Einen ausführlichen Motorrad-Navi-Test durchzuführen, bevor Sie sich für das beste Motorrad-Navi entscheiden, ist in den seltensten Fällen möglich. Zudem haben Sie möglicherweise vor der Anschaffung eines neuen Gerätes noch keine Erfahrungen mit Motorrad-Navis gemacht. Damit Sie dennoch das passende Modell für Ihre Zwecke finden, geben wir im Folgenden einen Überblick über alle Kategorien, die in Ihre Kaufentscheidung mit einfließen sollten.
Wichtige Kriterien bei der Auswahl einer Motorrad-Navi-Halterung
Material: Robust und wetterbeständig
Schaffen Sie sich für Ihr Motorrad ein Navigationsgerät an, das sowohl über ein robustes Gehäuse verfügt als auch treibstoffresistent ist. Schon die Dämpfe beim Tanken reichen, um das Gerät anzugreifen. Außerdem sollte Ihr Navi für das Motorrad wasserdicht sein. Immerhin findet die Navigation beim Motorrad an der freien Luft statt. Nicht nur Wind, Stöße und Erschütterungen, auch Regen, Schnee und Hagel treffen unmittelbar auf das kleine Motorrad-Navi. Da sollte es schon einiges an Feuchtigkeit aushalten. Ob das Gerät wirklich wasserbeständig ist, können Sie prüfen. Denn viele Hersteller nennen ihre Navis für das Motorrad wasserdicht, obwohl sie es nicht sind. Ein untrüglicher Beweis ist die IPX-Zertifizierung. Sie stuft die Widerstandsfähigkeit des Gerätes gegenüber Wasser ab.
Verfügt ein Motorrad-Navigationsgerät über eine IPX4-Zertifizierung, ist es lediglich gegen Spritzwasser geschützt. Für eine Fahrt im Regen reicht das jedoch nicht aus. Empfehlenswert ist, dass das Navi mindestens ein IPX7-Zertifikat hat. Das bedeutet, dass es sogar ein kurzzeitiges, komplettes Eintauchen in Wasser übersteht.
Halterung: Lenkermodelle mit RAM-Mount-System
Dank GPS kann Ihr Motorrad-Navi auch offroad navigieren. Die Befestigung sollte auf jeden Fall im Lieferumfang enthalten sein. Falls nicht, sollten Sie vom Kauf absehen, denn das ist bei fast allen Herstellern (auch bei den preiswerteren Varianten) Standard. Wie Motorrad-Navi-Tests gezeigt haben, können hier vor allem die Premium-Hersteller überzeugen. Viele Motorrad-Navis kommen mit RAM-Mount-System für den Lenker. Die Kugel-Klemmen-Technik ist fast universell für alle Motorräder einsetzbar und hält bombenfest.
Auch wenn die Anbringung am Motorrad meist intuitiv zu bewerkstelligen ist, sollte eine gute Anleitung nicht fehlen, damit das Gerät auch sicher sitzt und nicht abfällt. Wer nicht unbedingt über besonderes Handwerksgeschick verfügt, sollte auch davon absehen, sich die Motorrad-Navi-Halterung selbst zu bauen. In jedem Fall sollten Sie darauf achten, dass Sie zur Montage kein weiteres externes Material benötigen oder im Fall der Fälle Hinweise zu kompatiblen Adaptern und Verlängerungen genannt sind.
Display: Empfindlichkeit, Helligkeit und Spiegelung
Bei allen Navigationsgeräten funktioniert die Bedienung über Touchscreen. Da Sie als Motorradfahrer mit Handschuhen unterwegs sind, sollte das Display auf jeden Fall auch auf die Berührung mit dem Handschuh reagieren. Jedoch darf es nicht zu empfindlich sein, damit es nicht durch Stöße oder gröbere Handhabung bricht. Für die Bedienung des Navis während der Fahrt sind touchscreenfähige Handschuhe notwendig.
