Die Frage, was man beim Radfahren anziehen soll, ist oft schwer zu beantworten. In den letzten Jahren hat sich Softshell als Patentlösung entwickelt. Es ist die „eierlegende Wollmilchsau“ unter den Bekleidungsmaterialien.
Was ist Softshell?
Softshell vereint gewissermaßen die mittlere und die äußere Bekleidungsschicht des bekannten Zwiebelprinzips miteinander, denn im Grunde wird eine wetterfeste Außenschicht mit einer isolierenden Innenschicht kombiniert. Doch wie ist das Material aufgebaut?
Aufbau von Softshell-Material
Softshell besteht in den meisten Fällen aus drei Lagen, die fest miteinander verklebt werden - sie bilden das Softshell-Laminat. Die äußerste Schicht besteht aus einem wasserabweisenden und strapazierfähigen Oberstoff. Die Innenschicht ist aus weichem Material, meist Velours oder Fleece, und fällt je nach Einsatzzweck mal dicker, mal dünner aus. Sie soll wärmen und Feuchtigkeit von der Haut abführen.
Fast Standard ist eine Membran als Zwischenschicht und dritte Lage, die zusätzlich Wind abhält, dabei aber Wasserdampf von innen durchlässt. Bei den Membranen unterscheidet man zwischen mikroporös und hydrophil: Erstere haben winzige Poren, durch die nur Wasserdampfmoleküle kommen, Regentropfen aber nicht. Es gibt auch Softshells ohne Membran.
Ob die Jacke zwei- oder dreilagig sein sollte, richtet sich nach dem Bedarf. Es gilt: Je atmungsaktiver eine Jacke, desto weniger winddicht. Steht der Schutz vor Wind im Vordergrund, sollte man sich für eine Drei-Lagen-Jacke entscheiden - gerade beim Radfahren wegen des Fahrtwinds eine wichtige Überlegung. Hat die Atmungsaktivität Priorität, können zwei Membranen ausreichen.
Vorteile von Softshell-Jacken
Dass sich Softshell-Jacken seit einigen Jahren so großer Beliebtheit erfreuen, ist nicht verwunderlich. Schließlich ist das Material so vielseitig wie kaum ein anderes. Nach außen hin bieten Softshell-Jacken einen Schutz vor Wind und Regen. Natürlich ist dieser nicht vergleichbar mit den sogenannten wasser- und winddichten Hardshells, aber durch winddichte Membrane und Beschichtungen zur Imprägnierung halten sie zumindest leichten Nieselregen und den Fahrtwind vom Körper fern.
Gleichzeitig sind Softshells aber sehr atmungsaktiv - so wird Schweiß während des Radfahrens gut vom Körper abtransportiert. Ein weiteres Plus ist die Beschaffenheit des Materials: Softshells sind viel stoffähnlicher als das oft raschelige Material von Hardshells. Softshells sind weich und elastisch und bieten so viel Bewegungsfreiheit - ideal für allerlei sportliche Aktivitäten.
Ausstattung einer Softshell-Jacke
Auf einige Punkte bei der Ausstattung sollte man beim Kauf einer Softshell-Jacke achten. Was den Wetterschutz betrifft, kann der Reißverschluss ein Schwachpunkt bei den Jacken sein. Man sollte darauf achten, dass er unterlegt ist, damit Wind und Regen nicht ungehindert hindurchpfeifen und eindringen können. Hier außerdem wichtig: Eine Reißverschlussgarage am oberen Ende, damit der Reißverschluss nicht am Kinn reibt oder man sich beim Zumachen die Haut einklemmt.
Am unteren Bund, den Armen und am Kragen sollte es eine Möglichkeit geben, die Jacke eng abzuschließen, zum Beispiel durch Klettverschlüsse oder Gummizüge. Auch auf ausreichend Taschen innen und außen sollte man je nach Einsatzzweck achten. Zuletzt stellt sich noch die Frage nach einer Kapuze. Ohne Kapuze sollte der Kragen nicht zu weit sitzen.
