Italienische E-Motorradmarken: Eine Übersicht

E-Krafträder machen individuelle Mobilität smart und umweltverträglich. ELECTRIC HORSES arbeitet an einer sauberen und gerechten Zukunft zum Wohl aller Menschen.

ELECTRIC HORSES vertreibt und vermietet innovative Elektro-Roller und Elektro-Motorräder für alle Lebensbereiche. Unsere E-Roller und E-Mopeds bis 45 km/h sind perfekt für längere Strecken bis 120 Kilometer durch die Stadt. In unseren Showrooms für Elektro-Krafträder in Wendelstein bei Nürnberg und München können Besucher alle E-Krafträder genau ansehen und Probe fahren.

Ducati MotoE: Ein Pionier auf der Rennstrecke

Bei der Ducati MotoE V21L geht es nämlich recht zügig zur Sache. Höchstgeschwindigkeiten von 275 km/h sollen damit möglich sein. Zu verdanken ist das einem 21 kg schweren Motor mit 110 kW, was 150 PS entspricht, und einem maximalen Drehmoment von 140 Nm. Der Akku verfügt über eine Kapazität von 18 kWh und wiegt beinahe so viel wie das halbe E Motorrad: 110 Kilo sind das, während das Gesamtgewicht der Ducati MotoE bei 225 kg liegt. Die Batterie folgt der natürlichen Linie des Gefährts und wurde eigens dafür entwickelt. Eine eher ungewöhnliche Form.

Am Heck befindet sich eine 20-kW-Ladesteckdose. Nicht nur das Carbongehäuse des Akkus wirkt als tragender Teil vom Fahrwerk, sondern auch der Motor. Vorne gibt es einen Aluminium-Monocoque-Frontrahmen, im hinteren Bereich befindet sich eine Aluminiumschwinge, die eine Weiterentwicklung der Ducati Desmosedici ist. Um gleichmäßige Temperaturen zu garantieren, die unter anderem für eine konstante Leistungsabgabe sorgen, wurde ein effizientes Flüssigkeitssystem entwickelt, das das Ducati MotoE V21L E-Motorrad mit einem doppelten Kreislauf kühlt. Davon profitieren auch die kurzen Ladezeiten. Bereits nach 45 Minuten an der Ladestation ist der Akku zu 80 % gefüllt.

Dazu sagt Vincenzo De Silvio, der technische Direktor in der R&D-Abteilung der Ducati Motor Holding: „Die Effizienz ist bei einem elektrischen Bike natürlich noch wichtiger als bei einem konventionellen Motorrad. Die Reduzierung des Luftwiderstands war der Hauptfaktor, der optimiert wurde. Mit diesem Prototyp ist Ducati auf dem besten Wege, die Zukunft der Elektromobilität auf zwei Rädern neu zu definieren.

Die erste Rennmaschine von Ducati mit vollelektrischem Antriebsstrang wurde von den offiziellen Ducati Renn- und Testfahrern bereits auf einigen der wichtigsten Rennstrecken Italiens, unter anderem dem Autodromo Vallelunga, getestet.

Italian Volt Lacama: Individualisierung und Leistung

Mit der Italian Volt Lacama - der Name wurde von einem Chamäleon abgeleitet - will der Hersteller seit 2016 ein Elektromotorrad anbieten, das sich auf vielfältige Art und Weise den Wünschen der Käufer anpasst. Für den elektrischen Motor in Axialfluss-Bauweise - der nur 11 Kilo wiegen soll - werden nach wie vor 110 kW (150 PS) Spitzenleistung angesagt. Dazu 230 Nm maximales Drehmoment, direkt am per Carbon-Zahnriemen angetriebenen Hinterrad sogar bis zu 774 Nm. Doch nicht nur krasse Beschleunigung - ohne schalten - stellt Italian Volt in Aussicht, obendrein 230 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Im "Rocket"-Modus soll die Lacama in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen können. Dafür operiert der elektrische Antrieb mit 400 Volt. Akku-Zellen von Samsung, kombiniert mit Steuerelektronik und speziellem Flüssig-Kühlsystem von Tazzari, sollen über 200 Kilometer Reichweite ermöglichen, im Stadtverkehr sogar bis zu 257 Kilometer.

Neben dem "Rocket"-Modus stehen die Fahrmodi "Sport", "Eco" und "Wet" zur Verfügung. Aufgeladen werden die Akku-Zellen über das integrierte Ladegerät mit 3,3 kW. Laut Tazzari kann die Ladegeschwindigkeit per Smartphone-App eingestellt werden, konkrete Zeitangaben fehlen indes noch.

