Starrahmen Harley-Davidson: Informationen und Wissenswertes

Diese originalgetreuen Reproduktionen von Harley-Davidson Serienrahmen bieten eine hochwertige Grundlage für Ersatzrahmen sowie individuelle Umbauten im Chopper- und Bobber-Stil. Gefertigt aus robustem Stahl und Sphäroguss (Gusseisen mit Kugelgraphitstruktur) bleiben die Oberflächen blank, um maximale Flexibilität für Lackierung, Pulverbeschichtung oder individuelle Bearbeitung zu gewährleisten.

Die Rahmen entsprechen exakt den Maßen und Konstruktionsmerkmalen der historischen Harley-Davidson Werksrahmen. Authentische Gussteile mit originalen Nummern und Zeichen, wie sie damals von der Factory verwendet wurden, unterstreichen den hohen Detailgrad. Technische Merkmale wie die eingepresste Sattelpfostenbuchse sowie passgenau geriebene Buchsen für die Bremswelle im Querrohr sorgen für eine präzise Montage und langanhaltende Betriebssicherheit.

Auswahl an Reparaturteilen für originale oder baugleiche Starrrahmen

Wer es ernst meint mit dem Harleyschrauben sucht natürlich nach Teilen, die der eigenen Maschine den entscheidenden optischen Vorsprung verschaffen. Diese Räder ersetzen fehlende oder verschlissene Serienteile an Knuckleheads, Flatheads oder Panheads. Sie sehen genauso aus wie die Werksausstattung in dieser Ära, mit schwarzer Nabe und Felge, sowie im ZnNi-Verfahren kadmierten Speichen. Die Star-Nabe ist kompatibel mit Serienachsen- und Bremsen. Und das Tüpfelchen auf dem I ist die authentische Kelsey-Hayes (KHW) Felgen-Stempelung. Montiert mit Starnaben Typ 1940-1966 mit Nadellagern.

Beliebte Modifikationen und Zubehör

Damals war die VL-Gabel sehr populär, denn sie war eine Möglichkeit, den Knuckle- oder Panhead-Chopper etwas anders aussehen zu lassen als den vom Kumpel. Zudem war sie 1/2” länger als die Springergabeln ab 1936, was der Bodenfreiheit zugute kam und das Bike etwas „gestretched” wirken ließ. Detailgetreue Reproduktion der klassischen H-D Springer-Gabel, wie sie original an Big Twin 1936-49 und 750er Modellen von 1941-57 verwendet wurde. Racing Benzintanks für Big Twins, deren Form den Tanks der legendären WR Modelle aus den späten Vierzigern und frühen Fünfzigern entspricht.

Das elegante, schlanke Design, verbunden mit exzellenter europäischer Handwerkskunst macht sie zum absoluten Blickfang. Jedes Set ist komplett handgefertigt.

Entwicklung der Rahmenkonstruktion

Doppelschleifen-Rohrrahmen auf den Markt, der den einfachen Rohrrahmen ablöste. Rahmen [Cradle Frame], der den Motor umfasst. Alle Big Twins bis 1957 wurden mit Rahmen dieses Prinzips gebaut. Panhead-Rahmen. liefen die unteren Rahmenzüge vom Lenkkopf zur vorderen Motoraufnahme gerade. "Straight Leg Frames" bezeichnet, wie zuvor bei den Rahmen von 1936 - 1947. angeschraubte Werkzeugkastenhalter. erklären. 1948 wurde offiziell der Rahmen mit den vorn abgewinkelten unteren Rohren eingeführt. war der bereits erwähnte Wishbone Frame. Absperren der Lenkung zum Schutz vor Diebstahl.

Alle Rahmen ab 1948 wurden elektrisch geschweißt statt, wie bisher, hartgelötet. verbesserte Motorhalterung ein, jetzt leicht nach vorn gebogen. Vorher war sie gerade. unverändert.

