Thule Fahrradträger Mountainbike Test: Ein umfassender Überblick

Die praktischen Heckträger haben sich mittlerweile durchgesetzt, auch deshalb, weil häufig die Dachlast für schwere E-Bikes nicht ausreicht. Welche Heckträger aktuell zu empfehlen sind, hat der ADAC zusammen mit dem Schweizer Automobilclub TCS untersucht. Der ADAC hat 13 kipp- und faltbare Fahrradträger für die Anhängerkupplung mit Platz für zwei Fahrräder getestet.

Fahrradträger für die Anhängerkupplung im Test

Die Preisspanne ist bei Heckträgern groß, doch der Test hat gezeigt, dass ein guter Fahrradheckträger nicht so teuer sein muss. Zwar wurde das teuerste Model von Uebler für den Preis von 730 Euro Testsieger und erhielt als einziges Modell das ADAC Urteil "sehr gut". Aber auch für rund 400 Euro ist schon ein guter Fahrradträger zu bekommen. Damit sind die Modelle insbesondere auch für den Transport von E-Bikes geeignet.

Fix4Bike: Eine neue Variante der Trägerbefestigung

Zusätzlich wurde mit drei Fahrradträgern überprüft, wie gut die Anhängerkupplungs-Variante der Trägerbefestigung fix4Bike in der Praxis funktioniert. Fix4Bike ist eine neue Variante der Trägerbefestigung, die anstelle der Klemmung am Kugelkopf eine Fixierung über zwei Zapfen unterhalb des Kugelkopfs ermöglicht.

Die Handhabung ist sehr einfach: Dank dieses Befestigungssystems wird der Fahrradträger mit nur einem Klick montiert und sofort ausgerichtet. Die Bedienung ist einfach: Bei geöffneter Halterung kann der Träger auf die zum System passende Kupplung gesetzt werden. Wenn der Winkel stimmt, rastet die Fix4Bike-Halterung automatisch ein. Absolut einwandfrei funktionierte das bei den Heckträgern von Thule und MFT. Nur das Modell von Oris verhakte sich bei der Demontage regelmäßig und konnte dann nur mit Kraftaufwand wieder gelöst werden.

Dafür ist eine spezielle Anhängerkupplung mit einem geeigneten Kugelkopf nötig, der aber mittlerweile bei aktuellen Volvos und Teslas mit Anhängerkupplung serienmäßig lieferbar ist. Auch für die meisten anderen Automodelle am Markt gibt es die Möglichkeit, eine Fix4Bike-Variante anstelle der konventionellen zu wählen.

Fix4Bike-Fahrradträger sind für Fix4Bike-Anhängerkupplungen gedacht, die einen speziellen Haltemechanismus mit seitlichen Pins für die Befestigung des Heckträgers aufweisen. Normale Anhängerkupplungen haben diese seitlichen Zapfen nicht. Daher passen Fahrradträger in der Fix4Bike-Variante nicht ohne Anpassungen auf normale Anhängerkupplungen. Fix4Bike-Anhängerkupplungen sind dagegen mit allen gängigen Fahrradträgern kompatibel.

Gewicht der Fahrradträger beachten

Nicht ganz unwichtig ist, immer auch das Gewicht der Fahrradträger zu beachten, da die Stützlast des Autos nicht überschritten werden darf. Generell gilt: Je leichter ein Träger ist, desto schwerer dürfen die zu transportierenden Fahrräder sein. Die Heckträger der nahezu baugleichen Modelle von Norauto (ATU-Eigenmarke) und Hapro sowie des Modells von Eufab hingegen wiegen dann schon knapp 19 Kilogramm. Das schwerste Modell im Test war der Heckträger von Atera mit 21 Kilogramm.

Vor dem Kauf eines Heckträgers sollte stets geklärt werden, ob die Haltevorrichtung zum eigenen Bike passt. Einige Modelle verfügen über Riemen, die eher Fahrräder mit dickerem Rahmen (bzw. größere Rohrdurchmesser) umfassen können. Wichtig ist auch die Breite der Schiene, auf der die Fahrräder montiert werden. Ist diese zu schmal, kann die Montage von dicken Mountainbike-Reifen erschwert sein. Aber auch sehr schmale Rahmen oder Reifen wie zum Beispiel beim Rennrad sollten vor dem Kauf mit dem Träger probemontiert werden.

