Motorradfans kennen das: Sobald die Motorradsaison beginnt, möchte man sein geliebtes Zweirad überall dabei haben, auch im Urlaub. Für den sicheren Transport auf einem Anhänger oder einer Fähre ist die richtige Ladungssicherung unerlässlich. Häufig hört man im Radio von verlorener Ladung auf Autobahnen - ein deutliches Indiz für eine mangelhafte Transportsicherung. Dies gilt besonders bei einer unzureichenden Ladungssicherung von Motorrädern. Dieser Ladungsverlust kann schwerwiegende Folgen haben. Nachfolgende Fahrzeuge können von herabfallenden Motorrädern getroffen werden oder bei einem Ausweichmanöver verunglücken. Darum ist die Motorrad Transportsicherung zu Ladungssicherung auf Anhängern enorm wichtig.
§ 22 der StVO hält dazu folgendes fest: (1) Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können.
Die Bedeutung der richtigen Ladungssicherung
Jedes Jahr kommt es zu folgenschweren Unfällen aufgrund schlechter Ladungssicherung am PKW Anhänger. Transportierte Motorräder bilden dabei keine Ausnahme. Sind diese schlecht oder überhaupt nicht mit entsprechender Befestigung der Motorradtransportgurte gesichert, machen sich die schweren Maschinen bei plötzlichen Fahrmanövern selbstständig. Ein außer Kontrolle geratenes Motorrad ist eine immense Gefahr für Mensch und Material im Straßenverkehr. Bei einer Notbremsung vervielfachen sich die Kräfte durch die starke Verzögerung und das geliebte Motorrad landet im Rücken des Fahrers. Solche Unfälle können selbstverständlich tödliche Folgen haben. Auch plötzliche Ausweichmanöver können das Bike vom Anhänger befördern und sogar in der Gegenfahrbahn schwere Unfälle verursachen! Motorradtransportgurte halten das Motorrad sicher und zuverlässig auf dem PKW Anhänger.
Laut der deutschen Straßenverkehrsordnung ist der Transport von Ladung auf dem Anhänger so zu organisieren und so zu sichern, dass weder die Fahrzeuginsassen noch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Die richtige Ladungssicherung am PKW Anhänger ist für die Teilnahme am Straßenverkehr von größter Bedeutung. Alle Vorschriften bezüglich Ladungssicherung im Straßenverkehr sind demnach einzuhalten, wenn man schwere Unfälle oder hohe Geldstrafen vermeiden will. Autotransportgurte müssen die Ladungssicherung am PKW Anhänger zuverlässig übernehmen. Das gilt auch für das geliebte Motorrad, welches per Anhänger zum Beispiel an den Urlaubsort transportiert werden soll. Nur mit dem richtigen Auto Anhänger Zubehör kann die Reise sorgenfrei beginnen.
Die Auswahl der richtigen Spanngurte
Bei der Ladungssicherung kommt es vor allem auf Qualität an! Was nützt der günstigste Zurr- und Spanngurt, wenn er im Moment der Benutzung versagt und das Ladegut verrutscht? Um auf dem Anhänger Motorräder zuverlässig zu fixieren, werden nur wenige Utensilien benötigt. Die wichtigsten sind Zurrgurte, die sich flexibel an Zweiräder anpassen lassen. Speziell bei Zurrgurten sind Modelle zu bevorzugen, die über Schlaufen verfügen und mit einer Ratsche ausgestattet sind. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten, um schwere Zweiräder sicher zu befestigen. Ob es sich bei den Produkten um zweiteilige oder einteilige Gurte handelt, ist generell irrelevant.
Die Art der Ladungssicherung von schweren Zweirädern ist allerdings egal, da die essenziellen Regeln und Anforderungen zur Fixierung eines Motorrades davon letztendlich unberührt bleiben. Allerdings ist es zwingend notwendig, dass ein Motorrad für den Transport kerzengerade aufgestellt werden muss. Dafür ist es unbedingt erforderlich, dass ausreichend Zurrgurte perfekt befestigt werden. So sollten die Gurte ohne Ausnahme symmetrisch angebracht werden. Idealerweise beidseitig sowie hinten und im vorderen Bereich des Zweirades.
Professionelle Systeme zum Sichern des Motorrades auf dem Anhänger bestehen aus mindestens zwei Zurrgurten. Ein Lenkergurt sorgt für einen festen und sicheren Stand des Motorrades auf dem Anhänger. Ein einfach zu befestigendes und zugfestes System ist die Lösung. Durch einen Schutzschlauch wird der Lack der Maschine geschützt. Lenkerschlaufen schützen Motorradgriffe vor Beschädigungen. Mit dem Befestigen der richtigen Motorradtransportgurte wird das Bike nicht zur Gefahr auf dem Anhänger.
Bestandteile eines Motorradgurts:
- Zwei Lenkerschlaufen
- Schutzschlauch
- Zurrgurt
Die richtige Befestigung der Spanngurte
Um Motorräder zuverlässig für den Transport zu befestigen, sollten die Spanngurte an massiven Bauteilen des Zweirades wie beispielsweise dem Rahmen oder am Vorderrad (untere Gabelbrücke) fixiert werden. Sind diese Bauteile jedoch nicht frei erreichbar, lassen sich alternativ stabile Aufbauten nutzen, wie beispielsweise Haltegriffe für Mitfahrer. Der Lenker ist allerdings, wenn möglich, nicht durch Zurrgurte zu belasten. Wenn Zurrgurte angelegt werden, müssen Chrom- und Lackteile beispielsweise durch Tücher/Lappen geschützt werden. Diese sind an den Kontaktstellen unter dem Gurt einzuklemmen. Die Gurte sollten zudem nicht an Stellen aufgelegt werden, die scharfkantig sind, da das Material sonst durchscheuern und reißen kann.