Achten Sie außerdem darauf, dass das Display entspiegelt und etwas abgedunkelt ist, sodass die Daten darauf auch bei Sonneneinstrahlung noch einwandfrei zu erkennen sind. Achten Sie in Ihrem persönlichen Motorrad-Navi-Test außerdem darauf, welche Größe das Display haben muss, damit Sie alles bequem erkennen. Bei kleinen Motorrad-Navis kann das Display etwa 4,3 Zoll haben, bei großen Modellen können es bis zu 7 Zoll sein.
Navigationssoftware und Kartenmaterial
Achten Sie beim Kauf auf jeden Fall auf die Navigationssoftware, denn diese unterscheidet sich je nach Modell oft sehr. Dabei kommt es vor allem auch auf das inkludierte Kartenmaterial an. Tipp: Überlegen Sie vor Anschaffung genau, ob Ihnen die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) ausreicht, oder ob Sie planen, auch in weiteren Regionen Europas oder anderen Ländern unterwegs zu sein.
Falls Sie spezielles Kartenmaterial benötigen, beispielsweise für eine Reise zur berühmten Route 66, sollten Sie unbedingt prüfen, dass genügend Speicherplatz auf dem Motorrad-Navi verfügbar ist. Alternativ sollte das Gerät einen Einschub für eine Speicherkarte haben. Außerdem wichtig: Achten Sie darauf, dass Kartenupdates im Kaufpreis enthalten sind. Ansonsten fallen nach einigen Jahren wieder Kosten an.
Die legendäre Route 66 durchquert acht US-Bundesstaaten und ermöglicht Fahrten vom Osten in den Westen der USA.
Routingoptionen für Tourenplanung
Wie wir oben schon angesprochen haben, muss die Navigation fürs Motorrad hinsichtlich Routenoptionen individuell anpassbar sein. Dabei geht es nicht darum die schnellste oder die kürzeste Route zu wählen, sondern vielmehr darum schöne Strecken anzusteuern, die die Fahrt zum Erlebnis machen. Dazu ist es zwingend notwendig, dass das Navigationsgerät bei der Routenberechnung die einzelnen Zwischenziele berücksichtigen kann - also nicht nur von A nach B, sondern auch über C und D verbindet. Und das nicht per Luftlinie, sondern straßengenau (sogenanntes Routing).
Das Motorrad-Navi sollte am Lenker oder an den Spiegeln so angebracht sein, dass die Instrumente gut zu sehen sind. Besonders praktisch ist es, wenn Sie die Strecke am Computer vorplanen können und sich die Daten dann auf das mobile Gerät übertragen lassen. Dazu legen Sie Wegpunkte fest (mit Längen und Breitengrad), die das Motorrad-Navi dann selbstständig verbindet. Wichtig: Auch POIs sollte Ihr Navigationsgerät anzeigen. POI steht für Points of Interest, übersetzt also für interessante Punkte auf der Karte. Haben Sie die POIs aktiviert, zeigt Ihnen das Navi Tankstellen, Restaurants und Hotels in der Gegend an. Bei Motorrad-Navis sind das dann auch meistens spezielle motorradfreundliche Betriebe.
Unser Tipp: Der ADAC hat verschiedene reizvolle Routen erstellt, die Sie sich auf Ihr Motorrad-Navi laden können.
Zubehör: Bluetooth-Headset und Freisprecheinrichtung
Ein besonders lohnendes Ausstattungsdetail ist die Bluetooth-Fähigkeit des Navis. Zwar ist leider in den seltensten Fällen auch das passende Bluetooth-Headset enthalten - schon gar nicht bei günstigen Motorrad-Navis - aber die zusätzliche Investition von um die 80 Euro lohnt sich in jedem Fall. Haben Sie ein Motorrad-Navigationsgerät mit Bluetooth, können Sie es auch mit anderen Geräten koppeln - beispielsweise dem Smartphone. Ebenfalls ist die Einrichtung eines Navis mit Freisprecheinrichtung möglich.
