Speedbike Definition: Das Rennrad für Zuhause

Um ganzjährig für den Radrennsport trainieren zu können, wurden Indoor-Bikes bereits vor fünf Jahrzehnten von Profisportlern entwickelt.

Das Speedbike ist ein Rennrad für den Indoorgebrauch. Das Speedbike zählt somit zu den Indoor-Bikes. Dein Training auf dem Speedbike ist somit die perfekte, witterungsunabhängige Alternative zum Ausdauertraining mit einem Rennrad unter freiem Himmel. Ein optimales Cardiotraining für dein Herz-Kreislauf-System ist in jedem Fall garantiert.

Was ist ein Speedbike?

Auf den ersten Blick ähnelt das Speedbike einem Rennrad, auch wenn der Lenker in der Regel eine gerade Form aufweist. Doch bereits beim ersten Probesitzen fällt auf, dass die Sitzposition eine viel aufrechtere ist. Beim Fahren bewährt sich die Geometrie des MTB-Aluminiumrahmens; sie sorgt für eine perfekte Kraftübertragung auf das Hinterrad. Auch Schaltung und Bremse sind äußerst einfach zu bedienen; sie erinnern an die des Trekkingbikes.

Durch das eingebaute Schwungrad ist ein präziser, geschmeidiger Lauf garantiert. Die Pedale laufen dabei kontinuierlich mit. Das Fahren auf dem Speedbike fühlt sich also an wie eine Tour auf den Straßen mit dem Rennrad. Für ein optimales Ausdauertraining und höchste Motivation beim Training laufen die Pedale dabei kontinuierlich mit.

Um dein Training individuell gestalten zu können, hast du über einen Drehknauf die Möglichkeit, den Widerstand anzupassen. Moderne Speedbike zeigen dir während der Einheit außerdem verschiedene Trainingsparameter an. So kannst du deine Trainingsprogramme perfekt an deine Bedürfnisse anpassen und kontrollieren.

Um langfristig Spaß mit deinem neuen Trainingsgerät zu haben, solltest du wissen, welche Qualitätsmerkmale ein gutes Indoor-Bike ausmachen.

Qualitätsmerkmale eines guten Indoor-Bikes

Um dem Rennradsport auf der Straße so realitätsgetreu wie möglich in das eigene Wohnzimmer zu holen, ist eine ergonomische Bauweise deines Indoor-Bikes ausschlaggebend. Diese muss auf die Ergonomie deines Körpers genau angepasst werden können. Sattel, Lenker und Pedale sollten also sowohl leicht verstellbar als auch gut auswechselbar sein. Um auf Nummer sicherzugehen, kannst du gerne das Bike vorab in einem unserer Stores testen.

Indoor Cycling ist meist ein sehr schweißtreibendes Training. Umso wichtiger ist es, dass das verbaute Material resistent ist. Der Lenker sollte einerseits mit schweißechtem Schaumstoff ummantelt sein und gleichzeitig die Möglichkeit für unterschiedliche Griffpositionen bieten. So kannst du während deiner Trainingseinheit sicher sein, dass du auch auf Hochtouren in der Rennhaltung nicht abrutschst und weißt gleichzeitig, dass am Ende der Trainingseinheit das Cool-down in entspannter, aufrechter Haltung auf dich wartet.

Auch beim Indoor Cycling geht es mal bergauf. Betrachtet man die technischen Eigenschaften genauer, müssen die Pedale in jedem Fall mitlaufend sein. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist eine hohe Schwungmasse des Bikes und ein gut laufender Antrieb. Wer sehr regelmäßig sein Indoor-Bike nutzt, sollte sich für den professionelleren Riemenantrieb entscheiden. Dieser sehr pflegeleichte Antrieb ermöglicht ein annähernd geräuschloses Training.

Je mehr auf dem Indoor-Bike trainiert wird, desto wichtiger ist es auch, dass die Gelenke gut geschützt werden. Durch eine hohe Schwungmasse kann ein ruhiger und gelenkfreundlicher Rundlauf sichergestellt werden. Als absolutes Minimum ist eine Schwungmasse von 18 kg notwendig.

