Das schöne Wetter lockt viele Menschen aufs Fahrrad. Doch nicht nur Sonne und Wind, sondern vor allem Insekten und Stürze können den Augen gefährlich werden. Schätzungsweise 40 Prozent aller Bundesdeutschen fahren regelmäßig Rad. Steigen die Temperaturen im Frühling, wächst auch wieder die Lust auf längere Touren mit Citybike & Co. Sonne und Wind sind zwei Faktoren, die alle Radfahrenden kennen - und auf die manche empfindlich reagieren.
Ursachen für tränende Augen beim Radfahren
Es gibt viele Faktoren, die ein Auge reizen und es zum Tränen bringen können, gerade draußen und vor allem, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist. Hier sind einige der häufigsten Ursachen:
- Wind und Kälte: Kalte Luft speichert weniger Wasser als warme Luft. Deshalb trocknet das Auge im kühlen Fahrtwind besonders schnell aus. Zusätzlich werde die Tränenflüssigkeit im Auge verringert, weil der Körper beim Schwitzen Wasser und Salze verliert.
- Insekten: "Die größte Gefahr für die Augen beim Radfahren ist jedoch, dass im Sommer ein Insekt ins Auge fliegt", sagt DOG-Experte Geerling. Die meisten Menschen reagieren mit einem Schreck und unwillkürlichen Wischbewegungen am Auge, um den Fremdkörper wieder loszuwerden.
- Trockene Augen: Paradoxerweise kann es sein, dass du unter „trockenen Augen” leidest. Mediziner verstehen darunter Augen, deren Tränenkanal zu wenig Flüssigkeit produziert. Der natürliche Tränenfilm im Lid spielt eine wichtige Rolle: Tränen sind nicht nur ein Ausdruck von Traurigkeit, sie sind ein zentraler Schutz fürs empfindliche Auge. Tränenflüssigkeit ist also wie ein Film, der sich über den Augapfel breitet und ihn so vor fremden Reizen bewahrt. Auf Umwelteinflüsse wie z. B. Wind reagiert ein zu trockenes Auge wie auf einen lästigen Fremdkörper.
- Weitere negative Faktoren: Sonne, Rauch, Schmutzpartikel oder Feinstaub in der Luft, Fremdkörper wie Insekten, aber auch Kontaktlinsen können das Auge reizen. Zudem ist vor allem konzentrierte Arbeit am Bildschirm schuld daran, dass unsere Augen im Alltag nicht mehr ausreichend Tränenflüssigkeit produzieren.
- Eichenprozessionsspinner: Eine spezielle Gefahr für die Augen beim Radfahren stellen die Brennhaare des sogenannten Eichenprozessionsspinners (Thaumetopoea processionea, Schmetterlingsraupen) dar. Sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Ein kleiner Windstoß genüge, um sie abzubrechen und bis zu hundert Meter durch die Luft zu wirbeln. »Die fast unsichtbaren Härchen können so unter anderem in die Bindehaut oder Hornhaut des menschlichen Auges eindringen«, berichtet der Arzt. Eine Bindehautentzündung droht.
Schutzmaßnahmen und Vorbeugung
Um die Augen beim Radfahren effektiv zu schützen, gibt es verschiedene Maßnahmen:
1. Die richtige Brille
Eter rät zur Sonnenbrille, besser noch zu speziellen Fahrradschutzbrillen aus splitterfreiem Kunststoff, die an den Seiten verlängert sind. Diese überstehen im Zweifel auch einen Sturz und die Augen bleiben unverletzt. Wer viel mit dem Drahtesel unterwegs ist, kann sich eine besonders angepasste Fahrradschutzbrille aus splitterfreiem Kunststoff anschaffen, die mit einem UV-Filter und speziellem Seitenschutz ausgestattet ist. "So schützt man sich nicht nur vor Fliegen, sondern auch vor unfallbedingten Schäden am Auge, vor Zugluft und vor UV-Strahlung, die über sehr lange Zeit auch den grauen Star fördert", so Geerling.
Als optimal gelten Brillen, die den seitlichen Lichteinfall minimieren und dennoch gut belüftet sind, um ein Beschlagen der Gläser zu vermeiden. Mit guten Sportbrillen lassen sich die nachteiligen Wintereffekte, Trockenheit und Auskühlung, ausblenden. Wichtig bei der Auswahl der Brille ist auch im Winter der UV-Schutz: Schnee und Eis reflektieren Sonnenstrahlen, weshalb die Gefahr vor Bindehaut- oder Hornhautentzündungen steigt.
2. Umgang mit Insekten im Auge
Wohl jeder kennt das Gefühl, ein Insekt im Auge zu haben: „Wenn sie merken, ein Insekt hat das Auge getroffen, halten Sie sofort an und spülen das Auge mit sauberem Trinkwasser, bis es besser wird“, so Eter. Der Direktor der Universitäts-Augenklinik Düsseldorf rät daher bei einer Insekten-Kollision zur Besonnenheit. „Nicht weiter ins Auge fassen und sofort anhalten, wenn möglich“, empfiehlt Geerling. „Hilfreich ist in einer solchen Situation auch, das Auge beispielsweise mit sauberem Trinkwasser zu spülen.“ In der Regel sollte der Kontakt mit dem Insekt am nächsten Tag kein Problem mehr für das Auge darstellen.