Als "Hyperpower" mit voller Leistung und großem Akku-Pack soll sie relativ leichte 219 Kilogramm wiegen. Als "Hyperlight" mit kleinerem Akku-Pack sowie reduzierter Spitzenleistung und geringerer Reichweite sogar nur 197 Kilogramm. So oder so unterstützt ein Rückwärtsgang beim Rangieren.

Rahmen und Hinterradschwinge von Italian Volt sind Aluminium-Komponenten und werden jeweils "nahtlos" aus einem Guss gefertigt. Federbein und Upside-down-Telegabel werden von Öhlins zugeliefert, voll einstellbar. Von Brembo kommen die Bremsen, vorn prestigeträchtig mit zwei 320er-Scheiben und radial montierten Vierkolbenzangen, hinten mit einer 245er-Scheibe und Zweikolbenzange. Für ABS und Schlupfregelung ist eine schräglagenoptimierte, sechsachsige Sensorik vorgesehen. Rekuperation mit Energierückgewinnung und Bremswirkung soll vierstufig einstellbar sein. Standard sind die Radformate, bereift mit 120/70-17 vorn und 180/55-17 hinten - wahlweise mit Aluminium- oder Drahtspeichenrädern.

Fürs Cockpit der Lacama wird ein farbiges TFT-Display mit 5-Zoll-Bildschirmdiagonale und Smartphone-Connectivity vorbereitet, ergänzt mit USB-Anschluss und Funkschlüssel-System. Einstellbar sind Handhebel und Fußrasten. Aus dem 3D-Drucker soll das individuell konfigurierbare Bodywork kommen, je nach Wunsch im Stil eines Naked Bikes, Scramblers oder Café Racers. In insgesamt 22 verschiedenen Farben, mit einem oder zwei Sitzpolstern, als Monoposto oder Biposto - jedenfalls made in Italy, in Imola.

Ab circa 30.000 Euro (29.800 Euro plus Steuern) kann die Italian Volt Lacama bereits online konfiguriert werden, ab Frühjahr 2024 will Tazzari fertigen und liefern.

Die Italian Volt Lacama 2.0 soll als individuell konfigurierbares Kleinserien-Elektromotorrad mit 150 PS und 230 km/h Höchstgeschwindigkeit zur EICMA im November 2023 präsentiert und dann ab Frühjahr 2024 an Kunden ausgeliefert werden.

Energica: Ein Neustart nach der Insolvenz

Der italienische Elektromotorradhersteller Energica Motor Company SpA, bekannt für seine leistungsstarken Elektrofahrzeuge und einer der wenigen rein auf E-Zweiräder fokussierten Hersteller, hat am 14. Oktober 2024 beschlossen, in die gerichtliche Liquidation einzutreten. Energica wurde 2014 offiziell gegründet, nachdem bereits seit 2009 an den ersten Designs gearbeitet wurde. In den folgenden 15 Jahren etablierte sich das Unternehmen als führender Anbieter von leistungsstarken Elektro-Motorrädern, wie z.B. der Energica EVA Ribelle, und auch durch Energicas Rolle als exklusiver Hersteller der MotoE-Weltmeisterschaft, der vierten Kategorie der MotoGP.

Im Herbst 2024 musste das Unternehmen jedoch Insolvenz anmelden. Als Ursachen nannte man hohe eigene Investitionen bei gleichzeitig nachlassender Nachfrage nach Elektromotorrädern sowie anhaltende Probleme in der Lieferkette.

Nun scheint ein Neuanfang möglich: In einem am 11. Juli veröffentlichten Video verkündete Stefano Benatti, Global Sales Director bei Energica, dass der Verkaufsprozess abgeschlossen sei und das Unternehmen künftig von Investoren aus Singapur geführt werde.

»Energica hat sich stets bemüht, Motorräder mit höchster Leistung herzustellen«, so Benatti. Die aktuelle Priorität sei es, den bestehenden Kunden Unterstützung zu bieten - etwa bei Service und Ersatzteilen. Ob und wann die Produktion wieder anlaufen wird, ist derzeit noch offen.

Weitere interessante E-Motorradmodelle

Auch wenn der klassische Antrieb hier noch überwiegt. E-Motorräder sind im Trend.

Can-Am Origin

Das zum Modelljahr 2025 überarbeitete E-Modell Origin tritt mit einer flüssigkeitsgekühlten Rotax-Elektromaschine an, die eine Leistung von 35 kW (47 PS) entwickelt (alternativ auch 11 kW) und eine Höchstgeschwindigkeit von 129 km/h möglich macht. Die Maschine wiegt 187 Kilogramm, beschleunigt in 4,3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und trägt als Energiepaket einen Lithium-Ionen-Akku mit 8,9 kWh Ladekapazität unter der Verkleidung. Das ist genug für rund 115 Kilometer Reichweite. Je nach Lademöglichkeit ist der Akku nach bestenfalls eineinhalb Stunden wieder komplett geladen. Die Maschine mit LED-Licht, 10,25-Zoll Touchscreen, sechs Fahrmodi und Rückwärtsgang kostet ab 16.499 Euro.

