E-Scooter erfreuen sich wachsender Beliebtheit, und bei der Wahl des richtigen Modells spielen viele Faktoren eine Rolle. Ein besonders wichtiges Kriterium ist die Federung, die maßgeblich zum Fahrkomfort und zur Sicherheit beiträgt. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Testbericht über E-Scooter mit Federung, beleuchtet die Bedeutung der Federung und vergleicht verschiedene Modelle hinsichtlich ihrer Leistung, Fahrstabilität und Ausstattung.
Warum ist eine Federung wichtig?
Eine gute Federung ist aus mehreren Gründen entscheidend:
- Komfort: Eine Federung sorgt für eine komfortablere Fahrt, insbesondere auf unebenen Untergründen wie Kopfsteinpflaster oder Schotterwegen.
- Sicherheit: Eine Federung verbessert die Bodenhaftung und damit die Bremsstabilität, was besonders bei Nässe oder unebenem Terrain wichtig ist.
- Kontrolle: Eine Federung trägt dazu bei, dass der E-Scooter auch bei Unebenheiten gut steuerbar bleibt.
Also warum solltest du darauf verzichten, wenn es bereits in allen Preisklassen Federung gibt?
Verschiedene Federsysteme im Überblick
E-Scooter können mit verschiedenen Stoßdämpfungssystemen ausgestattet sein, meist in Form von Federn, hydraulischen Dämpfern oder Schwingen um Unebenheiten auf der Fahrbahn abzufangen.
- Gummifederungen: Günstige Gummifederungen findest Du bei kompakten Stadtmodellen.
- Schraubenfederung: Schraubenfederung kommt bei mittleren Modellen, in Kombination mit Stoßdämpfern zum Einsatz.
- Pneumatische Luftfederung: Die Pneumatische Luftfederung ist aufwendiger und eher selten.
Testkriterien für E-Scooter-Federungen
Um die Qualität der Federung verschiedener E-Scooter zu beurteilen, haben wir Praxistests auf unterschiedlichen Untergründen durchgeführt:
- Kopfsteinpflaster
- Asphalt
- Bordsteinkanten
- Schotterwege
- Pumptrack
Dabei haben wir folgende Kriterien berücksichtigt:
- Federweg und Dämpfung: Wie tief federt der Scooter ein, und wie schnell beruhigt er sich wieder?
- Komfort: Spürt man Vibrationen in Händen und Füßen?
- Balance und Kontrolle: Bleibt der Scooter auch bei Unebenheiten gut steuerbar?
Top E-Scooter mit Federung im Test
Wir haben über 124 E-Scooter einem Praxistest unterzogen und stellen hier einige der besten Modelle mit Federung vor:
1. ePowerfun
Die deutsche Marke ePowerfun wurde 2024 und 2025 zum Technik-Sieger gekürt und hat gleich mehrere Modelle mit Federung im Angebot. Das günstige Einsteigermodell epf-1 hat unter dem Trittbrett eine doppelte Federung. Damit fuhr er im Test besser und sicherer als gleichteure von Xiaomi und Ninebot.
Das Spitzenmodell epf-2 Pulse+ bietet mit 140 Kg Traglast und einen stabilen Rahmen mit einer der besten Vollfederungen auf dem Markt. Vorne nutzt ePowerfun statt einer einfachen Teleskopgabel eine Federschwinge, die Unebenheiten sehr effektiv abfedert, selbst bei höheren Geschwindigkeiten oder Bordsteinkanten. Hinten sorgen zwei kräftige Federn unter dem Trittbrett für eine stabile Dämpfung auch bei höherer Zuladung. Die Federung ist anpassbar auf Körpergewicht oder Untergrund.
In unserem Praxistest zeigte sich die Federung als ein echtes Komfort-Upgrade. Die Federung verbessert die Bodenhaftung und damit auch die Bremsstabilität, was besonders bei Nässe oder unebenem Terrain wichtig ist. Selbst bei Testfahrten über Kopfsteinpflaster, Bordsteine und sogar Treppen (!) hat die Federung überzeugt.
Der epf-2 Pro hat eine hochwertige Vollfederung, einen entnehmbaren Wechselakku und bietet (je nach Akkuvariante) eine max. Reichweite von 100 km. ePowerfun kombiniert eine Federgabel vorne mit einer hinteren Schwingachse samt einstellbarem Stahlfederbein. Die hintere Federung lässt sich mit einem mitgelieferten Spezialschlüssel einstellen. Das ergibt mehr Kontrolle und Komfort auch bei höheren Traglasten.
