Die ersten Schritte zum Motorradführerschein
Die ersten Schritte auf dem Weg zum Motorradführerschein sind besonders spannend. Wichtig ist, sich im Umgang mit dem Motorrad von Beginn an bedacht und ruhig zu verhalten. Schließlich sind Verletzungs- und Unfallgefahr mit einem Motorrad durch die fehlende Knautschzone in Kombination mit den verschiedenen Kräften - Fliehkräfte, Schwerkraft, Umfangs- und Längskräfte, Beschleunigungskräfte, Wind, etc. - besonders hoch und können fatal enden.
Wer bereits den Pkw-Führerschein hat, profitiert davon nicht nur während der Theoriestunden, sondern auch später auf der Straße - der Schulterblick, die Beobachtung von Verkehr und Gefahrensituationen sowie die Reaktionsfähigkeit sind in diesem Fall bereits geschult. Bevor es auf den Übungsplatz geht, kommen meist ganz andere Aufgaben zum Einsatz. Oftmals handelt es sich bei einer der ersten Übungen mit dem Bike um das Schieben des Motorrads. Dies hilft, ein Gefühl für das Gewicht des Fahrzeugs zu bekommen.
Für den theoretischen Teil des Führerscheins bis zur Zulassung zur Theorieprüfung sind 12 Doppelstunden mit je 90 Minuten Grundstoff vonnöten sowie vier Doppelstunden mit je 90 Minuten Zusatzstoff, man sollte zusätzlich mit circa 20 bis 30 Fahrstunden rechnen sowie Autobahn- und Überlandfahrten. In der Regel benötigen Neulinge zwischen sechs Wochen und einem halben Jahr, jedoch kann die Dauer auch vom Start und der Saison abhängig sein.
Das passende Motorrad finden
Natürlich ist mit dem Erhalt des Führerscheins auch die Frage nach dem passenden Gefährt aktuell. Hier kommt es nicht nur auf die Kosten für das Bike und etwaige Zusatzausstattung an - viel wichtiger ist es, dass das Motorrad zur Person passt. Das richtige Anfängermotorrad für große Menschen ist dabei eines, das ausreichend Sitzhöhe hat, um Arme und Beine in entspanntem Sitz gut zu positionieren. Kleinere Menschen müssen ebenfalls bequem sitzen und dabei den Boden mit den Füßen berühren können.
Mit der angedachten Nutzungsart und nähert man sich dem gewünschten Stil des Bikes. Wie möchte ich fahren? Möchte man auf einem Chopper lässig über die Landstraßen gleiten oder soll es mit einer Enduro ins Gelände gehen? Wird man nur zur Hauptsaison fahren oder auch in der Kälte, solange das Wetter es zulässt?
Wichtige Kriterien beim Motorradkauf
- Passt das Bike zu meiner Statur? Beim Kauf gilt es, die eigenen körperlichen Merkmale mit den Eckdaten und der Größe des Bikes abzustimmen. Neben der Körpergröße ist auch die eigene Fitness zu beachten.
- Wie schwer darf es sein? Ein weiteres wichtiges Merkmal: Das Eigengewicht des Bikes. Wie bereits beschrieben, muss das Handling der Maschine auch im ausgeschalteten Zustand gut funktionieren.
- Wie gut kann ich das Motorrad kontrollieren? Lässt sich der Lenker gut und sicher steuern, kommt man problemlos an alle Knöpfe, Tasten, Hebel, Blinker? Wie gut schaltet und reagiert das Motorrad bei der Probefahrt, entfaltet es seine Leistung gleichmäßig?
- Was darf es kosten? Das günstige Motorrad ist vielleicht nicht das passende für Anfänger, das hochpreisige muss jedoch auch nicht richtig sein. Die Details müssen stimmen, damit sicheres Fahren gewährleistet ist. Auch beim Gebrauchtkauf ist empfiehlt es sich beispielsweise, auf das integrierte Antiblockiersystem (ABS) zu setzen.
Sicherheit geht vor: Schutzkleidung und Versicherung
Das A und O beim Fahren auf dem Bike ist die passende Motorradbekleidung, ganz gleich, ob man Anfänger bzw. Anfängerin, Wiedereinsteiger oder alter Hase ist. Während in Deutschland zwar nur der Motorradhelm Pflicht ist, kann passende Motorradschutzkleidung Leben retten. In festes Schuhwerk, Nierengurt, Handschuhe und zumindest eine Motorradjacke mit Protektoren zu investieren, ist daher immer ratsam. Besser noch ist die komplette Schutzmontur, die auch eine Motorradhose beinhaltet.
Egal, über welchen Anbieter Sie Ihr Fahrzeug versichern, zumindest die Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Motorradversicherung ist ein Muss! Eine Teil- oder Vollkasko kann je nach Situation Sinn ergeben.
