Das Ranking der Fahrradkoffer & Fahrradtransporttaschen beruht auf zwei Säulen: den Testergebnissen der Fachmagazine und den Meinungen der Kundschaft. Wir arbeiten unabhängig und neutral. Wenn Sie auf ein verlinktes Shop-Angebot klicken, unterstützen Sie uns dabei. Wir erhalten dann ggf. eine Vergütung.
Welche Arten von Fahrrad-Transporttaschen gibt es und wo liegen ihre Stärken bzw. Schwächen?
Es gibt verschiedene Optionen, um Ihr Fahrrad sicher zu transportieren. Hier ein Überblick:
- Radkartons: Radkartons sind die günstigste und einfachste Lösung. Im Radhandel erhalten Sie sie schon für wenige Euro. Sind Sie bereit, etwas Zeit und Mühe zu investieren und Rahmen sowie Komponenten abzupolstern, reist Ihr Bike sicher. Für einmalige Trips sind sie völlig ausreichend.
- Hardcases: Hardcases schützen Ihr Rad am besten, sind aber schwer und eignen sich in vielen Fällen nur für Räder mit kurzem Radstand.
- Transporttaschen: Transporttaschen sind der gute Kompromiss. Sie sind verhältnismäßig leicht und günstig, schützen Ihr Rad aber nur dann zuverlässig, wenn sie ausreichend gepolstert und an sensiblen Stellen verstärkt sind. Viele Modelle werden mit einer Bodenwanne ausgerüstet, in die der Rahmen eingespannt wird.
Übrigens: Ob Steckachsen oder Schnellspanner, die meisten Transportkoffer bzw. -taschen können sich mit beiden Montagevarianten anfreunden.
Tipps aus Tests: Auf diese Details lohnt es sich zu achten
Spielt die Gewichtsfrage eine genauso große Rolle wie der Schutz, sind Sie zum Beispiel mit dem Softbag-Modell Savage von Douchbags mit eingefasstem Alu-Überrollkäfig gut bedient. Andere Hersteller setzen auf glasfaserverstärkte Kunststoff-Gestänge, zum Beispiel Evoc mit der für Rennräder entwickelten Version der Bike Bag Pro. Erwarten Sie ein Maximum an Praktikabilität, erhalten Sie bei Thule sogar eine Transporttasche mit integriertem Montageständer. Übrigens: Nicht bei allen Modellen müssen Lenker und Sattel demontiert werden. Entsprechende Modelle wurden zum Beispiel in der Ausgabe 3/20 von Roadbike getestet.
Begleitet Sie Ihr Rad häufiger mal auf Reisen, empfiehlt es sich, zu einem Modell mit austauschbaren Rollen zu greifen - bei vielen Exemplaren sind sie genietet.
Welche Hersteller schneiden in den Tests am besten ab?
Evoc, Scott, B & W, Elite, Scicon und Thule sind die gängigsten Anbieter und besetzen die oberen Plätze in unseren Bestenlisten. Im Schnitt liegen deren Modelle - je nachdem, ob es sich um Softbags oder Hartschalen-Transportkoffer handelt - im Schnitt zwischen 300 und 500 Euro. Je nach Ausstattung und Material sind auch schnell mal höhere dreistellige Beträge fällig. Gut geht aber auch günstig, etwas Kompromissbereitschaft vorausgesetzt.