Mittlerweile gibt es einfach sehr viele unterschiedliche Fahrradmodelle, Rahmen- und Radgrößen - hier lohnt sich der Gang in den Fachhandel, um die verschiedenen Heckträger auszuprobieren. Wer im Ausland mit einem Fahrradheckträger unterwegs ist, muss zudem die länderspezifischen Besonderheiten bei überstehender Ladung beachten.

Wichtige Hinweise vor dem Kauf

  • Maximal zulässige Stützlast des Autos ermitteln (siehe Fahrzeugschein).
  • In Bedienungsanleitung des Autos auch maximale Stützlast für Fahrradheckträger überprüfen, da diese bei manchen Herstellern von der maximalen Stützlast abweicht.
  • Gewicht zu transportierender Fahrräder ermitteln. Dann prüfen, wieviel Fahrräder auf dem Heckträger transportiert werden dürfen.
  • Bei höherwertigen Fahrrädern oder Pedelecs bzw. E-MTBs darauf achten, dass auch der Heckträger über eine Diebstahlsicherung verfügt.
  • Platz zur Lagerung des Fahrradträgers nach Demontage aussuchen. Auf die passende Steckverbindung achten (7 oder 13 Pole).
  • Zusätzliche Angaben in der Fahrzeug- und Heckträgerbenutzungsanleitung beachten. Zum Beispiel maximaler Überstand nach hinten, maximale Anzahl an Fahrrädern, D-Wert-Anforderungen an die Anhängerkupplung.

Vor der Fahrt zu beachten

  • Anhängerkupplung muss sauber und fettfrei sein.
  • Beladungshinweise des Trägers beachten. Fahrradträger nicht überladen: Eigengewicht Fahrradträger + Gewicht aller Fahrräder ≤ Stützlast.
  • Fahrradträger und Fahrräder auf sicheren Halt überprüfen.
  • Sperrige, schwere oder leicht zu verlierende Teile nach Möglichkeit vom Fahrrad abmontieren, wie zum Beispiel Akkus von Pedelecs.
  • Funktion der Beleuchtungsanlage prüfen. Zudem darf die Ladung laut StVZO nicht weiter als 40 Zentimeter über den Rand der Schlussleuchten des Heckträgers hinausragen. Sonst auf beiden Seiten mit der Beleuchtung durch eine weiße Leuchte nach vorne und eine rote Leuchte nach hinten kenntlich machen.
  • Nach 50 Kilometern anhalten und alle Schrauben und Gurte kontrollieren.
  • Ist eine dritte Bremsleuchte vorhanden, darf diese nicht verdeckt sein.
  • Achtsam fahren: Durch den Träger wird das Fahrverhalten des Fahrzeuges beeinflusst, es kann in Extremsituationen ungewohnt reagieren.
  • Empfohlene Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h bei Benutzung eines Heckträgers einhalten.
  • Kennzeichen am Auto und Kennzeichen am Fahrradträger müssen gleich sein. Wenn das Hecktragesystem das amtliche Kennzeichen verdeckt, muss ein sogenanntes Wiederholungskennzeichen angebracht werden. Auf dem Wiederholungskennzeichen muss keine Prüfplakette angebracht werden, wenn diese auf dem Originalkennzeichen lesbar ist.
  • Abdeckplanen oder -hüllen nicht über den Fahrradheckträger ziehen, da sie den Luftwiderstand erhöhen, zulässige Kräfte am Träger überschritten werden können und die Fahreigenschaften des Fahrzeugs beeinträchtigen können.

Methodik des ADAC Tests

Für den Test wurden 13 Heckträgermodelle für zwei Fahrräder anonym beschafft und abwechselnd sechs unterschiedliche Fahrräder darauf montiert. In einem Praxistest wurden die Fahrradträger überprüft auf ihre Handhabung (40 Prozent der Gesamtnote), Qualität (40 Prozent der Gesamtnote) und Sicherheit (20 Prozent der Gesamtnote).

Für die Bewertung der Handhabung wurde Folgendes betrachtet: Bedienungsanleitung bzw. Hinweise am Fahrradträger, Erstmontage, Montage und Demontage am Auto, Auf- und Abladen unterschiedlicher Fahrradtypen, Zugang zum Kofferraum (u.a. Bedienung der Kippfunktion), Reparaturfreundlichkeit des Trägers (u.a. der Beleuchtung) und der Faltmechanismus.