Doch nicht nur beim Rennradfahren auf der Straße sind hohe Sicherheitsstandards wichtig. Auch beim Indoor Cycling muss ein hochwertiges Widerstands- und Bremssystem gegeben sein. Aufgrund der selbst mitlaufenden Pedale und dem nicht vorhandenen Freilauf kann nur durch eine professionelle, unmittelbar greifbare Notbremse ein ausreichender Sicherheitsstandard garantiert werden.

Willst du dein Rad plötzlich stoppen oder rutschst doch einmal vom Pedal ab, dann ist eine zuverlässige Notbremse von größter Bedeutung. Der Standard hier sind leicht justierbare Filzbacken Bremsen.

Damit du dein Training individuell für dich passend gestalten kannst, ist die Überwachung von Puls- und Herzfrequenz unerlässlich. Einige Indoor-Bikes sind zusätzlich drahtlos und mit deinem Herzfrequenzsensor kompatibel.

Damit du dein Training überprüfen und steuern kannst, wird dir die gefahrene Zeit, Distanz und Geschwindigkeit angezeigt. Moderne Speedbikes bieten darüber hinaus die Möglichkeit, auch die letzten Trainingseinheiten anzuzeigen. So erkennst du auf einen Blick, ob du dich verbessert hast.

Speedbike VS. Ergometer

Speedbike VS. haben zwei Dinge gemeinsam: Beide sind für den Heimgebrauch geeignet und beide finden ihre Ursprünge in Fahrrädern für den Straßengebrauch. Aber im Gegensatz zum Ergometer stellt das Speedbike die Heimalternative zum Rennrad dar.

Wie bereits erwähnt, gibt es beim Speedbike keinen Leerlauf. Das hat zur Folge, dass das Training auf dem Speedbike tendenziell von höherer Intensität ist als das auf dem Ergometer.

Speedbikes finden sich zwar auch als Trainingsgerät in Fitnessstudios oder im Gruppensetting, eignen sich jedoch wegen der intuitiven Bedienbarkeit und dem Trainingskomfort ideal für dein Training in den eigenen vier Wänden.

Sattel und Lenker auf einer Höhe erzeugen ein sportliches Fahrerlebnis.

Techniken und Körperpositionen auf dem Speedbike

Aufsteigen auf das Speedbike. Hast du dein Speedbike auf deine Körperverhältnisse angepasst, kann es mit dem Training losgehen. Bei allen Techniken gilt: Achte auf eine ausreichende Rumpfspannung.

Je nach Körperposition kannst du zwischen verschiedenen Handpositionen wählen. Sind die Hände an den innersten Griffen, ist das die enge Handposition. Greifen die Hände außen am Lenker, sind die Hände in der weiten Position. Diese Position ist bequem und sorgt gleichzeitig für eine hohe Stabilität. Für das stehende Fahren gibt es zusätzlich die hohe Handposition. Hierbei befinden sich deine Hände am äußeren Griff oben.

In den sitzenden Positionen ist ein fester Halt im Sattel wichtig. Die Ellenbogen sind leicht gebeugt. Wie beim echten Rennrad bietet dir auch das Speedbike die Möglichkeit, stehend zu fahren. Dein Körpergewicht sollte sich hier über der Mitte der Pedale befinden. Wichtig ist hierbei, dass sich die Beinrückseite immer in der Nähe deiner Sattelspitze befindet.

Manchmal verlaufen die Straßen in Hügeln auf- und abwärts. Um dies zu simulieren, kannst du abwechselnd stehend und sitzend fahren. Gerade bei einer Bergauffahrt bietet es sich hier zusätzlich an, die Hände von den weiten Positionen im Sitzen auf die hohe Handpositionen im Stehen zu wechseln. Wechselst du häufig und schnell zwischen stehender und sitzender Position, wird das als Jumps bezeichnet.

Um Dich am Ende nochmals richtig auszupowern, kannst du einen Sprint auf dem Speedbike simulieren. Hierbei erhöhst du den Widerstand im sitzenden Fahren so lange, bis du aus dem Sattel kommen musst, um weiter treten zu können. Im stehenden Fahren gibst du dann nochmal Vollgas und erhöhst deine Trittfrequenz auf ein Maximum.

