Informationen zum italienischen Dreirad Ape

Seit 76 Jahren ist die Ape von Piaggio ein fester Bestandteil des italienischen Straßenbildes, und auch in anderen Ländern genießt das Dreirad mittlerweile Kultstatus. Das kleine Nutzfahrzeug steht nun aber vor dem Aus - zumindest in Europa. Immer strenger werdende Umweltauflagen zwingen Piaggio dazu, die Produktion des Dreirads im italienischen Werk in Pontedera demnächst zu beenden.

Die Investitionen in eine Modernisierung der Ape, um diese an die von der EU geforderten Umwelt- und Sicherheitsstandards anzupassen, rechnen sich nicht mehr, erklärt die Piaggio-Firmenzentrale gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. Die Ape mit ihren Zweitaktmotoren hätte im Rahmen der Euro 5+-Vorschriften abgesehen von der Einhaltung der neuen Emissionsvorschriften auch mit Airbags sowie einer modernen Bremsanlage ausgerüstet werden müssen.

Piaggio will sich im Segment der Kleinsttransporter künftig voll auf den vierrädrigen Porter konzentrieren, der mit seinem elektrischen Antrieb für die Zukunft gerüstet ist. Die Produktion in Pontedera soll zum Jahreswechsel entsprechend auf das neue Modell umgestellt. Dann wird es die Ape in Europa nur noch als Lagerfahrzeug geben.

Die Geschichte der Piaggio Ape

Der erste Kleinsttransporter vom Typ Ape lief 1948 in der Toskana vom Band. Die Ape war im Prinzip eine Vespa mit Fahrerkabine und angebauter Pritsche. Die Erfinder Enrico Piaggio und Corradino D’Ascanio brachten 1948 erstmalig die APE auf den Markt. Die Idee entstand aus der Situation in der Nachkriegszeit.

Während sich die italienische Wirtschaft wieder aufrichtete, erfolgten Warentransporte mittels großen und teuren oder schweren und langsamen Kraftwagen militärischer Herkunft. Gute Beweglichkeit zu geringen Kosten, um in der Stadt die Waren zuzustellen und die Erweiterung des Verkehrs eines Verkaufsladens zu fördern, waren die zentralen Merkmale.

Ein Jahr zuvor wurde die Vespa (ital. Wespe) auch von Corradino D’Ascanio erstmalig auf den Markt gebracht. Daraus entstand das erste Modell APE als Vespa mit Ladefläche.

Die Piaggio Ape als Kultmobil

Entdeckt die Piaggio APE, das kultige Kleintransporter-Mobil, das sich ideal für vielseitige Anwendungen eignet! Wir bieten euch eine breite Auswahl an APE-Modellen, die nicht nur durch ihr einzigartiges Design, sondern auch durch ihre Funktionalität überzeugen. Die APE ist der perfekte Begleiter für den Alltag - sei es für den großen Einkauf, den Transport sperriger Güter oder für Freizeitaktivitäten mit Fahrrädern im Gepäck.

Dank des kompakten Formats und der wendigen Bauweise ist die APE sowohl in der Stadt als auch auf dem Land äußerst vielseitig einsetzbar. Mit ihrer kompakten Bauweise ist die APE wendig und perfekt für den Stadtverkehr geeignet. Sie bietet Ihnen niedrige Anschaffungskosten, geringen Spritverbrauch und einen robusten 2-Takt-Motor, der äußerst zuverlässig ist.

Technische Details und Modelle

Bei unserer APE handelt es sich um eine APE 50 Cross mit 4 PS als Zweitakter-Motor. Das Dreirad ist seit 2017 im Bestand der Peterhoff Immobilien GmbH und ergänzt ideal unseren Fuhrpark. Oft auf den Straßen von Düren unterwegs, zieht sie Neugier auf sich.

Die Abmessungen des Piaggio Ape unterscheiden sich in Hinblick auf Modell und Aufbau sehr deutlich. Der Ape 50 Kasten ist mit einer Länge von 2,50 Metern das kleinste Modell. Bei der Höhe liegt er mit 1,37 Metern im Mittelfeld. Die maximale Zuladung beträgt beim Ape 50 bis zu 170 Kilogramm. Das Modell Ape Classic 400 ist mit bis zu 750 Kilogramm Nutzlast hingegen ein echter Leistungsträger.

Die Größe der Ladefläche der Ape 50 Pritsche beträgt 1,35 Meter in der Länge und 1,26 Meter in der Breite. Bei der Ape 50 Kasten ist die Ladefläche mit 1,19 Metern etwas kürzer. Die Breite beträgt auch hier 1,26 Meter und die Höhe 0,97 Meter. Damit beträgt das Kofferraumvolumen der Ape 50 Pritsche rund 1.450 Liter.