Ein Führerschein ist immer eine Investition, deshalb lohnt sich der Vergleich bei den Angeboten verschiedener Versicherer. Wer bereits einen Pkw hat, kann bei Verti mit dem Zweitfahrzeugtarif sparen. Die Verti Motorradversicherung bietet besonders günstige Tarife für eine leistungsstarke Teilkaskoversicherung, bei der drei Produktlinien zur Wahl stehen. Entscheiden Sie sich für die Premium-Produktlinie, sind für wenig Geld auch Schäden an Helm und Bekleidung bis 1.000 € abgesichert.
10 Tipps für Motorrad-Neulinge
Heute haben wir für alle Motorrad-Neulinge 10 Tipps, auf die ihr am Anfang besonders achten solltet. Die Tipps kommen aus unserer eigenen Erfahrung und viele davon haben wir selbst gemacht. Wenn ihr also frisch gebackene 125er Fahrer seid, seid clever und macht nicht alle Fehler nach.
- Schütze dein Motorrad: Lasse nicht jeden dein Motorrad anfassen oder sich draufsetzen, um Kratzer zu vermeiden.
- Fahre dich erst ein: Nimm erst Soziusfahrer mit, wenn du dich sicher fühlst.
- Nutze die Kupplung als Helfer: Ziehe die Kupplung, wenn du die Kontrolle verlierst, um das Bike zu stabilisieren.
- Kein Stress an der Ampel: Schalte entspannt runter und würge das Motorrad nicht ab.
- Achte beim Spurwechsel: Beobachte den Verkehr ordentlich und beschleunige zügig beim Wechsel.
- ABS beachten: Sei vorsichtig, wenn du ein Motorrad ohne ABS fährst, besonders wenn du ABS gewohnt bist.
- Trage Schutzkleidung: Verzichte nie auf deine komplette Schutzkleidung, um Narben zu vermeiden.
- Keine Hektik: Fahre nie in Hektik, um Unfälle zu vermeiden.
- Wartung: Beschäftige dich mit deinem Motorrad und mache einfache Wartungsarbeiten selbst.
- Vorsicht beim Hangin off: Diese Technik ist eher für erfahrene Fahrer geeignet.
Häufige Anfängerfehler und wie man sie vermeidet
Natürlich träumen viele Anfänger auf dem Motorrad von einem fehlerfreien Start ins neue Hobby. Wer will nicht einfach aufsteigen, seine Maschine perfekt beherrschen und mit bester Haltung die Kurven nehmen, um ein anerkennendes Kompliment von erfahreneren Bikern zu hören? Wenn ihr wie ein Profi im Sattel sitzen wollt, hilft vor allem eins: viel Übung und Routine! In diesem Artikel sind die acht häufigsten Anfängerfehler zusammengestellt sowie Tipps, wie ihr sie vermeiden könnt.
- Falsche Kurvengeschwindigkeit und Blickführung: Anfänger passen Kurvengeschwindigkeit oft nicht korrekt an oder sie wählen Fahrtlinie und Blickführung nicht optimal. Grund hierfür ist die fehlende Erfahrung. Vor allem sollten Neulinge auf dem Bike sollten darauf achten, nicht auf die Gegenfahrbahn zu geraten, wenn die Straße in eine Kurve übergeht.
- Unzureichende Schutzkleidung: So mancher Anfänger scheint seine Maschine oder sein Können jedoch zu überschätzen. Man hat sie schon gesehen: Neulinge mit kurzen Shorts, T-Shirts oder sogar Flip-Flops auf der schweren Maschine.
- Motorrad nicht rangieren können: Das eigene Motorrad nicht rangieren zu können, ist ein unangenehmer Fehler, der vor allem Neulingen schnell passiert. Sie fühlen sich von den erfahrenen Bikern beobachtet, wenn das Motorrad aus der Parklücke geschoben werden soll und wollen es schnell hinter sich bringen. Ein falscher Winkel und das Motorrad verliert seine Balance.
- Falsches Blinken: So konzentriert Neulinge auch fahren, mit dem Blinker stehen sie häufig auf Kriegsfuß. Die einen vergessen komplett zu blinken, die anderen stellen den Blinker nach dem Abbiegevorgang nicht wieder aus.
- Überschätzung der Fahrkünste: Auch wenn die Fahrstunden gut liefen und die Prüfung bestanden ist, solltet ihr nun zunächst Erfahrungen in der Fahrpraxis sammeln, bevor ihr lange Touren auf eurem Motorrad plant.
- Verkrampfte Körperhaltung: Motorrad-Neulinge verkrampfen schnell in einer unbequemen Position, weil sie nicht an ihre Sitzposition denken.
- Fahren mit Beifahrer ohne Übung: Auch das Fahren mit Beifahrer sollte trainiert werden, bevor ihr zu einer längeren Ausfahrt startet.