All diese Körperpositionen kannst du bei unterschiedlicher Umdrehungszahl durchführen. Diese Trittfrequenz hängt stark vom Widerstand ab. Je höher der Widerstand, desto geringer die Trittfrequenz.

Trainingssteuerung und Herzfrequenz

Um den Radrennsport der Straße optimal simulieren zu können, sollten bestimmte Umdrehungszahlen (RPM) nicht über- beziehungsweise unterschritten werden. Achte auch zum Schutz deiner Gelenke darauf, dass deine Trittfrequenz 60 rpm nicht unterschreitet und gleichzeitig nicht über 110 rpm ansteigt. Simulierst du eine Bergfahrt, sollte deine Trittfrequenz 85 rpm nicht überschreiten.

Fährst du eine flache Strecke, muss der Widerstand hingegen niedriger, die Drehzahl dafür höher sein.

Wie bereits angesprochen, ist die Steuerung deines Trainings abhängig von deiner Herzfrequenz. Deine Herzfrequenz reagiert zuverlässig auf Belastung und misst somit die Anstrengung in deinem Training mit einer Verzögerung von nur wenigen Sekunden. Sie ist somit die ideale Kennzahl und ein sehr wichtiges Merkmal für dein Training.

Da nur das richtige Verhältnis aus Belastung und Erholung zum gewünschten Trainingserfolg führen kann und die verschiedenen Trainingsziele hochindividuell sind, solltest du einen festen Trainingsplan haben. Darin steht, wie lange du in welchem Bereich trainieren solltest, um deinem Trainingsziel näher zu kommen.

Beispielhafte Trainingspläne

Da Spaß beim Sport das Allerwichtigste ist, stehen dort auch Trainingseinheiten ohne feste Vorgaben. Wähle ein zufälliges Trainingsprogramm am Trainingscomputer, wie z.B. empfiehlt sich ein kombiniertes Training aus verschiedenen Herzfrequenzbereichen, die jeweils unterschiedliche Ausdauerfähigkeiten trainieren und Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben.

Trainingsplan 1: Fettstoffwechseltraining

PhaseDauerBeschreibung
Warm-Up7 Min(50-60%) sitzend, flach, weit
Hauptteil30 Min(60-70%) 6 Min. sitzend, flach, weit, 2 Min.
Cool-Down5 Minvariabel

Trainingsplan 2: Verbesserung der Grundlagenausdauer

PhaseDauerBeschreibung
Warm-Up10 Min(50-60%) sitzend, flach, weit - Schultern rückwärts kreisen
Hauptteil40 Min(60-80%) sitzend, flach, weit - Schrittfrequenz variieren: 15 Min. 60-70%, 10 Min. 70-80%, 15 Min.
Cool-Down5-10 Minvariabel

Trainingsplan 3: Intensives Intervalltraining

PhaseDauerBeschreibung
Warm-Up5-10 Min(50-60%) variabel
HauptteilMin: variabel(50-60%) - z. B.
Cool-DownMin: variabelvariabel - Schultern rückwärts kreisen

Trainingsplan 4: Umfassendes Ausdauertraining

PhaseDauerBeschreibung
Warm-Up10 Min(50-60%) sitzend, flach, weit - Schultern rückwärts kreisen
Hauptteil65 Min(60-80%) sitzend, flach, weit - Schrittfrequenz variieren: 15 Min. 60-70%, 10 Min. 70-80%, 15 Min. 60-70%, 10 Min. 70-80%, 5 Min. Sprints, 10 Min. 60-70%
Cool-Down5 Min.

Trainingsplan 5: Abwechslungsreiches Fahrtspiel

PhaseDauerBeschreibung
Warm-UpMin: variabel(50-60%) - Schultern rückwärts kreisen
HauptteilMin: variabel(60-70%) - z. B. empfehlen wir dir sowohl Grundlagenausdauertraining als auch höhere Belastungsspitzen, um das Herzkreislaufsystem in verschiedenen Ausdauerfähigkeiten zu trainieren. Da diese Trainingsform bereits intensiver ist als Fettstoffwechseltraining, sollten sich Einsteiger vorsichtig herantasten.
Cool-Down5 Min.