Test von Softshell-Jacken
Wir haben in unserem Test neun Jacken ausprobiert, die sich gut für die kommende Übergangszeit eignen - manche eher für die kühlen, andere für die wärmeren Tage. Der Test soll ein breites Spektrum abbilden: Auf der einen Seite haben wir Softshells getestet, die sportlich und eng geschnitten sind und zum Beispiel durch einen verlängerten Rücken oder lange Ärmel speziell für das Radfahren ausgelegt sind. Hier stehen Shimano, Endura, Scott, Gore und Sugoi auf dem Programm.
Auf der anderen Seite haben wir in diesen Test auch Softshell-Jacken von Vaude und Switcher aufgenommen, die sich von Design und Stil gut für urbane Radfahrer eignen. Die letzten beiden Testkandidaten stammen von den Outdoor-Marken Norrona und Tatonka: Für längere Reisen oder den Freizeitsport suchen viele Jacken, die universell einsetzbar sind. Alle Softshell-Jacken im Testfeld verfügen über eine Membran als Zwischenschicht, preislich unterscheiden sie sich aber erheblich.
Die Aufnahmen mit der Infrarotkamera machen es sichtbar: Je weniger gelbe und rote Bereiche auf der Aufnahme zu sehen sind, desto wärmer sind die Klamotten. Obwohl alle Hersteller ihre Sets für den Wintereinsatz anpreisen, sind die Isolationseigenschaften von Modell zu Modell sehr unterschiedlich.
Die Gründe dafür sind unterschiedliche Futterdicken und Materialien, sowie die unterschiedliche Verteilung von winddichtem Membranmaterial. Die Ergebnisse sind übertragbar auf die technisch identischen Frauenmodelle der Hersteller, wobei Schnitt und Größe einen Einfluss darauf haben, wie gut Jacke und Hose wärmen. Merke: Das selbe Modell wärmt eine Nummer größer wesentlich besser als mit knapp gewähltem Race-Schnitt.
Test Ergebnisse einiger Modelle
| Modell | Preise (Euro) | Isolation Jacke / Hose |
|---|---|---|
| Agu Jacket Six6 Polartec III Herren, Bibtight Six6 Winter III Herren | 230 / 180 | sehr gut / ausreichend |
| Alé K-Tornado Jacket, Nordik Plus Hose | 205 / 205 | befriedigend / befriedigend |
| Assos Mille GT Winter Jacke Evo, Mille GT Winter Bib Tights C2 | 260 / 230 | befriedigend / befriedigend |
| Castelli Fly Thermal Men’s Jacke, Sorpasso Ros Bibtight | 300 / 200 | sehr gut / befriedigend |
| Dynamics Profi Softshelljacke Herren, Performance Trägerhose lang Herren | 190 / 140 | gut / befriedigend |
| Gore Infinium Signal Thermo Jacke, Distance Winter Trägerhose+ Herren | 200 / 200 | gut / gut |
| Löffler M Bike Jacket Alpha II WS Light, M Bike Bib Tights WS Elastic | 180 / 170 | ausreichend / gut |
| Pas Normal Studios Mechanism Thermal Long Sleeve Jersey, Herren Mechanism Deep Winter Long Bibs | 270 / 300 | befriedigend / befriedigend |
| Santini Adapt Multi Jacke, Adapt Lange Radhosen | 250 / 230 | gut / befriedigend |
| Sportful Super Jacket, Fiandre Norain Bibtight | 210 / 130 | sehr gut / gut |
| Van Rysel Rennradjacke Winter Racer Extreme, Radhose lang Winter RCR | 90 / 80 | sehr gut / sehr gut |
| Vaude Posta IV Softshell Fahrradjacke Herren, Posta Softshell Fahrradhose Trägerhose Herren | 180 / 180 | sehr gut / gut |
Spezielle Fahrradjacken für unterschiedliche Bedingungen
Wenn Sie gern Touren mit Ihrem Fahrrad unternehmen und auch bei Regen und Wind unterwegs sind, benötigen Sie passende Fahrradbekleidung, um vor dem schlechten Wetter geschützt zu sein. Fahrradtrikots haben zwar eine hohe Atmungsaktivität sind aber nicht wasserdicht oder winddicht. Wenn es in Strömen regnet oder schneit und ein starker Wind weht, muss eine ordentliche Windjacke her.
