Thule Epos 2: Der ultimative Fahrradträger für E-Bikes bis 60 kg?

Der Thule Epos 2 bietet den Schweden einen zusammenklappbaren Anhängerkupplungs-Fahrradträger für 2 Bikes an, der keine Wünsche offen lässt und endlich für alle Rahmenformen passen soll.

Flexibilität und Anpassbarkeit

Thule versprach damals, dass bei der nächsten Generation Fahrradträger flexiblere Haltesysteme anzubieten. Dieses Versprechen wurde beim neuen Thule Epos restlos eingelöst. Die Befestigungsarme sind sowohl auszieh- als auch schwenkbar und passen sich so auch dank der langen Spannriemen wirklich jeder Rahmenform an.

Die ausziehbaren und schwenkbaren Befestigungsträger mit Greifarm können wirklich jede Rahmenform umschließen und an jeder Stelle des Rahmens (Unter-, Ober- oder Sattelrohr) oder auch am Hinterrad befestigt werden. Vorsicht: Nicht am Vorderrad fixieren!

Dank des neuartigen Befestigungssystems könnt ihr vom Kids-Bike, über euren Gravel-Racer bis hin zum 30 kg schweren E-Mountainbike alle Bike-Größen transportieren.

Während beim Vorgängermodell, dem Thule EasyFold XT2, die Greifarme für manche Rahmenformen zu kurz waren, passt beim Thule Epos 2 alles, und zwar für jedes Bike.

Einfache Handhabung und Beladung

Beim Thule Epos gestaltet sich das Be- und Entladen sehr einfach. Wer von euch schon mal versucht hat, zwei E-Mountainbikes zusammen auf einen Heckträger zu laden, weiß, was das bedeuten kann: Entweder ist das Oberrohr zu dick, sodass die Greifarme es nicht umschließen können, oder der Greifarm selbst zu kurz, um optimal ausgerichtet zu werden.

Dazu kommen ein oftmals zu geringer Reifenabstand und zu schmale Radschienen. Das zu ändern, verspricht Thule mit dem Epos 2.

Die stahlverstärkten Riemen des Greifarms sind recht lang und lassen sich mit einer Kunststoffratsche festzurren und mit einem separaten Schloss abschließen.

Während wir bei bisher getesteten Heckträgern empfehlen, nach dem Beladen ein Erinnerungsfoto fürs nächste Mal zu machen, ist dies beim Thule Epos 2 überflüssig. Egal, wie man belädt, die Bikes passen immer darauf und lassen sich mit dem variablen Fahrrad-Haltearm sehr einfach fixieren.

Technische Details

  • Gewicht: 17,12 kg
  • Zuladung: 60 kg

Der Thule Epos 2 wiegt knapp über 17 kg und lässt sich recht kompakt zusammenklappen (69 x 27 x 73 cm), somit kann er auch in kleinen Kofferräumen gut verstaut werden. Recht praktisch erweist sich der Transportgriff, wodurch der Heckträger von einer Person getragen und dann sehr einfach auf der Kupplungskugel aufgesetzt und arretiert werden kann.

Die Radschienen sind ausreichend lang: Thule gibt den Epos für einen Radstand bis 1.350 mm frei. Die Schienenbreite soll laut Thule für bis zu 3” breite Reifen passen. Wir haben es getestet: Mit den üblichen E-Mountainbike-Reifen gab’s keine Probleme.

Der Schienenabstand ist mit 25 cm recht großzügig bemessen, liegt damit am oberen Ende der bislang von uns getesteten Heckträger und schließt ein Aneinanderstoßen und damit Reiben der Bikes so gut wie aus.

Die Spannriemen sind lang genug, um auch sehr breite und großvolumige Reifen bestens zu umfassen.

Der Heckträger kann um 50 Grad abgeklappt werden - das reicht, um auch den Kofferraumdeckel eines Kombi zu öffnen.

Optionales Zubehör

Als optionales Zubehör bietet Thule eine klappbare Laderampe für 69,95 € an sowie den Thule Epos Bike Repair Holder für ebenfalls 69,95 € und ein zusätzliches Fahrradschloss mit einer Länge von 150 cm für 59,95 €.

Mit dem Thule Epos 2 ist den Schweden ein im wahrsten Sinne des Wortes großes Werk gelungen: Die einfache Montage des Fahrradträgers auf der Anhängerkupplung und das wirklich durchdachte, ausziehbare Befestigungssystem ermöglichen ein simples und schnelles Be- und Entladen aller Arten von Bikes. Der genialste Fahrradträger, den wir bislang getestet haben.

Vergleich mit Thule EasyFold 3

Wenn schwere E-Bikes am Auto mit auf die Reise kommen, sind Fahrradträger für die Anhängerkupplung wie der Thule Easyfold 3 erste Wahl. In unserem Test überzeugt der Thule-Träger mit guter Handhabung und Verarbeitung. Er hat aber auch einen kleinen Haken. Hier alle Infos!

