Thule Dachträger Fahrrad Test: Die besten Lösungen für den Fahrradtransport auf dem Autodach

Wenn Du frei sein, das Unbekannte erkunden und mit dem Fahrrad auf fernen Straßen unterwegs sein willst, brauchst Du einen Fahrradträger, der Dich dorthin bringt. Keine Anhängerkupplung am Auto? Kein Problem: Auch auf dem Dach kannst du prima dein Fahrrad transportieren.

Wir zeigen dir wie - und stellen dir die besten Dachträger näher vor. Kein Platz im Kofferraum für dein Rad? Keine Anhängerkupplung im Heck? Dann bleibt dir quasi nur die Fahrrad-Mitnahme auf deinem Autodach.

Doch welcher Träger ist der richtige für dich? Wir haben uns mal auf dem Markt umgesehen - und stellen dir die besten Lösungen für dich vor. Und das Beste: Den einen oder anderen Fahrraddachträger haben wir selber bereits ausprobiert, an dieser Stelle erlauben wir uns ein entsprechendes Urteil.

Warum ein Dachträger für Fahrräder?

Bei Thule gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, einen Fahrradträger an Deinem Fahrzeug zu befestigen. An der Anhängerkupplung Deines Fahrzeugs, auf dem Dach oder am Kofferraum. Im Folgenden gehen wir ausführlicher auf die Unterschiede zwischen diesen Arten ein.

Vorteile von Fahrrad-Dachträgern

  • Günstiger Preis: Querstreben, ein einfacher Dachträger und du bist selbst bei Thule keine 300 Euro los.
  • Für fast jedes Autodach geeignet: Universell: Mit Dachreling, Träger-Aufnahmepunkten oder Spezial-Querträgern lässt sich nahezu jedes Auto mit einem Dachfahrradträger ausrüsten.
  • Platzsparend: Die Räder nehmen keinen Platz weg und belegen die Anhängerkupplung nicht.
  • Uneingeschränkte Rundumsicht: Die Räder stören beim Fahren, besonders bei der Rundumsicht, überhaupt nicht - was man über Kupplungsträger nicht behaupten kann.

Nachteile von Fahrrad-Dachträgern

  • Eingeschränkte Eignung für E-Bikes: Gewichtslimit meist 20 Kilo, für E-Bikes kaum geeignet.
  • Erhöhter Spritverbrauch: erheblicher Sprit-Mehrverbrauch
  • Witterungseinflüsse: Räder schonungslos den Elementen ausgesetzt.
  • Erhöhte Fahrzeughöhe: Obacht vor Parkhäusern, denn logischer baut dein Auto mit dem Rad auf dem Dach signifikant höher.
  • Eingeschränkte Sicherheit: Durch das zusätzliche Gewicht auf dem Fahrzeugdach wird der Schwerpunkt des Autos - wenn auch nur leicht - nach oben verlagert.
  • Zubehör notwendig: Fahrzeugspezifische Querträger sind ein Muss für einen Dachträger.

Die besten Fahrradträger für's Auto-Dach im Check

Wir zeigen dir die besten Dachträger näher vor. Und das Beste: Den einen oder anderen Fahrraddachträger haben wir selber bereits ausprobiert, an dieser Stelle erlauben wir uns ein entsprechendes Urteil.

Thule ProRide

Ein Fahrradträger für Profis? Der Name ließe es vermuten - dabei ist der ProRide von Thule einmal mehr vorrangig ein gut designtes Träger-System. Der Clou bei diesem Modell: Die Rahmen-Klaue wird per Handknauf auf Dachhöhe festgedreht und hat einen integrierten Drehmoment-Begrenzer, elementar für filigrane Carbonrahmen.

