Die Thülsfelder Talsperre liegt in der Nähe von Cloppenburg im Nordwesten Deutschlands. Diese beeindruckende Stausee ist ein beliebtes Ausflugsziel für Naturliebhaber und Erholungssuchende. Wer im Oldenburger Münsterland unterwegs ist, erlebt Abenteuer und naturnahe Erholung zugleich. Die Thülsfelder Talsperre in Deutschland bietet wunderschöne Radtouren entlang ihrer malerischen Landschaft.
Geografische Lage und Besonderheiten
Die Thülsfelder Talsperre erstreckt sich über eine Fläche von etwa 1,5 Quadratkilometern und befindet sich eingebettet in einer idyllischen Hügellandschaft. Umgeben von Wäldern, Feldern und grünen Weiden bietet sie eine atemberaubende Kulisse für Radtouren.
Touristisch relevante Sehenswürdigkeiten
Eine der Hauptattraktionen an der Thülsfelder Talsperre ist das Vogelschutzgebiet am Südufer des Sees. Hier können Sie zahlreiche seltene Vogelarten beobachten, darunter Kraniche, Enten und Reiher. Ein weiteres Highlight ist das Schloss Clemenswerth, ein barockes Jagdschloss aus dem 18. Jahrhundert.
Beste Jahreszeiten
Die besten Jahreszeiten für eine Radtour an der Thülsfelder Talsperre sind der Frühling und der Sommer. Zu dieser Zeit blüht die Natur auf und das Wetter ist angenehm zum Fahrradfahren.
Radtouren rund um die Thülsfelder Talsperre
Entlang des Sees gibt es verschiedene gut ausgeschilderte Radwege, die sich ideal für eine entspannte Fahrradtour eignen. Nochmal den Reifendruck prüfen, die Bremsen checken und einmal zur Probe klingeln - und dann los! Das Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre ist das ideale Terrain für Radlerinnen und Radler. Sie werden die bestens ausgebauten Wege lieben, die präzise Ausschilderung schätzen und den Blick nach rechts und links genießen. Radfahren ist hier pures Vergnügen - kräftezehrende Anstiege gibt es bei uns nicht. Und wenn dann doch mal die Gangschaltung klemmt oder den Reifen die Luft ausgeht, dann findet sich eine Vielzahl von Servicestationen, an denen Ihnen geholfen werden kann.
Familienradtouren
Das Erholungsgebiet ist wunderbar mit dem Fahrrad zu entdecken - gerade auch für Familien mit Kindern. Planen Sie Ihre eigene, ganz individuelle Radtour mit dem Radroutennavigator. Bestimmen Sie selbst, welche Ziele Sie anfahren wollen und wie lang die Tour sein soll. Einfach den Ort oder die Adresse eingeben und Ihre Tour wird automatisch berechnet.
Empfehlungen und Tipps
Karin Vogel, stellv. Karin Vogel, stellvertretende Geschäftsführerin des Vereins Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre, ist viel mit dem Fahrrad unterwegs. Die Tour führt entlang des Knotenpunktsystems, ist also auch unkompliziert von Radfahrern ohne Ortskenntnisse abzufahren. Die Wege sind von Bäumen, Wald, Wiesen und Pferdeweiden gesäumt, es bietet sich immer wieder freier Blick, viel Grün und Natur.
Ziel und Höhepunkt der Tour ist die Thülsfelder Talsperre. Diese lässt sich einmal komplett umrunden und das Naturschutzgebiet rund um den Stausee offenbart eine reizvolle und abwechslungsreiche Landschaft: Wald, Moor, kleine Badestrände, Dünen und verschlungene Buchten - hier lohnen sich immer wieder kleine Stopps. Karin Vogels besonderer Tipp an der Talsperre ist: „Zeit einplanen. An der Talsperre lohnt es sich, innezuhalten und mal Luft zu holen.