Restaurierung und Reparatur

Kommt es zu Beschädigungen am Rahmen, kommt man nicht umhin, ihn einem Fachmann in die Kur zu geben. Ebenso wichtig aber ist die Reputation der Werkstatt. Rahmenrichtbank. Sie kam 1930 auf und war allen anderen weit überlegen. ein dickes Buch, das die Rahmenmaße enthielt. so geringfügige Korrektur am Rahmen weitere Veränderungen nach sich ziehen kann.

sämtliche Teile so fixiert, daß sie keinen Millimeter Bewegungsspielraum haben. Schaden nehmen. Hitzeeinwirkung lösen könnten. Aufgabe nicht mehr gerecht. stets mit einem Höchstmaß an Präzision. Rohrstücken. gebördelt und unter hohem maschinellen Druck verlötet. Stunden auf genau 412 Grad. Darauf folgte eine allmähliche Abkühlung. durch diese Prozedur hart, aber nicht spröde, fast vergleichbar mit Federstahl. auftritt, hat dies mit Sicherheit den Verlust der Festigkeit zur Folge. 1948 wurden elektrisch verschweißt. Kegelrollenlager verwendet. bis einschließlich 1959. Laufringstärke von 3/8"; der äußere Durchmesser beträgt 1,980". Baujahr 1960 haben 19 Rollen und sind beim gleichen Durchmesser 27/64" stark. jüngeren Rahmen verwenden, aber immer nur als kompletten Lagersatz.

Unterschiedliche Starrahmenformen und individuelle Gestaltung

Die originalen Starrahmen von Harley haben, grds erstmal gesagt, sich nicht wahnsinnig unterschieden bzw verändert. An den Bildern kann man schon sehr gut sehen, dass gerade diese zwei Sachen, Tank (Form und Position) in Verbindung mit verschiedenen Gabeln (Gabellänge, Rake der Gabelbrücke), schon weltbewegend sein können.

  • Tankform und Position
  • Gabellänge und Rake der Gabelbrücke

Wenn du das ganze Zeitgleich als Investition ansiehst, dann solltest du nen originalen unverbastelten Rahmen kaufen. Nur die kosten halt auch wieder ihr Geld sind entsprechend rar gesäht und entsprechen evtl. Vom Grundsatz gibt es bei den Big Twin nur ein Starrahmenmodell und zwar die FL Modelle mit all ihren Varianten. Aber in all diese Rahmen passen nur die jeweiligen Motoren!

Starrahmen wurden bis 1957 gebaut, da erzeugt eine EZ 1960 eine gewisse Skepsis. Das Teil mag schön gemacht sein, ist aber kein Original. Ich rate zum Original. Das kostet jetzt vielleicht etwas mehr, zahlt sich langfristig aber locker aus.

Beispiel eines Custom-Projekts: HILLBILLY RACER

Ein Starrahmen aus den 50ern sollte es sein, der keine gängigen Normen wie Blinker oder Regularien zum Auspuff erfüllen muss. Dazu zwei riesige Big-Spoke Räder von TTS, alles roh, ohne großen Schnick-Schnack. Soweit die Basis. Als dieses Chassis dann irgendwann auf der Hebebühne der Müllers stand, konnte man bereits erahnen, dass das eine coole Kiste wird.

Für den Biker Built Off wurde dann die „DEEP THROAT“ gebaut und für besagten Kumpel der hier präsentierte „HILLBILLY RACER“. Der Name ist bei diesem Bike durchaus Programm. „Hillbilly“ beschreibt u.a. "einen freien, unverbogenen Bürger, der in den Bergen lebt, nicht groß was zu sagen hat, sich so anzieht, wie er es vermag, spricht, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, Whiskey trinkt, wenn er welchen bekommt und nach Lust und Laune durch die Gegend ballert."

Weniger mit Understatement hat der Motor zu tun. Der generalüberholte Shovelhead wurde auf 1.600ccm gestroked und bringt ordentlich Dampf. Die man mit dem Kicker erst mal zum Laufen bringen muss, denn ein E-Starter hat an so einem Bike selbstverständlich nichts zu suchen.

Messing kam hier überhaupt viel zum Einsatz, setzt es doch die Akzente an so einem Raw-Bike. Für den Lenker schweißte man einzelne Plattensegmente zusammen, verlegte die Elektronik sowie Gas- und Kupplungsansteuerung nach innen und presse das ganze in eine nach unten gezogene Form.

Wer an diesem Bike ein Serienteil finden will, muss lange suchen. Denn hier wurde fast alles in kleinster und feinster Handarbeit entworfen, angefertigt und angepasst. Auch der offene Belt-Antrieb, die Bremsen für Vorder- und Hinterrad - zusammen mit den Bremsscheiben, die Pushrod-Covers, der Nockenwellendeckel, das Primär-Cover, das Tachogehäuse und viele weitere kleine Highlights wie z.B. der Zündkerzenhalter.