Beim Verzurren von einem Motorrad ist unbedingt darauf zu achten, dass die Gurte das Fahrzeug beim festen Anziehen in seine Federn drücken. Der Handel bietet für den Transport schwerer Zweiräder spezielle Gurt-Systeme. Diese sichern das Fahrzeug gleichermaßen zuverlässig und flexibel auf Anhängern und in Transportern. Dadurch lassen sich, bei ordnungsgemäßer Anwendung, beim Transport von Motorrädern, Schäden wie unter anderem Kratzer auf Lack- und Chromteilen fast vollständig verhindern.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Motorradsicherung
- Motorrad auf den Anhänger/Transporter bewegen: Nutzen Sie eine stabile Rampe, um ein Abrutschen zu verhindern.
- Vorderrad abstützen: Verwenden Sie einen Stahlbügel oder die Bordwand des Transporters.
- Hauptfixpunkte setzen: Mindestens vier Fixpunkte sind erforderlich, um das Motorrad in alle Richtungen zu sichern.
- Gurte befestigen: Legen Sie Stoff unter die Gurtschlaufen, um Beschädigungen zu vermeiden.
- Gurte festzurren: Ziehen Sie die Gurte synchron mit Ratschen fest, bis die Feder fast vollständig heruntergedrückt ist.
- Sitz der Gurte überprüfen: Rütteln Sie am Lenker, um sicherzustellen, dass das Motorrad fest sitzt.
- Hinterrad sichern: Befestigen Sie Gurtschlaufen am Rahmen des Hinterrades und verzurren Sie diese.
Wichtig: Die Gurte dürfen nicht durch das Motorrad gespannt werden und sollten keine scharfen Kanten berühren. Der Rahmen ist der beste Ansatzpunkt für die Befestigung. Auf längeren Fahrten sollte die Verzurrung regelmäßig überprüft werden.
Transport auf der Fähre
Wenn ein Fährtransfer auf der Motorradtour bevorsteht, sollte man sich entsprechend vorbereiten, um unangenehme Überraschungen und Verzögerungen zu vermeiden. Einige Fährbetreiber stellen den Motorradreisenden Spanngurte und Schutzmaterial zur Verfügung, andere nicht. Im Zweifel vorher bei der Fährgesellschaft anfragen - besser ist es, mindestens zwei eigene Zurrgurte und Schutzmaterial als Gurtunterlage mitzuführen. Vor der Fährfahrt sollte man sich mit den eigenen Spanngurten vertraut machen, diese auf Beschädigungen prüfen und geeignete Abspannpunkte am eigenen Motorrad prüfen. Dabei sollte sichergestellt werden, welche Teile nicht abgeklemmt werden dürfen oder wo sich eventuell Scheuerstellen durch die Gurte ergeben können. Für diese Stellen kann man dann entsprechend Schutzmaterial (bspw. Stoffreste oder Handtücher) mitführen.
Bei selbstständig einklappenden Seitenständern sollte ein extra Gurt zur Sicherung des Seitenständers mitgeführt werden: Mit einem durch das Vorderrad gefädelten Gurt kann man den Seitenständer nach vorne binden.
Tipps für die Fährfahrt
- Nicht mit vollem Tank auf die Fähre fahren.
- Nicht hetzen lassen beim Beladen.
- Ausreichend Abstand zu anderen Fahrzeugen halten.
- Sicheren Stellplatz zuweisen lassen.
- Motorrad auf dem Seitenständer abstellen.
- Ersten Gang einlegen.
- Vorderradbremse fixieren.
- Alarmanlage ausschalten.
- Motorrad mit Gurten verzurren und Wackeltest machen.
- Schäden vor Verlassen der Fähre beanstanden.
Nach Angaben der Scandlines Deutschland GmbH werden Motorräder genau nach den Vorgaben des Cargo-Securing-Manual (CSM) gesichert (gelascht) und auf eigens dafür eingerichteten Stellplätzen an Bord gestaut. Dieses Manual stellt alle auf dem Schiff transportierten Ladungsarten (u.a. auch Motorräder) dar und zeigt darüber hinaus verschiedene Möglichkeiten der Ladungssicherung, abhängig von den äußeren Bedingungen (hier Seegangstärke). Da ein geprüftes CSM zur notwendigen Zertifizierung eines jeden Schiffes gehört, das Ladung transportiert, gilt dies also auch für die internationale Fahrt.
Fazit
Mit der Verwendung der passenden Motorradtransportgurte kann das Zweirad sicher und ohne Bedenken durch den Straßenverkehr bewegt werden. Bereits durch ruckartiges Anfahren kann ein ungesichertes Motorrad auf dem Anhänger verrutschen oder gar vom Anhänger fallen. Nur mit professioneller Ladungssicherung am PKW Anhänger ist ein problemfreier Transport der Maschine von A nach B gewährleistet.
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