Viele Hersteller von Outdoor-Bedarf, wie beispielsweise Vaude, Gore Wear oder Pearl Izumi, haben spezielle Fahrradjacken im Portfolio. Um zu wissen, ob Sie eine Radjacke benötigen oder ob eine normale Regenjacke oder eine Softshell ausreicht, sollten Sie die grundlegenden Merkmale und Unterschiede der verschiedenen Modelle kennen.
Merkmale und Typen von Fahrradjacken
Auf den ersten Blick fallen sofort zwei typische Eigenschaften von Fahrradjacken auf: Jacken fürs Radfahren haben lange Ärmel und sind am Rücken länger als an der Vorderseite. Somit schützen sie optimal vor Regen und Fahrtwind. Die Ärmel von Radjacken verfügen meist über ein Stretch-Bündchen oder lassen sich per Klettverschluss verschließen, sodass weder Regen noch Wind eine Chance hat unter die Jacke zu gelangen.
Durch die leicht gebeugte Körperhaltung auf dem Rad ist ein längeres Rückenteil notwendig, um auch dort vor eindringender Nässe oder Kälte zu schützen. Außerdem schützt Sie das lange Rückenteil einer Fahrradjacke vor Spritzern, wenn Sie durch Pfützen oder Matsch fahren. Einige Modelle lassen sich zusätzlich am Bund mit einem Kordelzug zuziehen.
Einer der größten Hersteller von hochwertiger Fahrradkleidung ist Gore Wear, das besonders für die bewährte Gore Tex-Membran bekannt ist. Sie zeichnet sich durch die seltene Eigenschaft aus, nicht nur wasserdicht, sondern auch atmungsaktiv zu sein. Dies sind Attribute, die auch bei Fahrradbekleidung sehr wichtig sind. Wenn Sie auf Tagesausflügen oder mehrtägigen Radtouren unterwegs sind, benötigen Sie nicht nur Schutz vor äußeren Witterungsbedingungen, sondern auch eine gute Belüftung.
Nur mit einem luftigen, atmungsaktiven Material herrscht ein angenehm trockenes Klima unter der Jacke. So können auch schweißtreibende Touren oder Trainingseinheiten mit hohem Tragekomfort genossen werden. Wer besonders sportlich unterwegs ist und Wert auf optimale Beweglichkeit legt, sollte außerdem auf flexible Materialien an den Ärmeln sowie am Rücken achten - hier kommen Softshells in Frage.
Reflektierende Elemente sind vor allem wichtig für Radfahrer, die auch bei schlechten Sichtverhältnissen unterwegs sind, um von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen zu werden.
Fahrradjacken für den Winter
Wenn Sie auch im Winter häufig radfahren, sollten Sie bei Ihrer Fahrradjacke neben Reflektoren auch auf Winddichtigkeit achten, denn vor allem in der dunklen Jahreszeit ist der kalte Fahrtwind sehr unangenehm. Zudem sollte eine Kapuze vorhanden sein, die groß genug ist, damit darunter noch ein Fahrradhelm Platz findet. Wenn Sie für alle Outdoor-Abenteuer gewappnet sein möchten und gern mehrere Kleidungsschichten miteinander kombinieren, schauen Sie sich auch noch bei anderen Funktionsjacken um, zum Beispiel bei Fleece- oder Daunenjacken.
Thermojacken mit synthetischer Fütterung haben im Vergleich zu Daunenjacken den Vorteil, dass sie auch im feuchten Zustand nicht ihre Wärmewikrung verlieren. Beim Radfahren im Winter sollten Sie also am besten zu einer Thermojacke greifen.