Der Tank wurde etwas größer, der Öltank in den Heckfender verlegt, und der Sitz ist eine Spezialkonstruktion aus Federstahl, der beim Fahren federt und im Stand unten eingerastet werden kann.

Gebaut von: Müller Motorcycle AG Besitzer: Alexander Kessler Idee: Alexander Kessler Motor: orig. HD Shovelhead Fahrwerk/Rahmen: H-D Wishbone Starrrahmen, Bj. 1952 Zylinderkopfdeckel: Chopper Kulture (Messing) Pushrod-Covers: Müller Motorcycle AG Auspuffanlage/Krümmer: Traditional Motors (Sebastian Attenberger) Nockenwellendeckel: Müller Motorcycle AG (Magneto-Design) Kickarm: Müller Motorcycle AG (Alu/Messing) Primär-Cover: Müller Motorcycle AG Kupplung: Barnett Skorpion Lock-Up Clutch

Vorderrad-Gabel: Zubehör Springergabel Lenker: Sonderanfertigung Müller Motorcycle AG in Blattfeder-Optik - Besonderheit Gas+Kupplung als Drehgriff mit im Lenker verlegten Bowdenzügen Räder: TTS Motorcycles - vo./hi: 3,5x23“ Big Spoke Bereifung: vo./hi.: 130/60 R 23 AVON Cobra AV 71 Bremsscheibe vorne: Müller Motorcycle AG Full Floating-Bremsscheiben Bremsscheibe hinten: Ritzelbremsscheibe Müller Müller Motorcycle AG Bremszange vorne: Müller 4-Kolben Bremse Bremszange hinten: Müller Ritze Bremse Benzintank: Traditional Motors Ölleitungen: Traditional Motors Heckfender mit integriertem Öltank: Traditional Motors Lenkergriffe: Müller Motorcycle AG „Edition BBO“ Fußrastenanlage: Müller Motorcycle AG Frontlampe: Chopper Kulture Rücklicht: Chopper Culture Anzeigeinstrumente: Motogadget Sitz: Traditional Motors

Herausforderungen und Tipps zum Umbau

Straßenköter hat seine als Austauschrahmen tüven lassen, geht aber nur bei scs, der einzige Starrahmen der als Tauschrahmen getüvt wird..Kodlin bietet für die neuen Baujahre auch einen AnschweissHeckumbau an, so ähnlich wie ich das aktuell mache, mit Tüv. Das istn Thema, da kann man Nächtelang drüber schreiben, es wird dir nicht jeder tüven, Kontakte erleichtern einiges..Eintragen lassen kann man fast alles auf Umwegen, auch wenn es immer schwieriger wird..

Braucht man für einen selbst gebauten 1000 Abnahmen damit man den überhaupt i-wie im Straßenverkehr nutzen darf! Müssen die Schweißnähte und die Geometrie 100% sein, sonst kann es ziehmlich unschön beim Fahren werden. Der Starrahmen muss soweit ich weiß vor 2004 gebaut worden sein. Schweissen und co habe ich auch nicht gemacht, sondern jemand machen lassen der das Auch drauf hat, der das Spannungsfrei montiert hat, ausdistanziert, sodass alles optimal sitzt.

Harley hat in den Serienrahmen teilweise schon so extrem hohe Toleranzen, das man sich auch nicht einfach Optisch beim anschweissen am Originalrahmen orientieren soll/ Kann. Da muss nochmal neu ausmessen und abgegelichen werden damit es wirklich auch richtig sitzt.

Die Sache Tüv & Starrahmen lässt sich wohl schwer so beantworten..Welche Zulassungsvorraussetzungen da erfüllt sein müssen weiß ich nicht genau, ich erzähle nur von dem was ich so aufgeschnappt habe..Sowas klärt man am besten mit dem Tüv, oder den Customizern vor Ort, denn die wissen was sie durch den Tüv kriegen, da sie meistens nen Haustüver haben, und mit dem auch die Erfahrung um sagen zu können was geht und was nicht.

