Es gibt unzählige Fitnessbikes, die Deine Cardio-Workouts zuhause zu einer schweißtreibenden Angelegenheit machen können. Doch es ist nicht leicht, durch den Angebotsdschungel der verschiedenen Anbieter durchzusteigen. Alle sehen aus wie ein Fahrrad, soviel können wir schon mal sicher sagen. Es gibt einen Sattel, Pedalen, irgendeine Art von Antrieb, einen Lenker. Doch alle Trainingsbikes haben so unterschiedliche Namen: Hometrainer oder Heimtrainer, Ergometer, Indoor Cycle, Spinning-Rad, Speedbike. Wie soll man da als Anfänger noch durchsteigen? Wir klären für Dich die Begrifflichkeiten und stellen Dir die einzelnen Fitness-Fahrradkategorien einmal vor! Denn das Training ist in jeder dieser Fitnessbike-Kategorien ein bisschen anders.
Was ist ein Speed Bike?
Wer sich richtig fordern und alles aus sich herausholen möchte, der ist mit einem Indoor Cycle beziehungsweise Speedbike gut bedient. Stattdessen ist allein die Optik eines solchen Trainingsrades deutlich windschnittiger und sportlicher ausgelegt. Die Sitzposition ähnelt hier eher der Sitzposition auf einem Rennrad. Wer aufrecht sitzen möchte, der ist möglicherweise mit einem Ergometer oder Heimtrainer glücklicher. Oft ist die Schwungscheibe offen sichtbar und nicht verkleidet.
Unterschiede zu anderen Fitnessgeräten
Heimtrainer
Der gute, alte Heimtrainer (auf Englisch „Hometrainer“) ist ein Klassiker im Heimsportbereich. Seit den 80er-Jahren gibt es ihn im Handel für den Normalverbraucher und er ist in seiner einfachsten Form recht simpel aufgebaut. Es gibt Pedalen, gerne mit Schlaufen; es gibt einen höhenverstellbaren Sattel und einen Lenker. Früher wurde mit den Pedalen ein Schwungrad angetrieben, welches durch ein Bandbremssystem den Widerstand regelte. Dieses Bremssystem ist heute aber überholt und wurde abgelöst durch ein modernes Magnetbremssystem. Allerdings - und hier kommt der Nachteil - ist diese Art von Bremssystem recht schwerfällig und hat eine relativ geringe Leistung.
Vorteile eines Heimtrainers hingegen sind: Einstiegsgeräte sind sehr kostengünstig zu bekommen, ab rund 100 Euro geht es los bis ca. 350 oder 400 Euro für etwas höherwertigere Geräte mit Zusatzfunktionen.
Ergometer
Ergometer für Zuhause sind in der Regel sehr ähnlich: Es sind hier in der Regel - anders als beim Heimtrainer - elektronisch gesteuerte Magnetbremssysteme verbaut oder aber sogenannte Wirbelstrombremsen, bei denen der Widerstand durch einen Elektromagneten erzeugt wird. Des Weiteren gibt es bei dieser Sorte von Fitnessbikes wattgesteuerte oder pulsgesteuerte Trainingsprogramme. Du hast vielleicht schon einmal in einem Fitnessstudio auf so einem Ergometer Dein Warm-up vor dem Gerätetraining absolviert. Dann kennst Du diese typischen Trainingsprofile, die Dir das Display zur Auswahl anzeigt.
Hier geht es im Wechsel immer über einen Hügel (Widerstand nimmt zu, das Treten wird anstrengender), dann wieder bergab in ein Tal (leichtes Treten bei geringer Trainingsintensität) und so weiter. Es gibt noch weitere Programme, die voreingestellt sind und gewählt werden können. Allen gemeinsam ist, dass hier das Training deutlich abwechslungsreicher gestaltet werden kann als auf einem Heimtrainer. Die Modelle liegen preislich im Mittelfeld: von ca. 200 Euro bis ungefähr 700 Euro im oberen Bereich sind die Preise angesiedelt.
Vorteile eines Ergometers: Der maximale Tretwiderstand ist deutlich höher als bei einem Heimtrainer und dank der wattgesteuerten Trainingsmöglichkeit lässt sich ein viel genaueres Herz-Kreislauftraining durchführen.
Besonderheiten von Speed Bikes
- Kein Leerlauf: Bei Speedbikes kannst du nicht einfach aufhören zu treten.
- Anpassung: An einem Speedbike gibt eh sehr viele individuelle Einstellungen, die man vornehmen kann. So ist neben der Sitzhöhe auch sehr häufig der Abstand zum Lenker sowie die Lenkerposition individuell einstellbar.