- Unsicherheit im Kreisverkehr: Um die nötige Lockerheit im Kreisverkehr zu erreichen, sollten Anfänger auf eine flüssige Linie achten.
Fahrsicherheitstraining und ständige Weiterbildung
Nach dem Training ist vor dem Training. In der Fahrschule habt ihr die Regeln für den Straßenverkehr verinnerlicht und erste Praxiserfahrungen auf dem Motorrad sammeln können, nun geht es darum, Erfahrungen zu sammeln. Absolviert regelmäßig ein Motorrad-Fahrsicherheitsstraining.
Die richtige Vorbereitung - Technik & Ausrüstung
Bevor du dich auf die Straße wagst, solltest du dich mit deiner Maschine und der richtigen Ausrüstung vertraut machen:
- ✅ Technik-Check: Überprüfe Bremsen, Reifen, Lichter & Flüssigkeiten.
- ✅ Passende Schutzausrüstung: Helm, Protektorenjacke, Handschuhe & feste Motorradstiefel sind ein Muss.
- ✅ Richtige Bekleidung: Ein guter Schutzanzug ist nicht nur Pflicht, sondern auch komfortabel.
Erste Fahrten - Sicherheit geht vor!
Wenn du nach einer langen Pause oder als Anfänger loslegst, plane zuerst entspannte und wenig befahrene Strecken:
- ✔ Sanfter Einstieg: Flache, kurvige Straßen mit wenig Verkehr.
- ✔ Fahrtechnik üben: Bremsmanöver, Schalten & Kurventechnik langsam angehen.
- ✔ Mentale Vorbereitung: Fühle dich wohl auf deinem Motorrad und steigere dich langsam.
5. Was du aus Fehlern lernen kannst
Fehler gehören dazu! Wichtig ist, dass du Geduld mit dir selbst hast und langsam dein Fahrgefühl wieder aufbaust. Hast du Fragen oder Unsicherheiten? Kein Problem - wir stehen dir mit Tipps & Tricks zur Seite!
6. Dein nächster Schritt - Starte dein Abenteuer!
Du möchtest wieder oder zum ersten Mal Motorrad fahren, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst? Buch eine Tour mit uns und erlebe das perfekte Einsteiger- oder Wiedereinsteiger-Training! Wir sorgen für Sicherheit, Spaß & atemberaubende Strecken.
Merkmale, die ein Motorrad anfängertauglich machen:
- Motorrad Schwerpunkt - Bikes mit niedrigem Schwerpunkt verzeihen Fahrfehler.
- Weniger PS müssen sich nicht negativ auf das Fahrtempo auswirken, sorgen aber dafür, dass man nicht zu aggressiv fährt.
- Auch der Hubraum ist für den Fahrspaß wichtig: Für Fahranfänger eignen sich 250er- bis 600er-Modelle.
Die HDI Motorradversicherung schützt den Motorradfahrer gegen alle wesentlichen Risiken:
- Sie versichern gezielt das, was Ihnen wichtig ist.
- Mit dem flexiblen Baukastensystem stellen Sie sich einen maßgeschneiderten Versicherungsschutz zusammen, den Sie genau an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen können.
Auch die Reifen benötigen eine Mindesttemperatur. Bleiben Sie positiv lernfähig. Schätzen Sie Ihr Können und das der anderen jeden Tag aufs Neue realistisch ein und sammeln Sie ständig und bewusst neue Erfahrungen. Nehmen Sie dabei aber auch Seele und Körper mit, sonst bleibt der Spaß auf der Strecke.
Angebot: ADAC Motorrad-Fahrsicherheitstrainings
Lernen Sie, Ihre Maschine richtig zu beherrschen und in jeder Situation die Kontrolle zu behalten. Das ADAC Trainingsangebot richtet sich an Einsteiger, Wiederaufsteiger und routinierte Fahrer.
Die Anspannung und die Reaktionen Ihres Körpers sind ein guter Gradmesser für die körperliche und mentale Beanspruchung beim Fahren. Achten Sie also auf entsprechende körperliche Signale wie einen angespannten Schulter-/Nackenbereich oder zusammengepresste Zähne. Entspannte Konzentration ermöglicht höhere Ausdauer. Aber auch langsames "Herumschleichen" ohne wirkliche Anforderungen kann die Konzentration abebben lassen. Machen Sie in solchen Phasen ruhig eine Pause.
Trainieren Sie die spezielle Blickführung für Kurvenfahrt:
- Einlenkpunkt
- Scheitelpunkt
- Kurvenausgang
- weiterer Straßenverlauf
Die schräge Kurvenfahrt hat für Motorradfahrer etwas Faszinierendes, löst bei manchen Bikern ab einem gewissen Level allerdings auch Unbehagen aus.
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