2. VMAX
Der Persormance Sieger VMAX New VX2 kommt in den Varianten Hub und Gear rennt dank V-Torque Gear Getriebemotor und V-Core Gear Controller sogar 35-38% Steigung hoch. Vorne ist eine Öldruckfederung verbaut, die Stöße effektiv absorbiert und eine ruhige, kontrollierte Lenkung ermöglicht, selbst bei höheren Traglasten. Hinten kommt eine Elastomerfederung zum Einsatz. Diese ist wartungsarm, wetterfest und passt sich dem Untergrund flexibel an. Die Kombination aus beiden Systemen ergibt eine dynamische Vollfederung, die den Fahrkomfort deutlich erhöht und die Sicherheit verbessert.
VMAX bietet mit dem VX2 Gear die beste Motor-Performance, eine Highend Ausstattung mit Vollfederung und wurde 2025 auch Service-Sieger.
3. Egret
Die Hamburger Premiummarke bietet gleich eine ganze Modellreihe mit Vollfederung: Ey! 1, Ey! 2 und Egret Ey! 3. Egret setzt ein innovatives Schwingensystem mit Polymer-Dämpfung ein. Es ist sehr dämpfend, stabil und wartungsarm. Vorne und hinten die sogenannte Einarmschwingen (beim Ey 1) oder Zweiarmschwingen (beim Ey 2 und 3). Diese Konstruktion sorgt dafür, dass auch harte Stöße effektiv abgefangen werden, ohne dass die Federung schwammig wirkt. Besonders stark zeigte sich im Praxistest die Anti-Schock-Technologie, die harte Stöße in sanfte Bewegungen umwandelt. Mit bis zu 150 mm (z. B. beim Ey 1) bietet der leichte Scooter auch mehr Bodenfreiheit.
Der Hamburger Egret X macht es möglich. Er hat zwar ’nur‘ eine Traglast von 130 Kg, aber bietet als einer der wenigen E Scooter 12,5 Zoll Reifen für besseres Fahren auch für Schwergewichte. Er bietet mehr Drehmoment, von 35 Nm für mehr Beschleunigung an Steigungen (der Marktdurchschnitt liegt bei 15-20 Nm) und ein größeres Trittbrett. Zudem bietet die gesamte Rahmenkonstruktion mehr Sicherheit. Er ist mit einer hochwertigen Federgabel an der Vorderachse ausgestattet. Diese Frontfederung bietet einen Federweg von 20 mm und ist speziell darauf ausgelegt, Stöße durch unebene Untergründe wie Schotter, Kopfsteinpflaster oder Bordsteinkanten effektiv abzufangen. Die Kombination aus dieser Federgabel und den großen 12,5-Zoll-Gravel-Luftreifen sorgt für ein besonders ruhiges, stabiles und komfortables Fahrgefühl - auch bei höheren Geschwindigkeiten oder auf anspruchsvollem Terrain. Last but not least bietet die Hamburger Nobelmarke nicht nur die aktuell besten E Scooter, sondern auch guten Service nach dem Kauf.
4. iScooter T4
Der iScooter T4 ist für Offroad bzw Crossfahrten im Gelände geeignet, aber er gehört dennoch zu den günstigeren Modellen. Zwei mechanische Sprungfedern (rechts und links) sorgen für stabile Dämpfung bei Schlaglöchern. Die Hinterradschwinge ist ebenfalls mit zwei Federn ausgestattet, die in geschlossenen Hülsen sitzen - das schützt vor Schmutz. Sein Nachteil: Die Federung lässt sich nicht einstellen. Durch die Vollfederung ist der Scooter etwas schwerer (ca. 24 kg). Seine sonstige Leistung (Motor und Steigfähigkeit) ist geringer, als bei den Testsiegern. In Geländetests zeigte der T4 hohe Fahrstabilität.