3. Schutz vor Eichenprozessionsspinnern
Darüber hinaus ist man vor unangenehmen Begegnungen etwa mit Eichenprozessionsspinnern sicher. Ihre Gift kann dort schmerzhafte Bindehautentzündungen auslösen. Betroffene sollten sich deshalb auf keinen Fall die Augen reiben. Auch hier gilt: Die Augen am besten mit sauberem Wasser spülen.
4. Tränenersatzmittel und Augentropfen
Und noch etwas gehört für Menschen zumindest mit trockenen Augen oder Kontaktlinsenträger ins Gepäck jeder Fahrradtour: Tränenersatzmittel, die das Auge im Notfall befeuchten. Pollenallergiker sollten anti-allergische Augentropfen parat halten. Kontaktlinsenträgerinnen und Kontaktlinsenträger wiederum sind gut beraten, zusätzlich Nachbenetzungsmittel zu verwenden.
5. Weitere Tipps
- Flüssigkeitszufuhr: Regelmäßiges Trinken - auch an kalten Tagen - verbessert den Feuchtigkeitshaushalt der Augen. Ideal seien isotonische Getränke mit Mineralstoffen, empfiehlt der Sport-Augenarzt. Sein Tipp für Winter-Radfahrer: Apfelschorle mit natriumreichem Mineralwasser ohne Kohlensäure.
- Besonnenheit bei Beschwerden: „Sollten sich beim Radfahren Schmerzen, Augenrötung oder Sehverschlechterung einstellen: die Beschwerden unbedingt ernst nehmen und zum Augenarzt oder zur Augenärztin gehen“, betont der Vize-Präsident der DOG. Und: „Bei anhaltenden Symptomen wie Rötung eines Auges, bei Fremdkörpergefühl, Tränen, Jucken und starken Schmerzen den Augenarzt oder die Augenärztin aufsuchen“, rät der DOG-Experte.
- Vorsicht bei Kosmetika: Wer gerne Schminke benutzt, sollte vorsichtig sein und am besten antiallergische Kosmetika verwenden.
Der Tränenfilm
Der Tränenfilm schützt das Auge vor Fremdkörpern und versorgt die Hornhaut mit Sauerstoff, Nährstoffen und Feuchtigkeit. Er besteht aus drei Schichten: Fettschicht, wässriger Schicht und Schleimschicht. Die wässrige Schicht macht den Großteil der Tränenflüssigkeit aus und wird von den Tränendrüsen gebildet.
Wenn die Augen tränen: Was tun?
Die Tränen laufen, dann muss ich wischen und bald ist das ganze Gesicht verklebt von der salzigen Tränenflüssigkeit. Mein Augenarzt reagiert gereizt auf dieses Thema. Er hat mir erklärt, ich hätte zu trockene Augen und soll künstliche Tränenflüssigkeit in die Augen träufeln. Seinem Vorschlag folgend, habe ich schon verschiedene Tropfen ausprobiert, aber nichts hat wirklich geholfen. Die Augen tränen weiterhin und die Augentropfen werden dadurch sofort wieder aus den Augen herausgespült. Da müsste ich alle paar Minuten nachträufeln. Zuletzt hatte ich Bepanthen-Augentropfen verwendet, aber wie gesagt, ohne Besserung.
Hier sind einige Tipps, die helfen können:
- Sportbrille: Eine Sportbrille, die auch an den Seiten abschließt, schützt die Augen nicht nur vor UV-Strahlung, sondern auch vor Wind und Staub.
- Augentropfen oder Augengels: Hier helfen Augentropfen oder Augengels, die jedoch am besten mit dem Augenarzt besprochen werden sollten.
- Viel trinken: Auch viel Trinken kann helfen, die Augenschleimhäute feucht zu halten.
Kälteschutz-Tipps
- Auskühlung vermeiden: Bei Kälte kann es schnell zur Auskühlung kommen. Das betrifft nicht nur die Gliedmaßen und den Rumpf, sondern den ganzen Körper. "Die Auskühlung verlangsamt wichtige Stoffwechselvorgänge, die Energie für viele visuelle Funktionen liefern", erklärt Dr. Schnell. Das bedeutet, dass die Beweglichkeit des Auges bei niedrigen Temperaturen abnimmt bzw. gehemmt wird, weshalb die Sehleistung sinkt.
- Flüssigkeitszufuhr: Ein weiterer, wichtiger Faktor beim Kälteschutz ist die Flüssigkeitszufuhr: Trinken ist nicht nur an heißen Tagen besonders wichtig, sondern auch an kalten! Kalte Temperaturen beeinflussen den Stoffwechsel der Augen.
Zusammenfassung
Tränende Augen beim Radfahren können verschiedene Ursachen haben, von Wind und Kälte über Insekten bis hin zu trockenen Augen. Mit den richtigen Schutzmaßnahmen, wie einer passenden Brille, Tränenersatzmitteln und ausreichend Flüssigkeitszufuhr, lassen sich die Beschwerden jedoch oft lindern oder vermeiden. Bei anhaltenden Problemen sollte ein Augenarzt konsultiert werden.
Verwandte Beiträge:
- Motorradrucksack mit Augen: Stilvolle & sichere Gepäcklösung
- Radfahren nach einer Augen-OP: Unverzichtbare Tipps für eine sichere Rückkehr ins Sattel
- Ultimativer LED Motorrad Rucksack Test: Maximale Sicherheit & Style auf Zwei Rädern!
- Kettenreiniger Motorrad Alternative: Hausmittel und effektive Reinigungsmethoden
- Unglaubliche E-Motorrad Reichweiten im Test: Der Ultimative Überblick Für Deine Nächste Fahrt!
Kommentar schreiben