Stiftung Warentest E-Bike Test: Aktuelle Ergebnisse und Empfehlungen

E-Bikes erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland erstmals mehr Elektrofahrräder (53 Prozent) als klassische Fahrräder (47 Prozent) verkauft. Das entspricht 2,1 Millionen E-Rädern und 1,9 Millionen klassischen Fahrrädern, so der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club unter Berufung auf Zahlen des Fahrradindustrieverbands (ZIV).

Besonders für längere Ausflüge kann sich ein E-Bike lohnen, da der verbaute Motor den Fahrer unterstützt und somit eine Route mit etlichen Kilometern zurückgelegt werden kann. Was Menschen land­läufig E-Bikes nennen, sind fach­sprach­lich meist Pedelecs - auch die Stiftung Warentest verwendet die Begriffe synonym. Wenn wir von „E-Bikes“ sprechen, sind in der Regel „Pedelecs“ gemeint. Pedelecs (Pedal Electric Cycle) sind Elektrofahr­räder, bei denen der Motor den Radelnden unterstützt, während dieser in die Pedale tritt. Der Elektromotor ist auf eine Leistung von 250 Watt begrenzt und schaltet sich auto­matisch ab, sobald die Radlerin oder der Radler 25 Kilo­meter pro Stunde erreicht hat.

E-Bikes fahren im Gegen­satz dazu auch ohne Muskel­kraft. Ähnlich wie ein Mofa hat das E-Bike einen Gashebel am Lenker. Bei ihnen endet die Motor­unterstüt­zung bei 20, 25, zum Teil auch erst bei 45 km/h.

Die Testkriterien der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat elf Trekking-E-Bikes unter die Lupe genommen, die speziell für längere Touren auf Asphalt und Schotter konzipiert sind. Die getesteten E-Bikes lagen alle in einem Preisrahmen von 1.100 Euro bis 4.500 Euro. Besonders gut schnitten Modelle ab, die mit einer neuartigen Bosch-Automatik ausgestattet sind. Dadurch ist ein nahezu nahtloser Wechsel zwischen den Unterstützungsstufen möglich, was das Radfahren vor allem auf wechselndem Untergrund angenehmer macht.

Die Stiftung Warentest hat elf Trekking-E-Bikes unter die Lupe genommen, die speziell für längere Touren auf Asphalt und Schotter konzipiert sind. Die Vielfalt auf dem E-Bike-Markt ist riesig: Fast jeder Fahr­radtyp - vom klassischen Tiefein­steiger bis hin zum Lastenrad - wird mitt­lerweile auch mit Elektromotor angeboten. Elf solcher Trekking-Räder mit integrierten Akkus hat die Stiftung Warentest im E-Bike-Test 2024 geprüft. Die Räder kosten zwischen 1 100 und 4 500 Euro. Gute kosten ab rund 3 200 Euro.

Im Test steckte ein Stück weit ein Systemvergleich. Auf der einen Seite drei günstige E-Bikes vom Discounter mit einem Hinterradnabenantrieb und Preisen zwischen 1.100 Euro und 1.600 Euro. Auf der anderen Seite hochwertige Modelle namhafter Hersteller, die auf einem Mittelmotor basieren und zwischen 2.150 Euro sowie 4.500 Euro kosten. Allen gemeinsam war dagegen die Rahmenform des Diamant-Rahmens. Zudem brachten alle Fahrräder das typische Profil eine Trekking-E-Bikes mit.

Die 2024 geprüften elf Trekking-E-Bikes im Test sind mit Ketten­schaltung und Scheibenbremsen ausgestattet. Sie haben einen Diamant-Rahmen. Acht der Räder besitzen einen Mittel­motor, der im mittel- und hoch­preisigen Segment Stan­dard ist. Zum Vergleich haben wir drei E-Bikes mit Hinterradmotor ausgewählt.