Trainingsplan 6: Steigerungslauf

PhaseDauerBeschreibung
Warm-Up5 Min(50-60%) sitzend, flach, weit
Hauptteil20 Min(70-80%) sitzend, flach, weit
Cool-Down5 Min.

Trainingsplan 7: Fahrtspiel mit variierenden Schrittfrequenzen

PhaseDauerBeschreibung
Warm-Up10 Min(50-60%) sitzend, flach, weit - Schultern rückwärts kreisen
Hauptteil40 Min(60-80%) sitzend, flach, weit - Schrittfrequenzen variieren: 15 Min. 70-80%, 5 Min. 60-70%, zwei Durchgänge
Cool-Down5 Min.

Trainingsplan 8: Intervalltraining mit Bergsimulationen

PhaseDauerBeschreibung
Warm-Up10 Min(50-60%) sitzend, flach, weit - Schultern rückwärts kreisen
Hauptteil70 Min(60-80%)- Schrittfrequenzen variieren: 8 Min. 60-70% sitzend, flach, weit, 5 Min. 70-80% sitzedn Berg, weit, 3 Min. 70-80% stehend, flach, weit, 1 Min. 70-80% stehend, Berg, hoch - im Wechsel und 3 Min. Strints am Ende
Cool-Down5 Min.

Trainingsplan 9: Fahrtspiel mit Jumps und Berganstieg

PhaseDauerBeschreibung
Warm-Up10 Min(50-60%) - Schultern rückwärts kreisen
Hauptteil45 Min60-80% - Schrittfrequenzen variiren: 10 Min.(60-70%) sitzend, flach, weit, 10 Min.(60-70%) stehend, flach, weit, 10 Min.70-80% Jumps, 5 Min. 70-80% stehend, Berg, hoch
Cool-Down5 Min.

Trainingsplan 10: Variables Intervalltraining

PhaseDauerBeschreibung
Warm-Up5-10 Min.(50-60%) variabel - Schultern rückwärts kreisen
HauptteilMin: variabel(60-80%) Variabel z.B.
Cool-Down

Indoor Cycling eignet sich primär zur Verbesserung der Ausdauerfähigkeit und Erhöhung der Muskelkraft und Masse der Beine.

Kräftigungsübungen und Dehnübungen

Um aber auch deinen Oberkörper zu formen und kräftigen, kannst du dein Training mit dem Speed Bike mit einigen Kräftigungsübungen kombinieren. genügen hier als Trainingsequipment schon aus.

unmittelbar im Anschluss an dein Speedbike Training vor den Dehnübungen durch. Da du beim Speedbike Fahren immer eine vorgebeugte Körperposition hast, solltest du im Anschluss an jedes Training einige ausgleichende Dehnübungen durchführen. So verhinderst du ein muskuläres Ungleichgewicht.

Direkt nach dem Cool-down kannst du mit einigen Dehnübungen direkt auf dem Fahrrad starten. Deine Beine arbeiten das ganze Training über auf Hochspannung. Daher sollten diese Muskelgruppen ausreichend gedehnt werden, um eine Verkürzung der Muskulatur zu verhindern. Gleichzeitig gilt es nach dem Training, den Körper wieder in die Aufrichtung zu dehnen.

Die Vorteile von Indoor Cycling

Indoor Cycling hat sich zu einem beliebten Fitness-Trend entwickelt, der sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Sportler attraktiv ist. Diese Trainingsmethode bietet intensive Cardio-Workouts zur Verbesserung der Herz-Kreislauf-Fitness und Kalorienverbrennung.

Durch individuell anpassbare Widerstandseinstellungen ermöglicht Indoor Cycling eine Herausforderung auf jedem Fitnesslevel. Die motivierende Gruppenatmosphäre und die Anleitung durch erfahrene Trainer tragen zur Motivation und Leistungssteigerung bei. Mit geringerer Belastung für die Gelenke im Vergleich zu anderen Ausdauersportarten ist Indoor Cycling auch für Personen mit Gelenkproblemen eine attraktive Option. Insgesamt bietet Indoor Cycling eine effektive und vielseitige Trainingsmethode mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen und Spaß für alle Teilnehmer.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0