Mithilfe eines Bluetooth-Headsets ersparen Sie sich den Blick aufs Navi. So können Sie sich auf die Fahrt konzentrieren und verpassen dennoch nichts. Ein deutliches Plus für die Sicherheit!
Die Vorteile von Motorrad-Navis mit Bluetooth:
- Weniger Ablenkung
- Kopplung mit Smartphones möglich
- Einfache Bedienung
- Kommunikation mit anderen möglich
Nachteile:
- Sprachhinweise (bspw. Abbiegeansagen) bei verschiedenen Anbietern oft unterschiedlich und gewöhnungsbedürftig
- Erhöhter Kostenpunkt
Universalhalterungen für Navis
Entscheidet man sich für ein herkömmliches Navi für Autos oder ein Smartphone, stellt sich die Frage nach einer geeigneten Universalhalterung. Auch wenn die mitgelieferte Halterung eines Motorrad Navis kaputt geht und ausgetauscht werden muss, benötigt man Ersatz, der original vom Hersteller nicht immer günstig ist.
Diese Punkte sollte man beim Kauf einer Universalhalterung beachten:
- stabile Montage am Motorrad
- Wetterbeständig
- wenn notwendig Stromversorgung möglich
- Touchscreen Bedienung möglich
Navitasche mit Halterung
Hierbei handelt es sich um verschließbare Taschen in die das Navi bzw. das Smartphone eingelegt werden. Auf der Rückseite befindet sich dann eine Halterung für den Lenker. Der große Vorteil dieser Halterungen ist eindeutig die universelle Größe und schnelle Installation. Man sollte hier aber auf eine wasserdichte Außenhülle und stabile Ausführung der Universalhalterung achten. Gerade im niedrigen Preissegment wirken die Halterungen oft sehr wackelig. Die Stromversorgung mittels Kabel ist meist nur möglich indem man dieses durch den nicht ganz geschlossenen Reißverschluss legt.
Günstige Kunststoffhalterungen
Diese bestehen aus zwei Teilen. Der Halterung selbst und einer spezifischen Adapterplatte, die für das eigene Navi bzw. Smartphone bestellt werden sollte. Leider sind die meisten Produkte unterhalb der EUR 20,- Grenze nur mit Vorbehalt zu empfehlen. Das Material besteht meistens aus Hartplastik und verträgt den harten Einsatz am Motorrad nur kurzfristig. Weiteres Manko ist natürlich der fehlende Wetterschutz, diese Variante kommt also nur für Outdoor Geräte in Frage. Auch wenn man freiwillig nur im Trockenen fährt, so gibt es doch leider keine Schönwettergarantie.
Stabile Alternative: Universal Halter SW Motech
Die Firma SW-Motech hat sich eine stabile Alternative zu den üblichen Universalhalterungen überlegt. Mittels einer Metallkugel, die an einer M6 oder M8 Schraube, z.B. der Lenkerklemmung, befestigt wird und einem darauf sitzenden Metallarm, kann das Navi sehr sicher und stabil montiert werden. Zusätzlich gibt es eine robuste Kunststofftasche in die das Navi bzw. Smartphone eingelegt wird. Die Montageklemmen sind zusätzlich mit Gummieinlegern ausgestattet um Vibrationen zu dämpfen.
TomTom Rider 550 im Detail
Als Motorrad-Navigationsgerät stehen dem TomTom Rider 550 Funktionen zur Verfügung, die sich von den Funktionen „normaler“ Auto-Navis unterscheiden. Mit dem TomTom Rider 550 erhalten Nutzer kostenlosen Zugriff auf Kartenmaterial für alle Regionen weltweit. Über die MyDrive-App lassen sich Routen individuell gestalten, wobei Optionen für kurvige und hügelige Strecken speziell für Motorradfahrer zur Verfügung stehen. Auch Rundfahrten und Zwischenstopps können unkompliziert geplant und drahtlos über WLAN oder Bluetooth auf das Gerät übertragen werden.