Für jedes Fahrrad standen mehrere hundert Kilometer durch die Hügel der Steiermark in Österreich an. Bei Tag und bei Nacht ging es auf wechselnden Untergründen mit und ohne Gepäck gehörig zur Sache. Für den zweiten Teil der Tests ging es erneut in ein spezielles Prüflabor. Dort galt es herauszufinden, wie sicher ist das Fahren mit den gewählten Trekking-E-Bikes, wie belastbar sind die verbauten Komponenten, wie leistungsfähig ist das E-Bike-System mit Blick auf Akkukapazität und Ladezeiten oder welchen Wert haben die Hersteller auf das Verwenden umweltschonender Materialien gelegt?

Die Testfahrer prüften etwa, wie verständlich und gut aufgebaut die Gebrauchs­anleitung war. Ein Experte prüfte darin wichtige Hinweise, zum Beispiel zu Trans­port­angaben, zum zulässigen Gesamt­gewicht und zum Akku in Anlehnung an Din EN 15194:2018-11, Din EN 62133-2:2017, Din EN 61960-3:2017 und die Maschinen­richt­linie 2006/42/EG.

Sicherheitsaspekte im Fokus

Im Prüf­labor messen wir die Brems­kraft der E-Bikes - die Modelle mit Scheibenbremsen meistern die Prüfung ohne Probleme. Wir prüften, ob die Bremsen in Anlehnung an Din EN 15194:2018-11 ein Gesamt­gewicht von 150 Kilogramm schnell genug abbremsen. Mit Akkus und Ladegeräten führten wir in Anlehnung an die Din EN 60335-1:2020 sowie 62133-2:2017 etwa Glühdraht- und Kurz­schluss- sowie Strahl­wasser­prüfungen in Anlehnung an die Din EN 60529:2014 Schutz­art IPX5 durch. Im Prüf­punkt weitere Sicher­heits­aspekte bewerteten wir etwa, ob die Pedal-Bodenfreiheit groß genug und die CE-Erklärung korrekt ist.

Lauteten die Noten für das Bremsen Mangelhaft, konnte das Urteil Sicherheit und Halt­barkeit nicht besser als Mangelhaft sein.

Testergebnisse und Empfehlungen

Insgesamt schnitten sechs von elf Rädern mit der Bewertung "gut" ab. Demnach kann man ein gutes Pedelec für einen durchschnittlichen Preis von rund 3.800 Euro bekommen.

Testsieger sind das "Endeavour 5 Advance +" der Marke Kalkhoff für etwa 4.500 Euro sowie das "Macina Gran 610" von KTM für circa 3.900 Euro, das Schlusslicht "Z810" von Zündapp gibt es für etwa 1.200 Euro.

Die beiden Testsieger des Stiftung Warentest sind das Kalkhoff Endeavour 5 Advance+ und das KTM Macina Gran 610. Beide Trekking-E-Bikes erhalten die Note 1,8 und werden von den Testern als "famos, robust und sicher" beschrieben. Auf dem dritten Platz landet das Cube Kathmandu Hybrid One 625 mit der Note 2,0, das als Preistipp gilt, da es fast genauso gut ist wie die Testsieger, aber mit einem Preis von 3150 Euro deutlich günstiger ist.

Am Ende des Klassements landeten vereint die drei billigsten E-Bikes mit den Hinterradnabenantrieben. Keines erreichte eine bessere Note als 3,2, was einem „befriedigend“ entspricht.

Drei E-Bikes in der Preisklasse von 3.900 bis 4.500 Euro haben sich im Vergleichstest der Stiftung Warentest besonders gut gemacht. Das KTM Macina Gran 610 überzeugte als einer von zwei Testsiegern. Die Experten sind begeistert von der besonders feinfühligen Motorunterstützung und dem Top-Handling, mit dem sich auch längere Touren komfortabel bewältigen lassen. Mit einem Herstellerpreis von 3.899 Euro bietet das Modell ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ebenfalls Testsieger wurde das Kalkhoff Endeavour 5 Advance+, das mit einem Herstellerpreis von 4.499 Euro in einer höheren Preisklasse angesiedelt ist. Dieses E-Bike zeichnet sich durch eine besonders hohe Reichweite und eine robuste Bauweise aus, die es sowohl für lange Touren als auch für den täglichen Einsatz ideal macht. Das Modell verfügt über einen leistungsstarken Akku und eine hochwertige Ausstattung, darunter eine zuverlässige Schaltung und stabile Bremsen.