Radtouren entlang des Knotenpunktsystems lassen sich digital über www.thuelsfelder-talsperre.de und dann weiter über → "Knotenpunkttouren" selber planen oder mit Hilfe der fietsknoop-App selbst erstellen. Außerdem gibt es eine Radknotenpunktkarte sowie das Tourenbuch „Radeln nach Zahlen“, in dem das Team des Vereins Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre die schönsten Radtouren schon ausgearbeitet hat.
Erhältlich sind die Tourenbroschüre und die Radknotenpunktkarte in der Tourist-Info Cloppenburg, Bürgermeister-Winkler-Straße 19-21, Cloppenburg, (04471) 15-256.
Boxenstopp-Route: Eine Alternative für Entdecker
340 Kilometer schlängelt sich die Boxenstopp-Route durchs Oldenburger Münsterland. Seinen Namen verdankt der Fernradweg den zahlreichen Raststationen, die mit Sehenswürdigkeiten, Produkten aus der Region sowie gastronomischen und kulturellen Angeboten locken. Die Landschaft entlang der Strecke zwischen Saterland und Dümmer See im westlichen Niedersachsen ist geprägt von flachen Mooren und sanften Geesthügeln. Wer die gesamte Rundtour fahren möchte, sollte ungefähr sechs Tage einplanen.
Ein guter Startpunkt ist Cloppenburg. In der Kreisstadt lohnt ein Besuch des großen Freilichtmuseums, eines der ältesten in Deutschland. Von Cloppenburg aus führt die Boxenstopp-Route zunächst in nordwestlicher Richtung zur Thülsfelder Talsperre. Weiter geht es in die ehemalige Hansestadt Friesoythe, die einst für ihre Schmiedeprodukte im Norden bekannt war. Den Krieg haben nur wenige alte Gebäude überstanden. Sehenswert sind neben der neugotischen Marienkirche und der alten Wassermühle das Alte Amtsgericht sowie das Alte und Neue Amtshaus.
Nächster Stopp auf der Route ist das Erholungsgebiet Barßel-Saterland mit mehr als 60 Kilometern Wasserläufen, Flüssen und Fehnkanälen. Diese Kanäle erschlossen früher die Moorgebiete und verbanden die Siedlungen. Von Barßel aus geht es weiter nach Elisabethfehn. Dort lohnt ein Besuch im Moor- und Fehnmuseum am historischen Elisabethfehnkanal. Es informiert über die Geschichte des Torfabbaus in der Region. Der Elisabethfehnkanal selbst ist der einzige noch voll schiffbare Fehnkanal in Deutschland.
Vorbei am Oster- und Westermoor ändert sich die Landschaft auf dem Weg nach Lindern. Die Geest mit Waldgebieten bestimmt südlich des Saterlands das Bild. Von Lindern geht es ohne jegliche Steigungen durch Felder und Wiesen weiter nach Löningen. Dort verläuft die Strecke an der Hase entlang. Das Hasetal hat sich überregional als Radfahrparadies einen Namen gemacht und bietet vielen seltenen Pflanzen und Tieren wie Eisvogel oder Biber idealen Lebensraum. An ausgewählten Wochenenden verkehrt eine Museumseisenbahn und nimmt auch Radfahrer mit.
Am Zielort in Essen (Oldenburg) gruppieren sich Rathaus, alte Fachwerkhäuser und die Kirche St. Über das Artland, eine einmalige Kulturlandschaft mit mehr als 600 Giebelbauernhöfen, verläuft der Radweg weiter zum Kloster Burg Dinklage, der ältesten Wasserburg im Oldenburger Münsterland. Die Burganlage ist heute eine Benediktinerinnenabtei. Weiter geht es über die Dammer Berge zum Dümmer See.
Auf dem sogenannten Pickerweg, einer ehemalige Handelsstraße, die im Mittelalter die Hansestädte Hamburg und Bremen sowie weitere Ortschaften verband, geht es weiter in Richtung Norden nach Lohne. Attraktion in Vechta, dem nächsten Boxenstopp, ist das Museum im Zeughaus. Die Radtour führt weiter zum Goldenstedter Moor, das zum Gebiet der Diepholzer Moorniederung zählt. Neben seltenen Pflanzen wie Sonnentau oder Wollgras sind dort auch Kraniche und verschiedene Schnepfenarten zu Hause. Ein Naturschutz-Zentrum informiert über Flora und Fauna.