Was ist bei Tests von Fahrradjacken wichtig?
Wenn Fahrradjacken von den Experten der Fachmagazine getestet werden, achten die Tester unter anderem darauf, ob die Jacke ein geringes Gewicht oder ein kompaktes Packmaß hat. So lassen sich die Radjacken nämlich problemlos transportieren, wenn sie mal nicht im Einsatz sind. Auch die Wasserdichtigkeit sowie die Atmungsaktivität spielen bei den Tests eine wichtige Rolle. Die Prüfer gehen dabei auf die Beschaffenheit des Materials ein und empfehlen die Jacken für bestimmte Einsatzbereiche. So erfahren Sie, ob die Jacke am besten für Mountainbiking oder zum Rennradfahren geeignet ist.
Ähnlich wie beim Klettern oder beim Wandern gibt es heutzutage tausend und eine Jacke, die von den Anbietern als „neueste Revolution“ oder ähnlich angepriesen werden. Hardshelljacken, oder auch „klassische Regenjacken“, wenn Sie so wollen, kommen auch im Radsport zum Einsatz, obwohl man sie vielleicht zu aller erst mit dem Bergsport in Verbindung bringt. Diese Jacken bestehen meist aus drei verschiedenen Lagen, welche auch oft Dreilagenjacken genannt werden.
Gerade, wenn Sie öfters im Gebirge unterwegs sind, sollten Sie mit dem Gedanken spielen, sich eine solche Jacke anzulegen. Denn jeder kennt die Situation: Gerade noch bei strahlendem Sonnenschein losgefahren, kann es ganz schnell zuziehen und anfangen zu regnen. Wenn der Regen stärker wird und auch noch Hagel dazukommt, werden Sie froh sein, sich die Mühe gemacht zu haben, eine Jacke mitzunehmen. Gerade hier überzeugen die Hardshelljacken.
Was Hardshelljacken dagegen oft vorgeworfen wird, ist, dass Sie beim Fahrradfahren die Bewegungsfreiheit zu sehr einschränken. Das ist nicht komplett falsch, aber auch nicht komplett richtig. Von Modell zu Modell ist die Radjacke entweder steifer oder flexibler. Klirrende Kälte, erste Atemwölkchen und der Frost, der unter Ihrem Reifen knirscht - Das Biken im (einsetzenden) Winter kann ohne die richtige Ausrüstung ganz schnell zur Qual werden. Daher setzen ambitionierte Mountainbiker genauso wie engagierte Hobbyfahrer oft auf sogenannte Softshelljacken.
Diese „Fahrradjacke Winter“ besticht durch sein herausragendes Klima-Management und bringt Sie warm und fit durch die kalte Jahreszeit. Doch auch bei Temperaturen um die 10° Celsius können Sie Ihre Softshell Fahrradjacke schon auspacken.
Windjacken sind, wie ihr Name schon vermuten lässt, natürlich so konzipiert, dass sie optimal vor Wind und Regen schützen. Aber das ist nicht ihre einzige Funktion: Sie schützen zusätzlich auch vor dem Auskühlen. Das macht Sie vor allem bei Outdoorsportarten wie dem Fahrradfahren extrem beliebt. Denn jeder, der schonmal eine längere Radtour unternommen hat, weiß einerseits wie schnell das Wetter umschlagen kann und wie froh man dann ist, eine funktionstüchtige Radjacke dabei zu haben.
Eine Spezialform der Windjacke sind sogenannte Windbreaker. Sie eignen sich durch ihr geringeres Gewicht optimal fürs Fahrradfahren und bestechen außerdem mit einem bewegungsfreundlichem Schnitt und ausreichendem Windschutz. Im Winter empfiehlt es sich allerdings, auf eine Windjacke mit dickerem Material oder gleich auf eine Softshelljacke umzusteigen, da Windbreaker nicht gut gegen Kälte schützen.