Das Rider 550 bietet Motorradfahrern eine Vielzahl präziser Navigations- und Assistenzfunktionen, die speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind. So informiert das Gerät nicht nur über die aktuelle Geschwindigkeit und geltende Geschwindigkeitsbegrenzungen, sondern warnt auch zuverlässig vor Radarkontrollen. Ein weiteres Highlight ist der integrierte Neigungssensor, der die Anzeige bei Kurvenfahrten dynamisch anpasst.
Mit Bluetooth- und WLAN-Konnektivität ausgestattet, ermöglicht das TomTom Rider 550 eine nahtlose Verbindung zu anderen Geräten. Es bietet Echtzeit-Verkehrsinformationen, WLAN-Updates und die Möglichkeit, Headsets oder Helme für klare Navigationsansagen zu verbinden. Entwickelt für unterschiedlichste Wetterlagen, erfüllt das Rider 550 die IPX7-Standards und bietet Schutz vor Regen und Nässe. Das widerstandsfähige Design ermöglicht eine zuverlässige Nutzung, während der Touchscreen auf Handschuhbedienung angepasst werden kann.
Eine besondere Funktion des Rider 550 ist die Unterstützung von Siri und Google Assistant. Damit können Nutzer ihre Navigation freihändig steuern oder Anrufe und Nachrichten verwalten, ohne die Fahrt unterbrechen zu müssen.
TomTom Rider 550: Vor- und Nachteile
Vorteile:
- Edles Gehäuse
- Bedienung wie bei Smartphone
- Rundreise Planung
- Display im Hoch- und Querformat
Nachteile:
- Lieferumfang (dadurch etwas teuer)
- Akku fest verbaut
- Langsam beim Starten
TomTom Rider Varianten
Momentan bietet TomTom damit 3 verschiedene Pakete mit identischer Grundtechnik an:
- TomTom Rider 500
- TomTom Rider 550
- TomTom Rider 550 Premium Pack
Was unterscheidet das TomTom Rider 550 Premium vom Rider 550?
Das Rider 550 Premium Pack unterscheidet sich zur Standard Version an seinem zusätzlichen Lieferumfang. So beinhaltet das Premium Pack zusätzlich folgendes Zubehör:
- Autohalterungsset
- Schützende Tragetasche
- RAM Anti-Diebstahl-Lösung
Der Preis des Rider 550 Premium Pack liegt mit seinen zusätzlichen Extras ca. 90-100 Euro über der Standard Variante.
Ob es unbedingt das Premium Pack sein muss, muss jeder individuell für sich entscheiden. Als Sinnvoll für reine Motorrad Fahrer erscheint uns die RAM Anti-Diebstahl-Lösung sowie die Tragetasche um sein Navi aufzubewahren.
Wer sein Navi auch ab und an im Auto benutzt, ist mit dem mitgelieferten Autohalterungsset bestens versorgt.
Was ist neu beim Rider 550?
Eine der größten Neuerungen ist die direkte Verbindung per WLAN mit dem Internet. Wodurch vor allem Updates sehr einfach und ohne PC durchgeführt werden können. Ebenso können Routen und Tracks ausgetauscht werden.
Ebenso neu ist die Verbindungsmöglichkeit mit SIRI und Google Now. Damit kann man per Sprachbefehl über das Navi (beispielsweise mit einem Headset) auch die digitalen Helferlein verwenden.
Die letzte große Änderung betrifft den Prozessor. Dieser ist laut Tomtom um 5x schneller beim Start geworden.
Das TomTom 550 Gehäuse
Von außen sieht man dem Gerät sofort an, dass es auf dem neuesten Stand der Technik entwickelt wurde. Das sehr klare Display und die Aluränder wirken sehr edel. Damit ist es zur Zeit das optisch schönste Motorrad Navi das wir im Test hatten (Obgleich das sehr subjektiv ist).