Rund zehn Kilometer entfernt weisen bei Visbek imposante Großsteingräber auf die frühe Besiedlung der Region hin. Über den Ort Emstek geht es zurück nach Cloppenburg. Vorher lohnt noch ein Abstecher in den "Urwald Baumweg". Das große Waldgebiet wurde im Mittelalter intensiv als sogenannter Hute-Wald genutzt: Weidetiere nagten an den Bäumen und sorgten so dafür, dass diese klein und verschlungen wuchsen.
Die Bürgermeister-Neidhard-Varnhorn-Tour
Auch unser Bürgermeister Neidhard Varnhorn nimmt uns mit auf seiner Lieblings-Radtour. Seine Tour startet am Rathaus und führt entlang der Soeste zum Ambührener See. Hier lässt sich die Stille der Natur gut genießen. Weiter geht es Richtung Ambühren und dann über den „Bührener Ring“ zum Garreler Weg und Richtung Staatsforsten.
Der „Käseweg“ führt quer durch den Wald vorbei an Buchen und Seen zurück zum Garreler Weg. Dort sind der alte Bunker und der Bahnhof Staatsforsten zu sehen. Entlang der Bahnschienen geht es zum Flugplatz in Varrelbusch. Von da aus ist es dann auch nicht mehr weit ins eigentlich ferne Amerika. Nun geht es weiter über den Weideweg und Plaggenweg nach Kellerhöhe und von da aus in Richtung Bethen, dem nördlichsten Marien-Wallfahrtsort in Deutschland.
Die Gnadenkapelle zieht seit Jahrhunderten viele Pilger an, die vor dem Gnadenbild der Mutter Gottes ein Gebet sprechen oder eine Kerze entzünden. Neben der Kapelle steht die Basilika, die zugleich Gedächtniskirche der im Weltkrieg gefallenen Soldaten aus den katholischen Kirchengemeinden des Oldenburger Landes ist. Sie sind beide eine kleine Rast und einen Besuch wert. Von Bethen in Richtung Cloppenburg geht es vorbei am Surfsee. Nach einer kurzen Pause ist auch das nächste Gewässer nicht mehr weit: es geht zum Mühlenteich und an der Soeste vorbei. Weiter geht´s gesäumt vom alten Baumbestand durch das „Jammertal“ und die Museumsstraße zum Kreisel am Pingel-Anton-Platz. Probieren Sie doch gerne mal diese Radtour aus.
Weitere Sehenswürdigkeiten entlang der Radwege
Neben einigen Kirchen, wie der St. Marien Kirche in Sevelten oder der St. Franziskus von Assisi Kirche in Elsten, gibt es auf der Fahrradroute viel von der Natur zu sehen. Viele Bänke bieten eine Aussicht auf das platte Cloppenburger Land. Auf dem Weg kommen die Fahrradfahrer auch an der Quatmannsburg vorbei: Dies ist früh- bis hochmittelalterliche Wallburg im Ortsteil Elsten.
Die Strecke ist 30,2 km lang und eignet sich sowohl für das normale Fahrrad, als auch für eine Tour mit dem E-Bike.
Bei dieser Tageetappe schließt sich der Kreis der Cloppenburger Radtour, denn sie endet dort, wo sie begonnen hat: in Cloppenburg. Doch noch liegen etwa 25 interessante Rad-Kilometer vor den Drahteselreitern. Diese folgen der Thülsfelder Talsperre, die mit einem Stauinhalt von fast 11 Millionen Kubikmetern zu den „großen Talsperren“ gehört - ebenso wie die älteste, teilweise noch erhaltene Talsperre der Welt: Diese stammt aus der Zeit zwischen 2950 und 2500 v. Chr. und befindet sich in der Nähe von Kairo.
Doch zurück nach Thülsfeld.
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