Das Steinhuder Meer ist mit einer Fläche von rund 29 Quadratkilometern der größte Binnensee Nordwestdeutschlands. Das Gewässer liegt in Niedersachsen, etwa 30 Kilometer nordwestlich von Hannover. Es zeichnet sich durch seine malerische Lage zwischen den Städten Wunstorf und Neustadt am Rübenberge aus.
Warum eine Fahrradtour am Steinhuder Meer?
Das Steinhuder Meer ist ein beliebtes Ziel für Radfahrer, da es eine Vielzahl von schönen Radtouren bietet. Kein Radler lässt es sich nehmen, auf dem hervorragend ausgebauten Rundweg zumindest einmal das Steinhuder Meer zu umrunden. Die beliebte Rundtour ist nicht nur für den Körper, sondern auch für alle Sinne und den Geist eine Wohltat.
Highlights der Region
- Scheunenviertel Steinhude
- Vogelbiotop
- Badestrand Mardorf
- Inselfestung Wilhelmstein
Rundweg um das Steinhuder Meer
Einmal Niedersachsens größten Binnensee umrunden: Der 32 Kilometer lange Radwanderweg hat "mehr als Meer" zu bieten, führt er doch auch durch Wälder, Wiesen und Moore. Der 32 Kilometer lange Rundweg lässt sich in beiden Richtungen gut befahren, verläuft meist abseits der Straßen und ist ausgeschildert.
Die etwa 32 Kilometer lange Tour verbindet die überraschend zahlreichen kulturellen und vor allem landschaftlichen Highlights am Meer miteinander. So können Sie gut und gerne einen ganzen Tag auf und abseits des Rundweges verbringen. Die historische Ortschaften wie das Fischerdorf Steinhude, den Erholungsort Mardorf, den ehemaligen Fürstensitz Hagenburg und Winzlar - hier hat die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer e.V. Das Symbol für den Steinhuder Meer Rundweg weist bei der Tour den Weg.
An den Einstiegspunkten der Wegschleifen, am S-Bahnhof Poggenhagen und an den Einstiegsparkplätzen helfen Infotafeln und Wegweiser zum Steinhuder Meer Rundweg bei der Orientierung. Mit etwas Glück lassen sich See- und Fischadler beobachten. Mehr Abwechslung auf 32 Kilometern finden Radfahrer selten.
Startpunkt und Orientierung
Wer das Steinhuder Meer mit dem Rad umrunden möchte, startet am besten in Steinhude, dem größten Ort am See. Nur in Steinhude selbst ist es etwas schwierig, den Weg nicht zu verlieren. Im Sommer kann es an Wochenenden stellenweise eng werden.
Streckenabschnitte und Sehenswürdigkeiten
Los geht es in Steinhude in nordöstlicher Richtung. Vom Wasser ist zunächst nicht viel zu sehen, denn der Radweg führt in einigen Hundert Metern Abstand parallel zum Ufer durch die Straßen des Ortes, vorbei an der Kirche. Nach wenigen Kilometern ändert sich das Bild. Bald beginnt hier am Ostufer des Sees das Tote Moor.
Auf dem feuchten Untergrund haben sich zahlreiche seltene Pflanzen wie Torfmoose und Wollgräser angesiedelt. An einem Rastplatz beginnt ein Pfad in Richtung Wasser, der allerdings nicht mit dem Rad befahren werden kann. Fernab von Straßen geht es weiter über den sogenannten Vogeldamm durch einen lichten Wald zum Nordufer. Dort nähert sich der Weg wieder dem See und führt mehrere Kilometer direkt am Ufer entlang.
Nach etwa einem Drittel der Rundfahrt lockt feiner Sand an der Weißen Düne zu einer kurzen Rast. Im Norden gibt es eine umfangreiche touristische Infrastruktur, denn des Steinhuder Meer ist ein beliebtes Naherholungsgebiet in der Region Hannover. An Bootsstegen schaukeln unzählige Segelboote, Surfer schätzen das flache Wasser und mehrere Campingplätze werden nicht nur von Urlaubern genutzt, sondern auch von zahlreichen Dauercampern.
Wenige Hundert Meter vom See entfernt liegt Mardorf, die zweite größere Ortschaft am Steinhuder Meer. Der Radweg führt am Ortszentrum vorbei, das mit einem Heimatmuseum und hübschen Fachwerkhäusern einen kurzen Abstecher lohnt. Die Route entfernt sich jetzt vom Wasser und verläuft erneut auf landwirtschaftlichen Wegen durch teils feuchte Wiesen.
