Fahrradhelm Spiegel Test: Mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Ein Fahrradspiegel am Lenker sorgt für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, da man die Gesamtsituation hinter dem Fahrrad besser im Blick hat. Fahrradspiegel eignen sich dabei für alle Fahrräder, am häufigsten sind sie bei City- und E-Bikes im Einsatz.

Warum ein Fahrradspiegel wichtig ist

Der Ruf eines Fahrradspiegels ist nicht gerade modern, innovativ und sportlich, dennoch gibt es gute Gründe für die Montage. Wie bei einem Fahrradhelm bietet der Spiegel mehr Sicherheit, auch wenn er als uncool angesehen wird. Wer während der Fahrt seine Umgebung sehen kann, kann Hindernisse und Gefahren frühzeitig erkennen.

Allgemein erhöhen Fahrradspiegel die Sicherheit. So sind sie immer dann sinnvoll, wenn Kinder im Anhänger oder auf dem Lastenrad mitfahren. Auf langen Fahrradtouren, bei denen Seitentaschen dabei sind, sind Fahrradspiegel auch anzuraten.

Pflicht oder Kür?

Eine Pflicht für Fahrradspiegel gibt es nur für versicherungspflichtige Fahrräder. Trotzdem sind Fahrradspiegel auch an Citybikes, Lastenrädern und vor allem an Liegerädern sinnvoll. Besonders sinnvoll sind Fahrradspiegel an Liegerädern. Anders als bei herkömmlichen Fahrrädern verwandelt sich ein Liegeradfahrer beim Blick zurück schnell in ein Verkehrsrisiko.

Für Fahrräder ohne Versicherungspflicht gilt keine Pflicht zu einem Fahrradspiegel, für jene mit hingegen schon: In der Regelung Nr. Bei Rechtsverkehr ist der Spiegel auf der linken Seite des Lenkers anzubringen. Zwei Spiegel sind für Fahrräder nie vorgeschrieben. Für S-Pedelecs, also Fahrräder mit Elektromotor mit einer Trittunterstützung bis 45 km/h, gilt eine weitere Besonderheit: Hier dürfen nur zugelassene Fahrradspiegel mit einer E-Prüfnummer montiert werden.

Verschiedene Arten von Fahrradspiegeln

Fahrradspiegel unterscheiden sich besonders dadurch, wie sie sich am Lenker festhalten. Einerseits gibt es Fahrradspiegel, die sich um den Lenker schlingen. Andererseits finden die sogenannten Ansteckspiegel im Lenker selbst Platz.

Andere Fahrradspiegel sind dem evolutionären Druck zu einem langen Hals nicht ausgesetzt. Stattdessen schmiegen sie sich in den Lenker und erlauben so direkt den Blick vorbei am eigenen Körper. Der Vorteil: Viel weniger Wackeln beim Fahren.

Montage und Anbringung

Die Befestigung am Lenker ist unkompliziert. Neben einem Fahrradspiegel muss aber mindestens noch eine Klingel am Lenker Platz finden, weshalb man bei Rechtsverkehr besser die Klingel rechts anbringt. Dann hat der Spiegel links seinen Freiraum.

Egal, wie der Rückspiegel angebracht ist: Fahrradspiegel auf beiden Seiten sind unserer Ansicht nach nur begrenzt sinnvoll.

Top-Empfehlungen für Fahrradspiegel

Einige funktionieren besser, als wir erwartet hätten, andere schlechter. Wieder andere schaden dem Fahrer mehr, als sie helfen.

Ergotec M-99

Tolles Sichtfeld, stabiler Halt, individuelle Positionierung und gute Verarbeitung: Der Ergotec M-99 lässt keine Wünsche offen und ist damit unser Favorit. Den M-99 kann man entweder mit einer Klemmrichtung um die Lenkerstange fixieren oder mit einem zusätzlichen Adapter auch in der Lenkeröffnung befestigen. Dazu kann man den Fahrradspiegel entweder ober- oder unterhalb des Lenkers befestigen, sei es am geraden oder gebogenen Lenker.