Das Cube Kathmandu Hybrid One 625 erhielt die Note „gut (2,0)“ und landete damit auf dem dritten Platz - etwas teurer mit einem Preis von 3.149 Euro direkt bei Cube. Es glänzt, so die Tester, durch seine umfangreiche Ausstattung und die robuste Bauweise. Das E-Bike eignet sich besonders für Fahrer, die Wert auf Langlebigkeit und Vielseitigkeit legen.

Das Disountermarkt-E-Bike Zündapp Z810 fällt im Vergleichstest vor allem durch seine unterdurchschnittliche Leistung in mehreren Schlüsselkategorien als Schlusslicht auf. Mit einem Ladenpreis von 1.079 Euro bei Lidl ist es zwar deutlich günstiger als die führenden Modelle, zeigt aber erhebliche Schwächen in den Bereichen Antrieb und Handhabung. Der Motor des Z810 reagiert oft träge und bietet ungleichmäßige Unterstützung, was insbesondere auf anspruchsvollen Strecken oder bei Steigungen zum Problem werden kann.

Besonderheiten des KTM Macina Gran 610

Beim genaueren Hinsehen überrascht das Auftauchen des KTM Macina Gran 610 im Test ein wenig. Ob es konkret angefragt wurde oder eher vom Hersteller selbst dafür ausgewählt, wissen wir leider nicht. Fest steht, dass es innerhalb des Sortiments von KTM zu den eUrban-Modellen zählt. Eigentlich soll es euch ein treuer Begleiter auf den Radwegen durch die Stadt sein. Gleichzeitig bringt es allerdings Qualitäten mit, die aus ihm einen geeigneten Kandidaten für längere Touren machen. Eine gefederte und versenkbare Sattelstütze erleichtert zum Beispiel nicht nur das Auf- und Absteigen, sondern verspricht erhöhten Fahrkomfort, gerade auf langen oder unebenen Strecken. Mit 80 Millimetern ist der Federweg an einem solchen Fahrrad ausreichend bemessen. Und die Kettenschaltung mit neun Gängen von Shimano bietet eine tolle Übersetzungsbandbreite, da KTM das Kettenblatt mit 42 Zähnen mit der größten verfügbaren Kassette kombiniert. Deren Ritzel decken einen Bereich zwischen elf und 36 Zähnen ab.

Vor allem hat die Juroren das Fahrerlebnis mit dem Modell beeindruckt. In ihrem Urteil heben sie das stabile Fahrverhalten hervor, das sich in Anstiegen, Abfahrten und Kurven zeige und das Zuladen von Gepäck bestens vertrage. Als angenehm empfanden sie die Sitzposition, die von breiten Reifen und einer guten Federung flankiert werde. Für volle Zufriedenheit sorgte ebenfalls der Antrieb von Bosch, ein Smart System mit Performance Line CX-Motor, PowerTube 625-Akku sowie Intuvia 100-Display. Der Motor unterstütze kräftig und sei optimal abgestimmt, heißt es im Urteil.

Punkten konnte KTM darüber hinaus mit seiner eigenentwickelten Akkuentnahme. Der Hersteller arbeitet an der Stelle mit einer eigenen Aufnahme, die das Entnehmen des Akkus mit einem separaten Griff nach oben enorm erleichtert. Bei anderen Modellen im Test ließ sich der Akku nur nach unten entnehmen. Der Lenker traf nicht den Geschmack der Testenden, die ihn als zu gebogen und wenig sportlich beschrieben.

Letztendlich teilt sich das KTM den ersten Platz mit dem Kalkhoff Endeavour 5 Advance +. Die Nase vorn hat es in Bezug auf den Preis. Mit einer Summe von 3.890 Euro unterbietet es das Kalkhoff um rund 600 Euro.

„Der Fokus von KTM Fahrrad liegt auf Qualität und Innovation“, kommentiert Johanna Grabner-Urkauf, Geschäftsführerin KTM Fahrrad den Testsieg. „Aus Qualität entsteht Zufriedenheit. Gleichzeitig sichert sie eine lange Produkt-Lebensdauer. Je länger die Lebensdauer, desto nachhaltiger das Produkt.

