Der E-Bike-Boom hält weiter an und es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Angeboten auf dem Markt. Ein passendes E-Bike zu finden, gestaltet sich als eine echte Herausforderung. Der Markt wächst kontinuierlich, wodurch die Vielfalt an Marken, Modellen und Kategorien stetig zunimmt.
Aktuelle E-Bike-Tests von Stiftung Warentest
Stiftung Warentest hat E-Bikes getestet und neue Sieger gekürt. Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 6/2024 insgesamt 11 Elektrofahrräder mit Preisen von 1100 bis 4500 Euro getestet. Die E-Bikes im Test lagen alle in einem Preisrahmen von 1.100 Euro bis 4.500 Euro.
Trekking-E-Bikes im Test
Insgesamt elf Trekking-E-Bikes ließ die Redaktion der Stiftung Warentest gegeneinander antreten. Bei den elf getesteten Rädern handelt es sich um Trekking-Pedelecs mit Diamantrahmen und hydraulischen Scheibenbremsen. "Das sind Räder für Ausflüge, vielleicht auch für die Radreise, um entsprechend Gepäck mitzunehmen. Alle 11 Trekking-Pedelecs sind mit Mittelmotor, hydraulischen Scheibenbremsen, StVZO-Ausstattung und voll integrierten Akkus ausgestattet.
Im Test erhielten sechs Pedelecs die Gesamtwertung "gut", während die restlichen fünf Modelle immerhin noch "befriedigend" abschnitten. Die Räder setzen unterschiedliche Schwerpunkte, mal sind sie sportlicher, mal komfortabler. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass sie keine Mountainbikes sind und nicht für Sprünge geeignet sind, da die Rahmen nicht darauf ausgelegt sind.
Testsieger bei den Trekking-E-Bikes
Die beiden Testsieger des Stiftung Warentest sind das Kalkhoff Endeavour 5 Advance+ und das KTM Macina Gran 610. Testsieger sind das "Endeavour 5 Advance +" der Marke Kalkhoff für etwa 4.500 Euro sowie das "Macina Gran 610" von KTM für circa 3.900 Euro, das Schlusslicht "Z810" von Zündapp gibt es für etwa 1.200 Euro. Beide Trekking-E-Bikes erhalten die Note 1,8 und werden von den Testern als "famos, robust und sicher" beschrieben. Auf dem dritten Platz landet das Cube Kathmandu Hybrid One 625 mit der Note 2,0, das als Preistipp gilt, da es fast genauso gut ist wie die Testsieger, aber mit einem Preis von 3150 Euro deutlich günstiger ist.
Unter den Modellen mit Hinterradmotoren schneidet das Maxtron MT-11 mit der Note 3,2 ("befriedigend") noch am besten ab. Am Ende des Klassements landeten vereint die drei billigsten E-Bikes mit den Hinterradnabenantrieben. Keines erreichte eine bessere Note als 3,2, was einem „befriedigend“ entspricht.
Wird daraus etwa langsam eine Gesetzmäßigkeit? Die Stiftung Warentest testet E-Bikes und am Ende landet ein Modell von KTM auf dem Siegertreppchen ganz oben. So geschehen 2018, 2020 und 2022. Und 2024 setzt das KTM Macina Gran 610 diese Erfolgsserie fort.
Beim genaueren Hinsehen überrascht das Auftauchen des KTM Macina Gran 610 im Test ein wenig. Ob es konkret angefragt wurde oder eher vom Hersteller selbst dafür ausgewählt, wissen wir leider nicht. Fest steht, dass es innerhalb des Sortiments von KTM zu den eUrban-Modellen zählt. Eigentlich soll es euch ein treuer Begleiter auf den Radwegen durch die Stadt sein. Gleichzeitig bringt es allerdings Qualitäten mit, die aus ihm einen geeigneten Kandidaten für längere Touren machen. Eine gefederte und versenkbare Sattelstütze erleichtert zum Beispiel nicht nur das Auf- und Absteigen, sondern verspricht erhöhten Fahrkomfort, gerade auf langen oder unebenen Strecken. Mit 80 Millimetern ist der Federweg an einem solchen Fahrrad ausreichend bemessen. Und die Kettenschaltung mit neun Gängen von Shimano bietet eine tolle Übersetzungsbandbreite, da KTM das Kettenblatt mit 42 Zähnen mit der größten verfügbaren Kassette kombiniert. Deren Ritzel decken einen Bereich zwischen elf und 36 Zähnen ab. Ohne jene Vielseitigkeit hätte es die Anforderungen von Stiftung Warentest wohl auch nicht so gut gemeistert.