- Pedale: Die klassischen Pedalen mit Halteschlaufen oder Körbchen, wie man sie an Ergometern oder Heimtrainern findet, findest Du auch hier. Jedoch gibt es bei etlichen Modellen auch die Möglichkeit, diese gegen sogenannte Klick-Pedalen auszutauschen, die sich dann mit dem passenden Schuhwerk mit einem „Klick“ fest verbinden.
- Bremssystem: Auch das Bremssystem ist hier ein deutlich anderes, denn wenn erst einmal das schwere Schwungrad auf Touren gekommen ist, reicht ein Magnetbremssystem nicht mehr aus. Daher sind hier die Bremsplatten mit Filz bezogen und bremsen die metallene Schwungplatte mechanisch ab.
Technische Details von Speed Bikes
Apropos Schwungscheibe: Diese ist deutlich schwerer als bei Heimtrainern oder Ergometern, so ab 15 Kilogramm geht es los. Es gibt aber auch Indoor Cycles mit deutlich höherer Schwungmasse von 20 oder 25 Kilogramm. Der Widerstand lässt sich hier stufenlos über ein Rädchen einstellen.
Auch Trainingsprogramme wie bei einem Ergometer sucht man hier in der Regel vergebens. Pausen zwischendurch? Fehlanzeige. Bei Speedbikes fehlt meist der Leerlauf, Du kannst also nicht einfach aufhören zu treten, um Luft zu holen, sondern musst kontinuierlich Deine Trittfrequenz weiter runterreduzieren, bis Du irgendwann zum Erholen nur noch locker vor Dich hinradelst. Daher ist bei diesen Bikes auch häufig ein Not-Aus- oder Not-Stopp-Knopf als Sicherheit mit verbaut, um das Training im Notfall jederzeit schnell stoppen zu können.
Trainingsmöglichkeiten mit einem Speed Bike
Das Training auf einem bietet dir eine Vielzahl von Möglichkeiten, deine Fitness zu verbessern und deine Ziele zu erreichen. Ein großer Vorteil ist die Flexibilität: Du kannst jederzeit trainieren, ohne an Öffnungszeiten gebunden zu sein. Der Widerstand lässt sich stufenlos über einen Drehknopf einstellen, sodass du dein Training individuell anpassen kannst. Viele Modelle verfügen über ein integriertes LC-Display, das dir deine Leistungsdaten in Echtzeit anzeigt.
Ein wichtiger Aspekt des Speedbike-Trainings ist der kontinuierliche Tritt. Im Gegensatz zum normalen Radfahren gibt es keinen Leerlauf. ! Deine Füße sind dabei fest mit den Pedalen verbunden, entweder durch Klickpedale oder Körbchen.
Viele Speedbikes bieten zudem die Möglichkeit, dich mit Trainings-Apps wie Zwift oder Kinomap zu verbinden. Diese Apps erweitern deinen Trainingskosmos erheblich und machen das Indoor Cycling noch spannender.
Vorteile von Speed Bikes
- Flexibilität: Du kannst jederzeit trainieren, ohne an Öffnungszeiten gebunden zu sein.
- Individuelle Anpassung: Der Widerstand lässt sich stufenlos über einen Drehknopf einstellen.
- Echtzeit-Daten: Viele Modelle verfügen über ein integriertes LC-Display, das dir deine Leistungsdaten in Echtzeit anzeigt.
- App-Konnektivität: Viele Speedbikes bieten zudem die Möglichkeit, dich mit Trainings-Apps wie Zwift oder Kinomap zu verbinden.
Das richtige Speed Bike für dich
Wenn Du Dich eher auspowern möchtest, ist vielleicht ein Speedbike Dein Fitnessrad der Wahl.
Wenn Du bereits ein passionierter Rennradfahrer bist oder Triathlon-Sportler bist, dann ist möglicherweise das Speedbike Dein Heimtrainingsgerät der Wahl.
Überlege Dir vor der Anschaffung gut, welches Trainingsziel Dein Fitnessbike erfüllen soll. Denn das ist die Grundvoraussetzung für eine gute Trainingsrad-Anschaffung!
Tabelle: Vergleich von Speed Bike, Heimtrainer und Ergometer
| Merkmal | Speed Bike | Heimtrainer | Ergometer |
|---|---|---|---|
| Trainingsintensität | Hoch | Moderat | Variabel |
| Widerstand | Stufenlos | Manuell | Elektronisch gesteuert |
| Schwungmasse | Hoch (ab 15 kg) | Gering | Mittel |
| Sitzposition | Rennradähnlich | Aufrecht | Variabel |
| Trainingsprogramme | Weniger | Weniger | Viele |
| Preis | Mittel bis Hoch | Gering | Mittel |
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