  • Handknauf mit Drehmoment-Begrenzer
  • Polsterung im Griffkopf
  • 20 Kilo Zuladung, bedingt E-Bike tauglich
  • eher teuer
  • nur T-Nut-Halterung im Lieferumfang

Preis: 179,95 €

Max. Traglast: 20 kg

Eigengewicht: 4,2 kg

Thule TopRide

Buchstäblich aufgegabelt wird dein Rennrad mit Thules TopRide: Hier verstaust du dein Rad ohne eingebautes Vorderrad in die Führung, ein optionaler (und 100 Euro teurer) Laufrad-Halter hält dann das lose Vorderrad, außer, du hast noch Platz im Kofferraum. Das coole an der Konstruktion: Der Fahrradrahmen wird nicht geklemmt, die Gabel wird per Adapter für Steckachsen oder Schnellspanner in die Führung geklickt.

  • klemmfreie Rahmen-Befestigung
  • Funktioniert mit Schnellspannern und Steckachsen
  • Vorderradhalter optional (+100 Euro)
  • nur bis 18 Kilo belastbar
  • quasi nur für Renn- und Gravelräder sinnvoll
  • superteuer, Vorderrad-Halter optional (+100 Euro)

Preis: 279,95 €

Max. Traglast: 18 kg

Eigengewicht: 3,5 kg

Thule FastRide

Thules FastRide funktioniert weitestgehend identisch wie das TopRide-Modell: Hier verspannst du die Fahrradgabel, das Vorderrad muss dazu raus. Ein optionaler (und 100 Euro teurer) Laufrad-Halter hält dann das lose Vorderrad, außer, du hast noch Platz im Kofferraum. Wie schon beim teureren TopRide auch hier von Vorteil: Du klemmst nicht den Rahmen, nur die Gabel.

  • klemmfreie Rahmen-Befestigung
  • funktioniert mit Schnellspannern und Steckachsen
  • Vorderradhalter optional (+100 Euro)
  • nur bis 18 Kilo belastbar
  • quasi nur für Renn- und Gravel-Räder sinnvoll
  • teuer

Preis: 219,95 €

Max. Traglast: 18 kg

Eigengewicht: 3,3 kg

Thule UpRide

Carbon-Bikes auf dem Dach transportieren? Wegen der dafür meist eingesetzten Unterrohr-Klemmung für die Kohlefasern eine buchstäblich stressige Angelegenheit. Thules Upride getaufter Träger verspricht mit der x-förmigen Vorderrad-Klemmung Abhilfe - und hält diese auch im Alltag ein!

  • Hält Räder ohne Rahmenkontakt
  • darf maximal 20 Kilo tragen
  • kinderleicht zu bedienen
  • ausgesprochen teuer
  • mit 7,7 kg ausgesprochen schwer
  • sehr rudimentäre Diebstahlsicherung

Preis: 279,95 €

Max. Traglast: 20 kg

Eigengewicht: 7,7 kg

Thule FreeRide

Er ist der Klassiker im Thule-Programm: Der FreeRide! Und das auch nicht ohne Grund: Mit rund 100 Euro ist er vergleichsweise günstig, vor der E-Bike-Revolution war die Zuladung von maximal 17 Kilo noch reichlich - und ist sie für Bio-Bikes auch heute noch.

  • jahrzehntelang bewährtes Design
  • hält quasi jedes Fahrrad
  • vergleichsweise günstig
  • darf nur 17 Kilo tragen
  • Klemme ohne Drehmoment-Bregrenzer
  • Klemmbedienung mitunter fummelig

Preis: 99,95 €

Max. Traglast: 17 kg

Eigengewicht: 3,5 kg

Yakima HighSpeed

Mit dem HighSpeed gabelt Yakima dein Rad buchstäblich auf - und versteht sich als Konkurrenz zu Thules TopRide. Auch hier passen entsprechend alle gängigen Steckachsen-Formate und Schnellspanner auf den "stromlinienförmigen" Träger.

