RockShox BoXXer befestigen. Wenn ihr eine kompatible Gabel besitzt, müsst ihr zuerst den Adapter an euren Mudguard schrauben. Dann schraubt ihr den Mudguard noch an die Gabelbrücke. Damit dieser dann auch fest sitzt, muss er noch mit Klett oder Kabelbinder an den Lower Legs festgezogen werden.Performance auf dem Trail
Beim Wackeltest in der Werkstatt nach der Montage sitzt der Mudguard stabil in der Federgabel. Das spiegelt sich auch bei den Testfahrten durch eine angenehme Stille des Mudguards wider. Auch bei der Schutzwirkung kann SKS überzeugen, denn selbst unter widrigsten Bedingungen bleibt unser Gesicht sauber. Zwar liegt der Spritzschutz, genau wie die Länge, etwas unter dem Niveau von Mucky Nutz und Mudhugger. Das restliche Testfeld kann der SKS MUDROCKER jedoch übertrumpfen. Genau wie unser Gesicht bleiben auch die Gabeldichtungen frei von Matsch.Fazit zum SKS Mudrocker Front
Der SKS MUDROCKER FRONT hat uns voll und ganz überzeugt. Er liefert einen ausgezeichneten Schutz für Gesicht und Gabeldichtungen. Dazu kommt die schnellste Montage im Test, die dank Klett auch kein Werkzeug benötigt. Somit ist es kein Problem, den MUDROCKER an einem matschigen Tag noch schnell an die Gabel zu montieren. Solltet ihr den Mudguard länger als einen Tag benötigen, könnt ihr ihn mit Kabelbinder oder Schrauben dauerhaft befestigen.Vergleich verschiedener SKS Schutzblech-Sets
SKS liefert das ausgeglichenste Set im Test. Beide Teile sind in Sachen Schutz und Montage richtig gut, auch wenn keines Maßstäbe setzt. Vorne bietet nur SKS mit beigelegtem Adapter die Möglichkeit zur direkten Schraubmontage an geeigneten Gabelbrücken, aber auch die relativ breiten Klettriemen halten beide Schützer sicher am Platz.Der hintere Schützer ist in zwei Winkeln montierbar und lässt sich durch beigelegte Extensions um je etwa zehn Zentimeter nach vorne und hinten verlängern. Wir haben auf die hintere Verlängerung verzichtet, weil sie das sichtbare Schwänzeln verstärkt hätte. Ein Plus: das umfangreiche Befestigungsmaterial im Lieferumfang.Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die getesteten SKS Schutzblech-Sets:
| Modell | Setpreis (ca.) | Länge v/h (cm) | Gewicht v/h (g) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| SKS Mudrocker Set | 65 Euro | 50/65 (bis 85) | 122/266 | Schraubmontage möglich, umfangreiches Befestigungsmaterial |
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