Materialien und Konstruktion
Der Oberstoff von Hardshelljacken besteht meist aus sehr robustem und reiß - sowie abriebfestem Material. Durch eine zusätzlich Imprägnierung wird die Jacke wasser- und schmutzabweisend. Außerdem steigert sich dadurch die Atmungsaktivität. Hardshelljacken bestehen meist aus drei verschiedenen Lagen (Dreilagenjacken), können sich aber auch auf zwei Lagen beschränken (Zweilagenjacken). Der grundlegende Unterschied ist, dass bei Zweilagenjacken ein Netzfutter vor dem Abrieb schützt, während diese Aufgabe bei einer Dreilagenjacke ein Innenfutter übernimmt.
Es gibt auch 2,5-lagige Jacken, die nach dem Prinzip einer Dreilagenjacke aufgebaut sind. Auch die Softshelljacke zeichnet sich durch einen mehrlagigen Aufbau aus. Dabei vereint diese Fahrradjacke die Vorteile einer wind- und wetterfesten Bike-Jacke mit denen einer Fleece-Jacke. Je nach Qualität des Softshell-Materials kann die Atmungsaktivität variieren.
Windjacken und Windbreaker sind meist mit einer Kapuze ausgestattet, die entweder angeschnitten ist oder sich im Kragen der Jacke befindet. Sie besteht aus mehr oder weniger wasserundurchlässigen Materialien wie etwa Nylon oder Polyamiden.
Passform und Komfort
Beim Kauf jeder Radjacke sollten Sie außerdem darauf achten, dass diese möglichst passgenau sitzt. Sie sollte nicht um Sie „herumschlabbern“, aber darf gleichzeitig Ihre Bewegungsfreiheit nicht zu sehr einschränken. Dabei sollten vor allem Kragen und Saum lückenlos mit Ihrem Körper abschließen - in Fahrtposition wohlgemerkt! Denn etwaige Schlupflächer für Wind, Kälte oder Nässe können Ihnen den Spaß am Biken ganz schnell nehmen und obendrein zu unangenehmen Verspannungen oder sogar ernsthaften Beschwerden, wie einer Nierenetzündung, führen.
Grundsätzlich gilt, dass Sie Ihre Fahrradjacke vor dem Kauf anprobieren sollten - und zwar in Fahrtposition und mit Ihrem Fahrradunterhemd. Sie sollten dabei auf keinen Fall eine zu knappe Jacke kaufen, damit Ihre Bewegungsfreiheit (wohl das wichtigste am Biken) und Ihr Fahrkomfort nicht auf der Strecke bleiben.
Von unserer Seite aus bleibt also festzuhalten, dass sich die Anschaffung einer Fahrradjacke definitiv lohnt, falls Sie nicht nur Gelegenheits- oder Sommerradler sind. Für welches Modell Sie sich letztendlich entscheiden, müssen SIE entscheiden. Sollten Sie einen optimalen Schutz gegen Wind und Wetter suchen und das Gewicht nicht Ihre erste Priorität ist, ist wohl die Hardshelljacke Ihre optimale Wahl. Wer dagegen auf der Suche nach etwas noch atmungsaktiverem ist, was sich auch bei Plusgraden noch angenehm fahren lässt, ist bei einer Softshelljacke an der richtigen Adresse. Und wer sich gegen den Regen bestens wappnen will, greift zu einem Windbreaker.
Softshelljacken im Test: OUTDOOR Magazin
Ob beim Wandern, auf Reisen oder beim Spaziergang im Park - eine Softshelljacke ist fast immer der richtige Begleiter. Allerdings unterscheiden sich Softshelljacken je nach Hersteller und Modell erheblich. Vor dem Kauf sollten Sie daher auf bestimmte Eigenschaften achten. Unser Partner OUTDOOR Magazin hat zehn Softshelljacken getestet - sowohl für Damen als auch für Herren.