Blacktea Wildfire

Das erste Motorrad des Start-ups ist das Modell Wildfire; mit einem Rahmen aus genietetem Edelstahlblech, einer E-Maschine mit 11 kW Dauerleistung (Spitzenleistung 34 kW) und gleich zwei herausnehmbaren Akkus, die jeweils 6 kWh Speicherkapazität bieten und in weniger als einer Stunde an jeder Haushaltssteckdose wieder aufgeladen werden können. Die Reichweite der Wildfire liegt damit bei 250 Kilometern, die Höchstgeschwindigkeit bei 130 km/h. Je nach Einsatzzweck kann man das E-Motorrad mit einem oder zwei Akkus betreiben. Der Preis: ab 7990 Euro.

Livewire S2 Del Mar

In 3 Sekunden zischt die S2 Del Mar von 0 auf Tempo 100, das Bike bietet eine Reichweite von bis zu 181 Kilometern und es wird bis zu 165 km/h schnell. Schon diese Eckwerte zeigen, dass hier ein kraftvolles, wendiges und zugleich wuchtiges E-Motorrad antritt. Gebaut und verkauft wird es von Livewire, dem 2021 gegründeten Tochterunternehmen von Harley-Davidson, das sich ganz auf elektrische Zweiräder konzentriert. Das Modell S2 Del Mar ist das zweite, deutlich günstigere und vor allem alltagstauglichere Modell der Marke. Dazu kommen eine schicke Optik und mächtige 19 Zoll-Räder, die dem Motorrad schon im Stand eine überzeugende Präsenz geben. Preis der Livewire S2 Del Mar: ab 19.129 Euro.

Royal Enfield Flying Flea C6

Für die Zukunft hat die Firma aus Chennai jetzt die Marke Flying Flea gegründet, die sich um Elektromobilität kümmern soll. Die neue Flying Flea soll ab 2026 mit Elektroantrieb und retro-futuristischem Design auf den Markt kommen. Details zu den Leistungs- und Fahrdaten gibt es bislang kaum. Den Antrieb wird vermutlich eine E-Maschine mit 11 kW Leistung übernehmen, ein Zahnriemen wird die Power ans Hinterrad übertragen. Dazu kommen schmale 19-Zoll-Räder, die gut zum insgesamt schlanken, sportlichen Erscheinungsbild passen.

MOTO PARILLA

Die neuen ausgefallenen e-Bikes im Motorrad Design von Moto Parilla sind die e-Bikes der Zukunft. Technisch und visuell! Die Italiener haben nicht nur Farbgefühl, sondern ein Händchen für Luxus und Design. Die neue e-Bike-Serie sieht aus, wie aus einem futuristischen Science Fiction Movie. So etwas fährt nicht alle Tage auf den Straßen herum, damit fallen Sie mit Sicherheit auf. Alle Moto Parilla e-Bikes sind einzigartig und ihr Design patentgeschützt

Die ausgefallenen SUV-e-Bikes im Motorrad Design sind wahre Kunstwerke. Egal, ob auf der Straße auf dem Weg zur Arbeit oder voller Abenteuerlust Off-Road - mit diesem ausgefallenen Designer-e-Bike sind Sie immer in Bewegung. Das Motto von Moto Parilla: ‘Dream it. Bike it. Für Sie ist in jedem Fall das richtige Modell dabei. Möchten Sie ein limitiertes Sammler-Stück? Oder ein e-Bike, mit dem Sie an die Grenzen gehen können? Moto Parilla hat für alle Geschmäcker das perfekte Luxus-e-Bike entwickelt.

Das unvergleichliche Farb-Finish dieses Moto Parilla Limited Edition Bikes entsteht durch vier Schichten hochwertigsten Lacks - natürlich von Hand aufgebracht. Selbstverständlich ist auch der Ledersattel in Handarbeit entstanden - italienisches Design und traditionsreiche Handwerkskunst sind in der Marke Moto Parilla aufs Beste vereinigt. Der 1000-Watt-Motor erfüllt alle e-Bike-Wünsche. Mehr geht einfach nicht.

Jedes einzelne Ultra Carbon wird für den Fahrer und seine biometrischen Ansprüche designt und gebaut. Eine Maßanfertigung von allerhöchster Qualität. Der Aluminiumteil des luxuriösen E-Bikes wird dabei computergesteuert aus einem einzigen Aluminiumblock gefräst. Dabei entstehen Formen und Linien, die die Kraft des 3000 Watt Motors, die Geschwindigkeit und Ihre Persönlichkeit ganz individuell unterstreichen. Der Fahrspaß ist garantiert: Das Moto Parilla Ultra bietet einen bürstenlosen Hochleistungsmotor, das sind 3000 Watt Schnelligkeit und Fahrspaß.