In die Bewertung der Qualität flossen ein: das Material und die Verarbeitung (u.a. der elektronischen Bauteile), das Gewicht des Heckträgers und die Diebstahlsicherung.

Beim Thema Sicherheit wurde bewertet: Sicherheitshinweise auf dem Träger (z.B. über maximale Zuladung, Eigengewicht, etc.), Verhalten bei Vollbremsungen aus 100 km/h und aus 20 km/h, Ergebnis des Bremsschwellentests (Überfahren einer ca. 10 Zentimeter hohen Schwelle mit 30 km/h) und Verhalten beim Ausweichen. Bei Fahrtests wurde der Heckträger mit dem maximal zulässigem Gewicht beladen und Bremstests durchgeführt, eine Schwelle überfahren und Ausweichmanöver gefahren.

Alternativen zum Heckträger

Das Fahrrad als Fortbewegungsmittel boomt - sowohl als E-Bike als auch als klassisches Velo mit menschlichem Antrieb. Dann muss ein Fahrradträger her. Es gibt sie für die Anhängerkupplung, für die Heckklappe und fürs Dach. Fahrradträger für die Heckklappe und fürs Dach haben allerdings ihre Tücken, weshalb wir uns in diesem Test auf Modelle für die Anhängerkupplung beschränken.

Dachgepäckträger benötigen zwar keine Anhängerkupplung, jedoch eine Dachreling und die entsprechenden Querstreben. Diese Modelle sind zum Teil sehr preiswert erhältlich. Die Gefahr, dass man beim Montieren des Rads dem Auto einen Lackschaden zufügt, ist jedoch groß. Schließlich muss das Rad auf das Dach gewuchtet werden. Bei Rädern, die mehr als 20 Kilogramm wiegen, ist das kein Vergnügen. Und gerade bei Vans, SUVs oder Geländewagen, die auch schon mal 1,70 oder 1,80 Meter hoch sind, kann es blitzschnell passieren, dass man mit dem Bike gegen das Auto knallt.

Heckklappen-Fahrradträger sind teilweise recht labil. Ein anderes Problem ist, dass sich die Spanngurte unterwegs lockern können. Eine regelmäßige Kontrolle ist deshalb wichtig. Zudem wird der Zugang zum Kofferraum durch an der Heckklappe angebrachte Fahrräder enorm erschwert oder ist gar unmöglich.

Thule EasyFold 3 im Detail

Der EasyFold 3 wiegt 18,2 Kilo und lässt sich über kürzere Strecken gerade noch so tragen. Leider verzichtet Thule auf Rollen, um den Fahrradträger auch mal zu schieben. In die Schienen passen Räder mit einer maximalen Reifenbreite von 3 Zoll - mit Thules Extra Long Wheel Straps lassen sich auch Reifen mit einer Breite von 5 Zoll einsetzen. Dank seiner Länge von 126 Zentimeter können große Mountainbikes problemlos verstaut werden. Die Reifen haben trotzdem noch genug Auflagefläche.

Die Rahmen der Bikes werden über zwei unterschiedlich lange Fahrradarme gehalten. Thule setzt hierbei auf Riemen und einen schwenkbaren Kopf. Während immer mehr Fahrradträger mit Klemmbacken ausgestattet sind, erweisen sich die Riemen als große Stärke. Denn viele E-Bikes sind mit klassischen Fahrrädern nicht mehr zu vergleichen. Rahmen sind mitunter deutlich dicker, weil hier auch die Akkus integriert sind. Mit Klemmbacken steht man da schnell mal vor erheblichen Schwierigkeiten bei der Befestigung.

Drückt man beim EasyFold 3 am Haltearm auf einen grauen Taster, so öffnet sich auf der gegenüberliegenden Seite die Halterung, um den Arm an der gewünschten Stelle am U-Bügel zu platzieren. Drückt man den Arm nach unten, rastet der Mechanismus ein. Das Ende mit dem Ratschenverschluss für die Befestigung am Rahmen ist um 360 Grad drehbar.

Über ein Fußpedal lässt sich der Fahrradträger nach hinten klappen, um die Heckklappe zu öffnen. Beim Volvo XC 90 gelangen wir mühelos in den Innenraum. Es besteht keine Gefahr, dass die Heckklappe gegen die Halterung stößt. Selbst bei schwerer Beladung hat der Fahrradträger genug Power, um das Abkippen souverän zu meistern.