Die Softshelljacke ist das Schweizer Taschenmesser unter den Kleidungsstücken. Bei Wind, leichtem Regen oder morgendlicher Kälte gilt: Mit einer Softshelljacke ist man in der Regel richtig angezogen.Unsere Partner vom OUTDOOR Magazin hat 10 Softshelljacken im Preisbereich von 130 und 250 Euro bei Schmuddelwetter im Pfälzer Wald getestet. Das Ergebnis: Mit jeder sind Sie gut angezogen - je nach Wetter und Kälteempfinden empfehlen wir aber verschiedene Modelle.
Top-Empfehlungen aus dem Test
Wir präsentieren Ihnen eine detaillierte Auswahl der Spitzenmodelle aus dem Test. Zudem bieten wir Ihnen eine Erklärung zum Testverfahren des OUTDOOR Magazins. Abschließend erläutern wir, was Sie beim Kauf von Softshelljacken beachten sollten, und geben Ihnen einige Tipps zur Pflege von Softshells.
Rab Torque Softshelljacke
Die Rab Torque Softshelljacke überzeugt im Test auf ganzer Linie: Sie bietet viel Bewegungsfreiheit, einen angenehmen Tragekomfort und ist atmungsaktiv. Das robuste Material schützt zuverlässig vor Wind und Wetter.
- Trage- und Klimakomfort: 5 von 5 Sternen
- Wetterschutz: 5 von 5 Sternen
- Robustheit: 4 von 5 Sternen
Dynafit Transalper DST Jacket
Die Dynafit Transalper DST Jacket punktet durch ihr geringes Gewicht, sowie hochelastisches und dennoch strapazierfähiges Material. Die Dynafit Transalper DST Softshelljacke ist besonders für Sportbegeisterte eine gute Wahl.
- Trage- und Klimakomfort: 5 von 5 Sternen
- Wetterschutz: 4 von 5 Sternen
- Robustheit: 4 von 5 Sternen
Patagonia R1 Tech Face Hoody
Mit dem neuen R1 Tech Face Hoody trifft Patagonia ins Schwarze: eine hervorragende Softshell für Einsätze aller Art, bei annähernd jedem Wetter. Die Patagonia trägt sich sehr gut, schützt vor Wetter und sorgt dafür, dass Körperwärme und Schweiß abdampfen können.
- Trage- und Klimakomfort: 5 von 5 Sternen
- Wetterschutz: 5 von 5 Sternen
- Robustheit: 3 von 5 Sternen
Testverfahren des OUTDOOR Magazins
Im aktuellen Test von 2022 nahm das OUTDOOR Magazin insgesamt zehn verschiedene Outdoor-Softshelljacken für Männer und Frauen unter die Lupe. Um die gleichen Testbedingungen wie im Alltagsgebrauch zu simulieren und die Softshelljacke möglichst praxisnah zu belasten, wurde das Testsetup wie folgt zusammengestellt:
Trage- und Klimakomfort: Hier bewerten die Testerinnen und Tester das Stoffgefühl auf der Haut, den Schnitt der Jacken und ihren Sitz am Körper, und vor allem beim Rucksackwandern. Auch prüft das Testteam den Kapuzensitz, die Bewegungsfreiheit sowie die Geschmeidigkeit des Stoffs. Je besser das Klima, desto langsamer überhitzt man, etwa bei flottem Tempo oder Wärme.
Das bewertete die Testcrew auf Dutzenden Trailrunningläufen und Steilaufstiegen mit Rucksack. Wetterschutz: Der Wetterschutz setzt sich aus vier Faktoren zusammen: Windschutz, Nieselregenfestigkeit sowie Schnitt und Länge der Jacke. Lassen sich Kragen, Kapuze und Ärmelbündchen schließen? Auch das checkt die Testcrew auf Tour. Der Nässeschutz wird außerdem unter der Outdoor-Sprühregenanlage geprüft.
Robustheit: In dieser Testkategorie wurde darauf geachten, wie die Jacken nach der Testzeit aussehen. Sind Knötchen im Stoff entstanden oder franzten sie an einer Stelle aus?
Worauf sollte man beim Kauf einer Softshelljacke achten?
