Thule EasyFold XT Test: Der komfortable Fahrradträger im Detail

Glückwunsch und Dankeschön. Sie haben sich für ein Qualitätsprodukt von Thule entschieden. So heißt es zumindest in der Anleitung. Ob der neue EasyFold 3 Fahrradträger diesem Anspruch auch gerecht wird? Der Name zumindest ist schon mal nicht ganz Programm, denn der Thule ist ab Werk nur für zwei Räder ausgelegt. Ein drittes Rad kann aber über eine Zusatzschiene ergänzt werden. Warum die Schweden ihr neuestes Baby EasyFold getauft haben, wird dagegen schnell klar. Aber dazu später mehr.

In 5 Minuten ist der Thule EasyFold 3 einsatzbereit

Neben dem sehr hochwertig verarbeiteten Fahrradträger zieht man aus dem großen Karton noch ein paar weitere Teile. Den Haltebügel und die Schlösser für die Haltearme muss man nämlich noch selbst montieren. Doch mehr als fünf Minuten dauert es nicht und der EasyFold kann auf die Kupplung gesetzt werden. Trotz des Eigengewichts von über 18 Kilo geht das erstaunlich leicht, denn Thule hat in die aufgeklappten Schienen praktische Tragegriffe eingearbeitet - ein cleveres Detail, das in dieser Art nur noch der Eufab ProBC2 und der MFT Compact 2e+1 zu bieten haben.

Wie weiter oben schon angemerkt, lässt sich der Thule Fahrradträger trotz seines Gewichts noch angenehm zum PKW tragen und bequem auf die Kupplung setzen. Geklemmt wird der EasyFold klassisch über einen seitlichen Hebel, der sich gut bedienen lässt und zuverlässig mit der richtigen Spannkraft einrastet. Sollte die Einstellung mal nicht passen, lässt sich die Klemmkraft ohne Werkzeug erhöhen.

Beim Auseinanderklappen wird dann auch klar, warum Thule seinen Fahrradträger EasyFold nennt: Der Träger faltet seine Schienen auseinander wie ein Schmetterling seine Flügel. Auch das Kennzeichen klappt automatisch in die richtige Position - besser geht’s nicht. Sogar an Ösen für die Ratschenbänder der Laufräder haben die Entwickler gedacht, die damit nicht im Weg umgehen.

Viel Liebe zum Detail

Man merkt dem Thule EasyFold 3 an, dass die Schweden viel Erfahrung auf dem Gebiet der Fahrradträger haben, denn es steckt viel Liebe auch in den Details. Die verwendeten Kunststoffe sind durchweg hochwertig und Kanten, an denen man sich verletzen könnte, findet man hier keine. Die Steckerhalterung sitzt angenehm direkt neben der Kupplung und auch die Kabel sind sorgfältig verlegt.

Thule EasyFold 3: Haltearme machen den Unterschied

Das Anbringen der Räder ist beim Thule schnell erledigt. Dank der breiten Schienen schafft der Thule EasyFold auch Modelle mit langen Radständen. Die Ratschenbänder sind ausreichend lang und bieten sogar noch Spielraum für seitlichen Versatz. Zudem sind die Ratschen beider Schienen nach außen gerichtet, laufen angenehm leicht und sind dadurch gut zu bedienen.

Ganz besonders aber fallen die neuen Haltearme ins Auge. Die alten Klauengreifer sind passé, stattdessen werden die Räder von einem sehr stabilen und durchdacht konstruierten Ratschensystem am Fahrradträger gehalten. Die Haltearme lassen sich per Tastendruck vom Bügel lösen und rasten ohne großen Aufwand an der gewünschten Position wieder ein. Die Ratschenbänder selbst sind metallverstärkt und sorgfältig gummiert. Abschließen lassen sich die Haltearme natürlich auch, aber das ist inzwischen Standard bei hochwertigen Kupplungsträgern.

Abklappen lässt sich der Thule über sein solides Fußpedal. Für die Heckklappe am VW Bus reicht der Winkel aber nicht aus.