Unter dem Strich bietet der EasyFold 3 bewährt gute Thule-Qualität. Der Fahrradträger ist stabil, transportiert die Räder super sicher, ist blitzschnell zu montieren und wird bereits fertig zusammengebaut geliefert. Er schultert zwei schwere E-Bikes und bietet zwischen den Schienen genügend Abstand, damit sich Rahmen oder Lenker nicht in die Quere kommen.

Atera Genio Pro Advanced im Fokus

Rund 580 Euro muss man für dieses System mindestens hinblättern. Der Genio Pro Advanced wird einfach aus dem Karton gehoben, auf die Kupplung gesetzt, arretiert und fertig! Hier muss rein gar nichts gebastelt oder geschraubt werden, einen Blick in die Bedienungsanleitung kann man sich sparen. Mit 21,4 Kilo ist der Fahrradträger ganz schön schwer, längere Strecken möchte man ihn nicht tragen. Gefaltet ist er zwar nur noch 38,5 × 70,5 × 65 Zentimeter groß, aber das Gewicht lässt sich nicht wegdiskutieren. Dafür ist der Genio Pro Advanced super stabil und sehr hochwertig verarbeitet.

Bei einer Stützlast ab 81,4 Kilo darf der Fahrradträger mit maximal 60 Kilo beladen werden. Entscheidet man sich für eine dritte Radschiene, darf die Zuladung ab einer Stützlast von 89,4 Kilo zusammen maximal 65 Kilo betragen. Der Abstand fällt mit 21 Zentimeter zwischen den Schienen angenehm groß aus. Diese sind für Reifenbreiten von bis zu drei Zoll ausgelegt, Mountainbikes sind deshalb herzlich willkommen.

Ob E-Bike, Trekkingrad oder Kinderrädchen: In der fast durchlaufenden Schiene haben die Räder perfekten Halt. Die Greifarme lassen sich bei Bedarf durch einen Schnellverschluss blitzschnell abnehmen, außerdem kann man sie in jede Richtung drehen. Per Ratschensystem dosiert man gefühlvoll, wie fest der Rahmen fixiert werden soll. Unterstützt werden Rahmendurchmesser von 25 bis 80 Millimeter.

Uebler i21: Kompakt und hochwertig

Wen der hohe Anschaffungspreis von mehr als 700 Euro nicht stört, erhält mit dem Uebler i21 einen tollen Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Der i21 wird komplett fertig montiert geliefert und ist mit einer Größe von 61 × 20 × 60 Zentimetern im zusammengeklappten Zustand angenehm kompakt.

Der Uebler-Träger wird im zusammengefalteten Zustand auf die Anhängerkupplung gesteckt. Danach muss man ihn nur noch runterklappen, den Aluminiumbügel nach oben stellen und die Rückleuchten nach außen klappen, fertig! Der i21 macht einen sehr stabilen und hochwertigen Eindruck. Dass er mit maximal 60 Kilo beladen werden darf, nimmt man ihm bedenkenlos ab.

Der Schienenabstand liegt bei sehr ordentlichen 22 Zentimetern. Auch der maximale Achsabstand von 130 Zentimetern bei den Rädern spricht dafür, dass es sich beim Uebler um einen ausgewachsenen Fahrradträger handelt. Fahrrad- und Träger-Diebstahlsicherung sind abschließbar, der Fahrradträger lässt sich auch mit eingesetzten Rädern abkippen, um an den Kofferraum zu gelangen.

Selbst die dicken Reifen unseres E-Mountainbikes passen problemlos in die stabilen Aufnahmen der Halteschienen. Die Räder werden mit Spannriemen gesichert, der Rahmen mittels Klemme mit Drehgriff. Obwohl der Rahmen des Testrads alles andere als grazil ausfällt, passt dieser problemlos in die Halterung.

Thule Epos 3: Revolutionär und vielseitig

Mehr als 1.000 Euro für einen Fahrradträger ist ein richtig dicker Batzen Geld. Der Thule Epos 3 ist aber wirklich genial und revolutionär. Abgesehen von den beiden Transportrollen ist die Halterung komplett vormontiert. Jeweils eine Schraube pro Rolle, schon lässt sich der 22,7 Kilogramm schwere Kupplungsträger problemlos ziehen oder schieben. Zusammengeklappt braucht der Epos 3 mit den Maßen 91 × 27 × 75 Zentimeter in der Garage nicht viel Platz. Auf der Anhängerkupplung montiert, werden die linke und die rechte Hälfte des Trägers nach unten geklappt.