Schließlich hat die Redaktion die Testräder gewohnt harten Prüfungen unterzogen. Für jedes Fahrrad standen mehrere hundert Kilometer durch die Hügel der Steiermark in Österreich an. Bei Tag und bei Nacht ging es auf wechselnden Untergründen mit und ohne Gepäck gehörig zur Sache. Für den zweiten Teil der Tests ging es erneut in ein spezielles Prüflabor. Dort galt es herauszufinden, wie sicher ist das Fahren mit den gewählten Trekking-E-Bikes, wie belastbar sind die verbauten Komponenten, wie leistungsfähig ist das E-Bike-System mit Blick auf Akkukapazität und Ladezeiten oder welchen Wert haben die Hersteller auf das Verwenden umweltschonender Materialien gelegt? An der Stelle als auch unter zahlreichen weiteren Aspekten konnte das KTM Macina Gran 610 Stiftung Warentest anscheinend absolut überzeugen.
Vor allem hat die Juroren das Fahrerlebnis mit dem Modell beeindruckt. In ihrem Urteil heben sie das stabile Fahrverhalten hervor, das sich in Anstiegen, Abfahrten und Kurven zeige und das Zuladen von Gepäck bestens vertrage. Als angenehm empfanden sie die Sitzposition, die von breiten Reifen und einer guten Federung flankiert werde. Für volle Zufriedenheit sorgte ebenfalls der Antrieb von Bosch, ein Smart System mit Performance Line CX-Motor, PowerTube 625-Akku sowie Intuvia 100-Display. Der Motor unterstütze kräftig und sei optimal abgestimmt, heißt es im Urteil. Punkten konnte KTM darüber hinaus mit seiner eigenentwickelten Akkuentnahme. Der Hersteller arbeitet an der Stelle mit einer eigenen Aufnahme, die das Entnehmen des Akkus mit einem separaten Griff nach oben enorm erleichtert. Bei anderen Modellen im Test ließ sich der Akku nur nach unten entnehmen. Der Lenker traf nicht den Geschmack der Testenden, die ihn als zu gebogen und wenig sportlich beschrieben.
Während eines solchen Tests bewerten die Juroren gezielt spezielle Aspekte jedes Modells. Aus denen setzt sich am Ende die Gesamtnote zusammen. Trotz dieser beachtlichen Bilanz wurde es am Ende im Rennen um den Gesamtsieg richtig eng. Letztendlich teilt sich das KTM den ersten Platz mit dem Kalkhoff Endeavour 5 Advance +. Die Nase vorn hat es in Bezug auf den Preis. Mit einer Summe von 3.890 Euro unterbietet es das Kalkhoff um rund 600 Euro.
„Der Fokus von KTM Fahrrad liegt auf Qualität und Innovation“, kommentiert Johanna Grabner-Urkauf, Geschäftsführerin KTM Fahrrad den Testsieg. „Aus Qualität entsteht Zufriedenheit. Gleichzeitig sichert sie eine lange Produkt-Lebensdauer. Je länger die Lebensdauer, desto nachhaltiger das Produkt.
City-E-Bikes im Test
Besonders gut kann das der Testsieger bei Stiftung Warentest: Nummer 1 der City-E-Bikes ist das Flyer Gotour6 3.40 für rund 2.999 Euro.