Die wichtigsten Infos zum Thule EasyFold 3

Hier sind die wichtigsten Details zum Thule EasyFold 3:

  • Preis: 950 Euro
  • Gewicht: 18,1 kg
  • Staumaß: 70 x 31 x 81 cm
  • Schienen Länge / Breite / Abstand: 127 / 7,0 / 24,4 cm
  • max. Radstand: 137 cm
  • max. Rohrdurchmesser: 100 mm
  • Träger / Bikes abschließbar: ja / ja
  • Ausstattung: gesicherter Klappmechanismus mit Fußbedienung; Träger und Haltearme abschließbar; Haltearme gepolstert; Stecker-Halterung, integrierter Tragegriff; auf 3. Räder erweiterbar

Der Thule EasyFold 931 konnte in unserem Test auf ganzer Linie überzeugen. Vor allem die Qualität spricht dafür, dass man hier von einem echten Luxusprodukt sprechen kann.

Dickschiff für dickes Budget. Dafür ist der Thule Fahrradträger unübertroffen in Sachen Verarbeitung, Konstruktion und Handling. Wie ein Schmetterling entfaltet er seine Schienen samt Kennzeichen-Halter. Er bietet Platz für alle Arten von Rädern - egal ob lang oder kurz, dicke oder dünne Rahmen. Die neuen Greifer sind perfekt bedienbar und einhändig versetzbar, alle Rastbänder laufen geschmeidig und lassen sich leicht lösen. Klemmhebel, Stecker sowie die Ratschen sind gut erreichbar positioniert.

Allgemeines zum Thule EasyFold 931

Unter anderem wurden Kriterien wie die Größe, das Gewicht, die Qualität oder die Nutz- und Tragkraft untersucht. Aber auch sicherheitsrelevante Aspekte wie Stromanschlüsse und die Beleuchtung spielen eine wichtige Rolle für das Endergebnis. Mit einer Abmessung im offenen Zustand von 61 x 123 x 65 cm ist das Produkt besonders in der Breite ein absoluter Spitzenreiter. In diesem Fall kann die Breite als Vorteil gewertet werden, das das Fahrrad so bei der Fahrt seitlich kaum zum Wackeln kommt.

Doch auch das Gewicht sollte nicht missachtet werden. Knapp 17 kg bringt das gute Stück immerhin auf die Waage. Im Gegenzug bietet ein ausreichendes Gewicht meist auch genügend Stabilität. Für zusätzliche Handlichkeit sorgen zudem zwei Griffmulden, welche die Montage nochmals vereinfachen.

Die Qualität ist entscheidend

Besonders bei der Qualität konnte der Thule EasyFold 931 auf ganzer Linie punkten. Man findet kaum einen Kritikpunkt, denn Gewicht, Sicherheit, Qualität, Tragkraft und auch der Stromanschluss sprechen einfach für sich. Ein beinahe perfekter Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Zwar hat dieses Qualitätsprodukt seinen Preis und liegt im oberen Bereich der Preisklassen, dennoch lohnt sich eine Anschaffung für Vielfahrer mit dem Rad allemal.

Auch was die Nutz- und Tragkraft betrifft gibt es kaum etwas auszusetzen. Zwei Fahrräder mit jeweils bis zu 30 kg kann der Träger ohne Probleme transportieren. Das Maximalgewicht von 60 Kilogramm sollte man nach Möglichkeit dennoch nicht überschreiten, um Komplikationen zu vermeiden. Insgesamt liegen zwischen beiden Fahrrädern 22 cm, sodass auch hier genügend Platz ist, um gegenseitige Kratzer, welche während einer Fahrt durch mögliche Reibung entstehen könnten, gar nicht erst vorkommen können. Die geschlossene Unterseite schützt das Rad zudem vor Schmutz, welcher von der Straße hinaufspritzen könnte.

Stromanschlüsse und Beleuchtung

Auch die Sicherheit spielt besonders im Straßenverkehr eine enorm wichtige Rolle. Ein 13-Pin Steckeranschluss sorgt dafür, dass auch die Stromversorgung zu den beiden ausreichend großen Schlussleuchten gewährleistet ist, um jederzeit sicher auf der Straße unterwegs zu sein. Auch die Beleuchtung an sich ist hell genug, um bereits aus der Ferne zu erkennen, dass ein Fahrzeug unterwegs ist. Egal ob bei Dunkelheit oder Helligkeit.

Die ADAC-Testergebnisse

Der ADAC hat 13 kipp- und faltbare Fahrradträger für die Anhängerkupplung mit Platz für zwei Fahrräder getestet. Bei Handhabung, Qualität und Sicherheit gab es geringere Unterschiede, beim Preis jedoch größere. Die Ergebnisse:

  • Gute Fahrradträger gibt es ab 400 Euro
  • Top: Trägerbefestigung fix4Bike
  • Schwierige Montage bei einigen Modellen

Zusätzlich wurde mit drei Fahrradträgern überprüft, wie gut die Anhängerkupplungs-Variante der Trägerbefestigung fix4Bike in der Praxis funktioniert.