Die Suche nach dem richtigen Rahmen

Starre Rahmen wurden innerhalb der Company nur bis 1958 gefertigt und weil sie für die Summer der Old School Begeisterten die Krönung eines Choppers darstellen, sind sie entsprechend begehrt. Generationen von Schraubern hätten Hand an ihn gelegt und der Erfahrung nach war kaum einer dieser Rahmen nicht bereits auf die eine oder andere Weise umgestaltet worden.

Bei all den Gesprächen die ich in der Folge meiner Rahmensuche führte, wurde immer deutlicher dass ich die Möglichkeit einen alten Rahmen bei einem kommerziellen Händler zu erstehen bereits Aufgrund der Kosten aus meinem Aufgabenheft streichen konnte. Was blieb waren die Anzeigenrubriken in diversen Fachzeitschriften und das von ebay gebotene Portal zur virtuellen Auktion.

Bei dem Gros der Angebote die sich dort fanden, handelte es sich um Zubehörrahmen. Einige von zweifelhafter Herkunft und die meisten ohne Papiere. Wer bei ebay den Suchbegriff HARLEY-DAVIDSON eingibt; wird sich schnell mit einer unüberschaubaren Flut von Angeboten konfrontiert sehen.

Um nicht der Versuchung der Angebotsflut zu erliegen, suchte ich so gezielt wie möglich nach Gegenständen, von denen ich glaubte sie besitzen zu müssen. Hatte ich zu Beginn meiner Suche noch HARLEY-DAVIDSON RAHMEN in das Suchfeld eingegeben, beschränkte ich mich sehr schnell darauf nur noch STARRRAHMEN einzutippen. In der Regel wurden mir daraufhin zwischen fünf und zehn Treffer angezeigt.

Mit einigen der Verkäufer, deren Angebot aus welchem Grund auch immer schleppend anlief, nahm ich Kontakt auf und immer waren ihre Angaben so dürftig und wenig Vertrauen erweckend, dass ich die Überlegung ernsthaft zu bieten bereits im Ansatz wieder verwarf.

Eine Anzeige von vielen: "Sie bieten auf einen Harley-Davidson Starrahmen Baujahr 1951. Fahrzeughersteller ist Harley-Davidson mit TP-Nummer. Es können EVO-, Shovel- und Pan-Motoren verbaut werden. Der Rahmen ist unfallfrei und rot kunststoffbeschichtet. Deutscher Fahrzeugbrief ist vorhanden mit unzähligen Eintragungen, wie z. B. 205er Autohinterreifen usw. Fahrzeugbrief kann gefaxt werden. Der Rahmen befindet sich in einem sehr guten Zustand."

Obwohl es sich bei dem Rahmen keinesfalls um ein Originalrahmen der Company und auch nicht um das Baujahr 1951 handeln dürfte, sprach die Kopie des Fahrzeugbriefs eine andere Sprache. Dort war als Hersteller tatsächlich Harley-Davidson und als Tag der Erstzulassung der 1. Da ich einen Chopper aufbauen wollte und nicht an der Restauration einer alten Maschine im Originalzustand interessiert war, konnte es mir egal sein, was der Rahmen war, solange es mit den Papieren keine Schwierigkeiten gab. Und nach Jörgs Einschätzung waren keine zu erwarten.

Ich hatte nicht das Geld um parallel zum Aufbau des Motors auch den Rahmen zu finanzieren. Trotzdem hatte es mir der Rahmen auf sonderbare Weise angetan. Doch um ihn bezahlen zu können, würde ich meiner Sportster das Herz aus dem Rahmen reißen und bei ebay einstellen müssen.

So wie es aussah war dieses Wochenende doch noch zu einem Erfolg für mich geworden. Für schlappe 2286,- Euro sollte der Rahmen in meinen Besitz übergehen und wenn ich auch nur eine der anderen Auktionen gewonnen hätte, dann hätte ich ein ernsthaftes Problem finanzieller Natur. Die Freude darüber, dass ich den Zuschlag noch gut 250,- Euro unter meinem Limit erhalten hatte, konnte auch nicht durch die von Jörg an den Tag gelegte Skepsis getrübt werden.

Etwa zwei Wochen später benachrichtigte mich der Besitzer des Rahmens das er aus dem Urlaub zurück sei und der Rahmen nun abgeholt werden könne. Also machte ich mich an einem Montagmorgen auf den Weg nach Bad Königshofen in der bayerischen Rhön.