Der Fahrradträger Thule Easyfold 3 für die Anhängerkupplung, hier beim Fahrdynamiktest auf unserer Teststrecke, weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. In so gut wie keiner Disziplin im Test erlaubt sich der Thule-Heckträger eine echte Schwäche. Allerdings ist er recht schwer. Dennoch hat er sich das Siegel "Sehr empfehlenswert" der AUTO ZEITUNG redlich verdient.

Handhabung und Montage des Thule EasyFold 3

Vor allem in Sachen Handhabung hat der falt- und wegklappbare Thule-Träger Easyfold 3 unser Testteam durchweg überzeugt. Nur die von der Bedienungsanleitung geforderte Kraft für den Klemmhebel, die einem Gewicht von 47 kg entsprechen soll, ist in der Praxis schwer zu zu kontrollieren.

Beim Befestigen der Fahrräder mittels Rahmenhalter helfen Spanngute mit Ratschen, wie man sie von Snowboard-Bindungen kennt. Gut fixiert: An der Rahmenhalterung des Thule Easyfold 3 lassen sich auch E-Bike-Rahmen mit größerem Durchmesser problemlos befestigen.

Montage: Der Thule-Träger Easyfold 3 ist in Sekundenschnelle am Auto. In unsere Redaktion kommt der Thule Easyfold 3 teilmontiert und nicht als loses Bausatz-Konvolut. Dank der gut bebilderten Anleitung ist der Heck-Fahrradträger in Sekundenschnelle in den Endzustand gebracht. Gleiches gilt für das Anbringen des E-Bike-Trägers an der Ausklapp-Anhängerkupplung des Volvo XC90, das uns weniger als 30 s kostet.

Ist der senkrecht stehende Haltebügel einmal montiert, dockt der Thule-Träger passgenau an der Anhängerkupplung (AHK) an und lässt sich mit zwei Handgriffen geschmeidig auf- und zu falten. Schnell zeigt sich: Auch der zuverlässig funktionierende Klapp- und Kippmechanismus erweist sich als echter Segen. Aus der aufrechten Grundposition lassen sich der Träger samt Ladung mit einem Handgriff nach hinten kippen, sodass der Kofferraum zugänglich bleibt. Wird der Träger gerade nicht benötigt, lässt er sich zur Aufbewahrung auf Rollkoffer-Format zusammenfalten. Zwischenfazit: Zwar recht groß und schwer im Packmaß, dafür richtig leicht im Handling.

Details zum Thule EasyFold 3

Die Bedienungsanleitung gibt vor, den Klemmhebel, der den Träger am Kugelkopf der AHK fixiert, mit einer Kraft, die einem Gewicht von 47 kg entspricht, festzuziehen. Das haben wir mithilfe einer Zugkraftwaage überprüft, die allerdings die wenigsten Endverbraucher:innen zur Hand haben werden und sich daher auf das "Pi-mal-Daumen-Prinzip" verlassen müssen. Das hätte man auch besser lösen können.

Auch ohne die optional erhältliche faltbare Thule-Auffahrrampe geht das Aufladen der Testfahrräder, zwei schwere E-Bikes der Marke Canyon, leicht von der Hand. Wenn die Klemmvorrichtung eingerastet ist, sitzt die Aufnahme für die Rahmenhalterung bombenfest. Einmal aufgeladen, haben die E-Bikes mit 24 cm Schienenabstand genug Platz auf dem Träger, um sich nicht gegenseitig ins Gehege zukomme.

Geradezu perfekt ist der Thule-Träger für Leute, die gelegentlich ein drittes Fahrrad transportieren wollen. Stabile Kunststoff-Spanngurte, die per Ratsche nach dem bewährten Prinzip fixiert werden, wie es von Snowboard-Bindungen bekannt ist, sorgen für zusätzlichen Halt der Fahrradfelgen am Träger und dafür, dass die Räder der E-Bikes während der Fahrt nicht "durchdrehen". Mit einer Aufnahmebreite von maximal sieben Zentimeter (sechs Zentimeter bei der Zusatzschiene) eignen sich die Trägerschienen auch für überbreite Fahrradreifen, etwa von E-Mountain-Bikes.

Ebenfalls vorbildlich: Dank einer Schienenlänge von 126 cm hat der Thule Easyfold 3 auch mit dem Transport von 29-Zoll-Fahrrädern mit entsprechend langem Radstand kein Problem. Unnötig dagegen: zwei verschiedene Schlüsselpaare für den Rahmenhalter und den Träger selbst.

Fahrdynamiktest des Thule EasyFold 3

Bei unserem Fahrdynamiktest auf der Teststrecke erweist sich der bis hier hin solide Träger allerdings in einem Punkt als überraschend instabil. Beim sportlichen Durchfahren des Slalom-Parcours durch die Pylonen zeigt der Thule Easyfold 3 wiederholt die Tendenz zum seitlichen Verrutschen auf der Anhängerkupplung - und zwar bis an den Stoßfänger des Testwagens heran.

In der Praxis wäre aber in jedem Fall ein Kontrollstopp am nächsten Autobahnparkplatz zum Nachjustieren der Position des E-Bike-Trägers fällig.