Die ADAC Experten bewerteten im Test ein Modell mit "sehr gut", zehn Modelle mit "gut" und zwei Modelle mit "befriedigend".

Für den Test wurden zusätzlich drei Fahrradträger (Thule, MFT, Oris) in der Fix4Bike-Variante geprüft und außer Konkurrenz verglichen.

Die Bedienung ist einfach: Bei geöffneter Halterung kann der Träger auf die zum System passende Kupplung gesetzt werden. Wenn der Winkel stimmt, rastet die Fix4Bike-Halterung automatisch ein. Absolut einwandfrei funktionierte das bei den Heckträgern von Thule und MFT. Nur das Modell von Oris verhakte sich bei der Demontage regelmäßig und konnte dann nur mit Kraftaufwand wieder gelöst werden.

Fix4Bike-Fahrradträger sind für Fix4Bike-Anhängerkupplungen gedacht, die einen speziellen Haltemechanismus mit seitlichen Pins für die Befestigung des Heckträgers aufweisen.

Wichtige Hinweise vor dem Kauf

  • Maximal zulässige Stützlast des Autos ermitteln (siehe Fahrzeugschein).
  • In Bedienungsanleitung des Autos auch maximale Stützlast für Fahrradheckträger überprüfen, da diese bei manchen Herstellern von der maximalen Stützlast abweicht.
  • Gewicht zu transportierender Fahrräder ermitteln. Dann prüfen, wieviel Fahrräder auf dem Heckträger transportiert werden dürfen.
  • Bei höherwertigen Fahrrädern oder Pedelecs bzw. E-MTBs darauf achten, dass auch der Heckträger über eine Diebstahlsicherung verfügt.
  • Platz zur Lagerung des Fahrradträgers nach Demontage aussuchen. Auf die passende Steckverbindung achten (7 oder 13 Pole).
  • Zusätzliche Angaben in der Fahrzeug- und Heckträgerbenutzungsanleitung beachten. Zum Beispiel maximaler Überstand nach hinten, maximale Anzahl an Fahrrädern, D-Wert-Anforderungen an die Anhängerkupplung.

Wichtige Hinweise vor der Fahrt

  • Anhängerkupplung muss sauber und fettfrei sein.
  • Beladungshinweise des Trägers beachten. Fahrradträger nicht überladen: Eigengewicht Fahrradträger + Gewicht aller Fahrräder ≤ Stützlast.
  • Fahrradträger und Fahrräder auf sicheren Halt überprüfen.
  • Sperrige, schwere oder leicht zu verlierende Teile nach Möglichkeit vom Fahrrad abmontieren, wie zum Beispiel Akkus von Pedelecs.
  • Funktion der Beleuchtungsanlage prüfen. Zudem darf die Ladung laut StVZO nicht weiter als 40 Zentimeter über den Rand der Schlussleuchten des Heckträgers hinausragen. Sonst auf beiden Seiten mit der Beleuchtung durch eine weiße Leuchte nach vorne und eine rote Leuchte nach hinten kenntlich machen. Nach 50 Kilometern anhalten und alle Schrauben und Gurte kontrollieren.
  • Ist eine dritte Bremsleuchte vorhanden, darf diese nicht verdeckt sein.
  • Achtsam fahren: Durch den Träger wird das Fahrverhalten des Fahrzeuges beeinflusst, es kann in Extremsituationen ungewohnt reagieren.
  • Empfohlene Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h bei Benutzung eines Heckträgers einhalten.
  • Kennzeichen am Auto und Kennzeichen am Fahrradträger müssen gleich sein. Wenn das Hecktragesystem das amtliche Kennzeichen verdeckt, muss ein sogenanntes Wiederholungskennzeichen angebracht werden. Auf dem Wiederholungskennzeichen muss keine Prüfplakette angebracht sein, wenn diese auf dem Originalkennzeichen lesbar ist.
  • Abdeckplanen oder -hüllen nicht über den Fahrradheckträger ziehen, da sie den Luftwiderstand erhöhen, zulässige Kräfte am Träger überschritten werden können und die Fahreigenschaften des Fahrzeugs beeinträchtigen können.

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