NIU RQi Sport

Das E-Motorrad sieht nicht nur wie ein richtiges Motorrad der Leichtkraftklasse Le3 aus, es fühlt sich beim Besteigen sogar noch erwachsener an. Mittig lagern zwei mächtige Akkublöcke unter einer großen Klappe, geöffnet vom Transponderschlüssel oder dem zentralen Steuerknopf. Mit je 23 Kilo bunkern sie 5,1 kWh Energie und versorgen damit den im Rahmen fixierten Elektromotor, der seine Spitzenleistung von gut 10 PS mit 30 Newtonmeter ohne Getriebe direkt über eine Kette ans Hinterrad abgibt.

Dies ermöglicht im Dynamic-Modus echte 101 km/h, mittels einer Boost-Taste sind für 30 Sekunden sogar 126 drin. Die Ausstattung kann sich sehen lassen: Tempomat, ABS vorn und hinten, selbstrückstellende Blinker, Traktionskontrolle und ein topmodernes Display inklusive Dashcams.

Kawasaki Ninja e-1 und Z e-1

Die vollverkleidete Ninja e-1 steht den Verbrennermodellen optisch in nichts nach. Mit 5 kW/7 PS Dauer- sowie der über einen "E-Boost"-Button kurzzeitig abrufbaren Spitzenleistung von 9 kW/12 PS handelt es sich allerdings ebenfalls um ein Leichtkraftrad. Angetrieben wird die elektrische Ninja von einem bürstenlosen E-Motor, der sich vor der Hinterradschwinge befindet und seine Kraft ohne Getriebe oder Kupplung per Kette ans Hinterrad leitet. Mit Road und Eco stehen zwei Fahrmodi zur Wahl.

Im Eco-Mode fährt die elektrische Kawa 64 km/h und mit Boost-Funktion bis zu 75 km/h schnell. Beim Road-Mode sind es 88 beziehungsweise 99 km/h. Außerdem gibt es einen Walk-Mode mit Rückwärtsgang als Schiebe- und Rangierhilfe für das 140 Kilogramm schwere Elektro-Bike. Das unverkleidete Schwestermodell Z e-1 wiegt 135 Kilogramm.

Strom kommt aus zwei herausnehmbaren Akkupaketen.

Honda EV Fun Concept

Im November 2024 stellten die Japaner das seriennahe Konzeptfahrzeug EV Fun vor. Trotz leicht futuristischer Elemente wirkt es recht konventionell, sieht man einmal vom elektrischen Antriebsprinzip ab. Der Motor sitzt zwischen dem großen Batterieblock und dem einarmig geführten Hinterrad, das über einen Riemen angetrieben wird. Technische Details hat Honda noch keine genannt. Die mögliche Reichweite gibt der Hersteller allerdings mit 100 Kilometern an.

Allerdings setzen die Japaner auf einen CCS-Ladeanschluss, der den Weg in die Welt der Schnelllader ebnet.

Im Laufe des Jahres 2025 will Honda ein der EV Fun Concept ähnliches Serienmodell auf den Markt bringen.

Kymco RevoNex

2025 soll die elektrisch angetriebene Mischung aus Streetfighter und Supersportler auf den Markt kommen. Für rund 9990 Euro erhält man einen Elektromotor mit 20 kW/27 PS Dauerleistung und 30 KW/40 PS Spitzenleistung.

Allerdings hat Kymco dem S2-Pendant ein besonders progressives Design verpasst, das futuristische mit klassischen italienischen Elementen verbindet. Über die technischen Daten des RevoNex schweigt sich Kymco noch aus.

Hier eine Tabelle, die einige der genannten Modelle und ihre wichtigsten Eigenschaften zusammenfasst:

Modell Leistung (PS) Höchstgeschwindigkeit (km/h) Reichweite (km) Besonderheiten
Ducati MotoE V21L 150 275 N/A Rennmaschine, Flüssigkeitskühlung
Italian Volt Lacama 150 230 200-257 Individuell konfigurierbar, 3D-Druck Bodywork
Can-Am Origin 47 (oder 15) 129 115 Enduro, Flüssigkeitsgekühlt, Touchscreen
Blacktea Wildfire 46 130 250 Herausnehmbare Akkus
Livewire S2 Del Mar 86 165 181 Schnelle Beschleunigung
NIU RQi Sport 10 101/126 (Boost) N/A Tempomat, ABS, Traktionskontrolle
Kawasaki Ninja e-1 12 (Spitze) 99 (Road-Mode mit Boost) N/A Leichtkraftrad, Fahrmodi

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