Von einem Beobachtungsturm lassen sich die Landschaft und der See mit der Insel Wilhelmstein gut überblicken. In den Meerbruchswiesen rund um den Meerbach, dem einzigen Abfluss des Sees, brüten viele Vögel. Nach wenigen Kilometern führt noch einmal ein Abzweig zu einem dritten Turm, jetzt direkt am Ufer.
Hinter den Meerbruchswiesen entfernt sich der Weg wieder vom Wasser und führt an den Rand des Dorfes Winzlar. Wer sich für heimische Pflanzen und Tiere interessiert, sollte die Ökologische Schutzstation im Ort besuchen. Weiter geht es durch Wiesen und Felder und am Hagenburger Moor vorbei nach Hagenburg. Dort ist das Schloss ein mögliches Etappenziel.
Einen guten Einblick in den Lebensraum Moor sowie die Entwicklung der selten gewordenen Flächen im Naturpark gibt der Moorgarten, der direkt gegenüber vom Schloss liegt. Von Hagenburg weist der Hagenburger Kanal den 1,2 Kilometer langen Weg zurück zum Steinhuder Meer. Auf den letzten Kilometern geht es direkt am Ufer durch einen Bruchwald zurück zum Ausgangspunkt Steinhude.
Dort gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Radtour ausklingen zu lassen: bei einem Bummel über die Uferpromenade, in einem der Cafés oder an warmen Tagen am Sandstrand der Badeinsel, die über eine Brücke zu erreichen ist.
Detaillierte Wegbeschreibung
Der 30 Kilometer lange Rundweg beginnt im Scheunenviertel von Steinhude, einem denkmalgeschützten Fachwerkensemble. Früher wurden hier Getreide, Heu und Stroh gelagert, heute beherbergen die Gebäude unter anderem das Naturpark-Informationszentrum, die Tourist-Information, ein Café und eine Galerie.
An den Wochenendhäusern auf der "Lütjen Deile" vorbei ortsauswärts und am Ufer entlang führt die Route bis zum Hagenburger Kanal. Hier steht das Hagenburger Schloss, die ehemalige Sommerresidenz der Grafen und Fürsten zu Schaumburg-Lippe. Das Schloss ist nur bei Auktionen und kulturellen Veranstaltungen geöffnet, aber auch von außen durchaus sehenswert.
Ganz in der Nähe können der Moorgarten und der Findlingsgarten besichtigt werden. Der 13 Hektar große Moorgarten zeigt die für Nieder- und Hochmoore typische Pflanzenwelten. Im Findlingsgarten warten steinerne Zeugen der Erdgeschichte darauf, betrachtet und befühlt zu werden.
Die Rundtour führt südlich des Hagenburger Moores durch Felder und Wiesen bis Winzlar, einem beschaulichen Dorf. Hier befindet sich die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM). In der Station, einem 150 Jahre alten Bauernhaus, erfährt man Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt des Steinhuder Meeres.
Während der Rundweg an der Westseite des Vogelbiotops entlang läuft, geleitet ein Erlebnispfad zu zwei Beobachtungshütten. Der Pfad endet an einem Aussichtsturm direkt am Ufer. Durch den Kernbereich des Naturschutzgebietes Meerbruch führt die Route weiter nach Mardorf. Die Feuchtniederung mit ihrem Frisch-, Feucht- und Nassgrünland ist von europaweiter Bedeutung für den Naturschutz - vor allem als Brut- und Rastgebiet zahlreicher Vogelarten.
Im Ferienort Mardorf gelangt man ans Ufer des Steinhuder Meeres und zur ersten Mardorfer Anlegestelle der Steinhuder Personenschifffahrt. Am Badestrand "Weiße Düne" und am Surf- und Kitestrand vorbei fährt man zunächst zur Beobachtungsplattform Moorhütte und dann durch das Tote Moor. Holzstege weisen den Weg in das Moor. Birken, Kiefern und Erlen säumen den Weg. Wie am Westufer gibt es auch am Ostufer einen Aussichtsturm.
Weitere Radtouren in der Region
Viele verschiedene Themen-Radrouten mit Längen von zehn bis 60 Kilometern runden das Angebot für Radfahrer ab. Zu den beliebtesten Aktivitäten gehört die Fahrradtour rund ums Steinhuder Meer.
Moor-Route (44 km): Lernen Sie auf dieser Tagestour den sagenumwobenen Landschaftsraum rund um das Tote Moor kennen, das größte Moorgebiet innerhalb des Naturparks Steinhuder Meer. Überall entlang der Strecke befinden sich tolle Einkehrmöglichkeiten.