Die Aluränder ziehen sich auch nach hinten fort und übernehmen zwei Aufgaben gleichzeitig. Zum einen sind die Lautsprecher damit eingerahmt und geschützt, zum anderen bilden sie auf der Rückseite den Gegenpol zur Halterung.
Auf der Oberseite befindet sich ein Einschaltknopf, unten eine Öffnung für die SD Karte und eine weitere für das USB Kabel.
Der Akku ist nicht austauschbar und hat eine Laufzeit von ca. 6 Stunden.
Das Rider 550 Display
Das Display ist aktuell einmalig unter den Motorrad Navis. Die Auflösung von 480 x 272 Pixel ist zwar identisch mit den Mitbewerbern, wirkt durch das verwendete Glas aber deutlich klarer und brillanter. Man hat mehr das Gefühl mit einem Smartphone zu hantieren, als mit einem Navigationsgerät.
Auf unserer Ausfahrt hatten wir aber hin und wieder das Gefühl, dass es etwas mehr zum spiegeln neigt, als mattere Displays. Dennoch ist es auf der höchsten Helligkeitseinstellung auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar.
Die Bedienung des TomTom 550 Rider
Das TomTom Rider ist beim Start etwas träge, 55 Sekunden* benötigt es, bis zur Navigationsbereitschaft. Ansonsten sind wir sehr angetan vom Bedienkonzept des neuen TomTom Gerätes. Gerade das Bewegen auf der Karte mit dem Touchscreen ist eine wahre Freude und durchaus mit leistungsstarken Smartphones zu vergleichen.
*Das Update Namens Tomtom Rider 550 hat einen neuen Prozessor erhalten und ist nun deutlich schneller beim Start geworden.
Die Adresseingabe ist intuitiv, das bedeutet man gibt nur den Straßennamen ein, bzw. beginnt diesen einzugeben und das Navi beginnt passend zu ergänzen. Das hat im Test ausgezeichnet funktioniert. Eine Tankanzeige oder ähnliche Features sind nicht mit an Bord. Aber die wichtigsten Funktionen sind leicht gefunden und angenehm zu bedienen. Auch das Einstellungsmenü bietet hier ausreichende Möglichkeiten. So kann man (was wir empfehlen) auf ein kontrastreicheres Kartenmaterial umstellen und die Farbe der Menüs verändern.
Ein für manche interessantes Feature ist die Bluetooth Verbindung mit Smartphones. So kann man sich die Musik bequem über das Headset ausgeben lassen, dass mit dem Motorrad Navi verbunden ist. Auch eingehende Anrufe werden dank der Bluetooth Verbindung angezeigt und können beantwortet oder abgelehnt werden.
Die Routenplanung
Hier ist unsere Meinung etwas zweigeteilt. Zum einen gibt es die neue Funktion der „Planung einer Rundreise“. Man gibt einen Zielort ein und lässt das Navi eine Rundreise zu dem Punkt und wieder zurück planen. Dabei gibt es Einstellungen für bergige und kurvenreiche Strecken. Das ist sehr interessant und man wird in den meisten Fällen Strecken finden, die man noch nicht kannte. Ein Ändern der Route ist aber relativ unhandlich und muss über das Menü durchgeführt werden.
Die zweite Seite ist das Planen einer vom Fahrer definierten Route. Also beispielsweise von A nach B und nicht wieder zurück, wie bei der Computergestützten Rundreise. Man wählt dazu seinen Zielort und fügt dann dazwischen Routenpunkte durch Klicken auf die Karte hinzu. Leider ist ein Verschieben der Punkte nicht möglich. Durch die Enge des Displays macht das Planen so relativ wenig Spaß. Man muss aber fairerweise erwähnen, dass es dennoch das bisher beste System diesbezüglich ist. Das liegt vor allem am schnellen Ansprechen des Displays wenn die Karte verschoben wird.