Das Aluminium-Gehäuse sowie die Vorrichtung sind sehr hochwertig und sauber verarbeitet. Wir befestigen den Ergotec samt Adapter in der Lenkeröffnung und sind bei der ersten Testfahrt begeistert: Die asphärische Spiegelfläche sorgt für einen tollen Blick auf das Verkehrsgeschehen im Hintergrund, der tote Winkel wird stark reduziert.

Busch & Müller Cycle Star E 12285

Der Busch & Müller Cycle Star E 12285 ist sauber verarbeitet, lässt sich dank des mitgelieferten Innensechskantschlüssels schnell befestigen und bietet mit seiner Form ein riesiges Sichtfeld. Wie es sich für Busch & Müller gehört, ist die Verpackung sehr schön gestaltet. Auf der Rückseite des Kartons prangt die Montageanleitung und unten im Karton versteckt sich der Sechskantsschlüssel, der für die Montage nötig ist.

Bei der Montage begutachten wir zuerst den Klemmmechanismus und merken, dass es einige Umdrehungen dauert, bis der Fahrradspiegel im Lenker sitzt. Ergibt sich die Klemme dem Widerstand des Lenkers, sitzt der Cycle Star E aber bombenfest. Wir haben den Cycle Star E mit klappbarem Aluminiumarm getestet, es gibt ihn aber auch mit einem Kunststoffarm. Der Spiegel lässt sich problemlos auch während der Fahrt einstellen. Stabil sitzt er trotzdem, denn sogar nach der Fahrt über das Kopfsteinpflaster reckt sich der Cycle Star E noch in dieselbe Richtung.

Besonders überzeugt hat uns das Sichtfeld des Cycle Stars: Anders als runde Fahrradspiegel hat der Cycle Star E eine fünfeckige Spiegelfläche. Besonders breit zeigt der Fahrradspiegel den Verkehr direkt hinter dem Fahrrad und die Breite nimmt in die Weite ab. Das Ergebnis: Die gleiche Einsicht in den Verkehr, auch in weite Ferne.

Stellt man das Fahrrad ab, kann man den Spiegel durch den schwenkbaren Metallarm einklappen. Die getönte Scheibe wirkt hervorragend gegen grelle Scheinwerfer oder starke Sonneneinstrahlung.

Rose Rücksicht Vario

Time to shine! Oder eben auch nicht - der Rose Rücksicht Vario hat als einziger der Fahrradspiegel im Test eine getönte Scheibe. Das sorgt dafür, dass die Reflexion von Scheinwerfer- oder Sonnenlicht nicht allzu stark blendet. Der Vario ist in zwei Größen, mit einem Durchmesser von 62 oder 95 Millimetern erhältlich. Wir haben das größere Modell an unserem City-Bike getestet und waren damit sehr zufrieden.

Der Vario eignet sich für alle Lenkerenden mit einem Durchmesser von 22,2 Millimetern und wird ganz einfach seitlich eingesteckt und dann mit einer Schraube fixiert. Der Spiegel wackelt oder verrutscht nicht - auch bei unebenem Untergrund. Die Kugelkopf-Lagerung sorgt dafür, dass man den Winkel auch während der Fahrt einfach nachjustieren kann.

Wir empfehlen den Rose Rücksicht Vario allen, die etwa besonders viel im Dunkeln in der Nähe von viel befahrenen Straßen unterwegs sind.

Sprintech Racing

Der Sprintech Racing aus Kunststoff eignet sich dank dezentem Design und niedrigem Gewicht für jeden Rennradlenker. Bei hohen Geschwindigkeiten auf dem Rennrad und beim Fahren in der Kolonne erhöht ein Fahrradspiegel die Sicherheit.

Die Montage ist, wie bei allen Sprintech-Fahrradspiegeln im Test, kinderleicht. Der Originalstopfen wird vom Lenker entfernt, der Sprintech Gummistopfen eingesetzt und dann mit dem Spiegel verbunden. Der Winkel kann flexibel während der Fahrt eingestellt werden. Der Racing Spiegel ist zwar sehr klein, bietet aber dank konvex geformter Oberfläche ein solides Sichtfeld. Annähernde Autos oder Radfahrer kann man in jedem Fall erkennen.