"Hier ist der Rahmen", war im wesentlichen schon die wichtigste Information die zwischen uns ausgetauscht werden sollte. Es schien sich bei dem Verkäufer nicht gerade um einen Mann zu handeln der viele Worte verlor. Ich erfuhr eigentlich nur das, was ich bereits wusste. Ich dachte, dass es wenig Sinn machen würde die Originalität des Rahmens in Frage zu stellen, also ließ ich es und beschränkte mich darauf die Nummern auf Rahmen und Brief zu vergleichen und ihm das Geld zu geben.

Bevor er mir half den Rahmen aus dem Keller zu tragen, erfuhr ich dass er noch alle möglichen Teile hatte, die für mich von Interesse sein könnten. Doch da er sich noch keine Gedanken über einen möglichen Verkauf gemacht und damit auch noch keine konkreten Preisvorstellungen hatte, blieb es an diesem Tag zunächst beim Rahmen. Wegen der anderen Teile könne man ja noch einmal telefonieren.

Ich hatte das Gefühl, dass es ihm nicht leicht zu fallen schien sich von seinem Rahmen trennen zu müssen. Doch möglicherweise täuschte mich mein Gefühl. Noch bevor ich den Zündschlüssel im Schloss drehte, befand er sich ohne einen weiteren Gruß oder Blick wieder auf dem Weg zurück ins Haus.

Die geschlossene Wolkendecke hatte inzwischen hier und da Risse bekommen und unter dem Einfluss der Sonne begannen die Farben der spätsommerlichen Natur um mich herum zu strahlen. Kurz vor Kassel machte ich Rast und nutzte die Gelegenheit mir in der Sonne sitzend bei einer Tasse Kaffee in Ruhe den Brief anzusehen.

Der ursprüngliche Besitzer des Rahmens hatte ihn, wenn die Eintragungen korrekt waren 1995 aus den USA eingeführt und 1996 einen deutschen Fahrzeugbrief beantragt.

Dass er sich bereits bevor er den Rahmen nun an mich verkauft hatte, von ihm getrennt haben musste, belegt der Eintrag eines weiteren Halters im Brief. Dieser hatte die Maschine jedoch nur vier Monate besessen. Danach fand sie mit ihrer Demontage ihr endgültiges Ende. Möglicherweise gab es einen Grund für den neuen Besitzer die Maschine zurückzugeben. Vielleicht hatte er den Motor zu klump gefahren.

Ich war froh, dass sich kein weiterer Kunde in der Werkstatt aufhielt, um mich sofort mit dummen Sprüchen zum Neuerwerb des Rahmens voll zuquatschen. Wir hoben ihn von der Ladefläche und stellten ihn an die gleiche Stelle, an der vor einigen Monaten bereits der Motor gestanden hatte. Ich beobachtete Jörg wie er den Rahmen schweigend von allen Seiten begutachtete und mir wurde wieder einmal bewusst, dass ich seine ruhige Art des Schauens mochte.

Als Ergebnis seiner Betrachtung kam er zu dem Schluss, dass es an dem Rahmen nichts auszusetzen gäbe. Trotzdem wollte er sich nicht festlegen was er nun sei. Original? Teilweise Original? Zubehörrahmen? Letztendlich konnte es mir egal sein.

Unter Einsatz der Kaltreinigerspritze und einiger grober Lappen, erstrahlte die rote Kunststoffbeschichtung schon nach kurzer Zeit in ihrem ursprünglichen und so wie es aussah auch unbeschädigtem Glanz.

Ich kannte Biker für die die Kunststoffbeschichtung das größte war und ebenso viele, die dem guten alten Lack die Stange hielten. Auf großen Flächen konnte der Kunststoff positiv punkten, während er bei kleinen Flächen mit vielen Schrauben und starker Beanspruchung meiner Meinung nach eher im minus stand.

Merkmal Details
Rahmentyp Starrahmen (Starrrahmen)
Material Stahl und Sphäroguss
Baujahre Bis 1957 (Original Harley-Davidson)
Modelle FL Modelle und Varianten
Besonderheiten Einteiliger Rahmen, keine Hinterradfederung
Umbau Geeignet für Chopper- und Bobber-Stil

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