Bevor Sie eine Softshelljacke kaufen, sollten sie sich kurz überlegen, zu welchem Zweck Sie diese Jacke nutzen wollen - also ob Sie nur leichte Wanderungen oder schon eher strapaziöse Bergtouren unternehmen wollen, und wie Ihr Körper in einer solchen Situation reagiert. Sind Sie austrainiert und frieren leicht, sollten Sie eher zu einer wärmeren Jacke greifen - eventuell mit spezieller Windschutz-Membran. Kommen Sie jedoch leicht ins Schwitzen, sind Sie besser mit einer Jacke dran, die Wärme und Feuchtigkeit gut abtransportieren kann.
Wichtig ist, dass Sie die Jacke anprobieren und idealerweise auch einen Rucksack aufsetzen. So können Sie am besten beurteilen, ob die Jacke gut sitzt, ob Sie auch mit Rucksack noch ausreichend Bewegungsfreiheit haben und ob alle Taschen und Reißverschlüsse gut erreichbar sind.
Für viele Menschen ist auch das Geräusch, das eine Jacke beim Gehen verursacht, ein wichtiges Kriterium: Wenn Sie auf der schönsten Panoramatour stets ein fieses schabendes Rascheln im Ohr haben, kann das schnell sehr nervig werden. Softshell ist ein Hightech-Stoff, bei dem jeder Hersteller seine Geheimnisse und Spezialitäten hat: In der Regel besteht Softshell aus zwei oder drei Membranschichten, die fest miteinander verschweißt sind. Robustheit und Festigkeit nehmen Schicht für Schicht nach außen hin zu. Die zum Körper hin getragene Seite des Materials ist hingegen luftig weich und in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen und Wärme nach außen abzuleiten.
Sieht man Softshelljacken in Sportgeschäften, hängen in der Regel mehrere Label an jeder Jacke, die auf besondere Ausstattungsmerkmale hinweisen. Der Softshell-Jacken-Test hat gezeigt, dass Sie darauf im Zweifel kaum etwas geben können.
Pflege von Softshelljacken
Oft trauen sich Menschen nicht, Softshell-Kleidung zu waschen. Dabei ist dies nicht nur möglich, sondern sogar geboten: Softshells verstopfen nämlich. Schweiß, Flüssigkeiten, Partikel oder Cremes auf der Haut verstopfen mit der Zeit die Poren des Stoffes und behindern seine Atmungsaktivität. Insbesondere sind hier Jacken mit Membrantechnik betroffen.
In der Regel sind Waschhinweise in die Kleidungsstücke eingenäht, an die man sich halten sollte, denn der Hersteller weiß im Zweifel am besten, was der Stoff aushält. Sie können natürlich spezielle Waschmittel für Funktions-Kleidung nutzen - ein herkömmliches flüssiges Feinwaschmittel tut es in der Regel aber auch. Verzichten sollten Sie in jedem Fall auf Bleiche, Weichspüler und hohe Waschtemperaturen.
Da die Außenseiten von Softshelljacken wasserabweisend sind, sollten Sie die Jacke auf Links wenden. So kommen Wasser und Waschmittel schnell dorthin, wo sie wirken sollen. Wenn Ihre Waschmaschine eine Funktion hat, die "Extra-Spülen" heißt, sollten Sie diese aktivieren, da so auch der letzte Rest Waschmittel aus dem Stoff geholt wird.
Nicht jeder Softshellstoff verträgt einen Trocknerbesuch. Auf Nummer Sicher gehen Sie, wenn Sie auch auf Schleudern verzichten und die Jacke tropfnass auf einem Bügel aufhängen und trocknen lassen.Lässt die Imprägnierung nach, können Sie diese mit einem geeigneten Spray wieder auffrischen. Beachten Sie, dass Sie nur die Außenseite der Jacke behandeln.
Achtung:Es gibt Softshelljacken mit empfindlicher Merinowolle. Hier kann eine falsche Wäsche zum Verlust der Produkteigenschaften führen.
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