Der Sprintech Racing ist in fünf verschiedenen Farben erhältlich und kann auch als Set für das rechte und linke Lenkerende erworben werden. Die verschiedenen Farben sind ein echter Bonuspunkt für alle Radfahrer, denen das Aussehen ihres Rennrads wichtig ist.

Weitere getestete Modelle

  • The Beam Corky
  • Fasi Fahrradspiegel X-Safe
  • Ergotec M-77 LV
  • Nextcover Fahrradspiegel
  • Krampe KF1 Typ A
  • Ergon RM Touring
  • Arkham ‎LW-HSJ-SFL
  • Zéfal Tower 80
  • Ergotec M-88
  • Cyclop von Zéfal
  • Zéfal Doobak

Fahrradhelmspiegel

Vor allem Menschen, die regelmäßig mit ihrem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs sind, schätzen einen stabilen Fahrradhelm Spiegel. Dieser lässt sich in der Regel innerhalb kürzester Zeit am Fahrradhelm befestigen und bietet dem Nutzer ausreichend Flexibilität, um schnell auf neue Situationen reagieren zu können. Fahrradfahrer, die einen Fahrradhelm Spiegel nutzen, profitieren, wie die Autofahrer von der Tatsache, dass sie über einen weitaus größeren Blickradius verfügen und damit immer wissen, was hinter ihnen passiert.

ZEFAL Helmspiegel Z Eye

Mit einem kleinen Spiegel, der sich an nahezu jedem Fahrradhelm befestigen lässt, möchte Zefal Bikern mehr Sicherheit auf dem Rad vermitteln. Der Z Eye ist fix angebracht, flexibel justierbar, leicht und nahezu unkaputtbar, außerdem kostet er kaum etwas.

Der kleine Spiegel lässt sich mit einer Klebefolie an fast jedem Fahrradhelm anbringen, einige Benutzer des Gerätes raten jedoch dazu, zur Montage lieber ein paar Schrauben und Muttern zu verwenden, damit der Spiegel auch bombensicher hält.

Das auf der Kupplungsplatte angebrachte Drehgelenk wiederum erlaubt es, den Spiegel in nahezu jede gewünschte Position zu drehen. Außerdem lässt sich der Auslegearm in der Länge verstellen.

Der Spiegel selbst wiederum fällt relativ klein aus und ist konvex - Die Krümmung verkleinert nämlich das das an sich schon relativ kleine Spiegelbild, das der Fahrer vom Geschehen in seinem Rücken erhält, nur noch mehr, weswegen einige Benutzer das Produkt wieder retourniert haben - es war ihnen schlichtweg zu mühsam, mit den Augen das kleine Abbild zu fixieren.

Führt die Fahrstrecke allerdings über holpriges Gelände, kann es passieren, dass der Spiegel unangenehm zu vibrieren beginnt und sich die Sicht nach hinten erneut verschlechtert - für den Geländeeinsatz ist der Helmspiegel daher nicht unbedingt die erste Wahl. Aber in der Stadt beziehungsweise auf befestigten Straßen ist er sicherlich eine praktische Alternative zu einem Rückspiegel für den Lenker.

Details:

  • bruchsicherer Helmspiegel aus verchromtem ABS-Kunststoff für Trekking oder Freizeit
  • kompatibel mit allen Fahrradhelmen
  • unsichtbare optimale Befestigung mit Klettverschluss an der Innenseite des Fahrradhelmes
  • ca. 10 cm² Spiegelfläche
  • Spiegelform: konvex
  • Material: verchromter bruchsicherer Kunststoff
  • Gewicht: ca.

Fahrradhelm Test

Die Tester untersuchten 14 Helme in der Preisspanne von 15 bis 149 Euro in den Kategorien Unfallschutz, Handhabung, Komfort und Schadstoffe. Unter den Prüflingen waren auch drei Modelle, die sich laut Kennzeichnungen für S-Pedelecs eignen sollen - besonders schnelle E-Bikes, die bis 45 km/h mit elektrischer Motorkraft unterstützen.