Test von Radkoffern: Sieben Modelle im Vergleich
Hier ein Überblick über sieben getestete Radkoffer, ihre Eigenschaften und Testurteile:
| Modell | Preis | Gewicht | Maße | Testurteil | Besonderheiten | Für wen geeignet |
|---|---|---|---|---|---|---|
| B&W International Bike.Bag 2.0 | 529 Euro | 9,5 kg | 136 x 85 x 30 cm | SEHR GUT/ 79 Punkte | Guter Rund-um-Schutz, Montagematte, sehr leicht, Lenker-Fixierung recht hakelig | Besitzer von Rennrädern mit klassischem Lenker/Vorbau und kleinerem Budget |
| Elite Borson | 699 Euro | 11,8 kg | 130 x 90 x 36 cm | GUT/ 69 Punkte | Lenker kann montiert bleiben, für vier Laufräder, Schutzkappe für Discs, stramm zu schließen | Räder mit schmaleren One-Piece-Cockpits und alle, die mit einem zweiten Laufradsatz reisen |
| Evoc Sports Road Bike Bag Pro | 945 Euro | 12,1 kg | 139 x 91 x 50 cm | SEHR GUT/ 83 Punkte | Sehr bequemes Packen, sehr guter Schutz, Lenker und Sattel können bleiben, Streben sehr schwergängig | Alle Räder mit integrierten One-Piece-Cockpits und höheren Sitzrohren |
| PRO Transporttasche Mega | 659,95 Euro | 9,3 kg | 135 x 21 x 81 cm | SEHR gut/ 79 Punkte | Herausnehmbare Schiene, Taschen für Pedale, für Road- und Mountainbikes, hakelige Streben | Alle Fahrer, die einen Koffer suchen, der sowohl Straßen- als auch Mountainbikes aufnimmt |
| Scott Bike Transport Road/ Tri Tasche | 999,95 Euro | 13,2 kg | 152 x 50 x 105 cm | SEHR GUT/ 76 Punkte | Lenker und Sattel bleiben dran, guter Schutz auch für Triathlonräder, schert beim Ziehen gerne aus | Rennradfahrer und Triathleten, die einen guten Koffer für One-Piece-Cockpits suchen |
| Thule RoundTrip | 799,95 Euro | 12,6 kg | 124 x 33 x 85 cm | SEHR GUT/ 74 Punkte | Schnelles und bequemes Packen, guter Schutz, viel Zubehör, sehr kompakte Bauform | Räder mit klassischer Vorbau-Lenker-Kombination, dank Montageständer mit perfekter Arbeitshöhe |
| Topeak PakGo EX | 799,95 Euro | 11,8 kg | 120 x 35 x 80 cm | SEHR GUT/ 83 Punkte | Sehr guter Schutz dank Hartschale, viel Zubehör, üppiger Stauraum, großer Platzbedarf | Alle, die den Schutz eines Hartschalenkoffers wünschen und über genügend Platz verfügen |
So testet Roadbike die Radkoffer im Detail: Kernaufgabe ist der Schutz, der dementsprechend mit 40 % in die Endnote eingeht. Wichtig zu wissen: Diese Wertung gilt nicht absolut, denn auch beim besten Radkoffer ist ein Schaden nicht gänzlich ausgeschlossen. Vielmehr ist die Bewertung relativ zu verstehen: Die von uns höher bewerteten Modelle schützen den Inhalt und sensible Bereiche wie Schaltwerk oder Bremshebel besser als die anderen Modelle. Die Außenhülle ist dank Verstärkungen oder angebrachten Pads stabiler und schützt besser vor Stößen.
Außerdem haben wir bewertet, wie gut und bequem die Radkoffer zu packen sind - mit 20 %: Geht das schnell von der Hand oder erfordert es Geschick und viel Werkzeug? Ebenfalls mit 20 % geht in die Endnote ein, wie gut sich der Koffer transportieren lässt: Hat er ausreichend und gut platzierte Griffe und gute Rollen? Weitere 10 % der Endnote entfallen je aufs Gewicht und auf die Ausstattung.
Fahrradmitnahme im Flugzeug: Worauf Sie achten müssen
Das Bike im Flugzeug mitzunehmen ist mittlerweile so einfach wie noch nie und es gibt eine breite Auswahl an Transporttaschen, deren Zweck es ist, euer geliebtes Rad beim Transport bestmöglich zu schützen. Zwar tut es zur Not auch ein Bikekarton vom Händler, aber mit einem eigens dafür gebauten Case macht das Reisen gleich viel mehr Spaß.
Eine gute Transporttasche sollte einfach zu packen sein, das Rad schützen und dabei möglichst leicht und beweglich sein, um den Transport so stressfrei wie möglich zu gestalten.