E-Bike Typen

Trekking- oder City-Pedelec? Asphalt oder Offroad? Tiefein­steiger oder Diamant-Rahmen? Wer ein Elektrofahr­rad kaufen möchte, muss oft viel Geld in die Hand nehmen. Deshalb ist es gut, vorher die eigenen Bedürf­nisse zu kennen, um das beste E-Bike für sich zu finden. Wir stellen verschiedene E-Bike-Typen vor, nennen Vorteile und Nachteile unterschiedlicher Rahmenformen, Antriebs­arten und Motoren.

City-E-Bikes mit tiefem Einstieg eignen sich für Arbeitsweg, Einkäufe und gelegentliche Ausflüge. Für den Alltag reichen die vergleichs­weise güns­tigen Stadt­flitzer mit moderaten Antrieben und Akkus oft völlig aus. Zu den besten City-E-Bikes gehört eines der güns­tigsten Modelle.

Mittelmotor vs. Hinterradantrieb

Bei Pedelecs spielt es eine entscheidende Rolle, welcher Motor verbaut ist. Gerade die Räder mit Mittelmotor haben grundsätzlich erst einmal einen guten Schwerpunkt, weil sie mittig am Rad, an der Kurbel, angebracht sind. Die Kraftübertragung ist direkt und die Sensorik von diesen getesteten Motoren ist ziemlich gut. Die Räder mit Hinterantrieb, die zumindest bei uns im Test waren, haben weniger Sensorik verbaut. Sie sind quasi ein bisschen einfacher, haben in unserem Fall auch einen kleineren Akku. Das heißt, hier sind schon die wesentlichen Unterschiede", sagt Nico Langenbeck.

Deutlich wird das auch im Preis. Die drei Räder mit Heckmotor sind gleichzeitig die günstigsten im Test und landen auf den letzten Plätzen im Ranking. Im direkten Vergleich mit günstigeren E-Bikes mit Hinterradmotor zeigt sich ein klares Bild: Die hochpreisigen Modelle mit Mittelmotor bieten nicht nur eine bessere Gewichtsverteilung und Effizienz, sondern auch eine höhere Fahrsicherheit. Modelle mit Hinterradmotor sind zwar günstiger, aber schwieriger zu beherrschen, da der Motor sofort anspringt und das Rad einen kleinen Satz machen kann.

Tipps für den E-Bike Kauf

Wie viel Geld muss man für gute E-Bikes ausgeben? Welcher Motor ist der beste? Welche Pedelecs lassen sich stabil und sicher fahren?

Sparen Sie nicht an einem sicheren Fahr­radschloss! Im Fahrradschloss-Test der Stiftung Warentest gibt es sehr gute Schlösser, die sogar Winkel­schleifern standhalten. Auch eine Versicherung ist ratsam. Die besten Policen finden Sie in unserem Vergleich von Fahrrad- und E-Bike-Versicherungen.

E-Bike und Alkohol

Wer E-Bike oder S-Pedelec fährt, wird allerdings von vorn­herein wie ein Auto­fahrer behandelt und schon ab 0,5 Promille Alkohol aus dem Verkehr gezogen. Er oder sie begeht eine Ordnungs­widrigkeit. Jemand, der sich dagegen beschwipst auf sein Pedelec schwingt, kann unge­straft davon­kommen. Denn ein Fahr­rad, dessen Motor Fahrerin oder Fahrer nur bis zu einer Geschwindig­keit von 25 km/h beim Strampeln unterstützt, ist kein Kraft­fahr­zeug (Kfz). So entschied das Ober­landes­gericht Hamm (Az. 4 RBs 47/13). Damit gilt für Elektroräder mit Motor­unterstüt­zung bis 25 km/h das, was auch für „normale“ Fahr­räder gilt.