Das Planen am PC ist natürlich nach wie vor möglich. Durch das neue Software Update kann man die berechneten Routen auch direkt mit USB auf das Navi transferieren. Obwohl so im Handbuch angeführt, gelang es leider nicht, eine GPX Route zu importieren. Wir verwendeten daher das ITN Format, was wunderbar funktioniert hat.
Leider hat sich TomTom nach wie vor zu einer offeneren Softwareumgebung entschließen können. Daher ist es nicht möglich, auf fremdes Kartenmaterial zurückzugreifen.
Ebenfalls gibt es keine direkte Luftlinienplanung, beides Punkte die das TomTom Rider 400 für Offroad Fans unbrauchbar macht. Aber diese Käuferschicht ist wohl eine eher dünne und muss nach wie vor zu Garmin greifen.
Navigation
Auch hier leistet sich das TomTom keine nennenswerten Schwächen. Neu berechnen der Route funktioniert angemessen schnell, die Ablesbarkeit des Displays ist sehr gut. Das drehbare Display hat uns überraschenderweise nicht so gut gefallen. Das mögliche mehr an Streckenübersicht war nicht groß spürbar. Uns gefiel das Querformat besser. Positiv ist in jedem Fall das sperren des Display-drehens in der Software.
Die Akkulaufzeit mit 6 Stunden konnten wir bei unserem Test bestätigen.
Die Sprachanweisungen sind klar und deutlich und kommen zu einem vernünftigen Zeitpunkt über die Lautsprecher oder das Bluetooth.
TomTom Rider 550 Fazit
Das TomTom Rider 550 hat seine Kinderkrankheiten offensichtlich überstanden. Das ist gut, auch gut das TomTom seinen Käufern zuhört und benötigte Features umsetzt. Das Rider ist damit das modernste Motorrad Navi am Markt. Wer auf fremdes Kartenmaterial und Offroad Fahrten verzichten kann, sollte das TomTom in die engere Auswahl nehmen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen dem Rider 500 und 550?
Bei allen Rider Varianten kann man schonmal durcheinander kommen. Der Unterschied des Rider 500 und 550 liegt am Kartenmaterial. Im 500er Model ist nur Europa enthalten. Bei dem 550er Modell sind weltweite Karten verfügbar.
Welche SD Karte für TomTom Rider 550?
Wer zusätzlich nachrüsten möchte, kann eine Micro SD Speicherkarte mit 8 GB oder 16 GB verwenden.
Wie TomTom Rider 550 auf Werkseinstellung zurücksetzen?
Um das Navi wieder auf Werkseinstellung zurück zu setzen, muss mit einem spitzen Gegenstand (aufgebogene Büroklammer) die Reset Taste auf der Unterseite des Gerätes für mindestens 20 Sekunden gedrückt werden. Danach muss die Ein/Aus Taste mindestens fünf Sekunden lang gedrückt werden. Jetzt ist das Navi wieder auf Werkseinstellung zurückgesetzt.
Wie funktioniert der Geschwindigkeitswarner?
Der Geschwindigkeitswarner funktioniert optisch und auch akustisch, kann aber auch abgestellt werden. Optisch wird die Geschwindigkeitsüberschreitung in unterschiedlichen Rot Farbtönen wiedergegeben.
Kann eine Rundtour direkt mit dem Navi erstellt werden?
Ja das ist machbar. Angenehmer und Komfortabler ist eine Planung einer Rundtour jedoch am PC alternativ am Handy.
| Funktion | TomTom Rider 500 | TomTom Rider 550 | TomTom Rider 550 Premium Pack |
|---|---|---|---|
| Lebenslang TomTom Traffic | ✔ | ✔ | ✔ |
| Lebenslang Radarkameras | - | ✔ | ✔ |
| 100 Touren vorinstalliert | - | ✔ | ✔ |
| Autohalterungsset | - | - | ✔ |
| Anti-Diebstahl Lösung | - | - | ✔ |
| Tragetasche | - | - | ✔ |
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