5. Mega SUV E Scooter
Bevor wir beim Egret GT der Hamburger Premiummarke zur Federung kommen, ein paar Facts der Superlative: Ein starker Akku bietet 100 km Reichweite. Der GT ‚fährt’rennt‘ auf seinen größeren 13 Zoll Reifen bei Bedarf auch mit höheren Traglasten (150 kg) Steigungen von 33% hoch. Er hat zudem eine Highend Ausstattung, die alles zusammenbringt, was es gibt: Einen entnehmbaren Wechselakku, Blinker, ein Rahmenschloss, stärkere Scheibenbremsen u.v.m.
Die großen Luftreifen (mit Pannenschutz) in Kombination mit der Federung zeigte im Praxistest hohen Fahrkomfort und Geländetauglichkeit. Die Vorderrad Upside-Down Öldruck-Federgabel (Teleskopgabel vom bekannten Hersteller RST) mit Öldruckdämpfung und die Hinterrad Doppelfederung mit Gewindefahrwerk (zwei Federn an der Hinterradschwinge) sind alle einstellbar je nach Untergrund und Fahrstil. Das sorgt für ruhiges Einfedern bei Schlaglöchern, Bordsteinen.
6. Segway Ninebot Max G3D
Der G3D, das vollgefederte Modell von Segway wurde mit einer sehr gut aussehenden Vollfederung ausgestattet. Die Federung des Ninebot Max G3D wird von vielen Nutzern als enttäuschend empfunden - und das liegt weniger an der Technik als an der Umsetzung und Qualität. Nutzer berichten von Klappergeräuschen bei kleinen Unebenheiten, selbst auf glatten Straßen mit Fugen. Auch nach Demontage der Kunststoffteile bleibt das Geräusch bestehen - was auf Spiel in der Federgabel hindeutet. Die Federung ist laut Erfahrungsberichten zu hart abgestimmt, so dass kleine Stöße weniger abgefedert werden. Auf Kopfsteinpflaster wirkt das Fahrverhalten eher „starr“ als komfortabel. Manche vermuten „kostenoptimierte“ Federbeine.
7. VMAX VX4
Der VMAX VX4 ist zweifellos der stärkste vollgefederte E Scooter mit Straßenzulassung. Es gibt ihn als VX4 und New VX4. Letzterer ist mit dem neuen V-Torque R10 Direktantriebsmotor ausgestattet und erreicht eine beeindruckende Spitzenleistung von bis zu 2800 Watt, für Steigungen bis zu 40 %. Der Rest ist auch stark: max 110 Reichweite, Blinker und 150 Traglast!
Der VX4 verfügt über eine Federgabel vorne mit bis zu 5 cm Federweg und eine hintere Schwungfederung. Dank dieser Kombination eignet sich der Scooter nicht nur für die Stadt, sondern auch für Offroad-Strecken und schlechte Fahrradwege. Im Praxis Test zeigte sich das sie alle Unebenheiten ausglich ohne das die Fahrstabilität verloren ging und ermöglichte eine sehr angenehme Fahrweise. Die Federung entlastet einen spürbar bei längeren Strecken oder Kopfsteinpflaster. Die Federung ist nicht zu weich, sodass man bei höheren Geschwindigkeiten und Steigungen sicher in der Spur bleibt.
Weitere Modelle im Überblick
Neben den oben genannten Modellen gibt es noch viele weitere E-Scooter mit Federung auf dem Markt. Hier eine kurze Übersicht:
- Joyor E Scooter: Einer der günstigsten E Scooter mit Stoßdämpfern vorne und hinten, der auch eine Straßenzulassung hat.
- iScooter E9: Hat hinten unter dem Trittbrett eine Doppelfederung und ist ein sehr günstiges Einsteigermodell.
- Ninebot ZT3 Pro: Das neueste Segway Modell mit Vollfederung und einer massiven Teleskopfeder vorderen und einer Doppeleder hinten.
Kaufberatung: Worauf sollte man achten?
Beim Kauf eines E-Scooters mit Federung sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:
- Art der Federung: Welche Federsysteme gibt es und ihre Vor- u.
- Federweg: Wie tief federt der Scooter ein?
- Einstellbarkeit: Lässt sich die Federung an das Körpergewicht und den Untergrund anpassen?
- Verarbeitung: Wie hochwertig sind die verbauten Komponenten?
- Testberichte: Was sagen unabhängige Tests zur Federung des jeweiligen Modells?
