Stadler Fahrrad Damen Test: Ein umfassender Überblick

Dynamics, die Hausmarke der 19 Zweiradcenter Stadler Fachmärkte in Deutschland, überrascht immer wieder. Dies liegt auch daran, dass das Produktmanagement konsequent die Wünsche der Nutzer umsetzt - wie beispielsweise einen Riemenantrieb.

Dynamics Belt SE Citybike: Ein nahezu perfektes Cityrad

Dynamics stellt mit dem Belt SE ein nahezu perfektes Cityrad auf die Räder. Der aufwendig gebaute Rahmen in mattgrauer, zeitloser Lackierung geht nahtlos in den integrierten Gepäckträger über. Die 7-Gang Freilauf Schaltnabe ist geschlossen, robust und wartungsarm. Klassische V-Bremsen, die von vorbildlich breiten Bremsgriffen angesteuert werden, sorgen für sicheres Verzögern. Das kleine Frontlicht liefert helle 30 Lux.

Der Lenker liegt dank seiner zum Fahrer gezogenen Form und ergonomischen Flossengriffen perfekt in der Hand. Steuern macht Spaß, was auf das Konto der starren Gabel geht, die jeden Lenkimpuls direkt überträgt und leichter als eine Federgabel ist. Die Sitzposition ist optimal für genüssliches und sportliches Fahren. Mit etwas Gefühl beim Gängewechseln laufen die Schaltsprünge fast smooth ab.

Dynamics Magic Tour MK II: Preiswertes und solides Trekkingbike

Das preiswerte Trekkingbike ist rundum solide und vollständig ausgestattet. Viele wollen einfach nur flotter durch den Alltag kommen als zu Fuß, fahren nur kürzere Strecken und wollen dabei auch nicht auf die Unterstützung eines Elektromotors angewiesen sein. Diese Menschen brauchen also weder ein Rennrad noch ein Mountainbike, und ein Pedelec auch nicht.

Der vielseitige Klassiker hat sich in den vergangenen 30 Jahren zum Rad all jener entwickelt, die sich zwischen Alltag und Tour nicht auf den einen Einsatzzweck festlegen wollen. Kettenschaltung heißt Felgenbremsen, und die sind bei der Eigenmarke von Zweirad Stadler klassisch mechanisch. Die sogenannten V-Bremsen sind simpel aufgebaut, verzögern dabei aber sehr wirkungsvoll; eventueller Verschleiß der Bremsbeläge lässt sich leicht kontrollieren und die Beläge können auch einfach ausgetauscht werden. Einer der Vorzüge dieses Trekkingbikes ist schließlich sein günstiger Preis von 799 Euro.

Verzicht üben muss man bei Stadler freilich nicht: Auch eine Federgabel gehört zum Trekkingbike - am Dynamics ist sie mit 40 mm Federweg recht kurz, dafür kann aber die Vorspannung eingestellt werden. Während so manches Rad dieser Preisklasse noch mit einem klassischen Schaftvorbau ausgestattet ist, reicht es beim Dynamics für einen modernen Ahead-Lenkervorbau, der winkelverstellbar ist und damit eine Anpassung der Lenkerhöhe ermöglicht.

All diese Technik ist an einen soliden Aluminiumrahmen montiert, der in drei Bauformen verfügbar ist: Trapez, Diamant und Wave. Zwischen Herren- und Damenrad wird heute eigentlich nicht mehr unterschieden, allerdings ist das Größenspektrum jeweils unterschiedlich: Der Diamantrahmen kann bis zu 64 cm angeboten werden, den Trapezrahmen gibt es immerhin bis 60 cm. Alle Ausführungen gefallen mit einem angeschweißten Gepäckträger, der für eine aufgeräumte Optik sorgt und die Zahl der Schraubverbindungen reduziert.

Mit 44 mm Reifenbreite ist das Dynamics keineswegs auf glatten Asphalt festgelegt, kann also auch auf Naturwegen flott bewegt werden; der belastbare Gepäckträger erlaubt viel Zuladung und macht das Rad damit durchaus Touren-tauglich. So kann das Rad abgesehen von wirklich sportlicher Fahrweise für so ziemlich alles eingesetzt werden - eben ein echter Allrounder, der mehr hält, als er verspricht.

Rahmengröße und Geometrie

Ein entscheidender Faktor beim Kauf ist die passende Rahmengröße. Um diese zu ermitteln, sollten Sie sich selbst mithilfe eines Zollstocks vermessen und Ihre Körpergröße mit unserer Tabelle vergleichen. Bei Trekkingrädern und Citybikes gibt es verschiedene Rahmenformen, die auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen zugeschnitten sind.