Alternativen zum Fahrradkoffer: Heckboxen für das Auto
Heckboxen erweitern das Kofferraumvolumen und können insbesondere kompaktes oder sperriges Transportgut aufnehmen. Im Test traten sechs Heckboxensysteme in einer Preisspanne zwischen 319 € und 789 € und einem Fassungsvermögen zwischen 195 und 305 Litern an.
Die Montage der Heckbox am Fahrzeug und auch der Zugang zum Kofferraum ist bei der Kombination mit einem Fahrradheckträger einfacher.
Bedingung für die Nutzung einer Heckbox ist immer eine Anhängerkupplung, wobei die maximal zulässige Stützlast beachtet werden muss. Einfaches Beispiel: Bei einer maximalen Stützlast von 50 Kilogramm und einem Gewicht von Box nebst Träger von 34,4 Kilogramm bleiben für die Ladung bescheidene 15,6 Kilogramm übrig.
Nicht vergessen: Ein vollbeladene Heckbox verändert den Schwerpunkt und die Heckbox verlängert das Fahrzeug.
Vor- und Nachteile der einzelnen Heckboxen
Getestet wurde in den Kategorien Gestaltung, Handhabung, Fahrsicherheit und Crashsicherheit.
Testsieger ist die Transportbox von Westfalia. Trotz des kleinsten Volumens macht sie mit durchweg guten Noten in Gestaltung und Handhabung, sowie sehr guten Noten bei den Sicherheitskriterien das Rennen.
Auf dem zweiten Platz landet die Heckträgerbox von Thule, als einzige Box ist sie zusammenfaltbar und spart somit Platz bei der Lagerung. Nachteilig ist das aufwändiger zu bedienende Reisverschlusssystem. Zudem flattert die äußere Plane der Heckbox, was im Rückspiegel als störend wahrgenommen werden kann.
Empfehlungen des ADAC an Hersteller und Verbraucher
Empfehlungen für Hersteller
- Die Heckboxen und dessen Grundträger müssen für einen City-Crash mit 30 km/h ausgelegt sein
- Die Halterung auf der Anhängerkupplung muss den Belastungen eines harten Ausweichmanövers standhalten.
- Auch bei großer Kälte dürfen die Bauteile der Heckboxen nicht zerbrechen
- Die Heckbox sollte von einer Person montierbar sein
- Das angegebene Volumen der Heckbox muss zutreffen
- Es muss Anschlussmöglichkeiten für eine zusätzliche dritte Bremsleuchte geben
Tipps für Verbraucher
- Passende bzw. notwendige Fahrradheckträger beachten
- Auf die nutzbare Breite der Heckbox achten
- Besonderes Augenmerk muss auf die Stützlast der Anhängerkupplung gelegt werden: Max. Stützlast = Gewicht Grundträger + Leergewicht Heckbox + Gewicht der Ladung
- Geänderte Fahrzeuglänge beachten und evtl. im Fahrzeug notieren
- Veränderte Fahreigenschaften infolge der Verlagerung des Schwerpunktes
- Nach einigen Kilometern wieder die Befestigung von Heckbox und Ladung prüfen
- Hersteller bieten geeignetes Zubehör, z. B. auch zum Transport von Skiern an (etwa mft)
Welche Marken gibt es?
- Westfalia: Die deutsche Traditionsmarke Westfalia hat eine feste Heckbox im Sortiment. Diese ist mit den hauseigenen Fahrradträgern BC60, Bike Lander und BC80 verwendbar.
- MFT: MFT verfolgt einen modularen Ansatz: Auf dem MFT 1201 Euro-Select Bike/Box - Tragemodul XT* kann sowohl der Euro-Select Bike Fahrradträger für 2 Fahrräder oder die Euro-Select Box montiert werden.
- Thule: Die schwedische Marke Thule ist ebenso wie Westfalia eine etablierte Marke für Fahrradträger und Transportlösungen im Automobil-Bereich.
- Menabo: Vor allem in dem Segment der Transport- oder Hecktaschen hat sich Menabo etabliert.
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