Dino-Tour (30 km): Die Dino-Tour führt in spannende Epochen der Geschichte: Von den Dinosauriern über das Frühmittelalter bis in die Zeit der Romantik. In der Kreidezeit vor 140 Millionen Jahren lebten hier in der Region riesige Dinosaurier. Auf der Dino-Tour begegnen Radfahrer oder Wanderer an mehreren Erlebnisstationen den Zeugen der Vergangenheit hautnah und zum Anfassen. Erkunden Sie auf dieser landschaftlich reizvollen Strecke die einmalige Naturlandschaft des Steinhuder Meeres, die Rehburger Berge, wunderbare Aussichtspunkte und viele Sehenswürdigkeiten wie das Dinosaurier-Freilichtmuseum in Münchehagen, das Kloster Loccum, die königlichen Kuranlagen Bad Rehburg und die Schwimmenden Wiesen in Winzlar.
Um den besonderen Wert dieser einzigartigen Natur- und Landschaftsräume erlebbar zu machen, wurde die Nordhannoversche Moorroute entwickelt. Der neue Themenradweg führt auf ca. 125 Kilometern „Von Moor zu Moor“ und verbindet damit insgesamt sieben verschiedene Moorgebiete im Norden der Region Hannover. Die Route wurde in vier Etappen unterteilt. Im Mittelpunkt der letzten Etappe stehen die Moorlandschaften rund um das Steinhuder Meer.
Praktische Tipps für Ihre Radtour
Beste Jahreszeiten
Die besten Jahreszeiten für Radtouren am Steinhuder Meer sind der Frühling und der Sommer. In diesen Monaten ist das Wetter angenehm mild, die Natur erblüht in voller Pracht und man kann die zahlreichen Seen und Flussläufe in vollen Zügen genießen.
Anreise und Parken
Wenn Sie das Südufer des Steinhuder Meeres erreichen möchten, können Sie von der A2 die Ausfahrten Wunstorf/Luthe oder Wunstorf/Kolenfeld nehmen. Die B441 und B442 führen Sie zu Ihrem Zielort.
Das Nordufer des Steinhuder Meeres können Sie auf verschiedenen Wegen erreichen. Von der Autobahn A2 erreichen Sie die B6. Von der Autobahn A1 oder A7 kommend erreichen Sie das Nordufer über die B214 und B6. Die B6 verlassen Sie an der Ausfahrt Neustadt a. Rbge, wo Sie dann der Beschilderung bis zu Ihrem Zielort folgen.
In Steinhude empfehlen wir Ihnen den Großparkplatz "Am Bruchdamm" zu nutzen. Hier können Sie für 5,00 € den ganzen Tag Ihren PKW abstellen. In Mardorf bietet sich der Parkplatz am Pferdeweg oder am Holunderweg "P3" (kostenfrei) an. Alternativ gibt es den kostenpflichtigen Parkplatz "P6" am "Weidenbruchsweg".
Öffentliche Verkehrsmittel
- Ab Bahnhof Wunstorf: Buslinien 710, 711, 715 oder 835 Richtung Steinhude.
- Ab Bahnhof Neustadt am Rübenberge: Buslinie 820 und 835 Richtung Steinhude.
- Ab Bahnhof Minden: RE70 nach Wunstorf ZOB
- Ab Bahnhof Bückeburg RE60/70 nach Wunstorf ZOB
Die Linie 835 ermöglicht eine Mitnahme von Fahrrädern.
Fahrradverleih und Fahrradbus
Nutzen Sie den Fahrradbus 835, um das Steinhuder Meer flexibel zu erkunden! Die Linie 835 ist von April bis Oktober für dich im Einsatz. Reservierungen brauchst du nicht, denn auf dem Fahrradanhänger finden bis zu 16 Räder Platz. Dank der praktischen Rampe kannst du dein Fahrrad ganz einfach selbst auf- und abladen. Der Fahrradbus bringt dich bequem als Ringlinie von Wunstorf nach Neustadt oder in die andere Richtung von Neustadt nach Wunstorf. Fahrräder werden kostenfrei mitgenommen.
Sicherheitshinweise
Bitte bleiben Sie immer und vor allem in den Moorgebieten auf den ausgeschilderten Wegen.
Zusammenfassung der wichtigsten Informationen
| Thema | Details |
|---|---|
| Länge des Rundwegs | 32 Kilometer |
| Beste Jahreszeiten | Frühling und Sommer |
| Anreise | A2 Ausfahrt Wunstorf/Luthe oder Neustadt a. Rbge |
| Parken in Steinhude | Großparkplatz "Am Bruchdamm" |
| Öffentlicher Nahverkehr | Buslinien ab Wunstorf und Neustadt a. Rbge |
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