Testsieger bei den City-E-Bikes
Das Flyer Gotour6 3.40 ist mit der Gesamtwertung 1,9 der Testsieger unter den City-E-Bikes bei Stiftung Warentest. Leistung, Ausstattung und hochwertige Verarbeitung machen es zum idealen Pedelec für die Stadt.
Das sagt Stiftung Warentest zum Flyer Gotour6 3.40:
„Das Flyer Gotour6 3.40 bietet ein sehr stabiles Fahrverhalten, das sich mit Gepäck etwas verschlechterte. Kurios: Das Bike kam mit 20 Kilo Gepäck besser klar als mit 7,5 Kilo. Die 5-Gang-Nabenschaltung funktioniert auch unter Last top. Der sehr leise Motor unterstützt und fährt sehr gut an, reagiert außerdem direkt. Der Akku ist bequem nach oben entnehmbar und ist mit 4-Ampere-Ladegerät in akzeptablen 3:10 Stunden vollgeladen. Im Test liefert der Sieger außerdem die beste Handhabung. Rund 29 Kilo schwer, erlaubt sind 150 Kilo Gesamtgewicht.
Wichtige Kriterien bei der Wahl eines E-Bikes
Um die Auswahl zu erleichtern, können Interessierte auf Allroad-, Crossover-, Trekking- oder SUV-Bikes zurückgreifen. Die Wahl des richtigen E-Bikes ist jedoch nicht ganz einfach, da sie keine Alleskönner sind.
"Gerade die Räder mit Mittelmotor haben grundsätzlich erst einmal einen guten Schwerpunkt, weil sie mittig am Rad, an der Kurbel, angebracht sind. Die Kraftübertragung ist direkt und die Sensorik von diesen getesteten Motoren ist ziemlich gut. Die Räder mit Hinterantrieb, die zumindest bei uns im Test waren, haben weniger Sensorik verbaut. Sie sind quasi ein bisschen einfacher, haben in unserem Fall auch einen kleineren Akku. Das heißt, hier sind schon die wesentlichen Unterschiede", sagt Nico Langenbeck.
Deutlich wird das auch im Preis. Die drei Räder mit Heckmotor sind gleichzeitig die günstigsten im Test und landen auf den letzten Plätzen im Ranking.
E-Bike-Typen und ihre Einsatzbereiche
Die Vielfalt auf dem E-Bike-Markt ist riesig: Fast jeder Fahrradtyp - vom klassischen Tiefeinsteiger bis hin zum Lastenrad - wird mittlerweile auch mit Elektromotor angeboten.
- City-E-Bikes: City-E-Bikes mit tiefem Einstieg eignen sich für Arbeitsweg, Einkäufe und gelegentliche Ausflüge. Für den Alltag reichen die vergleichsweise günstigen Stadtflitzer mit moderaten Antrieben und Akkus oft völlig aus. Zu den besten City-E-Bikes gehört eines der günstigsten Modelle.
- Trekking-E-Bikes: Bei Pedelecs spielt es eine entscheidende Rolle, welcher Motor verbaut ist. "Das sind Räder für Ausflüge, vielleicht auch für die Radreise, um entsprechend Gepäck mitzunehmen.
Tabelle: Empfohlene E-Bikes und ihre Eigenschaften
| Modell | Typ | Preis (ca.) | Bewertung Stiftung Warentest | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Kalkhoff Endeavour 5 Advance+ | Trekking-E-Bike | 4.500 Euro | 1,8 (gut) | Famos, robust, sicher |
| KTM Macina Gran 610 | Trekking-E-Bike | 3.900 Euro | 1,8 (gut) | Famos, robust, sicher |
| Cube Kathmandu Hybrid One 625 | Trekking-E-Bike | 3.150 Euro | 2,0 (gut) | Preistipp |
| Flyer Gotour6 3.40 | City-E-Bike | 2.999 Euro | 1,9 (gut) | sehr stabiles Fahrverhalten |
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