Besonderheit: Der Thule hat keinen vorderen Bügel, an dem die Haltestangen für die Rahmen montiert sind. Das schwedische Unternehmen hat sich etwas völ... Der schwedische Hersteller Thule verspricht mit dem Epos 3 den vielseitigsten Fahrradträger für alle Fahrradtypen.

Der Heckträger punktet mit der einfachsten Montage im Test und einem cleveren System, das das Befestigen der Fahrräder zum Kinderspiel macht. Thule greift mit dem Werbeslogan nicht zu hoch und bietet den vielseitigsten Fahrradträger für alle Fahrradtypen.

Clevere Features des Thule Epos 3

Obwohl der Thule Epos 3 mit 22,7 kg der schwerste Heckträger im Test ist, punktet er mit der einfachsten Handhabung - und das mit Abstand! Warum? Weil die Schweden dem Epos 3 einige clevere Features verpasst haben! Und zwar lässt er sich super schnell und unkompliziert an der Anhängerkupplung montieren. Denn mit den integrierten Rollen ist er bequem aus der Hofeinfahrt zum Auto zu ziehen, das Gewicht wird dabei zur Nebensache. Auch das simple Absetzen des Heckträgers auf der Anhängerkupplung und das Arretieren über den Hebel tragen zur einfachen Montage bei.

Auch die Ratschenbänder sind lang genug und sichern die Bikes gut in den Schienen. Nur eine Gummierung der Ratschenbänder gibt es nicht. Das erste Bike muss etwas weiter hinten über die vorderen Schienen auf die erste Schiene gehoben werden oder kann seitlich über die Loading Ramp hochgeschoben werden. Die Loading Ramp (69,95 €) und weiteres Zubehör lassen sich im Shop auswählen.

Langfinger werden beim Thule Epos 3 enttäuscht, da er den besten Diebstahlschutz im Test bietet. Sowohl Greifarmköpfe als auch Anhängerkupplung lassen sich per Schlüssel absperren. Zudem können über ein optionales ABUS Fahrradschloss die Bikes zusätzlich gesichert werden. Praktisch, wenn man beim Stopp beim Bäcker das Auto kurz außer Sichtweite parkt. Leider ist das Schloss nicht lang genug, um alle drei Mountainbikes auf dem Heckträger sichern zu können.

Auch beim Abklappwinkel hat der Thule Epos 3 die Nase vorn: Kein Heckträger im Test lässt sich weiter abklappen.

Kein Heckträger im Test ließ eine so hohe Kompatibilität zu, und bei keinem anderen sind die Bikes so schnell und einfach zu montieren wie beim Thule Epos 3. Hier finden alle Biker einen zuverlässigen Heckträger, der selbst höchsten Ansprüchen gerecht wird. Besser geht’s nicht!

Weitere Thule Fahrradträger im Überblick

Thule bietet eine breite Palette an Fahrradträgern für unterschiedliche Bedürfnisse und Fahrzeugtypen. Hier ein kurzer Überblick über einige weitere Modelle:

  • VeloSpace XT 3: Ausgezeichnete Lösung für den Transport von bis zu drei Fahrrädern, erweiterbar auf vier.
  • VeloSpace XT 2: Transportiert zwei Fahrräder und eignet sich auch für E-Bikes.
  • EasyFold 931: Vollständig zusammenklappbar für einfache Lagerung.
  • VeloCompact 926: Für bis zu drei Fahrräder, auch E-Bikes geeignet.
  • VeloSlide: Heckgaragen-Fahrradträger für Wohnmobile, traglast bis 70 kg.
  • EuroWay G2 920: Einfache Handhabung, nicht für E-Bikes geeignet.
  • EuroWay G2 922: Für drei Fahrräder, auch E-Bikes.
  • Caravan Superb XT: Für zwei Räder, ideal für Wohnwagen.
  • UpRide: Transportiert ein Fahrrad, fixiert am Vorderrad.
  • Sport G2 Compact: Leichter Fahrradträger, erweiterbar für drei Räder.

