Radfahren im Sommer kann eine wunderbare Aktivität sein, aber es ist wichtig, sich vor den Gefahren der Sonne zu schützen. Hier sind einige Tipps, wie Sie sich mit einer Sonnenhut-Fahrradhelm-Kombination optimal schützen können:
Warum UV-Schutz wichtig ist
Die Haut ist viel empfindlicher gegenüber UV-Strahlung, als die meisten Menschen denken. Selbst gebräunte Haut bietet keinen langfristigen Schutz, und besonders bei Kindern ist Vorsicht geboten. Mitteleuropäer und Kinder haben oft nur eine Eigenschutzzeit von maximal zehn Minuten. Mögliche Folgen sind Sonnenbrand, Hautkrebs, vorzeitige Hautalterung und Augenentzündungen. Viele Sonnenschutzprodukte schützen nur vor UVB-Strahlung, obwohl UVA-Strahlung zwei Drittel der vorzeitigen Hautalterung verursacht und Hauptverursacher von Hautkrebs ist.
Zuverlässiger Schutz vor der Sonne
Die meisten Menschen denken zuerst an Sonnencreme. Das ist richtig, aber sie ist nur wirksam, wenn sie richtig angewendet wird:
- Passenden Lichtschutzfaktor zum Hauttyp verwenden
- Ausreichende Menge auftragen
- Regelmäßig nachcremen, besonders nach dem Abkühlen im Wasser
Eine Alternative ist textiler Sonnenschutz. Kleidungsstücke müssen nur einmal „aufgetragen“ werden und bieten dauerhaften Schutz. Der Schutz hängt vom Gewebetyp und der Dichte ab. Dichteres Gewebe bietet höheren Schutz, der durch den UV-Schutzfaktor UPF angegeben wird.
Vergleich verschiedener UV-Schutzmaßnahmen
| UV-Schutzmaßnahme | UPF oder LSF |
|---|---|
| UV-Schutzkleidung | 20 - 80 |
| Dichte Baumwollkleidung | 20 |
| Sonnenschutzcreme | 0 - 30 |
| Leichte Baumwollkleidung | 10 |
| Schatten unter Baum | 5 - 15 |
| Schatten unter Sonnenschirm | 5 |
Kopfbedeckungen als Sonnenschutz
Gesicht und Dekolleté sind besonders stark den schädlichen Strahlen ausgesetzt und benötigen zusätzlichen Schutz. Eine Kopfbedeckung ist ideal, um einen Sonnenstich zu vermeiden und trotzdem braun zu werden.
Angesagte Kopfbedeckungen mit UV-Schutz
Die Hersteller haben den Bedarf erkannt und bieten trendige Artikel mit UV-Schutz an:
- Strohhüte: Klassisch als Panamahut, Pork Pie, Schlapphut oder Glockenhut. XXL-Strohhüte mit extrabreiter Krempe spenden umfangreichen Schatten.
- Baker-Boy-Mützen: Auch Newsboy-Mützen genannt, besonders beliebt als Elbsegler. Geeignet für sonnige Ausflüge in knalligen Farben oder einfarbig aus Leder, Cord oder Baumwollstoff.
- Flatcaps: Der Klassiker aus Leinen oder Seide mit floralen Mustern. Mit integriertem UV-Schutz schützen sie das gesamte Gesicht.
- Bucket Hats: Fischerhüte mit runder Krempe, die auch den Nacken schützt. Oft mit Leomuster, Tropen- oder Blumenprint.
Die richtige Wahl treffen
Die Wahl der richtigen Kopfbedeckung hängt vom persönlichen Geschmack ab. Schirmmützen wirken sportlich, während Panamahüte eleganter sind. Für längere Outdoor-Aktivitäten wie Segeln oder Wandern ist eine Kappe mit Nackenschutz ideal, um Haare, Kopfhaut, Augen, Lippen, Nase und Nacken zu schützen. Multifunktionstücher können als Maske getragen werden und bieten zusätzlichen Schutz beim Radfahren, auch unter dem Fahrradhelm. Beliebte Stoffe sind Leder, Leinen oder hochwertige Seide.
Zusätzliche Tipps für das Radfahren im Sommer
Radfahren bei extremem Wetter ist nicht immer einfach. Durch das heiße Wetter im Sommer schwitzt der Körper mehr, um sich selbst zu kühlen. Dadurch verliert man aber auch mehr Flüssigkeit. Aus diesem Grund solltest du im Sommer darauf achten, genug zu trinken und somit eine Dehydrierung, sowie einen Leistungsabfall zu verhindern. Wenn du erst dann trinkst, wenn du bereits Durst hast, ist es oft schon zu spät. Darum achte darauf, regelmäßig zu trinken. Bei größeren Touren im Sommer empfiehlt sich eine gute Planung. So kannst du Trinkwasserstellen und Schattenplätze direkt in die Tour einplanen.
Es gibt auch stylishe Mützen für Radfahrer, die unter dem Helm getragen werden können. Hersteller wie zum Beispiel illimité haben es sich zur Aufgabe gemacht, aus solchen Caps stylishe Accessoires zu machen. An besonders heißen Tagen, solltest du, wenn möglich, nicht während der heißesten Tageszeit fahren. Trage lockere Kleidung aus leichten Funktionsstoffen. Diese sind sehr luftdurchlässig und schweißabweisend. Es gibt inzwischen sogar Kleidung mit extra UV-Schutz. Besonders Stellen wie Hände, Waden, Ohren und Nacken werden oft vernachlässigt beim Sonnenschutz. Im Idealfall nimmst du eine schweiß-resistente Sonnencreme. Diese garantiert dir auch einen Schutz bei sportlichen und körperlich anstrengenden Aktivitäten. Beim Radfahren in der Hitze solltest du lieber einmal öfter Pause machen, anstatt zu wenig. Durch die extrem sommerlichen Temperaturen wird dein Kreislauf sehr beansprucht. Deswegen ist es sinnvoll, die verlorenen Nährstoffe über das Getränk wieder dem Körper zuzuführen. Spezielle Sportlergetränke gleichen den Nährstoffhaushalt aus und ergänzen verlorene Mineralien.
Moderne Fahrradhelme und Alternativen
Bei extremer Sonneneinstrahlung sollte man unbedingt den Kopf schützen, das ist klar! Doch leider sehe ich immer wieder Menschen, die bei Hitze ANSTELLE eines Fahrradhelms einen Sonnenhut oder eine Mütze tragen. Doch eine solche Kopfbedeckung allein kann uns nicht, gleichwertig wie ein Fahrradhelm, bei Unfällen den Kopf schützen. Mittlerweile gibt es gut belüftete, moderne Fahrradhelme. Ich habe meist beim Radfahren ein Schlauchtuch mit dabei, welches ich mir an heißen Tagen unten den Helm ziehe. Wenn extrem viel Hitze auf den Kopf knallt, mache ich das Schlauchtuch auch gerne nass. Das kühlt und erfrischt. Vergangenes Jahr bin ich bei einer Bikepacking-Tour 3 Tage lang mit ’nem nassen Schlauchtuch unter dem Helm gefahren.
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