  • Der klassische Diamantrahmen, auch bekannt als Herrenrahmen, zeichnet sich durch sein horizontales Oberrohr aus und wird oft von jungen Menschen und überwiegend von Männern bevorzugt.
  • Weiterhin gibt es den Trapezrahmen, der einen guten Kompromiss aus Sportlichkeit und Stabilität darstellt.

Grundsätzlich hat jeder Hersteller seine eigenen Rahmengrößen.

Empfohlene Rahmengrößen

Trekkingrad Cityrad
Körpergröße Empfohlene Rahmengröße Körpergröße Empfohlene Rahmengröße
ca. 150 - 160 cm 43 - 48 cm ca. 150 - 160 cm 43 - 48 cm
ca. 160 - 170 cm 48 - 53 cm ca. 160 - 170 cm 48 - 53 cm
ca. 170 - 175 cm 53 - 55 cm ca. 170 - 175 cm 53 - 55 cm
ca. 175 - 180 cm 55 - 56 cm ca. 175 - 180 cm 55 - 58 cm
ca. 180 - 185 cm 56 - 58 cm ca. 180 - 185 cm 58 - 61 cm
ca. 185 - 190 cm 58 - 60 cm ca. 185 - 190 cm 61 - 63 cm
ca. > 190 cm ab 60 cm ca. > 190 cm ab 60 cm

Dynamics Magic Eight: Günstiges Rad in der Praxis

Das elegante Dynamics Magic Eight verfügt über einen zeitgemäßen Alu-Rahmen, der hochwertig verarbeitet ist. Die gerade Alu-Gabel sorgt für eine agile Lenkung. Laufräder mit voluminösen 47-Millimeter-Reifen, Nexus-Schaltnabe und die im Hebie-Chainglider rundum geschützte Kette stehen für Wartungsarmut und langfristig störungsarme Funktion. Gut gefallen hat uns der sorgfältig konstruierte Mechanismus zur Kettenspannung. Dank leichter Sattelüberhöhung und langem Oberrohr entsteht eine sportlich-gestreckte Sitzhaltung, die mit der leichtgängig schaltbaren Achtgang-Nabe und den sensibel bedienbaren, kräftigen Scheibenbremsen einen flotten, sicheren Fahrstil ermöglicht.

Mit knapp 16 Kilo liegt das Dynamics Magic Eight im akzeptablen Gewichtsbereich und ist noch nicht zu schwer, um es mal eine Treppe hoch- oder runterzutragen. Die Übersetzung und die Gangsprünge der Shimano-Nexus-Nabe reichen für die meisten Fahrsituationen aus. Die Kette gleitet im vollständig geschlossenen Kettenschutz des Hebie-Chaingliders auf verschleißarmem Kunststoff. Sie kann darin auf ruppiger Fahrbahn etwas klappern, doch die Vorteile überwiegen: Die Kette ist vor Schmutz und Nässe geschützt und auf Vorrat geschmiert.

Triumph E-Cloud: Stadler E-Bike unter 2.000 Euro

Der Zweirad-Gigant stellt mit dem blauen Tourenbike ein Modell vor, das erst einmal mit topaktueller Antriebstechnik aufwartet: verbaut ist der „Active Line Plus“-Motor von Bosch, der im City- und Touren-Segment derzeit kaum zu überbieten ist. Erkennbar am großen Kettenrad vorne, ist das Aggregat nicht nur vergleichsweise leise, sondern auch sehr widerstandsarm, was den Akku schont und Fahrten ohne Unterstützung möglich macht. Ohnehin wendet sich das Tourenrad an die Freunde der ruhigen Gangart. Mit tiefem Durchstieg und hohem Lenker ist das Rad auf viel Komfort ausgelegt; Lenkerform und Griffe sind sehr angenehm.

Statt der bekannten, großen Intuvia-Einheit verbaut Stadler das kompakte Purion-Display, das links am Lenker sitzt und einen separaten Tastenblock überflüssig macht. Die kleine Kommandozentrale ist gut ablesbar und die Fahrmodi können einfach durchgeschaltet werden; dass als einzige Fahrdaten Strecke und Geschwindigkeit angezeigt werden, dürfte den Durchschnittsradler nicht stören. Ebenso dem günstigen Preis geschuldet, in der Praxis aber durchaus angenehm ist die „klassische“ Montage des 400-Wattstunden-Akkus unterm Gepäckträger; auf diesen lässt sich per Adapter ganz einfach zahlreiches iRack-Zubehör montieren. Die Batterie lässt sich leicht entnehmen, nicht einmal bücken muss man sich.

Das gut motorisierte und stimmig ausgestattete Triumph E-Cloud ist ein angenehmer Begleiter im Alltag und auf ruhigen Touren.

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