Die folgende Tabelle bietet einen detaillierten Vergleich einiger ausgewählter Thule Fahrradträger:

Modell Anzahl Fahrräder E-Bike geeignet Max. Zuladung Besonderheiten
Thule VeloSpace XT 3 3 (erweiterbar auf 4) Ja 60 kg Abklappbar, hohe Traglast
Thule VeloCompact 926 3 Ja 60 kg Kompakt, leicht
Thule EasyFold 931 2 Ja 60 kg Vollständig zusammenklappbar
Thule EuroWay G2 920 2 Nein 48 kg Einfache Handhabung
Thule Epos 3 3 Ja 60 kg Flexibles Haltesystem, hohe Kompatibilität

Thule Epos 2: Ein genauerer Blick

Mit dem Thule Epos 2 bieten die Schweden einen zusammenklappbaren Anhängerkupplungs-Fahrradträger für 2 Bikes an, der keine Wünsche offen lässt und endlich für alle Rahmenformen passen soll. Der Thule Epos 2 ist der coolste Fahrrad-Kupplungsträger, den wir je in der Redaktion hatten.

Die Befestigungsarme sind sowohl auszieh- als auch schwenkbar und passen sich so auch dank der langen Spannriemen wirklich jeder Rahmenform an. Wer von euch schon mal versucht hat, zwei E-Mountainbikes zusammen auf einen Heckträger zu laden, weiß, was das bedeuten kann: Entweder ist das Oberrohr zu dick, sodass die Greifarme es nicht umschließen können, oder der Greifarm selbst zu kurz, um optimal ausgerichtet zu werden. Dazu kommen ein oftmals zu geringer Reifenabstand und zu schmale Radschienen. Das zu ändern, verspricht Thule mit dem Epos 2.

Dank des neuartigen Befestigungssystems könnt ihr vom Kids-Bike, über euren Gravel-Racer bis hin zum 30 kg schweren E-Mountainbike alle Bike-Größen transportieren. Die ausziehbaren und schwenkbaren Befestigungsträger mit Greifarm können wirklich jede Rahmenform umschließen und an jeder Stelle des Rahmens (Unter-, Ober- oder Sattelrohr) oder auch am Hinterrad befestigt werden. Vorsicht: Nicht am Vorderrad fixieren!

Der Thule Epos 2 wiegt knapp über 17 kg und lässt sich recht kompakt zusammenklappen (69 x 27 x 73 cm), somit kann er auch in kleinen Kofferräumen gut verstaut werden. Recht praktisch erweist sich der Transportgriff, wodurch der Heckträger von einer Person getragen und dann sehr einfach auf der Kupplungskugel aufgesetzt und arretiert werden kann.

Die Radschienen sind ausreichend lang: Thule gibt den Epos für einen Radstand bis 1.350 mm frei. Die Schienenbreite soll laut Thule für bis zu 3” breite Reifen passen. Wir haben es getestet: Mit den üblichen E-Mountainbike-Reifen gab’s keine Probleme. Der Schienenabstand ist mit 25 cm recht großzügig bemessen, liegt damit am oberen Ende der bislang von uns getesteten Heckträger und schließt ein Aneinanderstoßen und damit Reiben der Bikes so gut wie aus. Die Spannriemen sind lang genug, um auch sehr breite und großvolumige Reifen bestens zu umfassen.

Der Heckträger kann um 50 Grad abgeklappt werden - das reicht, um auch den Kofferraumdeckel eines Kombi zu öffnen. Egal, wie man belädt, die Bikes passen immer darauf und lassen sich mit dem variablen Fahrrad-Haltearm sehr einfach fixieren.

Mit dem Thule Epos 2 ist den Schweden ein im wahrsten Sinne des Wortes großes Werk gelungen: Die einfache Montage des Fahrradträgers auf der Anhängerkupplung und das wirklich durchdachte, ausziehbare Befestigungssystem ermöglichen ein simples und schnelles Be- und Entladen aller Arten von Bikes.

Fazit

Die Wahl des richtigen Fahrradträgers hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Art der Fahrräder, die transportiert werden sollen, die Häufigkeit der Nutzung und das Budget. Thule bietet eine breite Palette an hochwertigen Fahrradträgern, die auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten sind. Ob für Mountainbikes, E-Bikes oder Kinderräder, Thule hat für jeden Bedarf die passende Lösung.

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