Alle Modelle sind ideal für die Stadt und ihre engen Gassen und Straßen und die perfekte Alternative für Motorräder und Vespas. Die letzten verfügbaren Modelle waren die Piaggio Ape 50 sowie die Piaggio Ape Classic 400. Beide Modelle sind mit Pritschen- und Kastenaufbau erhältlich. Daneben gab es nur auf Bestellung eine Variante ohne Aufbau. Diese konnte vom Käufer mit eigenen Aufbauten zu Werbezwecken versehen werden. Die Piaggio Ape 50 war auch als Offroadvariante mit dem Namenszusatz Cross lieferbar.

Überblick über die Piaggio Ape Modelle:

Modell Motor Nutzlast Länge
Ape 50 Kasten Einzylinder-Zweitakt-Benzinmotor bis zu 170 kg 2,50 m
Ape Classic 400 bis zu 750 kg

Das Ende in Europa und die Zukunft in Indien

So ganz verschwinden wird die Ape aber nicht. In Indien, wo das Kult-Dreirad bereits seit Jahren ebenfalls produziert wird, sollen die Fertigung und der Verkauf weitergehen. Auch der afrikanische Markt soll von hier aus weiter bedient werden.

Darüber hinaus brachte die Ape aber auch Indien auf belast­baren Mini-Rädern ins 21. Jahrhundert. Denn im dortigen Werk Baramati ersetzte der Piaggio 1999 alte deutsche ­Lizenzkonstruktionen und avancierte zum erfolgreichsten Dreirad in ganz Asien. Mehr als 150.000 Kleinsttransporter liefert Baramati jährlich aus, von denen besonders originelle Konstruktionen sogar nach Europa kommen.

Alternativen zur Piaggio Ape

Da die Produktion in Europa eingestellt wurde, sind nur noch Gebrauchtwagen verfügbar. Gebrauchte Piaggio Ape kosten 2025 zwischen 7.790 und 8.380 Euro je nach Zustand und Ausstattung. Es gibt nur wenige Alternativen zu den Kabinenrollern von Piaggio. Dazu zählen Autorikschas des indischen Herstellers Bajaj und seit 2022 der Microlino der Schweizer Micro Mobility Systems AG.

Neu hinzugekommen ist der Fiat TRIS, ein vollelektrisches Dreirad, das als direkter Nachfolger der Ape konzipiert wurde. Der Fiat TRIS besitzt einen 48-Volt-Elektromotor mit 9 kW (12 PS), eine Reichweite von 90 Kilometern und kann 540 Kilogramm Nutzlast transportieren. Der in Marokko gebaute TRIS ist vorerst nur für Afrika und den Nahen Osten geplant, ein Europastart wird aber erwogen. Der Preis soll deutlich unter 10.000 Euro liegen.

Der Fiat TRIS als Nachfolger

Piaggio hat Produktion und Vertrieb der legendären Ape nach fast 80 Jahren Bauzeit in Europa eingestellt. Das kultige Dreirad konnte die EU-Umweltvorschriften nicht mehr erfüllen. Eine andere italienische Traditionsfirma will in die Ape-Fußstapfen treten: Fiat hat den Tris (italienisch für "Dreier") vorgestellt, der künftig mit einer modernen Interpretation des Ape-Designs deren Job übernehmen will - als Multifunktions-Transporter mit Sympathie-Garantie.

Der Tris wird in drei verschiedenen Ausführungen angeboten: als reines Fahrgestell, mit Plattform oder mit Ladepritsche. Die Kabine ohne Türen lässt sich schnell und bequem betreten; gleichzeitig sorgen Dach, Frontscheibe und Scheibenwischer für eine gewisse Wetterfestigkeit. Je nach Modellvariante lassen sich bis zu 540 Kilogramm Nutzlast und ein Ladevolumen von maximal drei Kubikmetern transportieren - und das bei einer kompakten Gesamtlänge von nur 3,17 Metern.

Angetrieben wird der Tris von einem 48-Volt-Elektromotor mit einer Spitzenleistung von 9 kW (12 PS) und einem maximalen Drehmoment von 45 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 45 km/h. Die verbaute Lithium-Batterie mit einer Kapazität von 6,9 kWh erlaubt eine Reichweite von bis zu 90 Kilometern und lässt sich an einer normalen Haushaltssteckdose in weniger als fünf Stunden vollständig aufladen.

Seine Markteinführung wird der Fiat Tris vor Ort feiern; er geht zunächst in Afrika und dem Mittleren Osten an den Start. Dort ist der Bedarf an einfachen und robusten Kleintransportern gewaltig. Aktuell ist dieses Segment fest in chinesischer Hand, die zum Lasten-Dreirad umgebauten Motorräder sind beispielsweise in Nordafrika allgegenwärtig.

Olivier Francois, CEO von Fiat, bei der Präsentation des Tris: "Wir glauben, dass sein Potenzial weit darüber hinausgeht: Europa könnte der nächste Schritt sein, denn diese intelligente und nachhaltige Lösung spricht eine universelle Sprache."

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