Talsperre Spremberg: Radweg Informationen

Die Radtour um die Talsperre Spremberg ist der längste Seerundweg im Lausitzer Seenland. Dieser Superlativ kommt nicht von ungefähr: die Talsperre Spremberg ist die viertgrößte Talsperre in ganz Deutschland und zugleich die einzige im Bundesland Brandenburg. Auf der Strecke entlang des Stausees fährt man rings auf kieferngesäumten Wegen.

Zahlreiche Buchten und Inseln zergliedern die Wasserfläche, so dass sich der Seerundweg regelrecht am Ufer entlangschlängelt.

HINWEIS - BRÜCKENSPERRUNG in BRÄSINCHEN: Im Frühjahr/Sommer 2025 kommt es aufgrund von Brückenarbeiten in Bräsinchen zu einer Umleitung über Neuhausen, Frauendorf Groß Oßnig.

Details zur Radtour

  • Länge: 19 Kilometer zzgl. ca. Rundkurs über: Bagenz - Sellessen - Bühlow - Bräsinchen
  • Wegebeschaffenheit: Die Rundstrecke verläuft auf dem asphaltierten Seerundweg und ist überwiegend flach, teilweise uneben.

Sehenswertes an der Strecke

  • 2,2 km lange Staumauer (ca. 20 m hoch)
  • Altstadt Spremberg (ca. 5,3 km)
  • Niederlausitzer Heidemuseum im Schloss Spremberg

Tipp: Angler sind an der Talsperre Spremberg bestens aufgehoben.

Der Spreeradweg

Die erste Etappe des Brandenburger Teils des Spreeradweges erreicht südlich von Spremberg das Land Brandenburg. Auf einer Länge von 27 Kilometern führt die Strecke durch Spremberg und dann entlang der Talsperre Spremberg in die Lausitzmetropole Cottbus.

  • Länge: 27 km
  • Start: Spremberg
  • Ziel: Cottbus
  • Logo / Wegstreckenzeichen: "Spreeradweg"-Logo mit Spree und Brandenburger Tor

Anreise und Abreise

  • Anreise: Ab Berlin Hauptbahnhof mit dem RE2 bis nach Cottbus. Ab hier weiter mit dem OE65 bis Spremberg (ca. 3h).
  • Abreise: Ab Cottbus mit dem RE2 (Wittenberge) zum Hauptbahnhof Berlin (ca. 1,5h).

Verlauf

Spremberg, Bühlow, Groß Oßnig, Cottbus

Sehens- / Wissenswertes

  • Spremberg: Schloss, Niederlausitzer Heidemuseum, Kreuzkirche, Aussichtsturm Talsperre Spremberg, Hofladen Kutzeburger Mühle
  • Cottbus: Menschenrechtszentrum und Gedenkstätte Zuchthaus, Spreeauenpark, Stadtmuseum

Kombinationsmöglichkeiten

Tour Brandenburg, Fürst-Pückler-Radweg, Niederlausitzer Bergbautour

Wegebeschaffenheit / Streckenausbau

Der Weg führt überwiegend über asphaltierte und fast immer gut ausgebaute Strecken.

Zusätzliche Informationen zum Spreeradweg

Auf dieser Strecke radeln wir, ebenso wie in Radtour 90, parallel zur Spree, allerdings östlich davon (die 90 verläuft westlich des Flusses) - und sie ist genauso schön! Bei km 13 stippen wir auch mal an eine richtig tolle Badestelle mit Sandstrand und langem Steg ins Wasser. Auf netten Wegen (u.a. durch den Volkspark) gelangen wir flugs nach Cottbus, das mich, als ich es mir vor zwei Jahren richtig angesehen hab, überaus positiv überrascht hat. Wie so viele Städte der ehemaligen DDR, hat sich Cottbus in dieser Zeit unheimlich toll entwickelt, es wurde restauriert, saniert, renoviert, umgebaut und gestaltet, was das Zeug hält.

Weitere Ausflugsziele in der Umgebung

Ausgedehnte Wälder und unzählige Teiche und Seen prägen die Landschaft im Norden der Oberlausitz. Etwa ein Fünftel des Areals der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft wurde als UNESCO-Biosphärenreservat unter besonderen Schutz gestellt, um den Lebensraum der hier vorkommenden seltenen Tier- und Pflanzenarten zu bewahren.

Bei Kromlau lockt die weltberühmte Rakotzbrücke im Azaleen- und Rhododendronpark, ein Ort der zum entspannen und spazieren einlädt. Die Bezeichnung Brücke ist etwas irreführend, es ist ein Zierelement des Parkes - daher bitte nicht betreten.

Ein besonderes Kleinod am Ende der Etappe ist die grenzüberschreitende, mit UNESCO Welterbe betitelte Stätte Muskauer Park/Park Mużakowski, bekannt auch unter Fürst-Pückler-Park, in Bad Muskau. Fürst Pückler hat sich selbst durch seine wegweisende Landschaftsgestaltung ein Denkmal gesetzt und einen außergewöhnlichen europäischen Landschaftspark erschaffen.

Zur Blütezeit der Rhododendren und Azaleen lockt Rothenburg Blumenliebhaber in seinen Stadtpark. Zu dieser Zeit ist er ein wahres Blütenmeer. Nahe des Ortsausgangs lädt der Luftfahrttechnische Museumsverein Rothenburg e.V. Wenn man schon in der Nähe ist, sollte man Bautzen auf jedenfall besuchen. Ihr Mittelalterliches Ambiente hat die Stadt sich bis in unser modernes Jahrtausend bewahrt und ihr Slogan „Viele Türme. Gute Aussicht.“ kommt nicht von ungefähr. Einen weiteren Abstecher vom Radweg sollte man in die Lessingstadt Kamenz machen. Der bekannteste Sohn der Stadt, Gotthold Ephraim Lessing, war ein bedeutender Dichter der deutschen Aufklärung.

In Hoyerswerda locken Spaß und Erlebnis, wie der Zoo, das Renaissanceschloss, die KRABAT-Mühle und noch so vieles mehr. Einen Katzensprung von hier liegt die noch junge Urlaubsregion Lausitzer Seenland. In den letzten Jahren entstanden hier Seen aus ehemaligen Tagebauen.

Deutsch-sorbische Zweisprachigkeit

Eine Besonderheit dieses Gebietes ist die deutsch-sorbische Zweisprachigkeit, denn hier ist die Heimat der Sorben, eine von vier Minderheiten in Deutschland. Bis in unsere heutige Zeit hinein, haben sie sich ihre eigenständige Sprache und Kultur bewahrt. Zweisprachige Orts- und Straßenschilder sind ein erster Hinweis, sorbische Literatur, Musik und Bräuche - wie das alljährliche Osterreiten - gehören zu den Traditionen der Sorben.

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