Testergebnisse

Nur drei der Helme bieten guten Schutz vor Kopfverletzungen. Nur drei Helme bekommen dabei das Gesamturteil »gut«.

Testsieger ist der »Uvex Urban Planet LED« für 130 Euro (Note 2,0), er bietet auch den besten Unfallschutz. Mit Fliegengitter, Reflektoren und aufladbarem Rücklicht, aber als einziger des Siegertrios ohne Schirm sei er mit 386 Gramm allerdings eher schwer.

Die beiden anderen Helme mit der Bewertung »gut« teilen sich den zweiten Platz. Zum einen der »Alpina Gent Mips« für 130 Euro (Note 2,2). Er hat einen abnehmbaren Schirm, Fliegengitter, Reflektoren sowie ein Rücklicht mit Batterie.

Ebenso »gut« ist der Limar Torino für 90 Euro (Note 2,2). Er bietet kein Fliegengitter, aber Schirm, Reflektoren und ein Rücklicht zum Aufladen. Mit 272 Gramm ist er besonders leicht. Den guten Unfallschutz teilt sich der Limar mit dem Alpina.

Zehn Helme zwischen 15 und 149 Euro schneiden mit »befriedigend« ab. Darunter auch die drei für S-Pedelecs ausgewiesenen Helme. In beiden Fällen boten sie nur befriedigenden Schutz und zeigten sich damit schlechter als die drei besten Helme. Ein Modell für 120 Euro ist »mangelhaft« (Note 5,5). Unter anderem brach ein Gurtschloss bei der Abziehprüfung.

Der mit Abstand billigste Helm im Test ist mit 15 Euro der »Crivit Fahrradhelm mit Rücklicht« vom Discounter Lidl. Er schneidet zwar auch »befriedigend« (Note 2,6) ab, findet aber besondere Erwähnung: als der einzige Helm, der im Test im Dunkeln »gut« erkennbar sei. Er hat ein Rücklicht und Reflektoren: neben der Qualität der Reflektoren mache die Größe der reflektierenden Flächen einen Unterschied, so die Tester.

Laut ADAC legte der Test auch eine Problematik der Schläfenbereichs-Sicherheit offen. Einige Helme schwächelten bei den Stoßdämpfungseigenschaften und wurden abgewertet.

Testsieger ist laut Stiftung Warentest das Modell Melon Urban Active zum Preis von 70 Euro, das über eine gute Stoßdämpfung und eine akzeptable Lüftung verfüge. Danach folgt der 80 Euro teure Ked Crom, der leicht zu handhaben sei und Stöße gut dämpfe. Das Modell Nutcase Street Gen3 für ebenfalls 80 Euro sei zwar vergleichsweise schwer, lande wegen seiner guten Dämpfeigenschaften und einem guten Magnetverschluss aber auf dem dritten Platz.

Mit lediglich 3 "gut" von insgesamt 18 bewerteten Helmen fällt die Bilanz der Tester beim aktuellen Test dürftig aus. 13 Modelle waren demnach "befriedigend", zwei weitere nur "ausreichend" - davon zählte einer der Testversager mit einem Preis von 120 Euro zu den teuersten Modellen in der Untersuchung. Die Note "sehr gut" gab es gar nicht. Im Jahr 2012 erhielten noch neun von 16 Modellen als Urteil "gut" - was jedoch nicht bedeutet, dass die Sicherheit der Helme grundsätzlich nachgelassen hat.

Denn die bisher in der Branche üblichen Normprüfungen bezögen wichtige Unfallrisiken zu wenig ein, so die Tester. "Neue Studien haben aber gezeigt, dass nicht nur die Stärke eines Stoßes ursächlich für Kopfverletzungen ist, sondern auch die Art und Dauer des Aufschlages. Daher haben wir unser Testverfahren an das reale Unfallgeschehen angepasst", sagt Ralf Gaida, Projektleiter bei der Stiftung Warentest.

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