Als „absolut fahr­untüchtig“ gilt, wer 1,6 Promille im Blut hat. Wer als Fahr­radfahrer trotz 1,6 Promille am Verkehr teilnimmt, begeht eine Straftat. Wird er dabei erwischt, drohen Fahr­verbot und Führer­schein-Entzug. Aber auch schon ab 0,3 Promille kann die Fahrt als Ordnungs­widrigkeit gelten, nämlich dann, wenn ein Unfall passiert. In einem solchen Fall muss auch der leicht alkoholisierte Radler mit einem Bußgeld und einer Medizi­nisch-Psycho­logischen Unter­suchung (MPU) rechnen.

E-Bike Versicherung

Pedelecs bis Tempo 25 gelten für Versicherer als Fahr­räder.

Schäden, die ich als Radler anderen zufüge, sind im Rahmen einer privaten Haftpflichtversicherung abge­deckt. Alle E-Bikes, die auch ohne Muskel­kraft fahren, sowie S-Pedelecs sind dagegen recht­lich und versicherungs­tech­nisch Mofas und benötigen ein Versicherungs­kenn­zeichen. Das Kenn­zeichen bekommen Sie direkt bei der Versicherung.

Ein Pedelec ist über die Hausratversicherung gegen Diebstahl oder Beschädigung versichert. Voraus­setzung ist allerdings, dass es zu Hause aus Ihrer Wohnung oder dem abge­schlossenen Fahr­radkeller gestohlen oder bei einem Einbruch oder durch Feuer beschädigt wird. Damit das E-Bike auch außer Haus geschützt ist, brauchen Sie einen Fahr­radzusatz in Ihrer Hausrat­versicherung. Dieser Fahr­radschutz versichert Ihr Rad dann auch auf der Straße. Achten Sie beim Abschluss darauf, dass es auch in der Zeit zwischen 22 Uhr und 6 Uhr versichert ist. Wichtig ist eine ausreichend hohe Entschädigungs­summe. Meist wird sie in Prozent der Versicherungs­summe angegeben. Tipp: Gute Fahr­radschlösser können verhindern, dass es zum Diebstahl kommt.

Sinn­voll für E-Bikes und S-Pedelecs kann eine Teilkasko­versicherung sein, die zusätzlich zur (Pflicht-)Haft­pflicht­versicherung abge­schlossen werden kann. Damit ist der Diebstahl Ihres E-Bikes oder von Teilen versichert. In der Hausrat­versicherung sind die schnel­leren E-Bikes und S-Pedelecs nicht mit abge­deckt. Ein Kasko­schutz für Fahr­räder und Pedelecs ist nur über eine Fahrradversicherung eines Spezial­versicherers erhältlich. Die Teilkasko­versicherung und die Fahr­radversicherung werden pro Fahr­rad abge­schlossen.

Hinweise zum Akku

Pedelecs haben in der Regel Lithium-Ionen-Akkus. Bei den modernen Akkus gibt es keinen „Memory-Effekt“ mehr. Das heißt, Teilladungen schaden den Akku­zellen nicht. Es kommt nicht zu einem Kapazitäts­verlust. Viele Pedelec-Anbieter geben die Lebens­dauer der Akkus mit 500 bis 1 000 Voll­ladezyklen an. Die Lebens­dauer des Akkus hängt stark von der Nutzung ab. Selbst wenn man pessi­mistisch mit 50 Kilo­metern pro Zyklus und 500 Zyklen rechnet, können 25 000 Kilo­meter und mehr zusammen­kommen. Das heißt: Auch unabhängig von der Nutzung verlieren die Zellen mit der Zeit an Kapazität, einige Prozent Verlust pro Jahr sind möglich.

Lithium-Ionen-Akkus mögen keine extremen Temperaturen. Sie gehen bei Frost zwar nicht gleich kaputt, besser ist es dennoch, sie bei Raum­temperatur zu lagern. Schädlich für die Zellen ist vor allem das Laden und Entladen bei Temperaturen unter Null. Gefrorene Akkus müssen vor Gebrauch auf Temperaturen über Null gebracht werden. Mit einem zimmerwarmen Akku können Sie auch bei Frost fahren. Die Wärmeentwick­lung während der Fahrt genügt, um die Lithium-Zellen auf Betriebs­temperatur zu halten. Wer mit dem E-Bike regel­mäßig im Winter unterwegs ist, kann sich eine isolierende Hülle für den Akku zulegen.

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