  • klemmfreie Rahmenbefestigung
  • passend für Steckachsen und Schnellspanner
  • nur bis 18 Kilo belastbar
  • quasi nur für Renn- und Gravel-Räder sinnvoll
  • keine Schlösser im Lieferumfang

Max. Traglast: 18,1 kg

Eigengewicht: 4,35 kg

Yakima FrontLoader

Yakimas FrontLoader setzt auf eine Vorderradklemmung, ähnlich dem Thule Upride - nur dass die Schienen hier nicht perfekt x-förmig zusammengeführt werden. Interessant ist aber allemal, weil auch der Yakima keinen Kontakt zum Fahrradrahmen hat und sich daher bestens für Carbon-Rahmen eignet.

  • hält ohne Rahmenkontakt
  • mit 5,9 Kilo trotz Design recht leicht
  • max. 18 Kilo Gewichtslimit
  • keine Schlösser im Lieferumfang

Max. Traglast: 18 kg (ab 45 mm Querträgerabstand nur 13,6 kg)

Eigengewicht: 5,9 kg

Yakima HighRoad

Der HighRoad ist der Vorgänger des FrontLoaders - und entsprechend genauso ein Konkurrent zu Thules beliebten UpRide. Anders als sein Nachfolger ist dieses Modell mit 8,2 Kilo Eigengewicht für einen Dachträger ausgesprochen schwer - und sollte alleine beim Transport zum Auto bedacht werden.

  • hält Räder ohne Rahmenkontakt
  • darf maximal 20 Kilo tragen
  • leicht zu bedienen
  • mit 8,2 kg ausgesprochen schwer

Max. Traglast: 20 kg

Eigengewicht: 8,2 kg

Yakima ForkChop

Ein Luftikus unter den Fahrraddachträgern: Der ForkChop von Yakima verzichtet auf eine stabilisierende Schiene unterhalb der Räder, stattdessen trägt ein loses Rückteil dein Hinterrad, während sich eine lose Gabelaufnahme am Vorderrad um ebendiese kümmert.

  • innovatives "Träger"-Design
  • mit 1,6 Kilo ultraleicht im Vergleich
  • trägt bis zu 18 Kilo
  • Schwierigkeiten bei der genauen Ausrichtung
  • eigentlich nur für Renn- und Gravelräder sinnvoll
  • keine Schlösser im Lieferumfang

Max. Traglast: 18 kg

Eigengewicht: 1,6 kg

Empfehlenswerte Fahrradträger fürs Autodach im Vergleich

Thule Freeride Dachfahrradträger

Der Thule FreeRide Dachfahradträger kann Räder bis zu einem Gewicht von 17 kg aufnehmen. Er eignet sich nach Angaben des Herstellers für runde Fahrradrahmen mit einem Durchmesser von 22 bis 70 mm und ovale Rahmen von 65 bis 80 mm. Die Reifenbreite darf maximal drei Zoll betragen. Die Montage erfolgt werkzeuglos über Schnellspanner; ein T-Nut-Adapter (20 × 20 mm) ist im Lieferumfang enthalten. Sowohl das Fahrrad als auch der Träger selbst sind abschließbar.

Fischer Dach-Fahrradträger 18093

Der 2,8 kg schwere Fischer Dach-Fahrradträger 18093 bietet eine kostengünstige Lösung für den Transport eines Fahrrads auf dem Fahrzeugdach. Er ist laut Hersteller für Fahrräder bis 15 kg geeignet, die eine Reifenbreite zwischen 20 und 47 mm besitzen sowie eine Rahmenbreite zwischen 28 und 70 mm aufweisen. Das Modell ist abschließbar und TÜV-GS-geprüft.