Zusätzliche Kriterien für die Wahl des richtigen E-Scooters
Neben der Federung spielen auch andere Faktoren eine wichtige Rolle bei der Wahl des richtigen E-Scooters:
- Tragfähigkeit: Das wichtigste Kriterium für die Wahl deines E-Scooters sollte dessen Tragfähigkeit sein. Berücksichtige dein eigenes Gewicht sowie eine eventuelle Zuladung.
- Motorleistung: Viele günstige E-Scooter haben eine geringe Motorleistung. Das wird dir im Alltag keinen Spaß machen, denn mit einer Zuladung von mehr als 120 kg sollte auch ausreichend Motorleistung vorhanden sein.
- Akkuleistung: Bei der Wahl deines nächsten E-Scooters solltest du auch dessen Akkuleistung prüfen. Grundsätzlich sollte die Akkuleistung in Wattstunden möglichst groß ausfallen.
- Verarbeitung: Wichtig ist auch die Verarbeitung deines neuen E-Scooters. Hier legen wir einen hohen Wert drauf, denn ein E-Scooter sollte nicht nur die technischen Anforderungen erfüllen, sondern auch bei der Stabilität und Verarbeitung überzeugen.
- Komfort: Das Fahrerlebnis ist bei einem E-Scooter wichtig. Gerade bei einer hohen Belastung sollte dein E-Scooter überzeugende Fahreigenschaften aufweisen. Eine gute Federung, große Luftreifen und eine ausreichend große Trittfläche sind wichtige Eigenschaften.
- Funktionen: Ein moderner E-Scooter sollte auch entsprechend gute Funktionen bietet. Hierzu gehört eine gute Rekuperationsbremse, Bremslicht, eine helle Beleuchtung, verschiedene Fahrmodi sowie eine gute App mit zahlreichen Funktionen.
E-Scooter im Vergleich: Modelle mit hoher Traglast
Wenn du auf der Suche nach einem E-Scooter mit einer hohen Traglast bist, dann gibt es zum aktuellen Zeitpunkt einige spannende Modelle auf dem Markt. In diesem Vergleich betrachten wir Modelle, die mindestens 120 kg und in der Spitze bis zu 150 kg tragen können.
| Modell | Akkukapazität (Ah) | Akkuspannung (V) | Bereifung | Gewicht (kg) | Max. Belastung (kg) | Max. Geschwindigkeit (km/h) | Reichweite (km) | Steigleistung (%) | Listenpreis (€) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| VMAX VX4 ST | 18,2 | 48 | Offroad-Luftreifen | 28,6 | 150 | 22 | 75 | 33 | 1.199,00 |
| Egret X+ | 14 | 48 | Luftreifen | 21 | 120 | 22 | 60 | 25 | 999,00 |
| VMAX VX2 Extreme ST | 13 | 48 | Luftreifen | 21,2 | 150 | 22 | 55 | 33 | 999,00 |
| VMAX VX2 Pro LT | 10,4 | 48 | Luftreifen | 19,6 | 130 | 22 | 35 | 28 | 899,00 |
| ePowerFun ePF-PULSE | 20 | 48 | Luftreifen | 25,2 | 140 | 22 | 104 | 28 | 999,00 |
| STREETBOOSTER Pollux | 11,5 | 48 | Luftreifen | 36 | 144 | - | - | - | - |
| Trittbrett Fritz | 18 | 48 | Schlauchlose Luftreifen | 27,4 | 150 | 22 | 80 | 35 | 1.199,00 |
Die Modelle mit der höchsten Zuladung kommen von VMAX. Die beliebten Modelle VMAX VX2 oder VMAX VX4 kannst du bis 150 kg beladen. Durch die starken Motoren haben die E-Scooter stets ausreichend Leistungsreserven im Alltag.
Offroad-E-Scooter im Vergleich
Wer mit dem E-Scooter über Bordstein, Wald und Wiese pflügt, benötigt eine gute Federung, eine robuste Verarbeitung und einen starken Motor. Wir zeigen die 10 besten Offroad-E-Scooter.
- Segway Ninebot Max G3 D
- Navee ST3 Pro
- Joyor Y8-S
- Epowerfun EPF-Pulse
- Egret Ey! 1
- Ninebot ZT3 Pro D
- Trittbrett Fritz
- Xiaomi Mi 4 Ultra
- Slidefox NT
- Streetbooster Pollux
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