Die Geschichte der Suzuki Motorräder in Kassel

Die Geschichte der Suzuki Motorräder in Kassel ist reich an seltenen Modellen, Umbauten und lokalen Händlern, die die Motorradszene geprägt haben. Dieser Artikel beleuchtet einige interessante Aspekte dieser Geschichte.

Suzuki LS 650 Savage und Bobber Umbauten

Die Suzuki LS 650 Savage erfreut sich großer Beliebtheit für Bobber Umbauten. Viele Besitzer individualisieren ihre Maschinen nach ihren Vorlieben. Zum Verkauf stehen oft gebrauchte Modelle, wie z.B. eine Suzuki LS 650 Savage, die vom Vorbesitzer zum Bobber umgebaut wurde. Auch andere LS 650 Modelle werden angeboten, teilweise mit geringer Laufleistung und Umbauten, die alle eingetragen sind. Ein neuwertiger Zahnriemen wird oft als Reserve mitgeliefert.

Die seltene Suzuki TR 500

Die Suzuki TR 500 ist ein seltenes und interessantes Objekt für Liebhaber. Die TR 500 könnte man als Production Racer bezeichnen, allerdings waren sie nicht wirklich frei verkäuflich. Die wenigen Exemplare, die es gab, wurden meist über die Importeure an ausgesuchte Fahrer abgegeben oder verkauft. Marcel Ankone durfte seine 1974er TR 500 gegen 8000 harte holländische Gulden vom niederländischen Importeur Nimag kaufen. Die TR500 war in der luftgekühlten Version bis 1973 immer mit Trommelbremmsen ausgerüstet, laut Suzuki Service Unterlagen sogar von verschiedenen Herstellern, zumindest zwei davon sind vermerkt, Fontana und Ceriani.

Die TR 500 Motoren hatten spezielle Motornr. , allerdings sind die Gehäuse bis auf diese Nr. mit den Gehäusen der T500 identisch und selbst bei Suzuki wurden beschädigte Gehäuse gegen die aus der Serie getauscht wie mir ein ehemaliger Renning. von Suzuki USA bestätigte. Die Gehäuse waren identisch, nur hatten die TR abgedrehte Kurbelwangen und entsprechende Alu-Teile im Kurbelhaus, damit die Vorverdichtung stimmt.

Es gab also auch in Deutschland mindestens eine komplette luftgekühlte TR 500, vielleicht gibt es ja noch Infos beim Röth über Fahrgestellnr. etc! Es gab sogar eine TR 500 Bimota in Deutschland, die ein talentierter Nachwuchsfahrer hatte. Es war nie ein Serienmotor optisch und auch technisch so nahe an der Rennversion als bei der Zweizylinder Suzuki, das machte sie damals und natürlich auch heute zu einem interessanten Objekt in den entsprechenden Szenen.

Suzuki GT 250 CUP

Ein weiteres interessantes Kapitel der Suzuki Geschichte in Kassel betrifft die Suzuki GT 250 CUP. Helmut Eberlein hatte seine Suzukivertretung in einer ehemaligen Tankstelle in Kassel und hat Klaus Dunkel etwas im Suzuki-Cup unterstützet. Die Rahmen der Cup-GT250er wurden an den Sitzbankhalterungen geändert, für die Höckersitzbank.

Einige Besitzer restaurieren diese Maschinen, trotz der Herausforderungen bei der Beschaffung von Originalteilen. Die originale Halbverkleidung dürfte schwierig zu finden sein. Immerhin ist es die gleiche wie bei den 1000 GT250-Sport, also nicht völlig aussichtslos. Es gibt sicher aussichtslosere Fälle.

Suzuki V-Strom Umbauten

Die Suzuki V-Strom ist ein beliebtes Motorrad für lange Touren und wird oft individualisiert. Seit 13 Jahren gehe ich jetzt auf lange Motorradtouren und weiß, was ich in einem Motorrad brauche und was nicht. Meine bevorzugten Hersteller sind die Italiener von Givi oder die deutsche Firma SW-Motech.

Allerdings brachte Suzuki im vergangenen Jahr schon die größere Geländeversion, die 800DE, heraus und vermutlich würden Teile, die für die gemacht sind, auch an die Straßenversion passen. Dieses Drama hatte der Suzukihändler mitbekommen, und er bot eine Lösung dafür an. “SW-Motech ist nicht weit weg, die sitzen hier umme Ecke. Und ich habe die in der Vergangenheit schon öfter mal mit Testmaschinen beliefert. Ich kenne die Ingenieure da und frage mal, was die meinen, ob das passt.

Anfangs hatte meine 650er keine Schutzgitter vor Motor und Kühler, und ich hielt die auch für Quatsch. Der passt leider nicht, die DE hat am Kühler zwei Haltenasen mehr, ohne die es nicht geht. Aber immerhin einen Motorschutz hat sie gekriegt. Dafür ist ein “Rahmenunterzug” nötig, quasi ein Hilfsrahmen, der vor den Motor gebaut wird. Er dient als Befestigung für einen Unterfahrschutz, der Abgasanlage und Motor vor Bordsteinen und Bodenwellen schützen wird.

Die 800er hat ÜBERHAUPT keinen Platz, für nichts. Vermutlich denkt Suzuki, dass man eh nichts mehr selbst an der 800er machen kann, und hat deshalb einfach alles weggelassen. Die Lösung dafür ist eine Toolbox namens “Trax” von SW-Motech, die auf der Innenseite der Seitenträger montiert ist.

Die 1.000-Kilometer-Inspektion wurde dann noch genutzt um Handschützer von SW-Motech anzubringen. Damit schützen sie nicht nur meine Hände, sondern auch Kupplungs- und Bremshebel. Die Außenschalen sind das neue “Adventure”-Design inkl.

Im August, nach einer ausführlichen Testfahrt in den Abruzzen, bekam die V-Strom noch zwei neue Augen: Nebelscheinwerfer von SW-Motech. Zusatzscheinwerfer hielt ich immer für Mumpitz, im Fall dieser Maschine sind sie aber sinnvoll: Der Lichtkegel des Hauptscheinwerfers ist eng begrenzt und streut nicht, und gerade nachts auf Schlängelwegen ist mehr Licht sehr wünschenswert. Mehr Sichtbarkeit ist ohnehin nie verkehrt.

Lokale Händler und Werkstätten

Die Suzuki Szene in Kassel wurde auch von lokalen Händlern und Werkstätten geprägt. Ein bekannter Händler war die Fa. Eberlein, die passenderweise ein rennendes Schwein im Firmenlogo hatte. Helmut Eberlein hatte seine Suzukivertretung in einer ehemaligen Tankstelle in Kassel.

Ein Händler in Kassel, der heute führender Ferrarihändler ist, erlebte eine kuriose Geschichte, als ein Kunde Batteriesäure in das Kühlsystem seines Motorrads füllte. Solche Anekdoten zeigen die lebendige und manchmal skurrile Seite der Motorradszene.

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