Den Hang zum Verrutschen zeigte der Thule Easyfold 3 auch zuvor schon bei unserem Test der Thule-Santu-Heckbox, für die der Thule-Träger als Basis dient. Ebenfalls suboptimal für einen eher hochpreisigen Fahrradträger: Nach ein paar Regenrunden sammelte sich in beiden Rücklichtern am Träger Kondenswasser.

Unseren Bremstest aus 100 km/h meistert der Thule-Träger dagegen ohne Fehl und Tadel. Am Ende heimst er unter dem Strich die Note "Gut" ein, und erlangt Bestwerte in den Kerndisziplinen Handhabung und Nachhaltigkeit sowie das begehrte Siegel "Sehr empfehlenswert" der AUTO ZEITUNG.

Testbedingungen

Nach der Prüfung und Dokumentation des Lieferumfangs, ging es bei unserem Test an den Erstaufbau des E-Bike-Trägers. Dann folgte die Montage an der klappbaren Anhängerkupplung aus dem Original-Zubehörprogramm des Testwagens, einem Volvo XC90 Facelift (2024) mit ausreichend Nutzlast und einer maximalen Stützlast von 110 kg.

Als Testfahrräder kamen zwei wegen der Akkus naturgemäß schwere E-Bikes der Marke Canyon zum Einsatz: ein Herren-E-Bike mit 29 kg und ein Damen-E-Bike mit 28 kg Eigengewicht, jeweils inklusive Akku.

Das Damen-E-Bike wurde für einen weiteren Testlauf durch zwei herkömmliche Fahrräder ohne Hilfsmotor ersetzt, um die maximale Träger-Zuladung von 60 kg nicht zu überschreiten. Das dritte Fahrrad fuhr dabei auf der Zusatzschiene mit.

Im Fahrbetrieb wurde der Thule Easyfold 3 nicht nur unter Alltagsbedingungen im Stadt- und Überlandverkehr ausgiebig getestet, sondern auch im Grenzbereich auf unserer Teststrecke.

Bullwing SR8 als Alternative für vier Fahrräder

Gleich bis zu vier Fahrräder mit bis zu 120 cm Radstand schultert der Fahrradträger für die Anhängerkupplung namens Bullwing SR8. Der Heckträger ist abklappbar und verfügt über einen Schnellverschluss.

Assistenzsysteme und Gewichtsgrenzen

In der Regel erkennt das Bordsystem moderner Autos die Verwendung der Anhängerkupplung und ist "schlau" genug, über das Zentraldisplay nachzufragen, was genau das Auto da am Haken hat. Der Volvo XC90, der uns als Testwagen diente, geht hier mit gutem Beispiel voran: Alle Assistenzsysteme werden automatisch an den Ladezustand angepasst. Das lästige Dauerpiepsen von Einparkhilfe und Co. entfällt also!

Die Gewichtsgrenzen bei Stützlast, Zuladung und Gesamtgewicht müssen unbedingt beachtet werden - nicht nur, um nicht den Garantieanspruch zu gefährden, sondern auch für die Sicherheit beim Fahren. Beim Thule Easyfold 3 liegt die Obergrenze der Zuladung, wie bei den meisten anderen Trägern für zwei E-Bikes, bei 60 kg und maximal 30 kg je Fahrrad.

Garantie

Apropos Garantie: Dieser beträgt bei der Easyfold 3 wie bei allen Thule-Produkten zwei Jahre ab Kaufdatum. Die Garantie deckt auch Schäden durch normalen Verschleiß oder natürliche Verfärbung des Materials ab. Ebenfalls kundenfreundlich: Bei Online-Registrierung auf www.thule.de innerhalb von zwei Jahren ab Kauf verlängert sich die Garantie auf insgesamt fünf Jahre.

Versicherung

Grundsätzlich sind bei Autoversicherungen alle Fahrradträger mitversichert, die sich fest am Fahrzeug befinden. Wird also ein Fahrradträger beschädigt, zahlt die Versicherung im Schadenfall. Das gilt auch für Dachträger oder Heckträger fürs Wohnmobil.

Die wichtigsten Punkte beim Kauf eines Fahrradträgers

  • Modelltypen: Anhängerkupplung, Heckklappe oder Dach
  • Stützlast beachten: Maximalgewicht des Trägers + Fahrräder nicht überschreiten
  • Anzahl der Fahrräder: Passende Anzahl an Schienen wählen (Erweiterungen möglich)
  • Kompatibilität: Passen die Rahmen und Reifen auf den Träger?
  • Sicherheit: TÜV-Siegel, Beleuchtung und Kennzeichenhalterung vorhanden?

Neben den technischen Aspekten sollte man auch auf die Handhabung achten. Lässt sich der Träger einfach montieren und beladen? Gibt es nützliches Zubehör wie Auffahrschienen oder Schutzvorrichtungen für den Rahmen?

Einige Fahrradträger sind faltbar, was die Lagerung erleichtert. Die Wahl des richtigen Modells hängt von den individuellen Bedürfnissen und dem Fahrzeugtyp ab.

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