Atera Giro AF+

Der Atera Giro AF+ Dachfahrradträger ist für den Transport eines Fahrrads mit einem Gewicht von bis zu 17 kg geeignet. Er eignet sich für Fahrräder mit Rahmendurchmessern von 22 bis 80 mm (rund) bzw. bis zu 80 × 100 mm (oval) und Reifenbreiten bis drei Zoll. Die Montage erfolgt werkzeuglos auf Vierkant- oder Aluminiumprofil-Grundträgern. Der Träger ist vormontiert und verfügt über ein Komfortspannsystem zur Fixierung des Fahrradrahmens sowie Radschalen mit Schnellverschluss. Sowohl das Fahrrad als auch der Träger selbst sind abschließbar. Das Modell ist laut Hersteller City-Crash-zertifiziert und wiegt 2,9 kg.

Eufab Alu Star

Der Eufab Alu Star Dachfahrradträger (3,6 kg) kann ein Fahrrad bis maximal 15 kg Gewicht transportieren. Er eignet sich für Fahrräder mit einem Radstand von bis zu 133 cm und einem Rahmendurchmesser von maximal 80 mm. Die Montage erfolgt mittels U-Bügeln und Knebelmuttern auf Dachträgern mit einer maximalen Profilstärke von 50 × 45 mm.

Wie schnell darf man mit Fahrrad-Dachträger fahren?

Im Gegensatz zu anderen Fahrradträgersystemen ist eine Höchstgeschwindigkeit mit einem Fahrrad-Dachträger gesetzlich nicht festgelegt. Dennoch empfiehlt es sich, nicht schneller als 120 km/h zu fahren, da die veränderte Aerodynamik sich negativ auf das Fahrverhalten auswirken kann.

Thule ProRide 598 für FATBikes

Für den alternativen Dachtransport haben wir uns den Dachträger Thule ProRide 598 inkl. Grundvoraussetzung zur Montage ist natürlich eine aufgesetzte oder integrierte Dachreeling am Fahrzeug, an der die Querträger, in unserem Fall die Thule WingBar Edge, geklemmt werden. Auf diese kann dann der eigentliche ProRide Dachträger montiert werden.

Bevor der ProRide aber auf die Querträger geschoben wird, heißt es umbauen. Standardmäßig wird der ProRide Dachträger, in schwarz oder silber erhältlich, nämlich mit Aufnahmen und Riemen für Standard- aber eben nicht FATBike-Reifen ausgeliefert. Diese werden vom Träger abgezogen und dafür die ProRide Fatbike Adapter von Thule aufgesteckt. Das ist easy und schnell gemacht.

Nun kann der ProRide seitlich in den Querträger eingefädelt werden. Mit insgesamt drei Schnellspannvorrichtungen wird dieser fest verankert und kann über das integrierte Schloss auch gegen Diebstahl am Querträger gesichert werden. Spätestens jetzt kann auch das FATBike auf's Dach steigen.

Also rauf das Ding und mit dem Rahmenhalter fixieren. Dazu wird das Unterrohr in die Halterung gefädelt und mit einem griffigen Drehrad am Dachträger gespannt. Wichtig ist nur, dass darauf geachtet wird, dass die breiten Reifen während dessen nicht die Aufnahmen verlassen und eigenständig das Autodach erkunden.

Die empfohlene Höchstgeschwindigkeit mit dem Thule Dachträger ProRide samt FATBike liegt bei 130 km/h. An sich kann das FATBike zwar nicht weg, bei zügiger Fahrt kann das FATBike aber durch den hohen Luftwiderstand der breiten Reifen heftig zu Wackeln anfangen, auch weil die Klemmung am Rahmen zumindest in unserem Fall sehr tief und damit unter dem Schwerpunkt angreift.

Worauf Du beim Kauf achten solltest

Wenn Du Dich entschieden hast, welchen Fahrradträger Du kaufen möchtest, musst Du prüfen, ob er mit Deinem Fahrzeug oder Deinen Dachträgern kompatibel ist. Die Dachfahrradträger müssen auf Deine Dachträger passen. Gehe auf die Seite der Dachfahrradträger und klicke auf „Dachträger auswählen“, um die Kompatibilität zu prüfen.

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